Der Zwei-plus-Vier-Vertrag

(Empfehlung: Lesen Sie auch die umfangreichen Beiträge Kalter Krieg im Harzer Land und Der Zweite Weltkrieg - recherchiert und aufbereitet von M. Wagner)


Wußten Sie, das das Gebiet der neuen Bundesländer eine vertraglich verbriefte "Atomwaffenfreie Zone" ist und das es hier keine ausländischen Streitkräfte gibt? Das ist einmalig und eine Errungenschaft für Deutschland und die Welt. Außerdem gab es bei der Herstellung der Einheit Deutschlands und der Aufnahme des gesamten Deutschlands in die NATO eben das Versprechen, keine Osterweiterung durchzuführen.

Es erklärten der amerikanische Außenminister James Baker, der damalige deutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher und andere Außenminister gegenüber dem sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow, dass es keine Osterweiterung der NATO geben wird. Man setzte in Verhandlungen bei den Briten insoweit einen Verzicht auf weitreichende NATO-Manöver im Osten Deutschlands durch, als man sich auf eine zusätzliche Protokollnotiz einigte, wonach diese nur unter Berücksichtigung der Sicherheitsinteressen der Sowjetunion abgehalten werden sollen.

Dies waren die Voraussetzungen für den Zwei-plus-Vier-Vertrag.

Der Zwei-plus-Vier-Vertrag ist ein Staatsvertrag zwischen der Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland sowie Frankreich, den Vereinigten Staaten, Großbritannien und der Sowjetunion. Er machte den Weg für die Wiedervereinigung Deutschlands frei, wurde am 12. September 1990 in Moskau unterzeichnet und trat am 15. März 1991, dem Tag der Hinterlegung der letzten Ratifikationsurkunde, mit einer offiziellen Zeremonie in Kraft.

Als die politisch geforderte und rechtlich notwendige Friedensregelung mit Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg markiert der Zwei-plus-Vier-Vertrag das Ende der Nachkriegszeit und ist ein maßgeblicher diplomatischer Beitrag zur Friedensordnung in Europa. Denn in dem "Vertrag über die abschließenden Regelungen in bezug auf Deutschland" wird die endgültige innere und äußere Souveränität des vereinten Deutschlands hergestellt.

Im einzelnen:

- werden die endgültigen mitteleuropäischen Grenzen und damit das Staatsgebiet des vereinten Deutschlands festgelegt und erklärt, dass Deutschland keine Gebietsansprüche an andere Staaten stellt

- wird die Personalstärke der deutschen Streitkräfte auf 370.000 Personen festgelegt und erklärt, dass Deutschland auf die Herstellung, die Verfügung über und den Besitz von ABC-Waffen sowie auf das Führen von Angriffskriegen verzichtet

- wurde der Abzug der sowjetischen Truppen aus Ostdeutschland bis 1994 vereinbart und die Bündniszugehörigkeit Deutschlands (das Recht, Bündnissen anzugehören) geregelt

Artikel 4
(1) Die Regierungen der Bundesrepublik Deutschland, der Deutschen Demokratischen Republik und der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken erklären, daß das vereinte Deutschland und die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken in vertraglicher Form die Bedingungen und die Dauer des Aufenthalts der sowjetischen Streitkräfte auf dem Gebiet der heutigen Deutschen Demokratischen Republik und Berlins sowie die Abwicklung des Abzugs dieser Streitkräfte regeln werden, der bis zum Ende des Jahres 1994 im Zusammenhang mit der Verwirklichung der Verpflichtungen der Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik, auf die sich Absatz 2 des Artikels 3 dieses Vertrags bezieht, vollzogen sein wird.
(2) Die Regierungen der Französischen Republik, des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland und der Vereinigten Staaten von Amerika nehmen diese Erklärung zur Kenntnis.

Auszug aus Artikel 5
3) Nach dem Abschluß des Abzugs der sowjetischen Streitkräfte vom Gebiet der heutigen Deutschen Demokratischen Republik und Berlins können in diesem Teil Deutschlands auch deutsche Streitkräfteverbände stationiert werden, die in gleicher Weise militärischen Bündnisstrukturen zugeordnet sind wie diejenigen auf dem übrigen deutschen Hoheitsgebiet, allerdings ohne Kernwaffenträger. Darunter fallen nicht konventionelle Waffensysteme, die neben konventioneller andere Einsatzfähigkeiten haben können, die jedoch in diesem Teil Deutschlands für eine konventionelle Rolle ausgerüstet und nur dafür vorgesehen sind. Ausländische Streitkräfte und Atomwaffen oder deren Träger werden in diesem Teil Deutschlands weder stationiert noch dorthin verlegt.

Die Situation ein viertel Jahrhundert nach Herstellung der Deutschen Einheit

Es ist jetzt 25 Jahre her, dass durch die KSZE (Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) die Grundlage für die Wiedervereinigung Deutschlands gelegt wurde.

Das, was unser Deutschland zusammengebracht hat, sollte auch das Ende der Spaltung Europas sein. "Gemeinsames Haus Europa", niemand hatte die europäische Sehnsucht besser zum Ausdruck gebracht als Präsident Gorbatschow, und kaum jemand hatte sich in diesem Bild so wohl gefühlt wie der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl. Natürlich war aus deutscher Sicht die Wiedervereinigung Deutschlands damit verbunden, die NATO beizubehalten, weil es dafür genügend Gründe im Westen selbst gab: die Anbindung der USA an Europa, um auch hier künftige Kriege zu verhindern.

Es waren die westlichen Staaten selbst, die in Hochzeiten der Ost-West Kooperation zwischen 1987 und 1993 davon ausgingen, Russland habe wegen seiner schrecklichen Erfahrungen mit Napoleon und Hitler selbst seine gewaltige militärische Präsenz im Warschauer Pakt - und damit Mitteleuropa - nur zum Schutz von "Mütterchen Russland" initiiert.

Daneben war der Umstand anhand von Erfahrungen nicht von der Hand zu weisen, eine nicht Europa angehörende Macht zum Ausgleich in Westeuropa zu haben. Aber die NATO sollte da bleiben, wo sie zum Ende des Kalten Krieges in Europa stand. Der Vorschlag zur NATO-Mitgliedschaft des wiedervereinigten Deutschlands, der dem deutschen Bundeskanzler Helmut Kohl am 20. Dezember 1989 zugestellt wurde und durch Kanzleramtsminister Rudolf Seiters am 8. Februar 1990 mit der Zustimmung seitens des Bundeskanzlers Helmut Kohl versehen worden ist, sah alles das vor, was später durch die Präsidenten Bush und Gorbatschow vereinbart werden konnte:

1.)   Deutschland bleibt in der NATO, weil auch die damalige Sowjetunion ein verständliches Interesse daran haben konnte.

2.)   Auf dem Gebiet der "neuen Länder", d. h. der damals noch bestehenden DDR, sollten nur Einheiten der Bundeswehr, also der deutschen Streitkräfte, und keinesfalls alliierte Truppen stationiert sein.

3.)   Die NATO sollte unter allen Umständen da bleiben, wo sie zum Zeitpunkt einer möglichen Wiedervereinigung als Vertragsgemeinschaft existierte. Nur ja nicht östlich der deutschen Ostgrenze. Stellungnahmen derjenigen, die vor Formulierung dieser Vorstellungen angehört worden waren, machten das damalige deutsche Denken - jedenfalls auf der Ebene des deutschen Bundeskanzlers - mehr als deutlich. Wenn etwas bei den erwarteten Entwicklungen östlich der neuen deutschen Staatsgrenze mit aller Vorsicht die notwendigen Fühler ausstrecken sollte, dann konnte das nur die damalige Europäische Gemeinschaft sein. Alle Gründe dieser Welt sprachen damals dagegen, aus deutscher Sicht die NATO nach Osten auszudehnen.

"In der NATO-Russland-Gründungsakte von 1997 hat die Allianz zugesagt, bis auf weiteres keine Truppen in Osteuropa zu stationieren." (zu lesen in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, 4.5.2014)

 "Die Tatsache, dass wir bereit sind, keine NATO-Truppen außerhalb des Staatsgebietes der BRD zu stationieren, gibt der Sowjetunion feste Sicherheitsgarantien." (Der damalige NATO-Generalsekretär Manfred Wörner am 17. Mai 1990, zitiert in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, 5.5.2014)

Michail Gorbatschow, Ex-Präsident der Sowjetunion äußerte am 7.6.2014: ... Bei den Verhandlungen über die Wiedervereinigung Deutschlands im Februar 1990 hatte die Nato versprochen, sich nicht nach Osten zu erweitern. Seit dieser Zeit sind zehn europäische Länder, darunter die baltischen Ex-Sowjetrepubliken Estland, Lettland und Litauen, in das nordatlantische Verteidigungsbündnis aufgenommen worden.

Kann man sich etwa vorstellen, dass (Georgiens Ex-Präsident Michail) Saakaschwili den Krieg vom Zaun gebrochen hätte? Dass er gegen Russland vorzustoßen versuchte, bedeutet, dass ihm Hilfe versprochen worden war...

"Es gibt eine faire Politik und eine Betrugspolitik", äußerte Gorbatschow auf die Frage, ob er sich von den westlichen Partnern hintergangen fühle...

Wegen der Probleme, die wir in Europa haben, und die nicht auf den Zweiten, sondern auf den Ersten Weltkrieg und die Zeit davor zurückgehen, wäre es höchste Zeit, nach dem Modell der KSZE eine Konferenzserie aufzulegen, die diese Probleme angeht. Minderheiten in Staaten, das sind eine Crux Europas und das Ausspielen dieser Tatsache durch Dritte, um deren Belange durchzusetzen. Kluge Leute haben an diesem europäischen Grundübel wirksam angesetzt, um die Sprengkraft zu nehmen. Es war der Sicherheitsberater des rumänischen Präsidenten Iliescu, der promovierte Historiker Dr. Ioan Talpes aus Bukarest, der Ruhe und Berechenbarkeit in eine der schwierigsten Beziehungen zwischen Staaten in Europa gebracht hat, als er Ungarn und Rumänien von der Spannung zwischen Volksgruppen befreite. Es gibt gute Leute in Europa. Wir sollten ihre Fähigkeiten nutzen, bevor wir wieder bereit sind, die Lichter auszuschalten.

15. August 2014
"Viele Monate", so schreibt der britische "The Daily Telegraph", "dämonisierte der Westen Präsident Putin mit Hilfe solcher Figuren wie unter anderem dem britischen Prinzen Charles und Hillary Clinton (der früheren US-Außenministerin), welche ihn mit Hitler verglichen haben. Aber dabei besaßen sie keinerlei Vorstellung von dem, dass die ganze Krise durch die unvernünftigen provokativen Versuche angekurbelt worden war, die Ukraine in die EU zu absorbieren. So als habe sich keiner vorstellen können, dass Moskau den Versuch ohne Antwort lassen würde, die Wiege der russischen Identität zu verschlingen und sie ins Imperium Brüssels zu ziehen. Zusammen mit dem einzigen warmen Tiefseehafen Russlands auf der Krim, der an die Nato übergehen sollte."

27. August 2014
Derzeit macht übrigens ein Aufruf im Internet die Runde, ein Aufruf an alle Journalisten: zum Tag der Wahrheit. Gedacht ist an den 3. Oktober 2014: An diesem Tag sollen alle Medienschaffenden nur die Wahrheit berichten. Sie sollen sich dem Widerstand ihrer Redaktionsleitungen entgegenstellen, den Vorgaben und den politisch korrekten Richtrahmen sollen sie - nur an diesem einzigen Tag - sprengen. Es ist eine gute, es ist  die richtige Idee: Jede erfolgreiche Aktion muss irgendwo ihren Anfang finden.

Können wir auf die Journalisten bauen? Brennt in ihnen der Funke für die Wahrheit schon? Trauen sie sich, die sie in der Mehrzahl ja selbst oft schon unter diesen berufsbedingten Fesseln von Propaganda, Maulkörben und fehlender Meinungsvielfalt leiden, sich gegen ihre mächtigen Verlagsvertreter durchzusetzen? Nur an diesem einen einzigen Tag? Wünschen wir ihnen die Kraft dazu! Bis zum 3. Oktober haben sie noch sechs Wochen Zeit zum Überlegen. Unser Applaus wäre ihnen jedenfalls sicher!

17. Oktober 2014
3. Oktober, Tag der Deutschen Einheit (Zu lesen im Compact)
Wie inzwischen viele Dokumente belegen, war die Wiedervereinigung D. nur auf der Grundlage eines Deals möglich. Insbesondere die Franzosen sperrten sich gegen ein vereinigtes und wieder erstarkendes Deutschland. Somit war zumindest eine Vorbedingung die Zustimmung Deutschlands zur Einführung einer gemeinsamen Währung unter Aufgabe der starken D-Mark. Kanzler Helmut Kohl stimmte zu. Am 3. Oktober konnten wir Deutschen unsere Einheit feiern. Der Euro kam 1999. Die ersten gesamtdeutschen Wahlen im Dezember 1990 gewann Kohl mit seinen Mannen klar. An eine weitere Vereinbarung will sich heute niemand mehr so recht erinnern: Bei einer möglichen Erweiterung der Nato sollten die legitimen Sicherheitsinteressen Russlands beachtet werden. Schließlich bestand die damalige Sowjetunion nicht auf einer zu Gebote stehenden Neutralität Gesamtdeutschlands. Dem Austritt Deutschlands aus der Nato.

26. Januar 2015
Eher zufällig und nur beim gezielten Suchen findet man Informationen zum Verhandlungsprozess über die Nichtverbreitung und das Verbot von Kernwaffen:

Das Jahr 2015 könnte zu einem diplomatischen Durchbruch beim Verbot von Kernwaffen führen.

Im April/Mai 2015 findet die Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrags (NPT) statt.

Dieses bereits im März 1970 ratifizierte Abkommen verpflichtet die Nuklearwaffenstaaten zur vollständigen nuklearen Abrüstung und die Nicht-Nuklearwaffenstaaten zum Verzicht auf Kernwaffen.

Zudem scheinen Verhandlungen über ein Atomwaffenverbot in greifbarer Nähe. Regierungsvertreter von nur 44 der insgesamt 158 Staaten, die im Dezember 2014 an der Wiener Konferenz über die humanitären Folgen von Atomwaffen teilnahmen, setzten sich für einen völkerrechtlichen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen ein...
... Der Vorstand der international renommierten Zeitschrift "Bulletin of Atomic Scientists" hat die so genannte Weltuntergangsuhr (Doomsday Clock) neu gestellt: Es ist jetzt drei Minuten vor Zwölf. Der Erde steht eine nukleare Katastrophe bevor, wenn nicht umgehend politische Initiativen zum Verbot und Abbau der Kernwaffen führen. Wo bleiben die Aufrufe in den "freien" Leitmedien?

Statt dessen werden da als Ursachen für Terror die dem Menschen innewohnenden bösen Kräfte herangezogen. Andere begründen die Unfähigkeit von Menschen, friedlich mit seinesgleichen auszukommen mit hormonellen oder psychologischen Gegebenheiten oder mit unausweichlichen Süchten wie Habsucht und Egoismus. Welch ein horrender Blödsinn!

Die Spezies Mensch ist eben nicht so schlecht wie manche Untaten einzelner.

Die Gemeinschaft, die Gesellschaft ist nie so entartet wie manche ihrer Führer und Eliten.

Solche Irrlehren sollen die Menschen verwirren und ihnen den Eindruck vermitteln, die Welt sei nicht veränderbar. Ist sie wohl !!! Aber die Leute sollen verharren und in die Weisheit der "Oberen" vertrauen.

 

09. Februar 2015
Die Deutschen leiden unter der Endsolidarisierung in der Gesellschaft: Arbeitslosigkeit, zunehmende Altersarmut, übermäßig teure Mieten. Ein Viertel unserer Bevölkerung, etwa 20 Millionen, leben am Rande des Existenzminimums. Die Menschen leiden unter einer zunehmenden Lebensunsicherheit, da ihre Interessen von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen werden.
Das Leben in Deutschland wird immer mehr als kulturell entfremdet empfunden. Das geht bis in die Sprache hinein, in der es von Anglismen wimmelt. Und man verbreitet in den abendlichen Fernsehprogrammen gehirnwäscheartig Brutalität und Unkultur. Da wird geschossen und gemordet. Und wer das kritisiert, wird als Verschwörungstheoretiker diffamiert. Und da werden die Kritiker als existenzbedrohend betrachtet.

Leider: Korrespondenten riskieren täglich ihr Leben, wenn sie über Ereignisse berichten, über die niemand mehr zu berichten wagt. Sie tun das, um den Menschen weltweit die Seite der Wirklichkeit zu zeigen, die die meisten anderen Medien - ob ohne Absicht oder absichtlich - von ihnen verheimlichen.

Nur mal angemerkt: Die antiwestlichen Stimmungen haben in Russland ihren historischen Höhepunkt erreicht, ergibt eine Umfrage des Lewada-Zentrums für Meinungsforschung. 81 Prozent der Befragten verhalten sich negativ zu den USA - gegenüber 44 Prozent vor einem Jahr.

 

02. April 2015
In Deutschland weigern sich immer mehr Einzelhändler, die BILD-Zeitung in ihrer Auslage anzubieten. Sie werfen dem Boulevardblatt vor, mit voreiligen Schuldzuweisungen nach dem Absturz der Germanwings-Maschine gegen die journalistischen Standards verstoßen zu haben.

Die Facebook-Ankündigung der ARAL-Tankstelle Bendorf vom 27. März 2015, keine BILD-Zeitung mehr zu verkaufen, hat bereits 100.000 "Gefällt mir"-Angaben verbucht:

"Liebe Kunden, bei uns gibt es heute KEINE Bild-Zeitung mehr! Wir unterstützen diese Hetzkampagne nicht! Wir hoffen auf Ihr Verständnis!"

Auslöser der Empörung war die Berichterstattung des Springer-Boulevardblatts zum Germanwings-Unglück zurück. Nur 48 Stunden nach dem Absturz legten sich die BILD-Reporter bereits auf eine Ursachenerklärung fest, indem sie die Schuld für die Katastrophe dem Co-Piloten des Flugzeuges zuwiesen. Das, obwohl Ermittler eine technische Unfallursache nicht ausschließen.


8. Mai - Ein Tag der Befreiung, ein Tag der Erinnerung und Mahnung - Tag der Morgenröte der Menschheit!

"Nie wieder Krieg von deutschem Boden" - die wichtigste Lehre aus der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert!

Bitte unterstützt den Friedensappell ehemaliger sowjetischer Kriegsgefangener vom 1. September 2014, die zur Versöhnung zwischen Ukrainern und Russen aufrufen: »Besinnt Euch! Erstickt Euren Hass, redet miteinander statt aufeinander zu schießen! Hört auf uns, die in faschistischen Lagern das wenige Brot miteinander teilten. Benehmt Euch wie Mitglieder einer Familie, in der man sich streitet im Bewusstsein gegenseitigen Respekts und sich wieder verträgt. Macht endlich Frieden miteinander!«


08.05.2015 - Tag der Befreiung - 70 Jahre Frieden

In einem eindringlichen Appell haben ehemalige NVA-Militärs sich gegen die aktuelle Anti-Russland-Politik seitens EU- und NATO gewandt. Willy Wimmer bemerkt dazu: "Das hat es in der deutschen Geschichte noch nicht gegeben, dass sich eine ehemalige Armee über ihre führenden Repräsentanten öffentlich für den Frieden einsetzt." Es folgt zuerst der komplette Text des Appells, im Anschluss daran eine Stellungnahme von Willy Wimmer:

Soldaten für den Frieden

Als Militärs, die in der DDR in verantwortlichen Funktionen tätig waren, wenden wir uns in großer Sorge um die Erhaltung des Friedens und den Fortbestand der Zivilisation in Europa an die deutsche Öffentlichkeit.
In den Jahren des Kalten Krieges, in denen wir eine lange Periode der Militarisierung und Konfrontation unter der Schwelle eines offenen Konflikts erlebten, haben wir unser militärisches Wissen und Können für die Erhaltung des Friedens und den Schutz der Deutschen Demokratischen Republik eingesetzt. Die Nationale Volksarmee war keinen einzigen Tag an kriegerischen Auseinandersetzungen beteiligt, und sie hat bei den Ereignissen 1989/90 maßgeblich dafür gesorgt, dass keine Waffen zum Einsatz kamen. Frieden war immer die wichtigste Maxime unseres Handelns.

Deshalb sind wir entschieden dagegen, dass der militärische Faktor erneut zum bestimmenden Instrument der Politik wird. Es ist eine gesicherte Erfahrung, dass die brennenden Fragen unserer Zeit mit militärischen Mitteln nicht zu lösen sind.

Es sei hier daran erinnert, dass die Sowjetarmee im II. Weltkrieg die Hauptlast bei der Niederschlagung des Faschismus getragen hat. Allein 27 Millionen Bürger der Sowjetunion gaben ihr Leben für diesen historischen Sieg.

Ihnen, wie auch den Alliierten, gilt am 70. Jahrestag der Befreiung unser Dank. Jetzt konstatieren wir, dass der Krieg wieder zum ständigen Begleiter der Menschheit geworden ist. Die von den USA und ihren Verbündeten betriebene Neuordnung der Welt hat in den letzten Jahren zu Kriegen in Jugoslawien und Afghanistan, im Irak, Jemen und Sudan, in Libyen und Somalia geführt. Fast zwei Millionen Menschen wurden Opfer dieser Kriege, und Millionen sind auf der Flucht.

Nun hat das Kriegsgeschehen wiederum Europa erreicht. Offensichtlich zielt die Strategie der USA darauf ab, Russland als Konkurrenten auszuschalten und die Europäische Union zu schwächen. In den letzten Jahren ist die NATO immer näher an die Grenzen Russlands herangerückt. Mit dem Versuch, die Ukraine in die EU und in die NATO aufzunehmen, sollte der Cordon sanitaire von den baltischen Staaten bis zum Schwarzen Meer geschlossen werden, um Russland vom restlichen Europa zu isolieren. Nach amerikanischem Kalkül wäre dann auch eine deutsch-russische Verbindung erschwert oder verhindert.

Um die Öffentlichkeit in diesem Sinne zu beeinflussen, findet eine beispiellose Medienkampagne statt, in der unverbesserliche Politiker und korrumpierte Journalisten die Kriegstrommeln rühren. In dieser aufgeheizten Atmosphäre sollte die Bundesrepublik Deutschland eine den Frieden fördernde Rolle spielen. Das gebieten sowohl ihre geopolitische Lage als auch die geschichtlichen Erfahrungen Deutschlands und die objektiven Interessen seiner Menschen. Dem widersprechen die Forderungen des Bundespräsidenten nach mehr militärischer Verantwortung und die in den Medien geschürte Kriegshysterie und Russenphobie.

Die forcierte Militarisierung Osteuropas ist kein Spiel mit dem Feuer - es ist ein Spiel mit dem Krieg!
Im Wissen um die zerstörerischen Kräfte moderner Kriege und in Wahrnehmung unserer Verantwortung als Staatsbürger sagen wir in aller Deutlichkeit: Hier beginnt bereits ein Verbrechen an der Menschheit. Sind die vielen Toten des II. Weltkrieges, die riesigen Zerstörungen in ganz Europa, die Flüchtlingsströme und das unendliche Leid der Menschen schon wieder vergessen? Haben die jüngsten Kriege der USA und der NATO nicht bereits genug Elend gebracht und viele Menschenleben gefordert? Begreift man nicht, was eine militärische Auseinandersetzung auf dem dichtbesiedelten europäischen Kontinent bedeuten würde?

Hunderte Kampfflugzeuge und bewaffnete Drohnen, bestückt mit Bomben und Raketen, Tausende Panzer und gepanzerte Fahrzeuge, Artilleriesysteme kämen zum Einsatz. In der Nord- und Ostsee, im Schwarzen Meer träfen modernste Kampfschiffe aufeinander und im Hintergrund ständen die Atomwaffen in Bereitschaft. Die Grenzen zwischen Front und Hinterland würden sich verwischen. Millionen Mütter und Kinder würden um ihre Männer, um ihre Väter und Brüder weinen. Millionen Opfer wären die Folge. Aus Europa würde eine Wüstenlandschaft werden. Darf es soweit kommen? Nein und nochmals Nein!

Deshalb wenden wir uns an die deutsche Öffentlichkeit:

Ein solches Szenario muss verhindert werden.
Wir brauchen keine Kriegsrhetorik, sondern Friedenspolitik.
Wir brauchen keine Auslandseinsätze der Bundeswehr und auch keine Armee der Europäischen Union.
Wir brauchen nicht mehr Mittel für militärische Zwecke, sondern mehr Mittel für humanitäre und soziale Erfordernisse. Wir brauchen keine Kriegshetze gegen Russland, sondern mehr gegenseitiges Verständnis und ein friedliches Neben- und Miteinander. Wir brauchen keine militärische Abhängigkeit von den USA, sondern die Eigenverantwortung für den Frieden. Statt einer "Schnellen Eingreiftruppe der NATO" an den Ostgrenzen brauchen wir mehr Tourismus, Jugendaustausch und Friedenstreffen mit unseren östlichen Nachbarn.
Wir brauchen ein friedliches Deutschland in einem friedlichen Europa.
Mögen sich unsere Kinder, Enkel und Urenkel in diesem Sinne an unsere Generation erinnern.
Weil wir sehr gut wissen, was Krieg bedeutet, erheben wir unsere Stimme gegen den Krieg, für den Frieden.

Armeegeneral a.D. Heinz Keßler
Admiral a.D. Theodor Hoffmann

Die Generaloberste a.D. Horst Stechbarth; Fritz Streletz; Fritz Peter
Die Generalleutnante a.D. Klaus Baarß; Ulrich Bethmann; Max Butzlaff; Manfred Gehmert; Manfred Grätz; Wolfgang Kaiser; Gerhard Kunze; Gerhard Link; Wolfgang Neidhardt; Walter Paduch; Werner Rothe; Artur Seefeldt; Horst Skerra; Wolfgang Steger; Horst Sylla; Ehrenfried Ullmann; Alfred Vogel; Manfred Volland; Horst Zander
Vizeadmiral a.D. Hans Hofmann
Die Generalmajore a.D. Olivier Anders; Heinz Bilan; Bernhard Beyer; Günter Brodowsky; Kurt Brunner; Heinz Calvelage; Sebald Daum; Willi Dörnbrack; Alfred Dziewulski; Johannes Fritzsche; Egon Gleau; Otto Gereit; Roland Großer; Peter Herrich; Karl-Heinz Hess; Günter Hiemann; Lothar Hübner; Siegmund Jähn; Günter Jahr; Manfred Jonischkies; Günter Kaekow; Johannes Kaden; Helmut Klabunde; Klaus Klenner; Raimund Kokott; Kurt Kronig; Bernd Leistner; Hans Leopold; Klaus Listemann; Heinz Lipski; Hans Georg Löffler; Rudi Mädler; Manfred Merkel; Günter Möckel; Dieter Nagler; Johannes Oreschko; Rolf Pitschel; Hans Christian Reiche; Fritz Rothe; Günter Sarge; Dieter Schmidt; Horst Schmieder; Gerhard Schönherr; Gerhard Seifert; Kurt Sommer; Erich Stach; Manfred Thieme; Wolfgang Thonke; Henry Thunemann; Walter Tzschoppe; Günter Voigt; Gerd Weber; Dieter Wendt; Klaus Wiegand; Heinrich Winkler; Heinz-Günther Wittek; Erich Wöllner; Werner Zaroba; Manfred Zeh; Alois Zieris
Die Konteradmirale a.D. Herbert Bernig; Eberhard Grießbach; Hans Heß; Werner Henniger; Klaus Kahnt; Werner Kotte; Helmut Milzow; Gerhard Müller; Joachim Münch

Namen einer großen Anzahl von Obersten und Kapitänen zur See a.D. Volker Bednara; Frithjof Banisch; Bernd Biedermann; Karl Dlugosch; Thomas Förster; Günter Gnauck; Günter Leo; Friedemann Munkelt; Werner Murzynowski; Gerhard Matthes; Lothar Matthäus; Friedrich Peters; Helmut Schmidt; Fritz Schneider; Heinz Schubert, Helmar Tietze; Wilfried Wernecke; Rolf Zander; OSL a.D. Günter Ganßauge

Weitere Angehörige der NVA aus den Reihen der Offiziere, Fähnriche, Unteroffiziere und Soldaten bekunden ihre Zustimmung.

Stellungnahme von Willy Wimmer:

Es ist in der deutschen und europäischen Militärgeschichte ein einmaliger und hoch zu schätzender Vorgang gewesen, in welch konstruktiver Weise die bewaffneten Streitkräfte der Deutschen Demokratischen Republik in der Nationalen Volksarmee den Prozess in Europa, der zur friedlichen Wiedervereinigung Deutschlands geführt hat, angestoßen, begleitet und erfolgreich zu Ende geführt haben. In der geschichtlichen Stunde für die deutsche Nation und nach den bitteren Jahren der teilungsbedingten Probleme wussten die bestimmenden Kräfte in diesen deutschen Streitkräften um ihre historische Verantwortung. Dieser Verantwortung sind sie in überzeugender und historisch einmaliger Weise gerecht geworden. Dafür gebührt den Angehörigen der Nationalen Volksarmee der Dank aller Deutschen, unbeschadet der Ereignisse, die nach der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht am 8./9. Mai 1945 das Leben in einem geteilten Land bestimmt haben.

Die Angehörigen der Nationalen Volksarmee gehörten als Speerspitze der Streitkräfte des Warschauer Paktes zu denen, die die Folgen einer militärischen Auseinandersetzung in Europa und damit in Deutschland beurteilen können.

Es zeichnet die Verfasser dieses Aufrufs aus, dabei die historische Entwicklung und die daraus resultierende Verpflichtung deutlich in ihrem Aufruf anzusprechen. Wenn sie dabei auch die Menschen in der Russischen Föderation ansprechen, dann geschieht das in Übereinstimmung mit dem Denken und den Wünschen ihrer Landsleute in allen Teilen des wiedervereinigten Deutschland.

Das bis heute fortdauernde Elend in Europa, das durch zwei Weltkriege hervorgerufen worden ist, verpflichtet alle Völker und Staaten zu guter Nachbarschaft und friedlichem Handel.

Willy Wimmer

 

26.06.2015 - Der Dritte Weltkrieg beginnt mit dem Einsatz von Nuklearwaffen!!

Die Gefahr eines Atomkrieges zwischen den USA und Russland nimmt zu: Die Zeitschrift Bulletin of the Atomic Scientists hat ihre Atomkriegsuhr erst kürzlich wieder vorgestellt: Seit dem 22. Januar dieses Jahres stehen die Zeiger wieder auf drei Minuten vor zwölf.

Der Dritte Weltkrieg beginnt mit dem Einsatz von Nuklearwaffen - es ist kein Witz, wenn Militärhistoriker mit Nachdruck darauf verweisen, das das im letztem kalten Krieg bereits von allen Seiten so vorgesehen war. In damaligen Kommandostabsübungen wurde das ernsthaft durchgespielt: "Die Westlichen aktivierten auf 800 Kilometer entlang der Oder-Neiße-Linie 100 Röntgen um das Vorrücken der sowjetischen Truppen zu behindern." - "Durch Aufklärung beantworteten die Östlichen einen Angriff anfliegender Atomraketen der Westlichen um 12:05 Uhr bereits mit dem Gegenschlag um 12:03 Uhr"

Kriege brechen nicht einfach aus. Kriege werden erdacht, minutiös geplant und bis ins Detail vorbereitet.

Wie kann man ruhig schlafen, wenn das eigene Bett brennt?
Was ist, wenn uns Deutschen und anderen europäischen Völkern ihre Streitkräfte über militärtechnische Tricks den eigenen Parlamenten und damit Regierungen entzogen werden und auf Befehl einer übergeordneten Macht hin verlegt werden?
Können Sie jetzt noch ruhig schlafen?

Riskante Szenarien:
Moderne Technologien lassen sich nur unzureichend gegen Angriffe abschotten. Die Zahl der Cyberattacken nimmt zu. Verbunden mit den wachsenden Spannungen zwischen den USA und Russland und vor dem Hintergrund des wiederauflebenden Geistes des Kalten Krieges mit seiner Nukleardoktrin wird damit ein Atomkrieg in Europa plötzlich wieder zu einer sehr realen Bedrohung. Das zumindest meinen zwei hochrangige, inzwischen aus dem aktiven Dienst geschiedene militärische Befehlshaber: der Amerikaner James E. Cartwright, ehemaliger General des Marine Corps sowie stellvertretender Vorsitzender der Joint Chiefs of Staff (Vereinten Stabschefs) und Kommandeur des für strategische Nukleareinsätze zuständigen United States Strategic Command, sowie der Russe Wladimir Dworkin, ein pensionierter Generalmajor und früherer Leiter des Forschungsinstituts der strategischen Raketentruppen Russlands.

Beide sind Mitglieder der Global-Zero-Kommission für die Reduzierung des nuklearen Risikos. Und beide sind sehr besorgt über die Zukunft der Welt, wenn die aktuelle Status quo zwischen den USA und Russland unverändert bleibt. Unter dem Titel »How to Avert a Nuclear War« (Wie man einen Atomkrieg verhindern kann) hatten die beiden hochrangigen Experten am 19. April 2015 in einem Meinungsartikel in der New York Times vor den Hintergrund des bewaffneten Konflikts in der Ukraine eindringlich vor den unabwägbaren Gefahren einer Eskalation bis hin zu einem Atomkrieg gewarnt. Vor allem machten drei strategische Optionen, denen sowohl die USA als auch Russland weiterhin anhängen, die Lage besonders gefährlich. Bei allen drei doktrinär befolgten Optionen handele es sich um Überbleibsel aus dem Kalten Krieg: 1.) Ersteinsatz von Atomwaffen (wenn konventionelle Kräfte nicht mehr ausreichen), 2.) nukleare Vergeltungsschläge (nach einem erfolgten Atomangriff) und 3.) Startbefehl bei Warnung (damit die eigenen Atomraketen bereits in der Luft sind, bevor sie von gegnerischen Raketen zerstört werden können). Die Generäle meinen, dass der dritte Punkt, Start bei Warnung, die größte Gefahr beinhalte, da das vorgesehene Szenario schon durch Provokationen und Funktionsstörungen ausgelöst werden könne und das Potential für Fehlalarme in Frühwarnsystemen erheblich gewachsen sei.

 

06. Juli 2015 - Hetze wie zu Göbbels Zeiten!

Propaganda können wir tagtäglich in unseren Medien beobachten! Die Methoden sind immer gleich. Es sind Hetzer, die goebbelsche Machwerke der Propaganda zusammenbasteln.

Was sind Propagandisten?

Dieser menschliche Abschaum lebt davon, Zuschauer gezielt in die Irre zu führen und zu manipulieren, um Krieg, Mord, Elend und die Spaltung Europas zu rechtfertigen und voranzutreiben. Solchen vorsätzlichen Tätern gehen Hunderttausende Tote im Irak so am Arsch vorbei, wie Zehntausend Tote in der Ukraine.

Der Zuschauer soll nichts verstehen - er soll emotionalisiert, manipuliert und für bestimmte Ziele aufgehetzt werden. Es wird mit Emotionen gespielt ohne sachbezogenen Hintergrund. Immer gibt es "Dokumentationen". Diese sogenannte "Dokumentation" über den Konflikt XY ist dann ein in jeder Hinsicht verzerrtes und agitatorisches Machwerk. Kein Wort zur Entstehung des Konflikts XY , kein Wort zur Entwicklung des Konflikts XY. Einst Juden und Kommunisten, dann Moslems und Russen und jetzt die Griechen. Ohne Feindbild kommt die deutsche Presse nicht aus!

Der von den Verfassern vertretene Humanismus dient lediglich politischen Zwecken. Gleichzeit wird dann das Leugnen oder ein Anzweifeln zur neuen roten Linie erhoben.

Wenn man das versteht, dann geht der Propagandawaffe ganz sicher die Puste aus. Denn die Munition erzielt keine Wirkung mehr und man bleibt immun gegen Angriffe auf das eigene Denkvermögen und den gesunden Verstand. Und ich kann dann in aller Ruhe den Fernseher aus- oder umschalten, denn ich verpasse nichts.

 

09. Juli 2015 - Schlachtfeld Öffentliche Meinung:

Man beobachtet, immer wenn Hitlervergleiche in den Medien gezogen werde, ist das die höchste Stufe der medialen Eskalation und so stehen wir jedes mal am Rande einer Auseinandersetzung in der sehr schnell die Waffen sprechen können. Denken wir an Irak, Libyen, Iran, Syrien und die ehemalige Bundesrepublik Jugoslawien.

Wenn es in das Feindbild passt, das Repräsentanten anderer Staaten mit Hitler verglichen werden, so werden gleichzeitig die unglaublichen Verbrechen Hitlerdeutschlands und die Verantwortung unseres Nachfolgestaates, der Bundesrepublik Deutschland heruntergespielt.

Warten wir doch ab, mit was die Denkindustrie demnächst den obersten Repräsentanten des EU und NATO-Landes Griechenland betitelt und beobachten wir uns dabei, ob wir das wirklich verstehen oder einfach nur ungewollt mittragen. Sozusagen im Nebelwald stehend und mitfühlend mit der Schlagzeile aus der Presse. Dann hat man uns wieder auf Linie. Ohne Feindbild kommt die deutsche Presse nicht aus!

 

10. Juli 2015 - Es ist noch nicht im Bewusstsein der Deutschen angekommen, dass der Ukraine-Konflikt die Dynamik eines großen europäischen Krieges haben kann."

 

22. Juli 2015 - "Bevor es für Alle und Alles zu spät ist!" - Willy-Brand-Kreis der SPD fordert Neuausrichtung deutscher Russlandpolitik

Hier nachfolgend der Aufruf im Wortlaut:

Europa durchlebt die schwerste Krise seit dem Ende des Ost-West-Konflikts. Nicht nur der Umgang mit Griechenland und den Flüchtlingsströmen hält den Kontinent in Atem, auch der mühsam ausgehandelte Waffenstillstand in der östlichen Ukraine ist brüchig. Solange der Konflikt um die Zukunft der Ukraine ungelöst ist, besteht die ständige Gefahr eines Absturzes. Eine umfassende Friedensordnung für Europa, dieses Versprechen der Charta von Paris von 1990, ist unerfüllt geblieben.

Doch Europa kann kein Interesse daran haben, die alte Rivalität der Supermächte USA und Sowjetunion fortzusetzen und Russland in die Knie zu zwingen. Das unterscheidet die europäische von der amerikanischen Interessenlage: Ohne Russland oder gar gegen Russland kann kaum ein Problem gelöst werden, das Europa als Ganzes betrifft. Das zeigt die jüngste Geschichte: Russland und die Völker der Sowjetunion haben entscheidend zur Befreiung Europas vom Faschismus beigetragen, aber auch zur deutschen Vereinigung. Deutschland hat daher eine besondere Verantwortung, Russland als Partner in einer europäischen Friedensordnung zu gewinnen.

1990 schien diese Frage ein für alle Mal beantwortet: Russland als Mitarchitekt der europäischen Einigung, würde natürlich - wie auch die USA - ein Anker und ein gleichberechtigter Partner sein. Russland sah sich seither in seinen Erwartungen enttäuscht: Die Erweiterungspolitik der EU und vor allem der NATO schloss eine Mitgliedschaft Russlands ausdrücklich aus: zu groß, zu komplex, hieß es damals - während einige Staaten im östlichen Europa das Ziel ihres Beitritts zur westlichen Allianz offen als Sicherheitsvorsorge vor Russland betrieben. Ohne eigene Beitrittsperspektive Russlands nährte die Erweiterung der westlichen Bündnisstrukturen alte russische Einkreisungsängste, welche nationalistische Reflexe und den allmählichen Rückfall in das Denken in geopolitischen Kategorien und Einflusszonen begünstigten.

Die ukrainische Krise ist somit Ausdruck eines heraufziehenden russisch-euroatlantischen Großkonflikts, der in eine Katastrophe münden kann, wenn die sich bereits drehende Spirale des Wettrüstens, der militärischen Provokationen und konfrontativen Rhetorik nicht gestoppt wird. Wir wenden uns daher an alle verantwortlichen Politiker und friedensbewegten Bürger, aber vor allem ganz direkt an die SPD:

In dieser Situation ist eine mutige politische Initiative gefordert, vergleichbar jener, die nach Mauerbau und Kubakrise in der Hochzeit des Kalten Krieges den Ausbruch aus der Logik der Konfrontation mit der Sowjetunion wagte.

Damals war es in Europa allen voran die deutsche Sozialdemokratie, die mit der neuen Ostpolitik Willy Brandts einer europäischen Entspannungspolitik den Weg ebnete. 2015 bedarf es ebensolchen Mutes und politischer Klugheit, um der drohenden Spirale neuerlicher Konfrontation und Spaltung Europas zu begegnen. Wir fordern daher innezuhalten und einen Neustart der Beziehungen mit Russland zu wagen, bevor es für Alle und Alles zu spät ist!

(1) Die Ukraine-Krise lässt sich durch politische Sanktionen gegen Russland nicht lösen. Die tieferliegenden Ursachen der russisch-europäischen Entfremdung gehören auf die politische Tagesordnung europäisch-russischer Gipfelgespräche. Dauerhafter Interessenausgleich gelingt nur durch Dialog und Verhandlungen. Die wirtschaftlichen Sanktionen unterminieren die Entwicklung Europas als gemeinsamer Wirtschaftsraum. Zusammenarbeit ist ein Motor der Vertrauensbildung. Eine intakte Energieinfrastruktur, die durch die aktuellen Spannungen bereits in Mitleidenschaft gezogen wurde, liegt genauso im gemeinsamen Interesse wie wechselseitige Handelsbeziehungen.

(2) Die Europäische Union darf sich infolge ihrer Mitverantwortung für das Entstehen dieser Krise nicht der Mitwirkung an deren einvernehmlicher Lösung entziehen. Das Zusammenwirken von Deutschland, Frankreich und Polen mit der Ukraine und Russland beim Minsk II-Abkommen, ist ein innovativer Ansatz. Von dessen Umsetzung hängt es ab, gestörtes Vertrauen zurückzugewinnen. Aber eine breitere europäische Einbettung tut not. Deutschland muss hierfür im kommenden Jahr seine Verantwortung in der OSZE-Präsidentschaft in die Waagschale werfen und konzeptionell wie dialogorientiert agieren.

(3) Weil auch die USA als wichtigster Partner der neuen ukrainischen Regierung eine hohe Verantwortung für die Lösung der Krise haben, sind alle Gremien wichtig, die Russland und die USA zusammenbringen. Gerade in Krisenzeiten bedarf es besonders engmaschiger Kommunikation. Daher sollten die G7 Russland sofort wieder einbeziehen, der NATO-Russland Rat muss seine Arbeit schnellstmöglich wieder aufnehmen. Notwendige Krisenkommunikation darf nicht beschränkt oder gar verhindert, sondern muss ausgebaut werden.

(4) Die Einverleibung der Krim durch Russland ist ein Verstoß gegen internationale Abkommen und zugleich eine politische Realität, die nicht gegen den Mehrheitswillen der Bevölkerung der Krim rückgängig gemacht werden kann. Der Status Quo darf die Notwendigkeit der konstruktiven Zusammenarbeit mit den Beteiligten im gemeinsamen europäischen Interesse nicht unterbinden.

(5) Die Ukraine-Krise ist auch das Ergebnis einer schwachen föderalen Struktur in einem noch jungen Staat. Nur eine starke föderale Ordnung kann das Land vor ethnischer Spaltung und drohender Sezession bewahren. Die Erfahrungen anderer europäischer Staaten mit föderalen Strukturen sollten von den Parteien in der Ukraine abgerufen werden können, wenn sie dies wünschen.

(6) Eine Mitgliedschaft der Ukraine in der NATO würde kein Mehr an Sicherheit bringen. Sie würde im Gegenteil russische Befürchtungen über die Ziele der NATO weiter befeuern und die Risiken ungewollter militärischer Konfrontation noch erhöhen. Die Vertrauensbildung zwischen den politischen und militärischen Gremien aller europäischen Staaten, wie sie im Rahmen des "Wiener Dokuments" der OSZE, zuletzt 2011, vorgesehen ist, ist gerade in Krisenzeiten auszubauen.

(7) Die Ukraine-Krise gefährdet die europäische Rüstungskontrolle. Wettrüsten, die Verlagerung von militärischen Ausrüstungen und neue Truppenstationierungen beiderseits der russischen Grenze legen die Axt an das bestehende System von Verträgen. Die Beteiligung deutscher Truppen bei der Aufstellung von "Eingreiftruppen" kann auf russischer Seite Erinnerungen an den deutschen Überfall auslösen und unnötig Öl ins Feuer gießen. Militärische Entflechtung, Nichtverbreitung und die Begrenzung von Waffenarsenalen und Truppen sind Aufgaben, die keinen Aufschub dulden.

(8) Die im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise erneut aufgebrochenen Drohungen mit dem Einsatz von Atom-Waffen sind alarmierend. Es droht eine Neuauflage der "Nachrüstung" der 80er Jahre mit atomaren Mittelstreckenraketen in Europa. Atom-Waffen müssen endlich geächtet werden. In ihrer die ganze Welt erreichenden Vernichtungskraft müssen sie als prinzipiell nicht einsetzbar gelten.

(9) Die Friedensordnung Europas ist nicht nur eine Ordnung der Staaten. Sie beruht auf starken Zivilgesellschaften, grenzüberschreitender Zusammenarbeit in den Bereichen Kultur, Medien, Sport, Wissenschaft u.a.m. Auch durch die Neubelebung des europäischen Jugendaustauschs mit Russland und der Ukraine können stereotype Denkweisen überwunden und generationenübergreifend Impulse für ein besseres Verständnis voneinander - und ein gutes Verhältnis miteinander - gesetzt werden.

Europa braucht Russland und Russland braucht Europa. Wir stehen vor der Weichenstellung, in einen neuen, mehr oder weniger Kalten Krieg mit ungewisser Perspektive abzugleiten oder uns auf das Ziel einer gemeinsamen europäischen Friedensordnung zu besinnen.

Die Zeit zum Handeln ist jetzt!

Berlin, den 21. Juli 2015

Prof. Egon Bahr, Prof. Dr. Elmar Brähler, Prof. Dr. Peter Brandt, Volker Braun, Daniela Dahn, Dr. Friedrich Dieckmann, Prof. Dr. Hans-Joachim Gießmann, Prof. Dr. Lutz Götze, Prof. Dr. Ingomar Hauchler, Dr. Enrico Heitzer, Gunter Hofmann, Prof. Dr. Gustav Horn, Prof. Dr. Dieter Klein, Dr. Rainer Land, Dr. Hans Misselwitz, Dr. Irina Mohr, Prof. Dr. Götz Neuneck, Prof. Dr. Rolf Reissig, Dr. Edelbert Richter, Wolfgang Schmidt, Axel Schmidt-Gödelitz, Prof. Dr. Michael Schneider, Dr. Friedrich Schorlemmer, Ingo Schulze, Prof. Klaus Staeck, Prof. Dr. Walther Stützle, Antje Vollmer, Dr. Christoph Zöpel.

 

24.07.2015 - Konstantin Wecker - einer der größten deutschen Poeten und Liedermacher - hat sich mit seiner neuen CD "Ohne Warum" zur gegenwärtigen "Vorkriegsähnlichen-Situation" (ja, so muss man es wohl nennen d.R.) mit einem Lied zu Wort gemeldet, welches die zu spürende Angst wohl kaum besser in Worte fassen kann:

Der Krieg

Aufgestanden ist er, welcher lange schlief,
aufgestanden unten aus Gewölben tief.
In der Dämm´rung steht er, groß und unerkannt,
und den Mond zerdrückt er in der schwarzen Hand.

In den Abendlärm der Städte fällt es weit,
Frost und Schatten einer fremden Dunkelheit,
und der Märkte runder Wirbel stockt zu Eis.
Es wird still. Sie seh´n sich um. Und keiner weiß.

Auf den Bergen hebt er schon zu tanzen an.
Und er schreit: Ihr Krieger alle, auf und an!
Und es schallet, wenn das schwarze Haupt er schwenkt.
Drum von tausend Schädeln laute Kette hängt.

Über runder Mauern blauem Flammenschwall
steht er, über schwarzer Gassen Waffenschall,
über Toren, wo die Wächter liegen quer,
über Brücken, die von Bergen Toter schwer.

Und die Flammen fressen brennend Wald um Wald,
gelbe Fledermäuse zackig in das Laub gekrallt.
Seine Stange haut er wie ein Köhlerknecht
in die Bäume, dass das Feuer brause recht.

über sturmzerfetzter Wolken Widerschein,
in des toten Dunkels kalten Wüstenein,
dass er mit dem Brande weit die Nacht verdorr,
Pech und Feuer träufet unten auf Gomorr.

Hundert Jahre ist der große Text nun alt,
eine Ode gegen Kriege und Gewalt.
Doch er konnte uns wohl nicht erreichen,
wenn man sieht, wie sich die Bilder gleichen.

Gibt es einen, der im Kriege nicht verlor?
Und nun sind der Kriege mehr als je zuvor.
So viel Städte sind zerstört im gelben Rauch,
warfen lautlos sich in tiefen Abgrunds Bauch.

Und schon wieder hört man herrisch Krieger schrei´n,
aus den Dunkelheiten droht ihr Widerschein.
Wieder wälzt sich die Vernunft dumpf in Gewalt,
abgestorben ist das Hirn. Das Herz ist kalt.

Zahllos sind die Leichen schon im Schilf gestreckt,
von des Todes starken Vögeln weiß bedeckt.
Bleiche Kinder fleh´n uns händeringend an:
Macht ein Ende mit dem Irrsinn irgendwann.

Irgendwann? Nein jetzt. Wir müssen seh´n,
wie wir den Gewalten widersteh´n.
Denn sonst heißt es wieder eines Tages dann:
Seht euch diese dumpfen Bürger an.
Zweimal kam der große Krieg mit aller Macht.
Und sie sind zum dritten Mal nicht aufgewacht.

 

31.07.2015 - 60 Millionen Menschen sind auf der Flucht!

Als eine Herausforderung für Österreich sieht die Pressesprecherin des UN-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR), Ruth Schöffl, den Anstieg der Flüchtlingszahl in diesem Jahr im Land bis auf 80.000. "Wenn wir aber auf der ganzen Welt 60 Millionen Menschen auf der Flucht haben, allein in dem ganz kleinen Land Libanon mit vier Millionen Einwohnern über eine Million Flüchtlinge, scheint der Flüchtlingszustrom in Österreich nicht mehr ganz so groß", sagte sie in einem Pressegespräch. "Trotzdem gibt es im Moment für die Flüchtlinge nicht genug Unterkünfte. Es ist aber verkraftbar, wenn alle Akteure — der Bund und die Bundesländer wie auch die Gemeinden — zusammenarbeiten.

Was die unerlaubten Grenzübertritte von Flüchtlingen, vor allem aus Syrien, Afghanistan und dem Irak, sowie die kriminellen Schlepper betrifft, so sei es aus der Sicht von Ruth Schöffl für Flüchtlinge zu 99 Prozent nicht möglich, legal eine Grenze zu überqueren. "Wenn man auf der Flucht ist, hat man gewöhnlich keinen Reisepass, oder bekommt man kein Visum, sodass man nicht legal reisen darf. Trotzdem muss man Grenzen überqueren, um sein Leben zu retten. Weil das legal nicht möglich ist, sind viele kriminelle Schlepper-Netzwerke entstanden. Aber um ihnen den Nährboden zu entziehen, müssen die Grenzübertritte aus der Illegalität herausgeholt werden. Und solange das nicht gewährleistet ist, wird es die Schlepperbanden immer geben."

Die UNHCR-Sprecherin ist sich sicher, dass man ein Umdenken in den europäischen Staaten brauche. "Wenn man Leute legal einreisen lässt, dann entzieht man auch den Schleppern den Nährboden. Wenn man Grenzen abriegelt und Mauern aufbaut, dann werden die Flüchtlinge andere Wege nehmen. Die kriminellen Schlepper-Netzwerke werden auch andere Wege finden, und die Polizei wird ihnen immer hinterher hinken."

Das UN-Flüchtlingshochkommissariat leistet klassische humanitäre Hilfe. In Jordanien und in anderen Ländern Afrikas, wo sich viel mehr Flüchtlinge als in Europa befinden, werden sie versorgt, aufgenommen und unterstützt. In Europa ist UNHCR hauptsächlich im rechtlichen Bereich tätig. "Wir schauen uns die Asylgesetze an, wir arbeiten mit den Behörden zusammen, um die Gesetzgebungen notfalls zu verbessern. Wir führen unterschiedliche Projekte durch, in Österreich zum Beispiel jetzt zum Dolmetschen, um die Asylverfahren noch effizienter zu machen."

 

03.08.2015 - "Die heutige Migrationswelle entstand wegen der verrückten Idee, im Irak zu intervenieren, wo angeblich Massenvernichtungswaffen waren - nichts wurde aber im Ergebnis gefunden", sagte der tschechische Präsident Miloš Zeman in einem fürs Fernsehen aufgezeichneten Interview mit der Prager Zeitung "Blesk".

"Sie entstand ebenso wegen der wahnsinnigen Idee, in Libyen und später auch in Syrien Ordnung zu schaffen", sagte er weiter.

Durch diese Handlungen seien dort Terrorregime entstanden, was den aktuellen unlenkbaren Zustrom illegaler Migranten nach Europa zur Folge habe.

"Schuld daran haben nicht nur die USA, denn auch EU-Staaten haben Aktionen gegen Libyen koordiniert", betonte Zeman.

Der tschechische Präsident will im Herbst vor der Uno-Vollversammlung aufzutreten und vorschlagen, das System der Friedenssicherung durch Blauhelme — die Friedenstruppen der Vereinten Nationen — wiederherzustellen.

 

18.08.2015 Online-Petition: Die Gefahr des Dritten Weltkriegs stoppen

Die Bürgerrechtsbewegung Solidarität hat auf ihrer Webseite eine Online-Petition gegen den Dritten Weltkrieg gestartet. Nach der Einschätzung der Autoren haben die USA mit ihren militärischen Provokationen gegen Russland und China "die Menschheit der Gefahr plötzlicher Vernichtung ausgesetzt".

"Am 70. Jahrestag des Abwurfs der Atombomben über Hiroshima und Nagasaki steht die Welt näher am Abgrund eines thermonuklearen Krieges als jemals zuvor seit der Kubakrise 1962", heißt es in dem Aufruf.

Alle Bürger sind aufgerufen, eine breite Bewegung für den Frieden auf die Straßen zu bringen und diese Regierung zu zwingen, sich für die Weiterexistenz Deutschlands einzusetzen, oder zurückzutreten. Die deutsche Bevölkerung ist gegenwärtig in zwei Gruppen geteilt, diejenigen, die verstanden haben, was die Stunde geschlagen hat, und diejenigen, die meinen, daß sie vom gegenwärtigen System der Globalisierung profitieren. Sie ziehen es deshalb vor, in einem virtuellen Wolkenkuckucksheim zu leben, und sind bereit, buchstäblich über Leichen zu gehen.

AUFRUF

Es ist allerhöchste Zeit, mit dem gefährlichsten Tabu der heutigen Zeit zu brechen: Dem Wissen um die unmittelbare  Gefahr, daß die Menschheit innerhalb weniger Tage oder Wochen ausgelöscht werden könnte. Am 70. Jahrestag des  Abwurfs der Atombomben über Hiroshima und Nagasaki steht die Welt näher am Abgrund eines thermonuklearen Krieges  als jemals zuvor seit der Kubakrise 1962. Durch eine Reihe sinnloser Provokationen vor allem gegen Rußland, aber auch gegen China haben die Regierung Obama und die NATO die Menschheit der Gefahr plötzlicher Vernichtung  ausgesetzt.#

Als der Eiserne Vorhang fiel, hatte man sich darauf verständigt, daß es im Gegenzug zur Zustimmung Rußlands zur deutschen Wiedervereinigung im westlichen Bündnis keine weitere Osterweiterung der NATO geben würde. Diejenigen, die sich ein Europa der Stabilität und Kooperation in der Ära nach dem Kalten Krieg wünschten, hofften, daß Nationen mit potentiell starken industriellen Volkswirtschaften wie Polen und die damalige Tschechoslowakei und - nach der Auflösung der Sowjetunion 1991 - auch die Ukraine als Bindeglied zwischen der Europäischen Union und einem aufstrebenden eurasischen Wirtschaftsblock dienen würden. Alle diese grundlegenden kriegsverhütenden Übereinkommen sind mittlerweile gebrochen worden. Die Staatssekretärin im US-Außenministerium für europäische und eurasische Angelegenheiten, Victoria Nuland, hat im Dezember 2013 damit geprahlt, die USA hätten 5 Mrd. Dollar für "Farbrevolutionen" ausgegeben, um die Ukraine in die Europäische Union und letztlich in die NATO hineinzuziehen. Die USA kündigten einseitig den ABM-Vertrag auf, um in Ost- und Südeuropa ein Raketenabwehrsystem zu stationieren, das sich angeblich gegen den Iran richten sollte, tatsächlich aber gegen Rußland gerichtet ist. Die Regierung Obama hat diesen Umstand kürzlich selbst bestätigt, als sie mitteilte, daß die Stationierung trotz des P5+1-Abkommens mit dem Iran weitergehe. Von offizieller russischer Seite wurde schon immer hervorgehoben, daß die einseitige Stationierung amerikanischer Raketenabwehrsysteme (ABM) in Europa Teil eines Plans sei, einen thermonuklearen Präventivschlag gegen Rußland zu führen. Der Aufbau dieses ABM-Systems ist in Rumänien und Polen voll im Gange. Die ersten drei AEGIS-Raketenabwehrsysteme sind bereits auf Schiffen montiert und wurden bei Manövern im Schwarzen Meer und der Ostsee in unmittelbarer Nähe zu den russischen Grenzen getestet.

Jetzt sind Berichte aufgetaucht, daß bei dem kommenden NATO-Manöver Trident Juncture 15 auch der Einsatz von Nuklearwaffen gegen Rußland geübt werden soll. Zudem forciert Washington weiter die Produktion und Stationierung einer neuen Generation taktischer Nuklearwaffen, der B-61-12, die von F-35 Tarnkappenbombern zu Zielen auf russischem Gebiet transportiert werden können. Etwa 500 dieser B-61-21 Nuklearwaffen sollen produziert und davon nach derzeitigen Plänen 200 in Kontinentaleuropa stationiert werden. Diese unmißverständlichen Provokationen sind in Ost und West nicht unbemerkt geblieben. Seit dem Putsch in der Ukraine im November 2013 hat Rußland seine gesamten strategischen Nuklearstreitkräfte erheblich nachgerüstet. Russische Verteidigungsexperten haben öffentlich darauf aufmerksam gemacht, daß sie einen unbesiegbaren nuklearen Zweitschlag entwickelt und stationiert hätten. Zur Demonstration haben russische strategische Bomber und U-Boote Übungen in internationalen Gewässern vor Nato-Ländern abgehalten. Während des gesamten Monats August besteht die erhöhte Gefahr, daß Präsident Obama weitere Kriegsprovokationen gegen Rußland einleitet, da sich der amerikanische Kongreß in der Sommerpause befindet. Eine Vielzahl einflußreicher Persönlichkeiten hat sich darüber bereits besorgt geäußert, darunter russische und amerikanische Generäle außer Dienst. Die Entscheidung Obamas, drei Tage nach Beginn der Kongreßsommerpause ohne Zustimmung des Kongresses die Einsatzregeln der US-Luftwaffe in Syrien zu ändern, unterstreicht die Unmittelbarkeit der Gefahr, denn es droht damit die Eskalation zu einem Krieg gegen Syrien, den der US-Kongreß vor zwei Jahren abgelehnt hatte. 1914 rutschte die Welt schlafwandlerisch in die Katastrophe. Mit dem heutigen nuklearen Waffenarsenal, mit dem sich die Menschheit dutzende Male auslöschen läßt, nähert sich die Welt schlafwandlerisch dem Abgrund.

Wir, die Unterzeichner, fordern den sofortigen Stopp der Konfrontation mit Rußland und China und eine Rückkehr zu politischen Lösungen sämtlicher Konflikte.

Hier geht es zur Petition:
http://www.bueso.de/node/8151

 

26.08.2015 - Gefechtsfelderkundung mit F-22-Geschwardern

Halbjährlich werden den in Deutschland ständig stationierten amerikanischen F-16-Einheiten solche mit F-15-Jets beigegeben, die dann auch schon an der Ostgrenze der NATO - in Polen, Estland, der Slowakei sowie in Bulgarien - geübt haben.

Auch A-10-Erdkämpfer hat man für ein paar Monate über den Teich geschickt. Selbst die alten B-52-Monster operierten jüngst über Europa. Nun also F-22 »Raptor«. Man spricht zwar in den Medien von Manövern und Übungen. Nennt man das nicht Gefechtsfelderkundung?

Und noch was:

Die Raptor-Kampfflugzeuge, die demnächst den Himmel über Europa "sichern" werden, sind mit Bomben auszurüsten, deren thermobarische Wirkung im Zielbereich eine "increased lethality" (erhöhte Todesquote) versprechen. Über die qualvoll grausame Todesart mit Verbrennungen, zerplatzenden Lungen und Trommelfellen und Herausquellen der Augen aus den Augenhöhlen der Opfer wird man sich in den Medien kaum Gedanken machen. Es wird halt einfach ausgeblendet, wie vieles und so oft.

 

26.08.2015 - Russland und Nato bereiten sich auf eine Konfrontation vor

Eine der Besonderheiten der aktuellen Lage ist die steigende Zahl von Zwischenfällen unter Teilnahme der Streitkräfte Russlands und der Nato sowie zwischen den russischen Truppen und den Streitkräften Schwedens und Finnlands.

Seit März 2014 hat man 66 derartige Zwischenfälle gezählt, von denen drei als "äußerst riskant" eingestuft  werden. Diese Situation ist nicht nur wegen der unmittelbaren Folgen der Zwischenfälle gefährlich, sondern auch wegen der zunehmenden Konfrontation der Seiten, die potenziell sogar zu einem Krieg führen könnte.

Vor zwei Wochen hatte das renommierte britische Forschungszentrum "European Leadership Network" einen Bericht mit dem Titel "Vorbereitung auf Schlimmstes: Ob Militärmanöver Russlands und der Nato den Krieg in Europa wahrscheinlicher machen?" veröffentlicht. Nach einer Analyse von umfassenden Militärübungen Russlands unter Teilnahme von 80.000 Soldaten im März und von Nato-Manövern unter Teilnahme von 15.000 Militärangehörigen im Juni dieses Jahres gelangten die Experten zu dem Schluss, dass sich Russland und die Nordatlantik-Allianz auf eine Konfrontation vorbereiten.

Was tun?

"Uns scheint eine dringliche Einberufung des Russland-Nato-Rates nötig, um die Perspektiven zum Abschluss eines  Memorandums über gegenseitiges Verständnis zwischen der Nato und der Russischen Föderation in Bezug auf die Verhaltensregeln zu erörtern, die der Unterpfand für sicheres Zusammenwirken in der Luft und auf See sind. Ein ähnliches Abkommen wurde Ende 2014 zwischen den USA und China unterschrieben, und zwar zur Einhaltung der bestehenden internationalen Gesetze und Normen, zur Steigerung der operativen Sicherheit auf See und in der Luft, zur Festigung des gegenseitigen Vertrauens sowie für die Entwicklung eines neuen Modells von Beziehungen zwischen den Militärämtern der beiden Länder." so die Experten von "European Leadership Network".

 

08.09.2015 - Seit Beginn 2015 waren rund 340.000 Migranten, größtenteils aus Syrien, nach Europa gekommen. Europäische Experten sprechen von der schlimmsten Migrationskrise auf dem Kontinent seit dem Zweiten Weltkrieg.

500.000 ukrainische Asylbewerber kamen seit 2014 nach Polen.

3.000.000 ukrainische Asylbewerber kamen seit 2014 nach Russland.

Und noch was:

100.000 russische Soldaten nehmen an einem Großmanöver teil, das jetzt läuft. Es werden massiv Truppen verlegt und Bombenangriffe geübt - schrieb die ausländische Presse.

Schweden hat die allgemeine Wehrpflicht wieder eingeführt.

Österreich - Das Wiener Parlament stellt auf Anfrage der grünen Abgeordneten fest: Massive Truppenbewegungen der USA über das neutrale Österreich in die Ukraine. Einberufung des nationalen Sicherheitsrates zum Thema gefordert.
Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) erklärte: 1.310 Transporte von US-Militärpersonal und schwerem Gerät bewegten sich seit Beginn des vergangenen Jahres durch Österreich. Zuzüglich der Aktivitäten anderer NATO-Staaten sind sogar 3.200 Transporte durch Österreich mit dem Ziel Ukraine abgewickelt worden.
Wie der österreichische Standard meldet: "Ähnliche Transporte gab es aber auch aus NATO-Staaten wie Deutschland, Italien, Frankreich und Großbritannien"

 

11.09.2015 - Dieter Hallervorden ist eine TV-Legende, wie es heute nur noch wenige gibt. Zu seinem 80. Geburtstag veröffentlichte der Komiker und Schauspieler ein neues Lied mit dem Titel "Ihr macht mir Mut (in dieser Zeit)". In Hallervordens Stück fehlt praktisch kein aktuelles politisches Thema. Gekonnt macht sich der Komiker über die realtitätsverdrehenden Medienschlagzeilen zu all diesen Themen lustig, gefolgt von dem Refrain: "So steht’s in der Zeitung drin, was glauben die, wie doof ich bin?"

Link: Ihr macht mir Mut (in dieser Zeit)

 

17.09.2015 - Der Syrien Krieg und Europas böses Erwachen

Während des nun schon vier Jahre dauernden Krieges in Syrien haben mehr als sechs Millionen Menschen ihre Heimat verloren. Die Mehrheit flieht in den Libanon, in die Türkei und nach Jordanien. Einige finden Asyl in den EU-Ländern. 250000 Syrer fanden den Tod durch unmittelbare Kriegseinwirkungen

Welche Perspektiven gibt es denn nun, damit der Flüchtlingsstrom gestoppt werden kann? Die Lösung kann nur in der Befriedung des Landes liegen. Wie soll das gehen, wenn die "Global Player" USA und Russland nicht an einen Tisch sitzen? Muss Europa für die geostrategischen Ambitionen des großen Partners in Übersee jetzt bluten? Wie weit will man in diesen Konflikt gehen?

Auch diese DPA-Meldungen sollte man zur Kenntnis nehmen, will man sich umfassend informieren:

Der syrische Präsident Bashar Assad warf am Mittwoch in einem Interview mit russischen Journalisten den USA, Frankreich und anderen westlichen Ländern vor, keine »unabhängigen Staaten« zu akzeptieren. Nicht nur seine Regierung, sondern auch die Spitzen Russlands und des Irans sollten nach deren Willen gestürzt werden. Erdogan warf er vor, durch die Unterstützung der Terrorbanden ein »Sultanat der Muslimbruderschaft« unter seiner Führung schaffen zu wollen, das Syrien, Ägypten und den Irak umfassen solle. Assad selbst zeigte sich dagegen bereit, auch gemeinsam mit jenen Kräften die Terroristen zu bekämpfen, die sich bewaffnet gegen seine Regierung erhoben hätten. Erst nach einem Sieg über IS, Al-Nusra und ähnliche Gruppen könne man über Verfassungsänderungen und politische Reformen sprechen.

Das Flüchtlingschaos droht derweil die Einheit Europas zu spalten: Österreich und Deutschland üben Kritik an Ungarn wegen des Grenzzauns. Ungarn, Tschechien und die Slowakei werfen Berlin und Wien vor, die Migranten wahllos aufzunehmen. Griechenland steht am Pranger, weil es die Flüchtlinge nach Europa durchlässt. Schweden und Norwegen kritisieren Dänemark, weil es keine Asylsuchenden aufnimmt. Die osteuropäischen Staaten verurteilten die Verteilungsquoten für Flüchtlinge.

 

21.09.2015 - Eurostat: Ende Juni 2015 sind in den EU-Ländern etwa 600.000 Asylanfragen registriert worden.

Ende Juni 2015 waren insgesamt 592.000 Gesuche (Ende Juni 2014 waren es ca. 365.000) in der Behandlung, von denen 52 Prozent in Deutschland eingereicht wurden.

Im zweiten Quartal des laufenden Jahres haben laut Eurostat mehr als 210.000 Flüchtlinge Asyl in den EU-Ländern beantragt, was um 15 Prozent mehr ist als in den ersten drei Monaten und um 85 Prozent mehr als im zweiten Quartal 2014.

Ein Drittel der Asylbewerber sind Auswanderer aus Syrien (ca. 44.000) und Afghanistan (27.000). In den ersten drei Monaten wurden die meisten Asylanträge (ca. 50.000) von Bürgern des Kosovo gestellt, im zweiten Quartal 2015  hat sich diese Zahl auf ca. 10.000 verringert, so Eurostat.

Seit Anfang 2015 kamen ca. 500.000 Flüchtlinge in die EU, jeden Tag kommen Tausende Menschen hinzu. Laut der EU-Kommission ist die aktuelle Migrationskrise die größte seit dem Zweiten Weltkrieg. Um den unkontrollierbaren Zustrom der Flüchtlinge zu verhindern, führten mehrere EU-Länder, darunter Deutschland und Österreich, zeitweilig die Grenzkontrollen wieder ein. Die EU-Kommission schlägt vor, alle EU-Länder zu verpflichten, in den nächsten zwei Jahren je 160.000 Flüchtlinge aufzunehmen.

 

22.09.2015 - ZDF Frontal21: Stationierung neuer US-Atomwaffen in Deutschland

Die USA ist die einzige Atommacht weltweit, welche Atombomben außerhalb ihres Staatsgebietes stationiert.

Auf dem Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz beginnen in diesen Tagen die Vorbereitungen für die Stationierung neuer amerikanischer Atombomben. Das belegen US-Haushaltspläne, die Frontal21 vorliegen. Danach stehen im Haushalt der US-Luftwaffe ab dem dritten Quartal 2015 Gelder für die Integration des neuen Atombombensystems B61-12 auch in die deutschen Tornado-Jagdbomber bereit.

(von Herbert Klar und Ulrich Stoll)
Rüstungsexperten bestätigen, dass die neuen taktischen Nuklearwaffen vom Typ B61-12 wesentlich zielgenauer sind als die Atombomben, die bislang in Büchel lagern. Im Kriegsfall sollen deutsche Tornado Piloten im Rahmen der NATO-Strategie der "Nuklearen Teilhabe" Angriffe mit den US-Bomben fliegen. "Mit den neuen Bomben verwischen die Grenzen zwischen taktischen und strategischen Atomwaffen", kritisiert Hans Kristensen vom Nuclear Information Projects (Atomic Scientists) in Washington D.C. .

"Uns beunruhigt, dass Staaten, die eigentlich keine Atomwaffen besitzen, den Einsatz dieser Waffen üben - und zwar im Rahmen der NATO-Praxis der Nuklearen Teilhabe", erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, gegenüber Frontal21: "Das ist eine Verletzung der Artikel 1 und 2 des Vertrages über die Nichtverbreitung von Atomwaffen."

Dabei hatte der Bundestag im März 2010 mit breiter Mehrheit beschlossen, die Bundesregierung solle sich "gegenüber den amerikanischen Verbündeten mit Nachdruck für den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland einsetzen." Auch im Koalitionsvertrag von Union und FDP hatte die Bundesregierung 2009 den Abzug der Atomwaffen aus Büchel zugesagt. Doch statt der Abrüstung erfolgt nun die Stationierung von rund 20 neuen Nuklearwaffen, die zusammen die Sprengkraft von 80 Hiroshima-Bomben haben.

Der frühere Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Willy Wimmer (CDU), warnt vor neuen "Angriffsoptionen gegenüber der russischen Föderation" durch die neuen Atomwaffen in Deutschland und Europa: "Das ist eine bewusste Provokation unserer russischen Nachbarn."

Link zum Artikel bei Frontal 21

Anmerkung d. R. : Man kann wohl davon ausgehen, das das Atomwaffenlager auf deutschem Boden damit ziemlich weit oben auf der russischen Zielliste steht, sollte es zu einer kriegerischen Auseinandersetzung zwischen NATO und Russland kommen. Sicher sind für diesem Fall russische Nuklear-Waffen ausgerichtet.

 

24.09.2015 - Die Reaktion auf die Stationierung neuer Atomwaffen in Deutschland lies nicht lange auf sich warten und so war gestern in russischen Medien folgendes zu lesen:

"Deutsche Medien haben über die Stationierung neuer US-Atomwaffen in Deutschland berichtet. Auf dem deutschen Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz sollen US-Atombomben des Typs B61-12 stationiert werden.

Der russische Militärexperte und Mitglied im Fachbeirat des russischen Verteidigungsministeriums Igor Korotschenko sagte, dass im Falle der Stationierung neuer US-Atomwaffen der deutsche Fliegerhorst Büchel ins Visier russischer Interkontinentalraketen genommen werde.

Der Fliegerhorst in Rheinland-Pfalz könne mit Überschallbombern des Typs Tu-22M3 oder Interkontinentalraketen erreicht werden, so Korotschenko.

Laut dem Experten würden US-Nuklearwaffen gemäß den Nato-Plänen im Kriegsfall durch die Mitgliedsstaaten der Nato eingesetzt. "Damit wird die nationale Kontrolle über US-Nuklearwaffen anderen Ländern übergeben, was gegen den Atomwaffensperrvertrag verstößt", so Korotschenko.

Das deutsche Verteidigungsministerium hat bislang keine Stellungnahme zu den Medienberichten abgegeben. Vertreter des Pentagons behaupten, die USA würden gegen keine Atomwaffensperrverträge verstoßen."

 

30.09.2015 - direkter Kriegseintritt Russlands in den Syrienkonflikt unter den Augen der Weltöffentlichkeit - denn zeitgleich findet in New York die 70. UNO-Vollversammlung statt

Es keimt Hoffnung auf, das das Syrische Volk wieder eine Zukunft haben könnte, der Flüchtlingsstrom aus Nordafrika sich über kurz oder lang reduziert. Es scheint auf Grund der unkontrollierbaren Flüchtlingsströme ein Umdenken in der westlichen Welt einzusetzen.

So schnell kann es gehen - wahrscheinlich ereignete sich folgender Ablauf:

  • die Präsidenten Russlands und der USA trafen Absprachen bei der UNO-Vollversammlung
  • die syrische Regierung ersucht Russland um millitärischen Beistand
  • gegen 10 Uhr Beschluss des russichen Oberhauses zum Auslandseinsatz der Armee
  • gegen 11 Uhr Aufforderung an alle ausländischen Mächte, den syrischen Luftraum frei zu machen
  • zwei Stunden später erfolgten die ersten Luftangriffe auf syrischen Territorium

"Praktisch rettet Russland Europa durch seine Handlungen gegen die Islamisten. Europa ist durch den aktuellen Migrantenzustrom gefährdet. Auch für Bulgarien ist es eine große Gefahr, weil wir ein kleiner Staat und wenig geschützt sind. Das ist die Meinung meiner Partei", so Volen Siderov, Chef der bulgarischen Oppositionspartei Ataka.

Bei der 70. UN-Vollversammlung hat Russland die Weltgemeinschaft aufgerufen, eine breitere internationale Anti-Terror-Koalition unter Teilnahme von islamischen Ländern zu schaffen.

Und noch was: In einer aktuellen Stunde befasst sich der deutsche Bundestag mit der Modernisierung der Atomwaffen im Lager Büchel.

 

03.10.2015 - 25 Jahre Deutsche Einheit - Für die Redaktion Anlass, ein aktuelles Egon Krenz Interwiew wieder zu geben, welches interessante Einblicke in damalige Sichtweisen zeigt. Krenz war seit dem 17. Oktober 1989 für sieben Wochen als Nachfolger Erich Honeckers SED-Generalsekretär und Staatsratsvorsitzender der DDR.

(Aus Respekt vor bestimmten aktuellen politischen Befindlichkeiten behält sich d.R. vor, keinen Kommentar abzugeben.)

"Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben" - soll Michail Gorbatschow über die DDR-Führung gesagt haben, die nach seiner Ansicht mit der Perestroika zögerte. Egon Krenz, der Spitzenpolitiker zum Zeitpunkt der Maueröffnung, weiß, wie es sich wirklich abgespielt hat. Ein Interview.

Herr Krenz, Sie waren bereits 1971, also mit 34 Jahren, Abgeordneter der Volkskammer der DDR. Wie war das Verhältnis zur Sowjetunion?

Wir haben uns immer als Bruderstaaten empfunden, und die DDR-Führung und auch sehr viele Menschen in der DDR waren der Meinung, dass die DDR nur eine Perspektive an der Seite der Sowjetunion hat. Die Außenhandelsbilanz der beiden Länder sah so aus, dass wir für die Sowjetunion und die Sowjetunion für uns wichtigste Handelspartner waren. Nicht umsonst wurde gesagt, dass die Freundschaft das Herz der Beziehungen war. Und so ist das ja auch über viele Jahre gewesen.

Dann kam die Perestroika-Zeit, und das erste Mal ging die DDR den Kurs der großen Sowjetunion nicht mit. Warum?

So kann man das nicht sagen. Ich war ja mit Honecker damals zur Beisetzung von Tschernenko und habe die erste Beratung erlebt, die Michail Gorbatschow mit allen sozialistischen Ländern in Moskau gemacht hat — damals ging es nicht darum, wie es heute heißt, dass alle sozialistischen Länder ihre Freiheiten haben sollten, losgelöst von der Sowjetunion. Das wird heute so propagiert, damals ging es am 12.März 1985 um die Verlängerung des Warschauer Vertrages. Und da waren sich alle mit Ausnahme von Rumänien einig, vor allem die DDR und die Sowjetunion waren sich einig. Ich habe das erste Telefongespräch erlebt, gewissermaßen sogar übersetzt, das Michail Gorbatschow mit Honecker geführt hat. Und das stand unter dem Motto - "Wir haben eine neue Führung, ich bin der neue Generalsekretär, inhaltlich wird es keine Veränderungen geben".

Das war das erste Gespräch zwischen Honecker und Gorbatschow. Und Honecker hat damals Gorbatschow auch vertraut. Denn natürlich war es notwendig, etwas zu verändern. Innerhalb kurzer Zeit waren drei Generalsekretäre gestorben: Breschnew, Andropow, Tschernenko. Das hatte natürlich auch Auswirkungen auf die Politik, aber ich kann nicht sagen, dass der Amtsbeginn von Gorbatschow Auswirkungen gehabt hat.

Und was passiert dann — 1987 und 1988?

Davor liegen noch zwei Dinge, die heute überhaupt nie genannt werden. Das erste Problem: Gorbatschow und Honecker waren sich nicht einig über die Beziehungen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland. Erich Honecker hatte seit 1982 eine Einladung, die Bundesrepublik Deutschland zu besuchen, und die sowjetische Führung ist immer dagegen gewesen. Und als Gorbatschow dann Generalsekretär wurde, stand die  owjetische Führung auf dem Standpunkt, erst müsse Gorbatschow in die Bundesrepublik fahren, danach dürfe Honecker fahren.
Es gab dann 1986 hier in Berlin im Zusammenhang mit dem Parteitag der SED eine Aussprache zwischen der Delegation unter der Leitung von Gorbatschow und dem SED-Politbüro Und da gab es folgenden Dialog. Gorbatschow sagte:
"Erich, was soll ich meinem Volk sagen, wenn du in die Bundesrepublik fährst und ich nicht? Und darauf hat Honecker ziemlich mannhaft gesagt: Michail Sergejewitsch, was soll ich den DDR-Bürgern sagen, die gute Beziehungen wollen und vor allem in beiden Staaten keine Raketen?" So ist man dann auseinander gegangen, und er ist dann 1986 nicht gefahren, sondern 1987.

Das ist der erste Punkt und der zweite Punkt ist, dass die sowjetische Führung unter Gorbatschow etwas schlecht auf die Beziehungen geschaut hat, die sich zwischen der DDR und der Volksrepublik China entwickelten. Wir hatten inzwischen gute Beziehungen. Das hing damit zusammen, dass in China der Generalsekretär Hu Yaobang einstmals der Chef des Jugendverbandes Chinas war, als Erich Honecker der Chef der FDJ war. Da hatten sich gute persönliche Kontakte entwickelt, und 1985 ist seit langem dann wieder eine Delegation der DDR nach Peking gefahren. Die wurde geleitet von dem Kandidaten des Politbüros General Schürer. Der damalige Generalsekretär der kommunistischen Partei Chinas hat dem Genossen Schürer gesagt: "Hier haben Sie meine Rede im Wortlaut, wenn Sie wollen, können sie die auch dem Genossen Gorbatschow übermitteln." Das haben wir getan, und die sowjetische Führung hat lange darauf nicht geantwortet. Und als sie dann geantwortet hat, war der Grundsatz: Die Beziehungen zwischen der DDR und der Volksrepublik China können und dürfen nicht besser sein, als die Beziehungen der Sowjetunion zur Volksrepublik China.

Das waren im Grunde genommen die ersten Meinungsverschiedenheiten zwischen Honecker und Gorbatschow. Das wird heute verschwiegen, weil man natürlich gerne möchte, dass der DDR angehängt wird, sie ist gegen den großen Bruder zu Felde gezogen. Das ist nicht wahr, vor allem deshalb, weil Gorbatschow selbst gesagt hat, was wir in der Sowjetunion gemacht haben mit Glasnost und Perestroika, das ist das, was ihr mit dem XIII. Parteitag 1971 gemacht habt. Er hat auch versucht, dass diese Meinungsverschiedenheiten nicht zu Stande kamen.

Trotzdem ging es ja dann sehr schnell: Das sowjetische Magazin "Sputnik" wurde verboten und diverse Sachen wurden zum ersten Mal nicht konform gemacht mit der Sowjetunion.

"Sputnik" ist eine Tragödie, das ist die Entscheidung eines Einzelnen, von Erich Honecker, die nicht notwendig war, die aber damit zusammenhing, das Erich Honecker über zehn Jahre lang im faschistischen Konzentrationslager war bzw. im Gefängnis im Brandenburg. Nun erschien aber im "Sputnik" das erste Mal ein Titelbild, wo Hitler und Stalin auf eine Ebene gestellt wurden. Das war für einen Mann, der für seine sozialistische Idee im Gefängnis gesessen hat, natürlich eine Tragödie, aber das hat nicht gerechtfertigt, dass diese Zeitschrift verboten wurde.

Wie eng war denn die Kommunikation mit Moskau noch gewesen 88/89? Und wer hatte den heißesten Draht gehabt?

Offiziell war diese Kommunikation immer in Ordnung und 1989, ich hatte ja — vielleicht auch durch mein Alter bedingt, ich war der jüngste im Politbüro — Gorbatschow vertraut und war der Meinung, es muss sich etwas ändern.

Am ersten November 89 war ich sein Gast in Moskau. Wir haben vier Stunden in seinem Arbeitszimmer gesessen und debattiert. Ich bin damals mit sehr guten Gedanken und Gefühlen weggegangen, vor allem weil er mir am 01. November 1989 noch gesagt hat, die deutsche Einheit steht nicht auf der Tagesordnung.

Da habe ich ihn gefragt, sag mal, steht ihr eigentlich noch zu eurer Vaterschaft? Und er hat gefragt, warum ich solche Fragen stelle. Da habe ich gesagt: "Die DDR ist im Ergebnis des Zweiten Weltkriegs entstanden, und des darauf folgenden Kalten Krieges. Das heißt, sie ist auch euer Kind. Und wenn du jetzt den Kalten Krieg für beendet erklärst, dann entsteht die Frage was wird aus der DDR? Darauf hat er gesagt, wie ich ihnen so etwas zutrauen könnte, schließlich sei die DDR nach den Völkern der Sowjetunion den Russen das liebste.

Acht Tage später war alles plötzlich ganz anders. Wie war dann in den folgenden Monaten die Kommunikation mit Moskau?

Naja, ich kann das konkret nur noch bis Anfang Dezember 89 sagen, alles andere habe ich dann nur noch aus der Öffentlichkeit erlebt. Aber als am 09. November morgens in Moskau die Politik aktiv wurde, rief mich der sowjetische Botschafter Kotschemassow an und sagte, in Moskau sei man doch beunruhigt über die Geschehnisse, die sich in der Nacht vom 09. zum 10. November vollzogen hätten.

Darauf habe ich gefragt: "Warum beunruhigt, wir haben doch abgesprochen, dass die Grenze geöffnet wird?" Und Kotschemassow sagte: "Ja, zwischen beiden deutschen Staaten, aber nicht in Berlin! In Berlin haben wir doch den Vier-Mächte-Status, da seid ihr gar nicht berechtigt gewesen, die Grenzen zu öffnen." Das war für mich eine sehr komplizierte Situation, ich habe darauf ein Telegramm an Gorbatschow geschickt, habe ihm die Situation erklärt.

Zweieinhalb Stunden später rief mich der sowjetische Botschafter wieder an und sagte: "Im Namen der Sowjetunion und im Namen der sowjetischen Führung gratulieren wir Ihnen zu dem mutigen Schritt, die Berliner Mauer geöffnet zu haben!"

Warum hat die DDR so spät reagiert?

Wieso so spät reagiert? Sehen Sie, die Beziehungen von Staaten hängen ja immer von beiden Seiten ab. Natürlich wäre eine Entscheidung, die Grenze zu öffnen ein Jahr früher besser gewesen, sogar vielleicht fünf Jahre früher besser gewesen, aber so waren damals die Beziehungen nicht, es war Kalter Krieg und ich glaube, auch die sowjetische Führung hat sich mehr oder weniger der Situation gebeugt. Sonst wäre die Sache nicht so verlaufen wie sie denn verlaufen ist. Und der frühere Botschafter Kotschemassow hat nachträglich auch versichert, es gab durchaus Überlegungen von Generälen, dass man auch die Grenze durchaus wieder schließen könnte.

Zumal die Sowjetunion ja auch zu Hause genug andere Probleme hatte… Wie würden sie rückblickend die historische Bedeutung Gorbatschows bewerten? Denn die ist ja in Russland sehr anders als sie im Westen ist.

Ja, sie war in Russland immer anders. Ich habe ja durch mein Studium in Moskau sehr viele Freunde dort, nach wie vor, bis heute. Die Euphorie, die im Westen war, war in Russland nicht vorhanden und ist bis heute nicht vorhanden. Das hängt natürlich damit zusammen, dass der Westen froh war, dass da jemand war, der die Interessen des Westens im Blick hatte, während man in Russland bemängelt hat, dass er nicht unbedingt die russischen Interessen vertreten hat. Das ist übrigens bis heute so, mit Gorbatschow und mit Jelzin. Mit denen konnte der Westen umgehen. Putin vertritt russische Interessen, und der Westen muss sich daran gewöhnen, dass seine Werte nicht unbedingt die russischen Werte sind und dass Russland eine Tradition hat, dass Russland eine Geschichte hat und dass man mit einem Land, das so viele Opfer im Zweiten Weltkrieg hatte, nicht so umspringen kann, wie man mit dem eigenen Land umspringen kann.

 

08.02.2016 - Was wird aus dem Abkommen von Minsk?
Tausende Transporte von US-Militärpersonal und schwerem Gerät bewegten sich seit Beginn des Jahres 2014 Richtung Osteuropa. Jeden Tag rollen die Transporte auch quer durch Deutschland, so auch kürzlich erst durch Sachsen. Der amerikanische Verteidigungsminister verkündete vor ein paar Tagen, das die amerikanischen Verteidigungsausgaben für Europa auf das 4-fache erhöht werden. Das sind 400-Prozent. Russland verkündete derweil die Aufstellung zweier neuer Panzerarmeen an seiner Westgrenze.

Die Geschichte der vergangenen Kriege lehrt uns, das das nichts gutes bedeutet. Welche Abrüstungsabkommen sind eigentlich das Papier noch wert, worauf sie geschrieben sind? Wer hatte Interesse daran, die Verhandlungserfolge von vor 25 Jahren in den Dreck zu führen? Stehen wir wieder kurz vor einem neuen Gemetzel in Europa?

Oder gibt es bestimmte elitäre Kreise in der Welt, die der Meinung sind, sie würden auf Grund gewisser technologischer Fortschritte unbeschadet davon kommen...? Sind das die gleichen Kreise, die die Ströme von Millionen muslimischer Einwanderer nach Europa lenken?

Sind das die Leute, die in Deutschland das Bargeld abschaffen wollen? Terroristen lassen sich damit jedenfalls nicht abschrecken. Eher doch schon von einer gesicherten Staatsgrenze.
Ohne Bargeld wäre der Bürger voll und ganz von den Banken abhängig. Wer begibt sich schon freiwillig in eine neue Abhängigkeit?

 

10.02.2016 - Syrien: Saudisch-Türkische Invasionsplanspiele
(In einem Artikel analysiert Tino Perlick neue Entwicklungen im Syrien-Krieg und beschreibt den arabischen Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten. Hierbei wird klar, das das Risiko eines globalen Krieges erheblich wächst. d.R.)

Mit Saudi-Arabiens Ankündigung, sich an zukünftigen Bodenoperationen in Syrien zu beteiligen, erreicht der Kampf des radikalsunnitischen Königshauses gegen die Schiiten eine neue Dimension. Wie in der aktuellen COMPACT-Ausgabe ausführlich berichtet wird, befeuern Sunniten einen unerbittlichen Konfessionsstreit mit schiitischen Moslems. So unterstützen die Saudis seit April letzten Jahres die sunnitische Regierung des Jemen im Kampf gegen die schiitische Minderheit der Huthis.

Saudi-Arabien ist Teil der vermeintlichen Anti-IS-Koalition, die unter Führung der USA seit über zwei Jahren mithilfe von Luftschlägen versucht, Syriens Präsidenten Assad zu stürzen, der eine Pluralität der Religionen vertritt. Das saudische Königreich hat sich bei den Angriffen bislang bedeckt gehalten, kontrolliert aber die radikalen sunnitischen Oppositionskräfte am Boden maßgeblich. Eine Änderung ihrer Strategie kündigte sich bereits im Dezember an, als die Saudis ein als "Antiterrorkoalition" vermarktetes Militärbündnis mit 33 anderen sunnitischen Staaten ins Leben riefen. Kommt es zum Bodeneinsatz der Saudis, stünde das Bündnis der Gruppe "4+1", Russland, Iran, Irak und Hisbollah, gegenüber. Diese - bis auf Russland - schiitische Koalition stärkt Assad seit Monaten den Rücken und dezimiert die Streitkraft des ebenfalls sunnitischen IS.

Saudische Quellen gaben an, dass tausende Spezialeinsatzkräfte stationiert werden könnten - wahrscheinlich in Absprache mit der Türkei. "Wir haben gute Gründe dafür anzunehmen, dass die Türkei sich intensiv auf eine militärische Invasion in souveränes syrisches Staatsgebiet vorbereitet", erklärte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums Igor Konashenkov kürzlich. "Wir verzeichnen immer mehr Signale verdeckter Vorbereitungen des türkischen Militärs." Das russische Außenministerium weist Ankaras Behauptung, russische Kampfflugzeuge hätten wiederholt den türkischen Luftraum verletzt, als Versuch zurück, von den eigenen verstärkten Aktivitäten an Syriens Grenze abzulenken.

Falls die Türkei und die Saudis in Syrien einmarschieren, werden sie nicht nur den IS und andere imperiale Fußsoldaten im Kampf gegen Assad unterstützen. Die Konfrontation mit der russisch/syrischen Luftwaffe und mit deren verbündeten kurdischen und iranischen Kämpfern am Boden wird die Region zu einem noch gefährlicheren Unruheherd machen und lädt das Risiko eines globalen Krieges erheblich. "Jemand muss Russland und den Iran stoppen, die offensichtlich das Regime unterstützen", forderte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Samstag hinsichtlich tausender syrischer in die Türkei fliehender Menschen. "Wir versichern, dass jeder Aggressor in einem hölzernen Sarg in sein Land wiederkehren wird", zitiert die staatliche Nachrichtenagentur Sana den syrischen Außenminister Walid al-Muallim.

Der saudische Vorschlag soll in der kommenden Woche bei einem Treffen der Koalition in Brüssel diskutiert werden - eine Formalität. Die Saudis handeln kaum ohne vorige Absprache mit Washington. "Solche Nachrichten sind sehr willkommen", kommentierte der US-Verteidigungsminister Ashton Carter das Angebot dementsprechend. Bodentruppen waren für Präsident Obama bislang zwar keine Option. Potentielle Nachfolger, wie der republikanische Senator aus Florida Marco Rubio, hingegen, kündigten solch einen Schritt bereits an.

 

12.02.2016 - Die Ereignisse von Köln in der Silvesternacht aus Sicht des Bundeskriminalamtes

Die Täter in Köln haben sich zu ihrem Vorgehen gegen Frauen in der Silvesternacht verabredet, wie der Chef des Bundeskriminalamtes Holger Münch dem RBB Inforadio sagte.

Die Übergriffe seien jedoch keine organisierte Kriminalität gewesen. Die habe eine andere Qualität. "Da reden wir von geschlossenen Gruppierungen, von hierarchischen Gruppierungen, das sehen wir hier nicht." Es sei aber klar, dass die Täter miteinander kommuniziert und sich verabredet hätten.

Die Täter seien aus dem überregionalen Raum, sowohl in Köln als auch in anderen Städten gekommen. "In der Regel läuft so etwas über Verabredungen in sozialen Netzwerken."

Man wisse auch, dass für solche Übergriffe gezielt dichte Menschenmengen genutzt wurden. Das sei in der Silvesternacht in mehreren Städten der Fall gewesen.

Wie "Die Zeit" berichtet, handelt es sich laut Münch um das Phänomen der gemeinschaftlich begangenen sexuellen Belästigung von Frauen in der Öffentlichkeit, das man aus einigen arabischen Ländern kenne. Diese Form der Kriminalität werde dort als "taharrush gamea" (gemeinschaftliche sexuelle Belästigung) bezeichnet.


18.02.2016 - Syrienkrieg nun immer komplizierter

Mehr als 500 Rebellen und islamistische Kämpfer sind aus der Türkei nach Syrien gekommen, berichtet die britische Zeitung The Guardian unter Berufung auf die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

"Mindestens 500 Rebellen haben den Grenzübergang Bab al-Salam überquert und sich in Richtung der Stadt Asas begeben, in dem sie Aufständische im Kampf gegen die Kurden, die im Norden der Provinz Erfolge verbuchen konnten, unterstützen wollen", sagte der Organisationsleiter Rami Abdel gegenüber der Agentur AFP.

Abdel zufolge waren unter ihnen sowohl Rebellen als auch islamistische Kämpfer. Alle sollen bewaffnet gewesen sein.

Etwa 350 weitere Kämpfer, die mit schweren und leichten Waffen ausgerüstet seien, sollen zudem am 14. Februar am Grenzübergang Atme die syrisch-türkische Grenze überquert haben, so die britische Zeitung.


19.02.2016 - Europol warnt vor größter Terrorgefahr seit über zehn Jahren

Die europäische Polizeibehörde Europol hat vor groß angelegten Anschlägen durch die Terrormiliz Daesh (auch "Islamischer Staat", IS genannt) in Europa gewarnt. Nach Einschätzung der Polizeibehörde sind bereits tausende Syrien-Kämpfer zurück in Europa.

"Europa steht momentan vor der größten Terrorgefahr seit mehr als zehn Jahren", sagte Europol-Direktor Rob Wainwright der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Es sei zu erwarten, dass der IS oder andere religiöse Terrorgruppierungen einen Terroranschlag irgendwo in Europa verüben werden, "mit dem Ziel, hohe Verluste unter der Zivilbevölkerung zu erreichen", so Wainwright. Dem Europol-Chef zufolge haben die Anschläge von Paris im November vergangenen Jahres gezeigt, dass der IS eine internationale Dimension erreicht habe. Dabei müssten Täter, so Wainwright, nicht immer Gruppen sein, sondern es gehe auch um Einzeltäter. Die von "einzelnen Attentätern" ausgehende Gefahr habe sich "nicht verringert".

Europol geht davon aus, dass bis zu 5000 Europäer, die in islamistischen Ausbildungslagern Kampferfahrung sammelten, in die Heimat zurückgekehrt sind. "Die wachsende Zahl dieser ausländischen Kämpfer stellt die EU-Staaten vor völlig neue Herausforderungen", äußerte Wainwright.


03. 03. 2016 - Bargeldloser Zahlungsverkehr und Verbrechen

Geldwäscherei, Drogen, PC-Virenverkauf und sogar Killer-Dienste - das ist alles möglich in Finnland, mit einer Internetverbindung und ein paar Bitcoins, wie die finnische Rundfunkanstalt Yle berichtet. Laut Generalstaatsanwalt Matti Nissinen wird dies leicht über sogenannte "anonyme Netzwerke" organisiert.

Matti Nissinen hat die Behörden des Landes aufgerufen, ein Auge auf solche neuen Formierungen der internationalen Verbrechen zu werfen, welche durch ein anonymes und dezentralisiertes Netzwerk von Webseiten verbreitet werden. Diese existierten außerhalb der Aufsicht von Google, Facebook und gewöhnlichen Webbrowsern, so der Generalstaatsanwalt.

Damit Zahlungen unbemerkt bleiben, erfolgen die Transaktionen mithilfe von Bitcoins, einer digitalen Währung, die ebenfalls dezentralisiert und anonym ist. Somit soll die Zahlung sicher sein.

Virtuelle Währungen gibt es seit Mitte der 90er Jahre. Die Entwicklung dieser Währungen hat eine globale Welle von Verbrechen angeheizt.


04.03.2016 - US-Außenministerium warnt: Terrorbedrohung aktuell - IS plant Anschläge in Europa

Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat planen für die nahe Zukunft Anschläge auch in Europa, warnt am
Donnerstag das Außenministerium der USA.
"Verlässliche Informationen belegen, dass terroristischen Gruppierungen wie IS und die Al-Qaida sowie deren Anhänger in nächster Zeit Terroranschläge für Europa vorbereiten. Alle europäischen Länder bleiben verwundbar durch Angriffe seitens internationaler terroristischer Organisationen", heißt es in der Mitteilung.
Die Extremisten hätten es besonders auf große Sportveranstaltungen, Theater, Märkte, Flughafendienste,
Verkehrssysteme und allgemein belebte  Orte abgesehen. Die Terrorgefahr für Europa bleibe weiter bestehen, da immer mehr "europäische Bürger aus Syrien und dem Irak zurückkehren, wo sie sich dem IS angeschlossen hatten", so das US-Außenamt.

Weiter wird darauf verwiesen, dass Terroranschläge auch in anderen Regionen weiter wahrscheinlich seien, insbesondere im Nahen Osten.

04.03.2016 - Der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete und spätere Journalist und Nahost-Experte Jürgen Todenhöfer in einem Exklusiv-Beitrag für den ‚Kölner Stadt-Anzeiger‘ am 25. Februar:

Als ehemaliger Besucher des IS-Territoriums - er reiste in die inoffizielle IS-Hauptstadt Rakka und in die
irakische Hochburg Mosul für 10 Tage - glaubt Todenhöfer, die Terrormiliz "Islamischer Staat" gut einschätzen zu können. Seiner Meinung zufolge sei der IS ausreichend gut organisiert, um auf eine unbestimmte Zeit existieren zu können. Außerdem seien Anschläge in Europa im Stile jener, die sich vergangenes Jahr in Paris ereigneten, unvermeidlich und würden weiterhin erfolgen.

"Für den IS ist es viel einfacher, die Kräfte zu mobilisieren, die sie in den Ländern der Europäischen Union, den USA oder Russland haben. In diesen Ländern haben sie viele Fans. Diese koordinieren sich - und es ist überhaupt nicht schwierig, einen Selbstmordanschlag zu organisieren. Es ist billig und einfach", sagte er.

Der Journalist bemerkte, dass es Europa noch immer nicht geschafft habe, den "Kampf der Ideen" gegen den IS zu gewinnen, vor allem unter der eigenen desorientierten muslimischen Jugend, die von rechten Exzessen in Europa nur weiter radikalisiert werde.

"Wir müssen den Menschen zeigen, dass diese Ideologie falsch ist, dass diese Ideologie anti-islamisch ist. Es gilt es, den Menschen zu zeigen, dass dies der falsche Weg ist. Das löst kein einziges Problem. IS-Sympathisanten sollte auch aus islamischer Perspektive erklärt werden, dass die Taten des IS nichts mit dem Islam zu tun haben. Er ist eine Gefahr für den Islam und die meisten Menschen, die er im Nahen Osten tötet, sind Muslime", fügte Todenhöfer abschließend hinzu.


13.05.2016 - Raketenabwehrbasis in Rumänien eröffnet, Baubeginn in Polen. Russland kündigt Schritte an.

Mit der Inbetriebnahme einer Raketenabwehrbasis in Rumänien am 12.05.2016 und dem Baubeginn für ein analoges Objekt in der Nähe von Slupsk im Norden Polens am heutigen 13.05.2016 rückt die NATO noch ein Stück näher an Russland heran. Somit dürften auch der INF-Abrüstungsvertrag nur noch ein Schatten seiner selbst sein. Vor 25 Jahren atmete die Welt auf - Abrüstung in Europa. Wer hat denn nun Interesse daran, das wir wieder auf einem Pulverfass sitzen müssen?

Geplant ist, auf jedem der beiden neuen Stützpunkte je 24 Raketenabwehrflugkörper vom US-amerikanischen Typ »Aegis« zu stationieren. Das Vorhaben geht auf die Amtszeit des früheren US-Präsidenten George W. Bush zurück.

Russland wendet ein, das geplante System solle die russische Zweitschlagskapazität ausschalten und damit dem Westen die Fähigkeit zum ungestraften Erstschlag zurückgeben. Von Russland gab es das Angebot, eine mögliche Gefahr durch den Iran - die inzwischen durch das Atomabkommen ohnehin vom Tisch ist - durch den gemeinsamen Betrieb eines Frühwarnradars im Kaukasus zu kontrollieren. Der Westen ist darauf nicht eingegangen.

Russland hat bereits angekündigt, auf den Aufrüstungsschritt der NATO in Polen »asymmetrisch« zu antworten. Zur Debatte steht u. a. die Aufstellung von Kurzstreckenraketen vom Typ »Iskander« in der Region Kaliningrad, die in einem Radius von 500 Kilometern einen Großteil Polens erreichen und neben konventionellen auch atomare Sprengköpfe tragen können.
Außerdem hat Russland den Bau von Raketen angekündigt, die anfangs sehr schnell fliegen und später in geringer Höhe und in unregelmäßigen Trudelbewegungen ihre Ziele ansteuern sollen. Gegen die sei die US-Abwehr machtlos, weil die Flugbahnen nicht berechnet werden könnten.

 

27.05.2016 - Das Szenario "Kalter Krieg Version 2.0" könnte sich bald entfalten

In den russischen Medien kursieren sinngemäß folgende Aussagen, die sicher nicht ohne Grund gestreut werden (d.R.).

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg zur Presse dieser Tage: "Wir haben uns bereits dazu entschieden, unsere künftige Präsenz im östlichen Teil unserer Allianz zu verstärken. Unsere Militärplaner haben  Vorschläge zur Stationierung einiger Bataillone in der Region gemacht. Es gibt noch keine Entscheidung über Anzahl und Orte."

Die Bataillone vom westlichen Militärbündnis werden keinem russischen Strategen den Schlaf rauben. Die tatsächlich relevante Maßnahme ist die Verlegung des Aegis Ashore Systems nach Rumänien in der Vorwoche - und eines weiteren nach Polen im Jahr 2018. Beides hat Moskau bereits seit den frühen 2000ern vehement abgelehnt. Das Argument, Aegis würde lediglich Schutz vor der "Gefahr" ballistischer Raketen aus dem Iran bedeuten, konnte dabei nicht überzeugen.

Jeder Militärplaner weiß, dass Aegis ist nicht defensiv ausgerichtet. Es ist ein ernsthafter Schritt - indem nukleare Kapazitäten der USA nach Osteuropa ausgelagert werden. Kein Wunder, dass Russlands Präsident Putin deutlich macht, sein Land werde "adäquat" auf jedwede Bedrohung seiner Sicherheit reagieren. Und so ist es gut vorhersehbar, dass das Szenario eines Kalten Krieges 2.0 bald entfacht werden kann. Denn die Verstärkung der substanziellen Kampftruppen ist eine Verletzung der NATO-Russland-Grundakte.

Vergleiche der derzeitigen Aufrüstung mit jener vor dem Zweiten Weltkrieg oder der Zeit des Warschauer Pakts sind amateurhaft. Die THAAD und Patriot Raketen sind nutzlos - und dies werden nicht zuletzt die Israelis bestätigen, weshalb diese auch mit Iron Dome ihr eigenes System entwickeln.

Einer Studie der RAND Corporation (eine regierungsnahe amerikanische Denkfabrik d.R.), die ein Szenario eines tatsächlichen Krieges untersucht hat, kam zu dem Ergebnis, dass in allen durchgespielten Fällen Russland, sollte es jemals zu einem heißen Krieg auf europäischem Boden kommen, die NATO in 60 Stunden überrannt hätte. Es ist keine Propaganda, dass die Baltischen Staaten und die Ukraine in weniger als drei Tagen von der russischen Armee eingenommen wären. Die Annahme, zusätzliche Luftstreitkräfte der NATO und bewaffnete Kampfeinheiten würden einen substanziellen Unterschied machen, ist nur eine moralische Beruhigungspille für die Völker im dichtbesiedelten Europa. Militärplaner sehen das  realistischer und planen sicher horende Verluste an Personal und Zivilisten ein.

Aegis macht insofern einen Unterschied, als sie Abschussräume für die US-Raketenabwehr schafft. Atom-Raketen mit einer Minimum-Flugzeit von etwa 30 Minuten nach Moskau - das muss man in Russland als eindeutige Bedrohung werten. Die russische Militärführung positioniert sich eindeutig: "Sollte es sich herausstellen, dass die NATO im Auftrag des Pentagon tatsächlich etwas Unanständiges proben würde, würde die russische Armee einen breit angelegten Präventivschlag mit Iskander-M-Systemen ins Auge fassen können und die US-Raketen durch konventionelle Präzisionswaffen ausschalten."

Und sollte es tatsächlich zum nuklearen Ernstfall kommen, würden militärische Abwehrmaßnahmen der Russen die anfliegenden US-amerikanischen ICBMs, Cruise Missiles und Tarnkappenbomber blockieren. Die Drohnenabwehr würde die Drohnenangriffe blockieren. Russlands Militärmacht ist in der Lage, Tarnkappenflugzeuge wie die F-22, die F-35 oder die B-2 wertlos zu machen.

Sicher kann man auch davon ausgehen: Die Militärs offenbaren - und das hat Tradition - nie alles, was sie in der Hand haben.

Niemand wolle einen Krieg, den man nicht überleben kann. Aber vielleicht möchte der Westen Russland wirtschaftlich in die Knie zwingen, bis es sich unterwirft.

Während dessen:
Peking hat den Westen aufgefordert, sich nicht in den Inselstreit im Chinesischen Meer mit Japan einzumischen. Zuvor hatten sich die G7-Staaten am Donnerstag auf die Seite Japans gestellt. China könnte mit der Verlegung von Atom-U-Booten in den Pazifik reagieren, wenn sich "der Westen nicht um seine eigenen Angelegenheiten kümmert".

China erhebt Anspruch auf fast das gesamte Südchinesische Meer. Das führt immer wieder zu Konflikten mit Japan, den Philippinen, Brunei, Malaysia, Vietnam und Taiwan - nicht zuletzt um die fisch- und rohstoffreichen Gewässer. Besonders zentral für den Westen sind allerdings die strategisch wichtigen Handelsrouten, die China mit der Außenwelt als Exportnation verbinden. Der Westen - allen voran die USA - wollen diese Kontrollfunktion auf die Güterströme zwischen Ost und West nicht verlieren, da sich diese leicht in politischen Einfluss ummünzen lassen.

Die chinesische Armee schüttet im Südchinesischen Meer sukzessive künstliche Inseln auf. Dort werden militärische Basen und Landebahnen gebaut, die das US-Militär wissentlich kreuzt und damit provoziert. Peking dienen die Inseln als wichtige Ankerpunkte, um seine Ansprüche zur See zu stützen.

Außerdem forderte der chinesische Regierung politische Objektivität von der Gruppe der Sieben ein: "Die G7-Länder können sich hinsichtlich des Territorialstreits nicht einfach auf die Position irgendeiner Seite stellen. Sie müssen die Bemühungen der Länder der Region in vollem Maße achten, auf unverantwortliche Bemerkungen und Taten verzichten und eine wirklich konstruktive Rolle bei der Gewährleistung von Stabilität und Frieden in der Region spielen".

Hinsichtlich Russland äußerte Japans Premier Abe den Wunsch, dass Putin "von der Kälte" in den Kreis der führenden Industrieländer zurückkehre, vor allem auch, weil Russland die Schlüsselrolle bei der Krisenregelung in Syrien spielt.


30.05.2016 - Peter Orzechowski schreibt in seinem Buch "Der direkte Weg in den Dritten Weltkrieg":

Der Dritte Weltkrieg hat begonnen. Er tobt im weltweiten Netz genauso wie an den Börsen, in den Geheimdienstzentralen genauso wie in den militärischen Planungsstellen. Dort, wo er blutig wird, stehen sich keine feindlichen Armeen gegenüber, sondern finstere Banden aus Söldnern und Spezialkommandos. Ihre Waffe ist der Terror. Von den USA gesteuert, löst er Migrantenströme aus und Chaos. In dem Moment, in dem Sie diese Zeilen lesen, breitet sich das inszenierte Chaos vom Nahen und Mittleren Osten über die Balkanroute nach Mitteleuropa aus.

Schon 2014 hatte Papst Franziskus gesagt: »Wir erleben jetzt einen Dritten Weltkrieg - wenn auch verstreut über die Welt. Aber der Krieg ist überall.« Begonnen hat dieser Krieg am 20. September 2001. An jenem Tag erklärte der damalige US-Präsident George W. Bush vor dem amerikanischen Kongress der Welt den Krieg. In den eineinhalb Jahrzehnten seit dieser Erklärung haben die USA den Krieg ständig ausgeweitet und verschärft.

  • Europa wurde als Konkurrent der USA durch Euro- und Bankenrettungen, Strafverfahren gegen DAX-Unternehmen (wie VW und Deutsche Bank) und Exportverbote - wie die von den USA erzwungenen Sanktionen gegen Russland - geschwächt sowie durch Flüchtlingsströme und mit ihnen einsickernde Terroristen ins Chaos gestürzt.
  • Wichtige Nachbarstaaten Russlands wie die Ukraine, Georgien und Aserbaidschan wurden an den Westen gebunden und dienen als Aufmarschgebiet direkt an der Grenze zu Russland.
  • Chaos an den Ölquellen: Der Nahe und Mittlere Osten steht von Libyen bis in den Irak in Flammen. Staaten zerfallen, und immer mehr Menschen suchen ihr Heil in der Flucht nach Europa. Gesteuerte Terrorgruppen wie der IS bereiten den Boden für den Endkampf um den Besitz der derzeit wichtigsten Ressourcen Öl und Gas.
  • Im Westen Afrikas - der neuen boomenden Ölregion der Welt - läuft derweil ein verdeckter Krieg zwischen den USA und ihrem zweiten Weltmachtkonkurrenten China um die Sicherung der Ressourcen. 
  • Um diese Kampagne zu unterstützen, wird in den Meeren um China eine militärische Auseinandersetzung mit dessen Nachbarn provoziert.

Kulminieren nun diese einzelnen Schlachtfelder aus Finanz-, Wirtschafts-, Computer-, Migrations-, Terror- und Stellvertreterkriegen zu einem direkten Schlagabtausch zwischen den Hauptkriegsparteien USA/NATO und Russland/China?

Die an Tempo zulegenden Kriegsvorbereitungen lassen nur einen Schluss zu: »Krieg wird in Europa nicht immer wahrscheinlicher. Er wird konsequent vorbereitet«, wie der frühere CDU-Verteidigungsexperte Willy Wimmer am 8. Dezember 2014 sagte.


16.06.2016 - tagesaktuelle Informationen vom Kriegschauplatz in Syrien

Rund 100 schwerbewaffnete Kämpfer der al-Nusra-Front sollen in das türkisch-syrische Grenzgebiet in der Küstenprovinz Latakia eingedrungen sein. Vom Dorf Kbana aus haben sie Regierungspositionen angegriffen, berichtet das russische Zentrum für Aussöhnung. Gleichzeitig läuft eine Offensive von "Dschaisch il-Fatah" in Aleppo. Teile der Dschihadisten sind mit US-amerikanischen Panzerabwehrlenkwaffen ausgerüstet, die Saudi-Arabien den Rebellen via Türkei zur Verfügung stellt.

Die Kämpfer des syrischen al-Qaida-Ablegers sollen Stellungen Assad-treuer Kämpfer in den Küstendörfern Rascha, Ikko und Bascharfa bombardiert haben. Darüber hinaus seien Dörfer in den Provinzen Damaskus und Hama ins Visier gekommen.

Andernorts in Aleppo nahmen Rebellen mit Artillerie und Mörsern den Flughafen al-Nayrab unter Beschuss, teilte das Moskauer Verteidigungsministerium in einer amtlichen Mitteilung mit.

Am ungünstigsten stellt sich derweil die Lage der pro-iranischen Schiiten-Milizen in Süd-Aleppo dar. Dort hat offenbar das von Ahrar al-Scham angeführte Rebellenbündnis "Dschaisch il-Fatah", dem auch die al-Nusra-Front angehört, beinahe alle in den vergangenen Monaten verlorenen Gebiete wieder zurückerobert.

Erst am 15. Juni behaupteten oppositionelle Quellen, die Städte Zeytan und Chalsah erobert zu haben. Anderen Berichten zufolge sollen noch heftige Kämpfe in Chalsah stattfinden. Insbesondere die al-Nusra-Front soll in die Kämpfe verwickelt gewesen sein. Der Pressedienst der al-Nusra-Front gab an, 75 Prozent der Stadt zu kontrollieren.

Die syrische al-Qaida brach demnach die Verteidigungslinie der Schiiten-Milizen mittels mehrerer Autobomben auf, so Syrien-Experten. In Süd-Aleppo unterstützen außerdem zwei Brigaden der Freien Syrischen Armee "Dschaisch il-Fatah". Diese sind mit US-amerikanischen Panzerabwehrlenkwaffen ausgerüstet, die Saudi-Arabien den Rebellen über die Türkei zur Verfügung stellt.

Sollte der Trend in Süd-Aleppo anhalten, werden al-Assad-treue Truppen in der wichtigen Stadt el-Hadher exponiert den feindlichen Kämpfern ausgesetzt.

In der Stadt Aleppo versuchen Regierungstruppen und die russische Luftwaffe, die Versorgungsrouten der Rebellen zu kappen. Artillerieschläge aus dem Kurden-Bezirk Scheich Maksud und Luftschläge unterbrechen unterdessen die Castillo-Straße. Sie bringen die in Aleppo kämpfenden Anti-Assad-Kämpfer immer wieder in Bedrängnis. Im Einflusssektor der selbsternannten Rebellen sollen immer noch bis zu 350.000 Zivilisten leben.

"Das Regime konnte die Straße nicht am Boden abschneiden. Deshalb entschied es sich, die Kampfflugzeuge kontinuierlich in der Luft zu halten und alles zu treffen, was da durch geht", behauptete Zakaria Malahifdschi, ein Vertreter der Rebellengruppe Fastaqim, gegenüber Reuters und betonte:

    "Wer auch immer die Castillo-Straße benutzt, begibt sich auf eine Selbstmordmission."

In Aleppo lebten vor Beginn des Bürgerkrieges 2011 mehr als zwei Millionen Menschen. Die Stadt war das wirtschaftliche Herz des Landes und gilt als zentrale Trumpfkarte im Kampf um den Ausgang des Kriegs.

Unterdessen berichtet das russische Aussöhnungszentrum in Latakia, dass der Waffenstillstand "in den meisten Provinzen der Arabischen Republik Syrien eingehalten wird". Das Zentrum dokumentierte lediglich fünf Waffenstillstandsverletzungen in den vergangenen 24 Stunden. Die Organisation Dschaisch il-Islam beschoss demnach die syrische Armee in den Dörfern el-Sachiya, Dschaubar, Harasta el-Basal und Arbil in der Damaszener Provinz.

Nochmals betonte das russische Verteidigungsministerium, dass die russische und die syrische Luftwaffe keine Luftangriffe gegen oppositionelle Gruppen durchführen würden, die das russische oder das US-amerikanische Aussöhnungszentrum über ihren Aufenthaltsort und die Einhaltung des Waffenstillstands informieren.


 

22.06.2016 - Vor einem 3. Weltkrieg können Sie nicht flüchten!

Über die folgenden Zielen bin ich im Internet gestolpert, der Verfasser beabsichtigte unbekannt zu bleiben und gab sich den Namen JMW. Auf Grund der hochaktuellen Thematik habe ich den Artikel Wort für Wort (Eins zu Eins) übernommen.

Sie denken, Sie leben in sicherem Frieden? Sie sind der Meinung, diese Welt könnte noch Milliarden Menschen mehr ernähren und alle könnten glücklich werden? Sie glauben, ein Krieg sei (vor allem in Europa, bzw. der westlichen  Welt) undenkbar? Nein, das ist keineswegs so undenkbar, wie die Menschen unserer verwöhten Überflussgesellschaft glauben wollen. Man sollte sich für die Geschichte der Menschheit interessieren und die Zusammenhänge zwischen "Zivilisationserscheinungen, Liquidität, Überbevölkerung, Ressourcenknappheit, Armut, Aufständen, Neid, Hunger und Hass" verstehen, dann sieht man viele Dinge anders.

Leider würde es den Rahmen sprengen, diese vielen, vielen kleinen Zusammenhänge und Hinweise mit Erklärungen in einen kleinen Artikel zu pcken, doch wer mit offenen Augen, wachem Verstand und ohne "rosarote Brille" seine Umwelt realistisch betrachtet, sieht die erschreckenden Ausmaße, die für viele Menschen mittlerweile zum "Alltagsbild" gehören. Dazu gehört vor allem, den Medien nicht sein grenzenloses Vertrauen zu schenken, ohne ständig die Hintergründe (und den Nutzen) diverser, einseitiger Meldungen zu hinterfragen.

Einen Krieg kann man immer auf viele Arten führen (auch Wirtschaftlich), einige Arten sind realistisch, andere unwahrscheinlich. (Spätestens wenn das Trinklwasser teurer wird, als ein Liter Öl, sieht man was das heißen soll, und das ist z:T. bereits heute so.

Mann muss sich jedoch - bei allen Sorgen um den Frieden - grundsätzlich vor Augen halten, dass auch den Kriegsführenden nicht damit gedient ist, ganze Länder zu verseuchen, denn kontaminiertes Trinkwasser, vergiftetes Ackerland und verstrahlte Erde, brigen keinem den Erfolg, den ein Krieg mit sich bringen muss, um sich eines Tages zu amortisieren. Keine "Kriegs-Partei" könnte mit solchen "Gewinnen" etwas anfangen. Ein umfassender Atomkrieg ist somit eher unwahrscheinlich! Ölbohrungen wären sogar "im Strahlenschutzanzug" undenkbar. Leider gibt es aber Mittel und Wege, mit nur einer Bombe einen Krieg zu führen, der den Gegner nahezu wehrlos macht, ohne dabei die nuklearen Folgen des Atomkrieg fürchten zu müssen. Und ein konventieller Krieg kann schließlich, als leitztes Mittel der Unvernunft, einer Nation die Macht bringen, die sie sucht.

Je schneller die Menschen sich entzweien, je einfacher man sich aufhetzen lässt und je weniger man die Hintergründe versteht, die unsere Zivilisation bislang zu dem gemacht hat, was sie ist, desto leichter wird es derjenige haben, der sich seine eigene Macht mit einem Krieg sichern will. Gewalttätige Kriege waren bislang immer das letzte und abschließende Mittel der Mächtigen, die Macht zu erhalten, bevor sie durch Mängel gefährdet wurde. Zudem ist Gewalt ein mächtiger Wirtschaftsfaktor und Konjunkturmotor.

Das war immer so - und wird immer so sein. Je mehr Menschen es gibt, je mehr Ressourcen benötigt werden, je deutlicher die ungleiche Verteilung in der Welt wird und je eher die digitale Kommunikation dafür sorgt, das auch der Letzte irgendwann die Ungerechtigkeiten sieht, desto eher und wahrscheinlicher werden Kriege für eine Depopulation sorgen. Das die Art der Vrobereitung und Kriegsführung sich geändert hat ist logisch, aber die Zeichen sind doch immer deutlich zu sehen. Die alte Weisheit "In einem Krieg stirbt die Wahrheit immer zuerst", ist bereits mehr als deutlich offensichtlich geworden.

Aber...ABSTUPFUNG LÄSST GRÜßEN...was noch vor 30 Jahren "skandalös und schrecklich katastrophal" gewesen wäre, nehmen viele heute nur noch nebenbei wahr und geben dazu möglicherweise höchstens mal einen ironischen Kommentar bei FB ab.

Der Ernst der Lage wird nicht nur ignoriert, sondern sogar durch Medien und Propaganda simplifiziert und relativiert. Dass Menschen damit immer mehr angeheizt und in eine bestimmte Richtung geleitet werden, fällt kaum jemanden auf. So funktioniert gelungene (Kriegs-)Propaganda.

Manche sagen, "man kann sich vorbereiten und abhauen", wenn es zum Krieg kommt. Irgendwo "auf eine Insel", flüchten, auswandern, "weit weg in Sicherheit sein, wenn es knallt". Weit gefehlt: Im Kriegs-/ oder Verteidigungsfall wird der zivile Verkehr eingestellt, eine Ausreise, der Versuch in ein anderes Land zu kommen, damit unterbunden, irgendwann notfalls mit Gewalt. Bei einer Insel ist es besonders schwierig, diese zu erreichen, denn Fähren sind nicht mehr in Betrieb, der Schiffsverkehr wird auschließlich militärischen Zwecken vorbehalten, an den Küsten gibt es Patroullien. Auch der Landverkehr wird kontrolliert, eingeschränkt und je nach Umfang eines Verteidigungsfalles verboten, um den Verkehrsfluss für Millitärs zu sichern!

Zudem ist die Wehrpflicht in Deutschland nur ausgesetzt, nicht komplett abgeschafft worden. Kommt es also zum Äußersten, begingen viele mit einer Flucht eine "Straftat". Man wird Ihnen dabei also nicht einfach ruhig zusehen. Reservisten können im Ernstfall bis zum 60. Lebensjahr einberufen werden. (Ein Kriegs-/Verteidigungsfall würde fasst jeden gesunden Mann zum Pflichtsoldaten oder zum "kriegswichtigen Arbeiter" machen!) Regelungen dazu nennt man unter anderem "(militärisches) Notstandsgesetz".

Zum Nachvollziehen eine kleine INFO-Auswahl dazu:
  • Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland Art 11
  • Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland Art 12a
  • Gesetz über den Zivilschutz und die Katastrophenhilfe des Bundes (ZSKG)
  • Notstandsgesetz
  • Wehrpflicht

Unter Umständen käme es sogar dazu, dass "Gäste", also Menschen, die keine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung haben, unter militärische Aufsicht des jeweiligen Landes gestellt, oder ohne Umwege in ihr Heimatland abgeschoben werden müssen, wenn noch Flüge dafür zur Verfügung stehen. (Im Ernstfall weiß niemand, ob ein solcher "Gast" mit einem Virus infiziert ist oder Anschläge planen würde, daher wäre die Regelung ggfls. unumgänglich.) Sogar die selbstverständliche Energieversorgung mit Strom könnte nicht mehr garantiert werden.

Und vor allem: Denken Sie daran, dass Sie sicher nicht alleine flüchten wollen. Glauben Sie, das man dort wo Sie hinwollen, ausgerechnet auf Sie gewartet hat? Sicher nicht! Die meisten vergessen, wie bereits heute - SOGAR BEI UNS, IN FRIEDENSZEITEN - ein potentieller Flüchtling behandelt wird. Und dabei gibt es keinen "WELT-Krieg", somit müssten wohl 99% der Bevölkerung in Deutschland keine Angst haben, das sie irgendwelche ernste Mängel zu beklagen haben. Ein Kriegsfall würde die Situation aber vollkommen umdrehen und JEDEN zum Bedürftigen machen! Warenlieferungen und "volle Regale im Discounter" würden zur Seltenheit, jeder Mensch wird zu demjenigen, der Ihnen Ihre Familien-Vorräte nehmen kann!

Wenn Sie also bisher dachten, "ALLES KEIN PROBLEM", dann haben Sie sich offenbar nie mit den bereits zu Friedenszeiten existierenden, seltsamsten Gesetzen diverser Länder beschäftigt. Die Gesetze aber, die im Krieg zur Geltung kommen würden, können nicht mehr mit "normalen Maßstäben" betrachtet werden. Im Kriegsfall gibt es kein "Normal", nur noch "Ausnahmen", die sich heutzutage kaum noch ein Mensch in Deutschland wirklich vorstellen kann!

Und der nächste Weltkrieg wird seinem Namen ganz sicher gerecht werden. Übrigens, nicht nur in den USA können Kriege ein probates Mittel zur "Finanzbeschaffung" sein: Ein Milliardenkredit zu "Verteidigungszwecken" kann über mehrere Generationen zurückgezahlt werden und stellt somit - als einziger, langfristiger Kredit - keine extreme Belastung dar. Anders gesagt, ein konventioneller Krieg kann ein "Pleite-Land" sanieren. Und der Mensch lässt sich psychologisch sehr leicht beeinflussen, wenn man für einen solchen Krieg die Zustimmung vom Volk benötigt.

Sehen Sie sich mal an, welche Krisen- und Kriegsgebiete alleine in den letzten Jahren entstanden sind: Nie zuvor gab es so viele. Sehen Sie sich an, wie man in den letzten Jahren den Hass auf Russland angetrieben hat. Und schauen Sie darauf, wie viele Menschen immer radikaler werden, egal um was es geht. Ob in der Kneipe um die Ecke, oder beim Länderspiel im Stadion. (Auch das ist eines der Dinge, die sich durch die "vielen Kleinigkeiten" ergeben und die u. A. eine Folge von Propaganda und Hetze sind.) jede Aktion erzeugt - irgendwo und bei irgendwem - eine Reaktion. Leider wird auch die Reaktion wieder eine weitere Wirkung haben. Und so ergibt sich ein ums andere Mal eine Abwärtsspirale, die den meisten Menschen nicht auffällt, weil kaum jemand die Zusammenhänge sieht. Alles in allem, wirtschaftlich, politisch und militärisch, stecken wir global in einer Sackgasse, die keine Wendemöglichkeit bietet, wenn nicht der letzte zurücksetzt, der hineingefahren ist, und somit anderen die Möglichkeit beitet, ebenfalls rückwärts hinaus zu fahren. Doch derzeit gibt es nicht mal den notwendigen Rückwärtsgang und das "R" steht nur noch für "Rammbock". Wie geht es weiter geht...Wer weiß?!

Aber, denken Sie daran: In Polen fand gerade die NATO-Manöverübung Anakonda16, mit ca. 30.000 Soldaten aus über 20 Ländern statt. Nennen Sie sowas "Deeskalation"? Das Manöver gibt es seit einiger Zeit - alle zwei Jahre - doch nie mit einer derart hohen Teilnehmerzahl, die alleine in Polen die höchste seit Ende des kalten Krieges darstellt.

Auch in weiteren Staaten Osteuropas gibt es aktuell Großmanöver. Diese Manöver, von "Anakonda16" über ""Saber Strike 2016" bis "Trojan Footprint", ergeben eine Gesamtzahl an militärischem Aufgebot, wie sie seit dem 2. Weltkrieg in Europa nicht mehr vorgekommen ist. Dazu kommen tausende weitere ständig stationierte Millitärkräfte, vom Baltikum bis Rumänien, und seit neuestem tausende Freiwillige. Außerdem ist die Zahl der US-Basen und NATO-Stützpunkte in der EU und freundschaftlich gestellten Drittstaaten nie so hoch gewesen, wie es aktuell der Fall ist. Zudem werden seit geraumer Zeit Milliardenbeträge in die Aufrüstung Europas gesteckt, Atomwaffen werden reaktiviert, tausende Tonnen Munition nach Europa geschafft. Außerdem darf man die bereits im Osten befindlichen Streitkräfte nicht vergessen.

In diesem Zusammennhang fällt natürlich dem aufmerksamen Betrachter auf, dass viele kleine Ablenkungen dafür sorgen, dass die russischen Streitkräfte unmöglich in kürzester Zeit an allen "Brennpunkten" gleichzeitig eine Verteidigung aufbauen könnten, denn auch wenn es sich NICHT nur um eine "Möchtegernarmee" handelt, so kann auch ein Putin diese nicht "mal eben" verdreifachen und an mehrere Orte seines eigenen Landes gleichzeitig "beamen".

Von wem hier also eine eindeutige Provokation ausgeht ist wohl klar - und auf was diese Situation irgendwann hinauslaufen wird, ist auch nicht von der Hand zu weisen. Nur die endgültigen Auslöser stehen noch aus. Alle Manöver, die derzeit stattfinden, die Zahl der Militäreinrichtungen, die Aufrüstung Europas und dutzende kleine Provokationen, werden irgendwann Folgen haben. Natürlich wird das alles als "Abschreckung" bezeichnet, aber ernsthaft: DAS IST LÄCHERLICH...!

..."Niemand kauft sich ein Brotmesser, wenn er kein Brot schneiden will..."

Übrigens, man darf nie vergessen, dass es in unserer Zeit nahezu NICHTS gibt, was nicht durch oder mit Öl funktioniert, hergestellt oder angetrieben wird. Ganz egal was man in seinem Umfeld findet, ohne Öl ist es ziemlich sicher nicht entstanden, ebenso wie die Mobilität nach heutigen Maßstäben ohne Öl derzeit kaum denkbar ist. Unsere Zivilisation kommt an Öl nicht vorbei und schon gar nicht ohne Öl aus. Wer einen globalen "Ölvorteil" hat, der hat langfristig die globale Macht. Danach folgen dann "Trinkwasserversorgung" und "fruchtbares Ackerland".

Alle dreht sich um diese Macht, zunächst vor allem um die des Öl, (nicht erst seit gestern!) und schließlich um alles andere, was man als "Grundfeste des Überlebens" bezeichnen könnte. Nur die absoluten Träumer glauben, dass "globale Frieden" machbar ist - und dass jeder Mensch die gleichen Möglichkeiten haben könnte, selbst wenn es "doppelt so viele" Menschen auf der Erde gibt. Erfahrungsgemäß werden viele sagen, dass Öl ist sicher nicht das Wichtigste und man kann sogar viel mehr Menschen vegan problemlos ernähren. Aber eben das ist eine utopische Vorstellung, denn dazu gehören viele Faktoren, die fast nie berücksichtigt werden. In einem solchen Ausmaß der Notwendigkeit, selbst heutzutage schon, sind wir nicht nur auf regelmäßig gute Anbau-, Wetter- und Bewässerungsbedingungen und Vielfalt angewiesen, sondern dazu noch auf die entsprechend maschinelle Ernte.

Schon ein einziger großer Ernteausfall aufgrund schlechter Wetterbedingungen, mangelhafter Bewässerung, Schädlingsbefall, Nähstoffunterversorgung usw. usw., würde langfristige Probleme verursachen! Ganz zu schweigen davon, dass "Groß-anbauflächen und -ernten" nicht mehr manuell zu bewältigen sind und alles in allem wieder dass Öl (und die Chemie; Phosphate, Uran usw.) in den Vordergrund rückt: Düngemittel, Maschinen, Klima- u. Bewässerungssystem, Trinkwasser- und Ackerbodenaufbereitung, Schädlingsbekämpfung, Haltbarkeit, Logistik usw... Wer also bei seiner Träumerei vergisst, das hinter einer veganen Ernährung sehr viel mehr steckt, als ein "freundlicher Bio-Hof", der wird von seinen Enkelkindern eines Tages die Rechnung bekommen.

Oder anders gesagt: Versuchen Sie doch mal, sich und Ihre Familie drei jahre lang ausschließlich mit dem zu ernähren, was Sie in Ihrem Garten absolut biologisch und ohne technische Hilfsmittel anbauen, pflegen und ernten... Wie groß müsste Ihr Garten sein und wie oft müssten Sie ernten, um - für nur drei Personen - genug abwechslungsreiche Kost für ein ganzes Jahr zu haben (und darüber hinaus, immer mit dem Gedanken, das Wetter kann Ihnen einen dicken Strich durch die Ernte machen!). Und dann überlegen Sie mal, wie viele Menschen es (alleine in DE) gibt, wie viel Wohnraum benötigt wird und wie viel der Natur, die man zum Anbau diverser Lebensmittel benötigt, dafür geopfert werden müsste...

Weiter geht es dann mit dem lebenswichtegen Trinkwasser. Auch bei diesem Thema gibt es zu viele Menschen, die sich keine Gedanken machen und der Meinung sind, sie hätten ja genug. Ach ja? Nun, NEIN! NICHT wirklich... Erstens ist auch unser Trinkwasser nicht kostenlos und wird auf absehbare Zeit ganz sicher knapper und teurer; und zweitens muss man sich fragen, zu welchem Preis wir viele alltägliche Dinge für selbstverständlich halten, die an anderen Orten unglaubliche Mengen an wertvollem Trinkwasser zur Herstellung benötigen.

"Die Welt besteht hauptsächlich aus Wasser", so heißt es oft von denen, die sich keine Gedanken machen. Das aber nur 2,5% davon Trinkwasser sind, von dem sogar der größte Teil an den Polen (Eis) festliegt, wissen die wenigsten. Derzeit gehören wir in Deutschland noch zu den Menschen, die relativ sauberes Trinkwasser haben. Doch damit gehören wir der Minderheit an.

Die meisten Menschen haben dieses Glück aber nicht! Bereits vor einigen Jahren wurden Fachberichte zu den bevorstehenden "Klimaflüchtlingswellen" (z.B. aufgrund von Trinkwasser- und Nahrungsmittelmangel in Folge veränderter Umweltbedingungen) veröffentlicht. Nach allen Prognosen und Erfahrungen können wir zeitnah damit rechnen, dass mit der Klimaflucht eine unberechenbare Katastrophe beginnt. Und nun stellen sie sich vor, was geschehen würde, wenn dann in Europa ein Kampf um sauberes Wasser und Nahrungsmittel, mit dem gleichzeitigen Kampf um Öl und Gas beginnt. Mehr Menschen bedeuten immer auch mehr Bedürfnisse, mehr Abfall, mehr Energie, mehr Neid, mehr Differenzen usw. usw.....

Glauben Sie wirklich, im Kriegsfall wird ein Mensch seine Tür öffnen und sagen, "KOMMT ALLE HEREIN, WEIL ICH DAS NOCH HABE, GERNE MIT ALLEN TEILE". Glauben Sie wirklich der Bedürftige, um ihn mal so zu nennen, wird sich mit dem zufrieden geben, was Sie entbehren können ohne sich selbst und Ihre Familie zu gefährden. Galuben Sie, derjenige wird alleine sein und niemanden erzählen, wo Sie Ihre Vorräte haben. Denken Sie ernsthaft, Sie werden gemeinsam Ihre Gutherzigkeit feiern? Mit nur geringem Aufwand könnte ein potentieller Feind Ihren Besitz haben... und Sie denken, in einer wahren Krise verzichtet dieser? Wachen Sie auf, die Gutmütigkeit wird ein Ende haben, denn der Mensch ist ein Raubtier, kein Häschen!

Sollte es eines Tages zum "Unaussprechlichen" kommen, werden vermutlich viele hart auf dem Boden der Realität aufklatschen, denn spätestens in dem Fall wird es heißen: "Jeder ist sich selbst der nächste". Wer heute bei diesem Thema noch von Panikmache redet, wird ein sehr böses Erwachen haben. Und dann wird keiner nach "Humanismus und offenen Grenzen" schreien, sondern seine Familie, sein Eigentum, seine Vorräte, mit allem verteidigen müssen, was ihm zur Verfügung steht. Die Geschichte der untergegangenen Zivilisationen hat dafür dutzende Beispiele. Ob Ägypter, Römer oder Maya, jede Hochkultur erlebte bislang ihren Niedergang, selbst wenn sie nach unseren Maßstäben intelligent war. Oder war es einfach nur die gleiche Arroganz, die unsere Zivilisation heute immer deutlicher zeigt...:

AUCH UNSERE ZIVILISATION HAT EIN "MINDESTHALTBARKEITSDATUM",

Bei allen Informationen, die der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, darf man ein uraltes Vorgehen nie vergessen: Es gibt immer eine undichte Stelle, die mehr Wahrheit beinhaltet, als vielen anderen lieb ist. Und dagegen gibt es ein Mittel:

"UM EINE UNBEQUEME WAHRHEIT ZU VERTUSCHEN MACHST DU SIE AM BESTEN LÄCHERLICH UND BETITELST SIE ALS VERSCHWÖRUNGSTHEORIE."

Damit schafft man immer zwei radikale Meinungen und Gegner im eigenen Volk, die sich um "den Rest" kümmern. Die Geschichte hat viele erfolgreiche Beispiele dafür. Schon dutzende Theorien zu irgendwelchen vermeintlichen Verschwörungen haben sich im Nachhinein als Wahrheit herausgestellt. Auch in jüngster Zeit gibt es dafür viele Beispiele. Denken Sie z.B. an die Giftgas- und Nuklearwaffen im Nahen Osten, die als Grund für einen Angriffs-Krieg angeführt wurden. Die Kritiker wurden beschimpft, bis schließlich offiziel zugegeben wurde, dass es sich tatsächlich um einen vorgeschobenen Grund handelte. Auch die Finanzkrise 2007 wurde schon lange vorher "bis ins Detail beschrieben", doch erst als sie eintraf, fanden die Experten Gehör, die bis dahin "belächelt" wurden. Schon deshalb sollte man etwas realisieren, was jeder Verschwörungstheorie eine ganz andere Bedeutung geben kann:

"Ein echter, tödlicher Krieg, wird nie durch die Politiker geführt, die ihn zu verantworten haben, sondern immer durch Menschen, die bereits unter deren Politik gelitten haben!"

PS.: Beleidigen Sie niemanden grundlos, nur weil dieser nicht Ihrer Meinung ist. Wenn Sie etwas wirklich wissen, dann begründen Sie Ihre Meinung mit Fakten und Links, nur das ist für alle Beteiligten hilfreich. Wenn Sie aber stur und beleidigend Ihre Meinung vertreten, weil Sie etwas gehört haben, was jemand mal gehört hat, der es "im TV gesehen" hat, dann machen Sie genau das, was den Hass und die Wut der Menschen fördert und sie entzweit. Sie sorgen also - hoffentlich unbewusst - dafür, dass die Grundlage für einen Krieg entsteht. Denken Sie darüber nach, bevor Sie über fremde Menschen und unbekannte Informationen urteilen. (was glauben Sie, wie viele "Insider" sich in vielen Foren hinter einem Pseudonym verstecken und ihre Infos der Öffentlichkeit mitteilen, ohne entdeckt zu werden.) Diese Infos sind es, die andere als Verschwörung bezeichnen. Aber diese Infos sind es evtl. auch, die im Nachhinein jeder geglaubt und gewusst haben will, wenn sie sich als Wahrheit herausstellen! Vielleicht hat Ihr Diskussionsgegner Insiderwissen, welches Ihnen unmöglich bekannt sein kann.....



21.07.2016 - Deutschland im Ausnahmezustand - was hätte das zu bedeuten?

So würde sich der Ausnahmezustand in Deutschland gestalten - Ein Blick in die Notstandsgesetze der Bundesrepublik Deutschland


In Frankreich herrscht der Ausnahmezustand

Warum sollten die Barbaren in Europa zimperlicher sein als in Syrien und im Irak? Unvorstellbare Gräueltaten sind ihre Handschrift. Bei den Ereignissen von Paris gibt es Aussagen, dem zufolge hätten die IS-Killer einigen Opfern die Augen ausgestochen und sie ausgeweidet. Die Männer sollen kastriert worden sein. Die Geschlechtsteile hätte man ihnen danach in den Mund gesteckt. Frauen soll in den Genitalbereich gestochen worden sein. Überlebende hätten der Polizei berichtet, die Kopf-Ab-Miliz habe diese Taten außerdem gefilmt.

Seit den verheerenden Anschlägen von Paris und jetzt kürzlich in Nizza gilt in Frankreich der Ausnahmezustand. Die französischen Behörden haben mit dem Notstandsgesetz besondere Befugnisse. Rechte können eingeschränkt werden, beispielsweise können Versammlungsverbote erlassen werden, Ausgangssperren können verhängt werden, Durchsuchungen ohne richterlichen Beschluss sind möglich. Die französische Nationalversammlung hat inzwischen die Verlängerung dieses Ausnahmezustands bestimmt. Das Vorhaben brauchte in Frankreich die Zustimmung des Senats.

Ein solcher Ausnahmezustand wäre in jedem Land möglich. Auch nach Terror-Anschlägen wie in Paris, Brüssel, Nizza und wer weiss was wir alles noch diesbezüglich erleben werden müssen (siehe brutale Axt-Angriffe auf zufällige Fahrgäste kürzlich in Würzburg durch einen Killer der IS-Miliz, auch Deash genannt), können in der Bundesrepublik bestimmte Maßnahmen verhängt werden. Übrigens: Im Kosovo gibt es fünf Militärzentren zur Ausbildung von Kämpfern der Terrormiliz Daesh (IS). Von dort aus gelangen Kriegswaffen illegal über die ungesicherten Grenzen nach Deutschland.

Für extreme Situationen gibt es Regelungen in Deutschland. Der Staat besitzt dazu alle rechtsgültigen Mittel. Grundlage hierfür sind die Notstandsgesetze. Die Notstandsgesetze traten 1968 in Kraft und waren damals umstritten. Kritik gab es von Gewerkschaften und Studenten, die Außerparlamentarische Opposition (Apo) entwickelte sich auch aus der Kritik an den geplanten  Notstandsgesetzen. Die Befürchtungen waren, die Gesetze könnten den demokratischen Rechtsstaat gefährden. Ihre Sorge begründete sich in der Verfassung der Weimarer Republik, deren Notstands-Artikel dazu beigetragen hatte, dass die Nationalsozialisten an die Macht gelangten.


Die Notstandsgesetze von 1968 definieren den Notstand in folgenden Fällen:
 
Der Verteidigungsfall

Was ist das und wie wird er festgestellt?
Der Verteidigungsfall ist im Grundgesetz unter Artikel 115 a definiert. Dort heißt es: "Die Feststellung, dass das Bundesgebiet mit Waffengewalt angegriffen wird oder ein solcher Angriff unmittelbar droht  (Verteidigungsfall), trifft der Bundestag mit Zustimmung des Bundesrates." Der Verteidigungsfall ist also dann gegeben, wenn ein bewaffneter Angriff auf das Bundesgebiet stattfindet oder droht. Kann der Bundestag aus unüberwindlichen Hindernissen nicht rechtzeitig zusammenkommen, kann der so genannte Gemeinsame Ausschuss den Verteidigungsfall feststellen. Der Gemeinsame Ausschuss besteht aus Mitgliedern des Bundestags und des Bundesrats, die nicht der Bundesregierung angehören.

Was passiert im Verteidigungsfall?

Tritt der Verteidigungsfall ein, geht die Befehls- und Kommandogewalt über die Streitkräfte der Bundeswehr auf den Bundeskanzler über. Der Bund erhält außerdem mehr Kompetenzen bei der Gesetzgebung. Das Gesetzgebungsverfahren wird einfacher und damit schneller. Die Bundesregierung kann außerdem die Bundespolizei im gesamten Bundesgebiet einsetzen, sie darf darüber hinaus auch den Landesregierungen und Landesbehörden Anweisungen erteilen. Die Bundeswehr darf im Verteidigungsfall zivile Objekte schützen und je nach Lage Polizeikräfte unterstützen.
Die Wehrpflicht wurde nicht per Gesetz abgeschafft, sie befindet "lediglich" in einer Phase der Aussetzung. Es ist durchaus real, das in einer "Ausnahmesituation" jeder Deutsche seinen Beitrag zur Landesverteidigung - also dem Schutz der deutschen Staatsgrenze und dem deutschen Volk - leisten muss.

Gelten die Regelungen des Verteidigungsfalls bei Terror-Anschlägen?


Ob ein Terror-Anschlag in Deutschland als ein Angriff "mit Waffengewalt" eingeschätzt würde, ist nicht klar.
Bislang geht man davon aus, dass ein Terror-Anschlag nicht zum Verteidigungsfall führen würde.
 

Der innere Notstand


Was bedeutet innerer Notstand?
Der innere Notstand wird im Grundgesetz in Artikel 91 beschrieben. Es handelt sich dabei um die "Abwehr einer drohenden Gefahr für den Bestand oder die freiheitliche demokratische Grundordnung des Bundes oder eines Landes."

Was passiert beim inneren Notstand?

Die Bundesländer können in diesem Fall Polizeikräfte anderer Länder oder Kräfte der Bundespolizei anfordern. Das gilt auch für den Fall, dass in einem Bundesland die öffentliche Sicherheit und Ordnung in Gefahr ist oder wiederhergestellt werden muss. Ist mehr als ein Land betroffen, kann die Bundesregierung unter anderem auch die Bundeswehr zur Unterstützung der Polizei einsetzen. Laut Artikel 87a des Grundgesetzes kann die Bundeswehr auch bei der Bekämpfung "organisierter und militärisch bewaffneter Aufständischer" eingesetzt werden. Auch kann beim inneren Notstand die Freizügigkeit der Bürger eingeschränkt werden. Auch beim Briefgeheimnis sowie beim Post- und Fernmeldegeheimnis kann sich etwas ändern: Es darf zum Schutz der freiheitlichen demokratischen Grundordnung beschränkt werden.

Gelten die Regelungen zum inneren Notstand bei Terror-Anschlägen?

Ob Terroristen als organisierte und militärisch bewaffnete Aufständische interpretiert würden - ein Terror-
Anschlag also einen Einsatz der Bundeswehr nach sich ziehen könnte - ist die spannende Frage.

Nach den Anschlägen in Paris jedenfalls brachte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble genau die Frage nach einem Bundeswehreinsatz im Inneren ins Gespräch. Er forderte eine Diskussion über den Einsatz der Bundeswehr bei Anschlägen. "Wenn wir eine Situation hätten wie Paris, möglicherweise mit Anschlägen an drei bis vier Orten, wird man darüber nachdenken müssen, ob unsere polizeilichen Fähigkeiten ausreichen", sagte Schäuble nach Angaben der "Rheinischen Post" in Düsseldorf.
 

Der Katastrophenfall


Der Katastrophenfall bezieht sich auf Naturkatastrophen. Es gelten ähnliche Regeln wie beim inneren Notstand. Die Entscheidung, dass beispielsweise bei einer schweren Überschwemmung der Katastrophenfall eintritt, wird meist regional getroffen, etwa von einem Landrat.
 

Der Spannungsfall

 
Der Spannungsfall ist die Vorstufe des Verteidigungsfalls. Er muss vom Bundestag beschlossen werden - mit Zwei-Drittel-Mehrheit.



01.09.2016 - Weltfriedenstag - Papst Franziskus zum Hauptfeind erklärt


Die Kämpfer der Terrormiliz Daesh (auch "Islamischer Staat", IS) haben Papst Franziskus für "irrgläubig" erklärt, wie Daily Express unter Berufung auf das Extremistenmagazin Dabiq berichtet. Er sei für die Terroristen nun zum Hauptfeind geworden.

Zuvor hatte der IS laut der Zeitung ein Video veröffentlicht, in dem sie detailliert erläuterten, wie sie den Vatikan angreifen und Papst Franziskus töten würden. Wann das Video aufgetaucht sein soll, teilte Daily Express nicht mit. Dem Vatikan-Sprecher zufolge hat der Papst keine Angst vor den IS-Terroristen.

Zuvor hatte die Terrormiliz Daesh bereits mehreren bekannten Persönlichkeiten mit Mord gedroht. Einst standen die Chefs von Facebook und Twitter, Mark Zuckerberg und Jack Dorsey, auch im Fokus der Terroristen. Die Terrormiliz Daesh stellt heute eine der größten Bedrohungen für die Weltsicherheit dar. Die Daesh-Kämpfer haben in den drei zurückliegenden Jahren große Gebiete des Irak und Syriens besetzt und versuchen jetzt, ihren Einfluss auf Nordafrika, besonders Libyen, auszudehnen. Nach unterschiedlichen Schätzungen erstrecken sich die vom Daesh kontrollierten Gebiete, in denen ein "islamisches Kalifat" ausgerufen wurde, über insgesamt 90.000 Quadratkilometer.

Unterdessen:
Der bekannte freie Journalist Jürgen Todenhöfer sammelte mit seiner Reise in das IS-Kalifat einzigartige Einblicke. Unter Einsatz seines Lebens entstand ein einzigartiges Buch und und einzigeartiger Dokumentarfilm mit dem Titel INSIDE IS. Der 75-Jährige betont immer wieder, der IS sei "Bushs Baby". Ohne den Krieg der USA gegen den Irak wäre der "Islamische Staat" - ein Produkt aus der Konkursmasse niedergebombter staatlicher Strukturen des Iraks - wohl nie entstanden. Auch rät Todenhöfer zu einer alternativen Konfliktlösung. Statt auf immer mehr Militär zu setzen, sollte der Westen eine Aussöhnung zwischen Schiiten und Sunniten unterstützen. Nur wenn die sunnitische Bevölkerungsminderheit im Irak wieder in das politische Leben des Landes integriert wird, kann dem IS nachhaltig das Wasser abgegraben werden.

Und noch was:
Die Terrorgruppe IS (Daesh) hat im irakischen Mossul neun Jugendliche wegen Verdachts auf Teilnahme an einer Protestbewegung gegen ihre Organisation festgenommen und öffentlich hingerichtet, berichtet Mail Online.
Laut einer anonymen Quelle haben die Terroristen die Opfer im Stadtbezirk Tal Afar an Eisenpfähle gefesselt und mit einer Benzinmotorsäge zerteilt. Die irakischen Behörden haben wiederholt angekündigt, Mossul zum Jahresende unter ihre Kontrolle zu bringen. Indessen versprechen die IS-Fanatiker, ihre blutigen Angriffe und brutalen Hinrichtungen fortzusetzen.


08.09.2016 - Saudi Imam fordert in Live-TV-Sendung Ermordung von Schiiten, Juden und Christen

Ein führender Saudi Imam appelliert bei dem täglichen Gebetsdienst für die Ermordung von Schiiten, Juden und Christen, wie ein Video aus der saudi-arabischen al-Haram-Moschee, dem weltweit größten islamischen Gotteshaus, zeigt. Die USA unterstützen indes weiterhin Riad mit militärischer Ausrüstung. "Oh Allah, erteile unseren Brüdern, den Mudschahedin (Dschihadisten - Anm. d. Red.) Sieg, Würde und Ermächtigung", betet der Imam auf Arabisch. "In Scham (Syrien) und dem Irak und überall. Oh Herren der Welt, ermöglicht ihnen den Sieg über die gottlosen Rafida (Schiiten)."
"Ermöglicht ihnen den Sieg über die verräterischen Juden und über die gehässigen Christen und die nicht vertrauenswürdigen Heuchler", singt der Imam das Gebet weiter. "Oh Allah, erteile ihnen Sieg, Hilfe und Kraft."

Das Gebet wurde auf dem ägyptischen TV-Sender Al-Qahera Wal Nas live übertragen. Die USA bewilligten 2015 der saudi-arabischen Regierung, Hunderte Luftabwehrraketen im Wert von 5,4 Millionen US-Dollar im September, vier Militärschiffe für knapp 11,3 Millionen US-Dollar im Oktober und intelligente und Mehrzweck-Bomben für 1,3 Millionen US-Dollar im November zu erwerben, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete.

Die US-Administration von Präsident Barack Obama hat zudem zu Monatsbeginn einen weiteren Verkauf von Panzern, Maschinengewehren und anderer US-Militärausrüstung an Saudi-Arabien beantragt. Wie passt das zusammen... fragt man sich beim lesen der Agentur-Meldungen.


16.09.2016 - Was wäre wenn...

der Strom ausfällt?
die Wasserversorgung ausfällt?
die Gasversorgung nicht mehr gewährleistet ist?
die Supermärkte geschlossen bleiben?
die öffentliche Ordnung zusammenbricht?
die Netze, sprich Telefon und Internet ausfallen?
diese Ereignisse zusammen auftreten?

Würden Sie in solch einer Situation für sich und Ihre Familie sorgen können? Wie viele Tage würden Sie autark ohne das Haus oder die Wohnung verlassen zu müssen zurecht kommen? Haben Sie einen eigenen Notfallplan? Seien Sie ehrlich zu sich selbst und nehmen sich etwas Zeit um dieses Thema zu überdenken. Jetzt wird Ihnen klar dass weder Heizung, Licht, die Toilettenspülung, Internet oder Telefon funktionieren würden. Sie nur für höchstens 5 Tage Vorräte im Schrank hätten, auf Hilfe die so schnell nicht kommen kann warten und nicht wüssten wie es weiter geht… Und nur weil Sie sich auf das "sichere und stabile" System verlassen haben. Ein System das nach dem Just in Time Prinzip funktioniert. Ein System das mit Werten handelt die es gar nicht gibt.

Handeln Sie bevor es zu spät ist und den Schwierigkeiten erliegen oder glauben Sie ernsthaft daran dass die Behörden in solchen Krisen unverzüglich aus dem Stand heraus für jeden einzelnen sorgen kann. An Ausgabestellen für Lebensmittel könnte blankes Chaos herrschen... den Rest kann man sich ausmahlen. Sicher, die deutschen Behörden arbeiten in Ausnahmesituationen mit Notfallplänen. Real betrachtet: ob ein Plan wirklich funktioniert, sieht man erst in einer echten und komplexen Ausnahmesituation. Nicht umsonst werden Szenarien durchgespielt und Pläne nachgebessert.

Wasserfilter selbstbauen - Wasserverschmutzung durch Mensch, Tier und Industrie

Ein Mensch kann 28 Tage ohne Nahrung überleben. Jedoch, 3 Tage ohne Trinkwasser sind lebensgefährlich.

Im Wasser lauern viele Gefahren die für uns im schlimmsten Fall tödlich enden können. Verseuchung durch Fäkalien, Chemikalien, Bakterien, Viren und Protozoen sind leider die Regel. Trinkt man dieses Wasser unbehandelt kann man davon ausgehen das man schwere Magenkrämpfe und lang anhaltenden Durchfall bekommt. Man fühlt sich schwach und abgeschlagen und unter Umständen bekommt man  Fieber je nach Erreger. Durch den Durchfall tritt die Dehydrierung schneller voran. Verlassen wir nun Europa und bewegen uns in Tropischen Gefilden muss auch mit Parasiten z.B. mit Wurmparasiten und Blutegel gerechnet werden, die ebenfalls oft tödliche Krankheiten übertragen.

Haben wir Wasser gefunden muss es gefiltert werden, für diesen Zweck bauen wir uns einen Wasserfilter. Auch wenn ein Wasserfilter vorhanden ist, ist es oftmals Sinnvoll das Wasser mit solch einem Filter vor zu filtern um die Lebenserwartung  des Filters zu erhöhen. Für unseren Filter benötigen wir eine PET Flasche oder ein anderes Gefäß, Grass oder Stroh, Kies, Sand, Holzkohle und Stoff, Watte oder Moos.

Schicht für Schicht

Wir schneiden nun den Flaschenboden ab und füllen diese nach dem Schichtenprinzip. Es folgt eine Schicht nach der andern. Wir fangen zuerst mit der letzten Sicht unten am Flaschenhals an. Hier verwenden wir entweder Soff, Watte oder Moos. Darauf folgt die nächste Schicht aus Kohle die wir wiederum mit Soff, Watte oder Moos abdecken. Die Kohle sollte man vorher zu kleineren Stücken verarbeiten aber nicht zu klein. Jetzt folgt eine Schicht aus gewaschenem Sand der gut verdichtet werden muss. Wir drücken diesen gut fest in die Flasche und wiederholen diesen Vorgang mehrmals. Auf die Schicht aus Sand folgt eine weitere Schicht aus Kies, vorzugsweise aus feinem Kies. Abschließend kommt die letzte Schicht aus Grass oder Stroh das ebenfalls fest in die Flasche gedrückt wird. Wer möchte kann diese Schicht zusätzlich mit einem Stück Stoff abdecken.

Die richtige Wasserausbereitung

Grundsätzlich ist zu sagen das man Wasser zuerst Filtert auch mehrmals und anschließend abkocht. Sollte das Wasser mit Chemikalien verunreinigt sein hilft nur noch die Destillation. Nach der Fertigstellung unseres Filters können wir unser Wasser damit filtern, der nächste Schritt sollte sein das gefilterte Wasser für mindestens 1 Minute besser mehrere Minuten abzukochen. Das abkochen von Wasser ist in jedem Fall zu bevorzugen da dies die sicherste Methode ist.

Alternativ kann man das Wasser nach dem Filtern auch mit Wasseraufbereitung Tabletten oder Lösungen desinfizieren. Abenteuerliche Menschen können hierfür auch Bleiche oder Silber nehmen.  Ein weiterer Trick der in den Weiten des Internets rumgeistert ist die Wasserdesinfizierung mit UV Licht. Diese Methode eignet sich wenn überhaupt nur da wo eine starke Sonneneinstrahlung herrscht und sollte unserer Meinung nach nur im letzten Notfall genutzt werden da nur bis zu 70% der Keime und Bakterien getötet werden . Die Sonne muss hier mehrere Stunden > 6 .Std auf das Wasser einwirken damit die UVA Sonnenstrahlung das Wasser entkeimen kann.


23.09.2016 - Standorte der US-Streitkräfte in Deutschland - Mannstärke: rund 50.000

1.Ag Pub & Tng Aids Ctr, Frankfurt Main, US-Armee
2.Alvin York Vil Fam Hsg, Bad Nauheim, US-Armee
3.Amberg Fam Hsg, Amberg, US-Armee
4.Amelia Earhart Hotel, Wiesbaden, US-Armee
5.American Arms Hotel, Wiesbaden, US-Armee
6.Anderson Barracks, Dexheim, US-Armee
7.Ansbach, Ansbach, US-Armee
8.Argonner Kaserne, Hanau, US-Armee
9.Armstrong Barracks, Büdingen, US-Armee
10.Armstrong Village Fam Hsg, Büdingen, US-Armee
11.Artillery Kaserne, Garmisch, US-Armee
12.Aschaffenburg Fam Hsg, Aschaffenburg, US-Armee
13.Aschaffenburg Tng Areas, Aschaffenburg, US-Armee
14.Askren Manor Fam Hsg, Schweinfurt, US-Armee
15.Aukamm Hsg Area, Wiesbaden, US-Armee
16.Babenhausen Family Hsg, Babenhausen, US-Armee
17.Babenhausen Kaserne, Babenhausen, US-Armee
18.Bad Aibling Kaserne, Bad Aibling, US-Armee
19.Bad Kreuznach, Bad Kreuznach, US-Armee
20.Bad Kreuznach Fam Hsg, Bad Kreuznach, US-Armee
21.Bad Kreuznach Hospital, Bad Kreuznach, US-Armee
22.Bamberg, Bamberg, US-Armee
23.Bamberg Airfield, Bamberg, US-Armee
24.Bamberg Stor & Range Area, Bamberg, US-Armee
25.Bann Comm Station, Bann, US-Luftwaffe
26.Bann Communication Station No 2, Landstuhl, US-Luftwaffe
27.Barton Barracks, Ansbach, US-Armee
28.Baumholder, Baumholder, US-Armee
29.Baumholder Airfield, Baumholder, US-Armee
30.Baumholder Fam Hsg, Baumholder, US-Armee
31.Baumholder Hospital, Baumholder, US-Armee
32.Baumholdier Qm Area, Baumholder, US-Armee
33.Benjamin Franklin Vil Fam Hsg, Mannheim, US-Armee
34.Bensheim Maint & Supply Fac, Bensheim, US-Armee
35.Binsfeld Family Hsg Annex, Binsfeld, US-Luftwaffe
36.Birkenfeld Hsg Facilities, Baumholder, US-Armee
37.Bitburg Family Hsg Annex, Bitburg, US-Luftwaffe
38.Bitburg Storage Annex No 2, Bitburg, US-Luftwaffe
39.Bleidorn Fam Hsg, Ansbach, US-Armee
40.Boeblingen Fam Hsg, Stuttgart, US-Armee
41.Boeblingen Range, Stuttgart, US-Armee
42.Boeblingen Tng Area, Stuttgart, US-Armee
43.Breitenau Skeet Range, Garmisch, US-Armee
44.Breitenwald Tng Area, Landstuhl, US-Armee
45.Bremerhaven, Mannheim, US-Armee
46.Buechel Air Base, Büchel, US-Luftwaffe
47.Buedingen Ammo Area, Beudingen, US-Armee
48.Buedingen Army Heliport, Beudingen, US-Armee
49.Butzbach Tng Area & Range, Butzbach, US-Armee
50.Cambrai Fritsch Kaserne, Darmstadt, US-Armee
51.Camp Oppenheim Tng Area, Guntersblum, US-Armee
52.Campbell Barracks, Heidelberg, US-Armee
53.Campo Pond Tng Area, Hanau, US-Armee
54.Cardwell Village Fam Hsg, Hanau, US-Armee
55.Chiemsee Recreation Area, Bernau, US-Armee
56.Coleman Barracks, Mannheim, US-Armee
57.Coleman Village Fam Hsg, Gelnhausen, US-Armee
58.Community Fac Kaiserlautern E, Kaiserslautern, US-Armee
59.Conn Barracks, Schweinfurt, US-Armee
60.Crestview Hsg Area, Wiesbaden, US-Armee
61.Daenner Kaserne, Kaiserslautern, US-Armee
62.Daley Village Fam Hsg, Bad Kissingen, US-Armee
63.Darmstadt, Darmstadt, US-Armee
64.Darmstadt Training Center, Darmstadt, US-Armee
65.Dautphe Boy Scout Camp, Dautphe, US-Armee
66.Dexheim Fam Hsg, Dexheim, US-Armee
67.Dexheim Missile Fac, Dexheim, US-Armee
68.East Camp Grafenwoehr, Hof, US-Armee
69.Echterdingen Airfield, Stuttgart, US-Armee
70.Edingen Radio Receiver Fac, Heidelberg, US-Armee
71.Egelsbach Transmitter Fac, Langen, US-Armee
72.Einsiedlerhof Maintenance Anx, Einsiedlerhof, US-Luftwaffe
73.Einsiedlerhof Storage Annex, Einsiedlerhof, US-Luftwaffe
74.Einsiedlerkoepfe Training Anx, Kaiserslautern, US-Luftwaffe
75.Ernst Ludwig Kaserne, Darmstadt, US-Armee
76.Faulenberg Kaserne, US-Armee
77.Finthen Airfield, Mainz, US-Armee
78.Fintherlandstr Fam Hsg, Mainz, US-Armee
79.Fliegerhorst irfield Kaserne, Hanau, US-Armee
80.Flynn Fam Hsg & Tng Areas, Bamberg, US-Armee
81.Frankfurt AFN Sta, Frankfurt Main, US-Armee
82.Frankfurt Hospital, Frankfurt, US-Luftwaffe
83.Freihoelser Tng Area, Amberg, US-Armee
84.Friedrichsfeld Qm Service Ctr, Mannheim, US-Armee
85.Friedrichsfeld Stor Area, Mannheim, US-Armee
86.Funari Barracks, Mannheim, US-Armee
87.Garmisch Fam Hsg, Garmisch, US-Armee
88.Garmisch Golf Course, Garmisch, US-Armee
89.Garmisch Shopping Center, Garmisch, US-Armee
90.Gateway Gardens Family Hsg Annex, Frankfurt, US-Luftwaffe
91.Geilenkirchen Air Base Geilenkirchen, US-Luftwaffe
92.Gelnhausen, Gelnhausen, US-Armee
93.General Abrams Hotel & Disp, Garmisch, US-Armee
94.General Patton Hotel, Garmisch, US-Armee
95.General Von Steuben Hotel, Garmisch, US-Armee
96.George C Marshall Vil Fam Hsg, Giessen, US-Armee
97.George C. Marshall Kaserne, Bad Kreuznach, US-Armee
98.George Gershwin Fam Hsg, Wetzlar, US-Armee
99.Germersheim Army Depot, Germersheim, US-Armee
100.Giebelstadt Giebelstadt, US-Armee
101.Giebelstadt Army Airfield Würzburg, US-Armee
102.Giebelstadt DYA Camp, Würzburg, US-Armee
103.Giebelstadt TAC Def Fac, Würzburg, US-Armee
104.Giessen, Giessen, US-Armee
105.Giessen Community Facilities, Giessen, US-Armee
106.Giessen General Depot, Giessen, US-Armee
107.Grafenwoehr, US-Armee
108.Grafenwoehr Tng Area, Grafenwöhr, US-Armee
109.Griesheim Airfield, Darmstadt, US-Armee
110.Grossauheim Kaserne, Grossauheim, US-Armee
111.Gruenstadt AAFES Fac Ma, US-Armee
112.Gruenstadt Comm Sta Ma, US-Armee
113.Gut Husum Ammunition Storage Annex, Jever, US-Luftwaffe
114.Hainerberg Hsg and Shop Ctr, Wiesbaden, US-Armee
115.Hammonds Barracks, Heidelberg, US-Armee
116.Hanau, Hanau, US-Armee
117.Harvey Barracks, US-Armee
118.Hausberg Ski Area, Garmisch, US-Armee
119.Heidelberg, Heidelberg, US-Armee
120.Heidelberg Airfield, Heidelberg, US-Armee
121.Heidelberg Community Sup Ctr, Heidelberg, US-Armee
122.Heidelberg Golf Course, Heidelberg, US-Armee
123.Heidelberg Hospital, Heidelberg, US-Armee
124.Herforst Family Hsg Anx, Herforst, US-Luftwaffe
125.Hill 365 Radio Relay Fac, Kaiserslautern, US-Armee
126.Hochspeyer Ammo Stor Anx, Hochspeyer, US-Luftwaffe
127.Hoechst, US-Armee
128.Hohenfels, Hohenfels, US-Armee
129.Hohenfels Tng Area, Hohenfels, US-Armee
130.Hommertshausen Girl Scout Camp, Hommertshausen, US-Armee
31.Hoppstaedten Waterworks, Baumholder, US-Armee
132.Husterhoeh Communication Site, Pirmasens, US-Luftwaffe
133.Husterhoeh Kaserne, Pirmasens, US-Armee
134.Hutier Kaserne, Hanau, US-Armee
135.Idar Oberstein Fam Hsg, Baumholder, US-Armee
136.Illesheim, Illesheim, US-Armee
137.Jefferson Village Fam Hsg, Darmstadt, US-Armee
138.Jever Air Base, Jever, US-Luftwaffe
139.John F Dulles Village Fam Hsg, Giessen, US-Armee
140.Johnson Barracks, Nürnberg, US-Armee
141.Kaiserslautern, Kaiserslautern, US-Armee
142.Kaiserslautern Army Depot, Kaiserslautern, US-Armee
143.Kaiserslautern Equip Spt Ctr, Kaiserslautern, US-Armee
144.Kaiserslautern Fam Hsg Anx No 3, Kaiserslautern, US-Luftwaffe
145.Kapaun Administration Anx, Kaiserslautern, US-Luftwaffe
146.Kastel Hsg Area, Wiesbaden, US-Armee
147.Katterbach Kaserne, Ansbach, US-Armee
148.Kefurt & Craig Village Fam Hsg, Stuttgart, US-Armee
149.Kelley Barracks-Ger-GE44E, Darmstadt, US-Armee
150.Kelley Barracks-Ger-GE44F, Stuttgart, US-Armee
151.Kilbourne Kaserne, Heidelberg, US-Armee
152.Kitzingen, US-Armee
153.Kitzingen Family Hsg, Kitzingen, US-Armee
154.Kitzingen Tng Areas, Kitzingen, US-Armee
155.Kleber Kaserne, Kaiserslautern, US-Armee
156.Kornwestheim Golf Course, Stuttgart, US-Armee
157.Lampertheim Tng Area, Viernheim, US-Armee
158.Landstuhl Family Hsg Annex O3, Landstuhl, US-Luftwaffe
159.Landstuhl Heliport, Landstuhl, US-Armee
160.Landstuhl Hospital, Landstuhl, US-Armee
161.Landstuhl Maintenance Site, Ramstein, US-Luftwaffe
162.Langen Terrace Fam Hsg Area, Langen, US-Armee
163.Langerkopf Rad Rel Site, Leimen, US-Luftwaffe
164.Larson Barracks, Kitzingen, US-Armee
165.Ledward Barracks, Schweinfurt, US-Armee
166.Leighton Barracks, US-Armee
167.Lincoln Village Fam Hsg, Darmstadt, US-Armee
168.Mainz, Mainz, US-Armee
169.Mainz-Kastel Station, Wiesbaden, US-Armee
170.Mannheim, Mannheim, US-Armee
171.Mannheim Class III Point, Mannheim, US-Armee
172.Mark Twain Village Fam Hsg, Heidelberg, US-Armee
173.McArthur Place Fam Hsg, Friedberg, US-Armee
174.McCully Barracks, Mainz, US-Armee
175.Messel Small Arms Range, Darmstadt, US-Armee
176.Miesau, Miesau, US-Armee
177.Miesau Ammo Depot, Miesau, US-Armee
178.Moehringen Fam Hsg, Stuttgart, US-Armee
179.Nathan Hale Qm Area, Darmstadt, US-Armee
180.Neubruecke, Neubrücke, US-Armee
181.Neubruecke Hospital, Baumholder, US-Armee
182.New Argonner Fam Hsg, Hanau, US-Armee
183.Oberdachstetten Tng Area, Ansbach, US-Armee
184.Oberweis Annex, Oberweis, US-Luftwaffe
185.Oftersheim Small Arms Range, Heidelberg, US-Armee
186.Panzer Kaserne-Ger-GE642, Kaiserslautern, US-Armee
187.Panzer Kaserne-Ger-GE643, Stuttgart, US-Armee
188.Patch Barracks, Stuttgart, US-Armee
189.Patrick Henry Village Fam Hsg, Heidelberg, US-Armee
190.Patton Barracks, Heidelberg, US-Armee
191.Pendleton Barracks, Giessen, US-Armee
192.Pfeffelbach Waterworks, Baumholder, US-Armee
193.Pioneer Kaserne, Hanau, US-Armee
194.Pioneer Village Fam Hsg, Hanau, US-Armee
195.Pond Barracks, Amberg, US-Armee
196.Pruem Air Station, Prüm, US-Luftwaffe
197.Pulaski Barracks, Kaiserslautern, US-Armee
198.Quirnheim Missile Sta Ma, US-Armee
199.Ramstein Air Base, Landstuhl, US-Luftwaffe
200.Ramstein Storage Annex, US-Luftwaffe
201.Ray Barracks, Friedberg, US-Armee
202.Regensburg Fam Hsg, Regensburg, US-Armee
203.Rhein Main AB, Frankfurt, US-Armee
204.Rhein Main Air Base, Frankfurt, US-Luftwaffe
205.Rheinau Coal Pt D-1, Mannheim, US-Armee
206.Rheinblick Rec Annex, Wiesbaden, US-Armee
207.Rhine Ordnance Barracks, Kaiserslautern, US-Armee
208.Robinson Barracks, Stuttgart, US-Armee
209.Robinson-Grenadier Fam Hsg, Stuttgart, US-Armee
210.Roman Way Village Fam Hsg, Butzbach, US-Armee
211.Rose Barracks, Bad Kreuznach, US-Armee
212.Rottershausen Ammo Stor Area, Schweinfurt, US-Armee
213.Sambach AFN Fac, Sambach, US-Armee
214.Schweinfurt, Schweinfurt, US-Armee
215.Schweinfurt Tng Areas, Schweinfurt, US-Armee
216.Schwetzingen Training Area, Heidelberg, US-Armee
217.Sembach Admin Annex (Wing HQ), Wartenberg, US-Luftwaffe
218.Sheridan Barracks, Garmisch, US-Armee
219.Shipton Kaserne, Ansbach, US-Armee
220.Siegenburg Air Range, Mühlausen, US-Luftwaffe
221.Smith Barracks, Baumholder, US-Armee
222.South Camp Vilseck, Vilseck, US-Armee
223.Spangdahlem Air Base, Spangdahlem, US-Luftwaffe
224.Speicher Family Hsg Anx, Speicher, US-Luftwaffe
225.Spinelli Barracks, Mannheim, US-Armee
226.St Barbara Village Fam Hsg, Darmstadt, US-Armee
227.Stem Kaserne, Heidelberg, US-Armee
228.Steuben & Weicht Vil Fam Hsg, Stuttgart, US-Armee
229.Storck Barracks Bad, Windsheim, US-Armee
230.Strassburg Kaserne, Baumholder, US-Armee
231.Stuttgart Dependent School, Stuttgart, US-Armee
232.Sullivan Barracks, Mannheim, US-Armee
233.Sulzheim Tng Area, Schweinfurt, US-Armee
234.Taylor Barracks, Mannheim, US-Armee
235.Tiergarten Tng Area, Hanau, US-Armee
236.Tompkin Barracks, Heidelberg, US-Armee
237.Turley Barracks, Mannheim, US-Armee
238.Vilseck, Vilseck, US-Armee
239.Vogelweh Family Hsg Annex, Kaiserslautern, US-Luftwaffe
240.Wackernhm-Schwabenwaeldchen Ta, Mainz, US-Armee
241.Warner Barracks, Bamberg, US-Armee
242.Warner Barracks Fam Hsg, Bamberg, US-Armee
243.Weisskirchen AFN Trans Fac, Weisskirchen, US-Armee
244.Wetzel Fam Hsg, Baumholder, US-Armee
245.Wetzel Kaserne, Baumholder, US-Armee
246.Wiesbaden Army Airfield, Wiesbaden, US-Armee
247.Wiesbaden Small Arms Range, Wiesbaden, US-Armee
248.Wolfgang Kaserne, Hanau, US-Armee
249.Wuerzburg, Würzburg, US-Armee
250.Wuerzburg Hospital, Würzburg, US-Armee
251.Wuerzburg Tng Areas, Würzburg, US-Armee
252.Yorkhof Kaserne, Hanau, US-Armee


01.11.2016 - Generation Doof: 40 Fertigkeiten, von denen unsere Jugend keine Ahnung hat
(Buchtipp zum Thema: Generation Doof von Stefan Bonner und Anne Weiss)

Die im Folgenden aufgelisteten Fähigkeiten sind an »Generation Schneeflocke« irgendwie vorbeigegangen. Das kann passieren, wenn eine ganze Gesellschaft aus Lehrern, Eltern und eine rückgratlose Allgemeinheit jungen Leuten erzählt, wie »toll« und »fantastisch« sie seien, selbst wenn sie eher mickrig und ahnungslos sind.

Denken Sie, während Sie das lesen, daran, dass die Millennials, Jugendliche, die nach dem Millenium zur Welt gekommen sind, nur ein einziges Ereignis davon entfernt sind, durch irgendeine Störung (einen Stromausfall, eine Naturkatastrophe etc.) im Zuge der natürlichen Selektion aus dem menschlichen Genpool geworfen zu werden.

FAKTEN-CHECK: Klingeln Sie beim nächsten Ihnen bekannten Jugendlichen und bitten ihn, irgendetwas aus dieser Liste auszuführen.

Wenn Sie einen finden, der diese Dinge tatsächlich kann, sind Sie wohl aus Versehen auf ein Pfadfindertreffen geraten. Denn der Rest unserer heutigen Jugendlichen ist völlig ahnungslos!Lesen Sie dies und weinen Sie um die Zukunft der Menschheit…

40 Dinge, von denen unsere mitleiderregenden Millennials keine Ahnung haben

    Einen Samen in die Erde setzen und eine essbare Pflanze daraus ziehen.
    Einen Fahrradreifen wechseln.
    Einen Bleistift spitzen ohne Spitzer.
    Irgendeinen Baum oder einen Vogel in der echten Welt benennen.
    Den Ölstand in einem Motor prüfen.
    Einen einzigen Stern am Nachthimmel benennen.
    Eine durchgebrannte Sicherung erneuern (oder auch nur eine herausgesprungene Sicherung zurücksetzen).
    Mithilfe einer Straßenkarte aus Papier navigieren, ohne das GPS zu benützen.
    Gegen einen Punchingball boxen, ohne sich die zarten, schwachen Fäustchen zu verletzen.
    Einen Gartenschlauch reparieren, statt den kaputten wegzuwerfen und einen neuen zu kaufen.
    Eine Blutung mit einem Druckverband stoppen.
    Mit der Handsäge ein Stück Holz in einer geraden Linie durchsägen.
    Einen 20 Kilogramm schweren Futtersack über der Schulter 50 Meter weit tragen.
    Eine echte Mahlzeit kochen, ohne Instant- und Mikrowellenprodukte.
    Ein Lagerfeuer anzünden, sogar mit Feuerzeug.
    Ein Messer mit einem Messerschleifer schärfen.
    Im Wald aus Materialien vor Ort einen Unterstand bauen.
    Einen Wagenheber benutzen, ohne das Auto zu zerschrammen.
    Für den Kaminofen Holz hacken.
    Bei einem elektrischen Gerät den Schutzschalter finden und bedienen, damit wieder Strom fließt.
    Wäsche auf der Wäscheleine aufhängen.
    Einen Knopf annähen.
    Die Isolierung von einem Kupferdraht entfernen.
    Ein Seil sicher an irgendetwas festbinden.
    15 Prozent Trinkgeld im Kopf ausrechnen.
    Aus irgendwas eine Schiene für ein gebrochenes Bein herstellen.
    Eine Glühbirne wechseln.

Und in Sachen fortgeschrittenere Fähigkeiten haben die Millennials natürlich erst recht keine Ahnung:

    Einen Fisch fangen.
    In einem landwirtschaftlichen Gerät den Hydraulikschlauch austauschen.
    Irgendein Lebensmitteletikett lesen und verstehen.
    Wasser mithilfe einer Plastikflasche und Sonnenlicht reinigen.
    Aus Kohle und Sand einen Wasserfilter herstellen.
    Einen Papierflieger basteln.
    Aus Alufolie einen behelfsmäßigen Trichter machen.
    Einen abgestorbenen Baum mit einer Axt fällen.
    Einen Kompass richtig lesen.
    Einen festsitzenden Gurt durchschneiden, um aus dem brennenden Wagen zu entkommen.
    Ein Kanu mit dem Paddel in eine bestimmte Richtung lenken.
    Eine Dose ohne jede Elektrizität öffnen.
    Benzin aus einem Autotank saugen.

Beantworten Sie nun ganz ehrlich folgende Frage: Wie sollen unsere Millennials, von denen die allermeisten absolut nichts über die reale Welt wissen und keine Echte-Welt-Fertigkeiten haben, die nächste große Katastrophe überleben? Draußen in der realen Welt bewegen sie sich nur noch, wenn sie Pokémon Go spielen (und dabei von Klippen stürzen oder vor Autos stolpern).

10.11.2016 - Donald Trump wurde gestern zum 45. Präsidenten der USA gewählt

Anmerkungen: Sicher wird man schauen, welche Künstler und Personen in der Öffentlichkeit jetzt ihre Versprechen wahr machen und das Land wirklich verlassen. Haben es manche doch im Falle eines Wahlsieges von Trump hoch und heilig versprochen. Nur schade für sie, das ihre Millionen Vermögen im Land bleiben müssen. Mit Hurra Hillary aufs falsche Pferd gesetzt und jetzt die Hosen runtergelassen. Wie dumm auch ....

Und unsere Medien: Dem Bürger müssen laut Mediengesetz die Wahlen in den USA sachlich dargelegt werden, aber man hat uns Deutschen stattdessen systematisch mit irrelevantem Geschwätz über Trumps angeblichem Rassismus und Sexismus für dumm verkauft. Und nun das. Einen Populisten haben sie Donald Trump genannt, einen "Rattenfänger," einen Verräter, einen quotengeilen Narzissten, und Demagogen, paranoid, eine "bizarre Gestalt, die ihrer Wählerschaft ein diabolischdemagogisches Versprechen macht," kein Schimpfwort im Buch hatten sie ausgelassen, und selbst vor dem Hitler-Vergleich sind sie nicht zurückgeschreckt. Ach, wie dumm für die Verantwortlichen in den Redaktionsstuben... die uns jetzt erklären müssen, warum der neue amerikanische Präsident gut für die USA und für uns Deutsche ist.

Hoffnung: Trump wird sich - diese Hoffnung ist mehr als berechtigt - als pragmatischer Präsident erweisen, dessen größter Feind das eigene Establishment sein wird. Es besteht die Hoffnung, das sich die USA, China und Russland wieder einander annähren und sich die Verhältnisse verbessern, und das im Interesse aller Menschen.


22.11.2016 - Was ist nun mit der so eindringlich vorhergesagten Klimakatastrophe?

Eines ist Gewiss: Im Mittelalter wurde auf Grönland Wein angebaut! Daher der Name Grünland.

Im Jahr 1975 trat man mit voller Absicht eine wissenschaftlich unbegründete Angstkampagne los, in der fälschlicherweise behauptet wurde, anthropogene, also vom Menschen zu verantwortende Emissionen von Kohlenstoffdioxid (CO2) zerstörten das weltweite Klima. Seither suchen die Vereinten Nationen (etwa über den sogenanten »Weltklimarat«, zahllose Nichtregierungsorganisationen und viele Regierungen nach Mitteln und Wegen, den Anteil der »anthropogenen« CO2-Emissionen zu verringern.

Anfänglich bezeichnete man die angeblichen negativen Auswirkungen auf das Weltklima als »globale Erwärmung«. Aber als dann die gemessenen Temperaturen zu sinken begannen, änderten die Sponsoren dieses gigantischen Wissenschaftsschwindels die Bezeichnung flugs in »allgemeinen Klimawandel«. Zum Glück für das zukünftige Leben auf unserem Planeten ist die Angstkampagne zum großen Teil gescheitert. Eine vor Kurzem veröffentlichte Studie der amerikanischen Weltraumbehörde NASA zu den weltweiten Auswirkungen von CO2 seit den 1980er-Jahren verweist auf eine Rückkehr der Diskussion auf den Boden wissenschaftlicher Prinzipien und Vernunft.


Im Jahr 1982 sammelte und begutachtete Dr. Bruce A. Kimball, ein Pflanzenphysiologe der Forschungsabteilung des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums, im Rahmen einer Metastudie die Ergebnisse fast aller bisher vorliegenden Untersuchungen zu den Auswirkungen einer höheren CO2-Konzentration auf das Pflanzenwachstum und landwirtschaftliche Erträge. Er entdeckte, dass eine überwältigende Mehrheit der Studien eine überaus positive Wirkung einer Anreicherung von CO2 auf die Erträge feststellte. Von 437 entsprechenden Einzeluntersuchungen fanden sich lediglich bei 39 Studien geringere Erträge als bei den jeweiligen Kontrollgruppen.

Man bemerke: Untergangspropheten wie Bill Gates, Al Gore und Dr. Vaillant haben eines gemeinsam. Sie können keine fundierten wissentschaftliche Erkenntnisse vorweisen.

Jeder Landwirt und jeder Bierbrauer weiß auf Grund beruflicher Erfahrungen, das CO2 hält sich am Boden auf. Ganz oben in der Athmosphäre gibt es kein CO2, welches das Wetter beeinflussen könnte.

Warum tut man das? - Mit Angst und Lügen lässt sich wunderbar Profit machen. So wurden hunderttausende Wohnhäuser in Deutschland auf Grund falscher Fakten kaputt saniert. Firmen bieten inzwischen Dienste zur Sanierung von "sanierten" Immobilien an. Man denke da an klimaschützende, giftig rauchende Dämmstoffplatten. Als Brandbeschleuniger und als Sondermüll muss das alles eines Tages sehr teuer entsorgt werden. Heute konnte man in der Zeitung von 4000 Euro je Tonne lesen.

 

30.11.2016 - Umfrageergebnisse lassen aufschrecken

Eine YouGov-Umfrage vom 24. Oktober 2016 kommt zu dem Ergebnis, dass 68 Prozent der Deutschen glauben, die Sicherheitslage in ihrem Land habe sich in den letzten Jahren verschlechtert. Ebenfalls 68 Prozent der Teilnehmer gaben an, sie fürchteten an Eisenbahn- und U-Bahn-Stationen um Leben und Besitz, 63 Prozent fühlen sich bei großen öffentlichen Veranstaltungen unsicher.

 

06.12.2016 - Der Mordfall an der 19-jährigen Medizinstudentin und Flüchtlingshelferin Maria Ladenburger erschüttert nicht nur die Menschen in Freiburg, sondern bringt Bestürzung über ganz Deutschland.

Eine junge Studentin wird Opfer eines 17 Jahre jungen Afghanen. Während Hergang und Umstand der grausamen Tat durch Polizei und Justiz akribisch ermittelt werden, sollte etwas nicht urerwähnt bleiben:

Nachdem am vergangenen Samstag die Ergreifung des Mörders und Vergewaltigers der 19-jährigen Medizinstudentin Maria Ladenburger durch die Freiburger Polizei bekannt gegeben wurde, versammelten sich am Sonntag gegen 16 Uhr durch einen Aufruf in den sozialen Medien auf dem Münsterplatz in Freiburg rund 20 bis 30 besorgte Bürger zu einer spontanen Kundgebung und Mahnwache zum Gedenken an das zu tode gequälte deutsche Mädchen. Die verängstigten Bürger mussten durch die Polizei vor einer "Übermacht" von etwa 200 "Gegen-Demonstranten" der ANTIFA beschützt werden. Im Polizeibericht wurde von einer "als unfriedlich eingestuften" Stimmung berichtet.

Auf den Punkt brachte es dieser Tage Rainer Wendt, Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft. Der langjährige Ermittlungsbeamte sagte: "Dieses und viele andere Opfer würde es nicht geben, wäre unser Land auf die Gefahren vorbereitet gewesen, die mit massenhafter Zuwanderung immer verbunden sind. Und während Angehörige trauern und Opfer unsägliches Leid erfahren, schweigen andere. Kein Wort des Mitgefühls, nirgends Selbstzweifel, nur arrogantes Beharren auf der eigenen edlen Gesinnung. Die grausame Seite dieser Entwicklung wird abgewälzt auf die Opfer und auf eine seit Jahren kaputt gesparte Polizei und Justiz. Und so wachsen die Gefahren für unser Land beständig."


16.12.2016 - Warum Erdgas statt Öl den 3. Weltkrieg entfachen könnte

(beeindruckende geopolitische Analyse eines anonymen vermutlich englischesprachingen Autors aus dem Jahr 2016)

Die Quellen sind Iran und Saudi-Arabien, der Grund besteht in geopolitischen Übereinkünften zwischen Alliierten dieser beiden Länder und die Opfer sind Türkei, Syrien und der Nahe Osten - und wenn es so weitergeht, die ganze Welt. Der Konflikt dreht sich fast ausschließlich um die Erdgas-Pipelines, die in der Lage sind, die EU mit 23,3% ihres gesamten Energiebedarfs zu versorgen - mit einem Wert von über 50 Milliarden Dollar jährlich für die Exporteure.

Der Hauptlieferant des europäischen Gases ist Russland. In letzter Zeit ist Russlands Anteil an Erdgasimporten in die 28 Mitgliedsstaaten der EU zwischen 2003 und 2010 von 44,1% auf 29,5% zurückgegangen, aber diese Entwicklung kehrte sich danach um, mit Zunahmen bis zu einem Anteil von 39,0% im Jahre 2013.

Zwei neue Öl-Pipelines, die noch fertiggestellt werden müssen, sind potenziell dazu in der Lage, zu einem Bruchteil der heutigen Kosten Erdgas von den Quellen am Persischen Golfs direkt bis nach Europa zu liefern. Folglich kommt das Gas aus einem unterhalb des Persischen Golfs gelegenen Gebiet, das zugleich das weltweit größte bekannte Erdgasvorkommen darstellt. Es heißt, dass Katar Anspruch auf zwei Drittel der Vorkommen erhebt, während Iran das übrige Drittel kontrolliert.

Damit man die Bedeutung davon richtig versteht, muss man über die beteiligten Partner Bescheid wissen. Auf einer Seite gibt es Iran, Russland und China - die gegenseitige Verteidigungspakte miteinander abgeschlossen haben. Auf der anderen Seite gibt es Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Staaten. Während sie einen starken militärischen Partner Saudi-Arabiens darstellen, führen die Vereinigten Staaten zusätzlich auch die NATO an.

Die fraglichen Pipelines sind auch bekannt als die "Katar-Türkei-Pipeline" und die "Iran-Pipeline". Die Katar-Türkei-Linie verläuft von Katar nach Saudi-Arabien, Jordanien, zur Türkei, nach Syrien und endet schließlich in Europa. Die Iran-Linie verläuft von Iran nach Irak über Syrien, bevor sie unter dem Meer weitergeht und in Griechenland aufhört. Beachten Sie, dass diese beiden konkurrierenden Linien nur eine einzige gemeinsame Verbindung miteinander teilen: Syrien. Es ist daher ziemlich simpel, dass das Land im Zentrum konkurrierender Interessen steht und der Grund dafür ist, warum der "syrische Bürgerkrieg" von zwei Seiten finanziert bzw. vorangetrieben wird.

Die Katar-Pipeline, die großteils von Saudi-Arabien unterstützt wird, wurde 2009 vorgeschlagen. Nachdem allerdings die beteiligten Länder Bashar al-Assad um seine Erlaubnis gebeten haben, das letzte Glied der Pipeline durch sein Land zu verlegen, verweigerte Assad dies, um die Interessen seines russischen Verbündeten zu schützen, welcher der Hauptlieferant von Erdgas nach Europa ist.

Ein Jahr später, im Jahre 2010, kündigte Iran mit voller Unterstützung Russlands und im Besitz von einem Drittel des Erdgasanteils Pläne für eine neue eigene Pipeline an. Im Unterschied zur Katar-Pipeline wurde die Iran-Pipeline von Assad unterstützt, indem er ihren Verlauf durch sein Land genehmigte. Ein weiteres Jahr danach, brach 2011 der syrische Bürgerkrieg aus. Halten Sie das etwa für Zufall?

Die iranische Pipeline sollte dieses Jahr (2016) fertig sein, aber wegen des anhaltenden Bürgerkriegs und Truppenbewegungen von Rebellen in der Region, kam der Fortschritt der Pipeline zum Erliegen. Wie nicht anders zu erwarten, soll Saudi-Arabien die Hauptfinanzquelle für diese Rebellen sein - indem sie allein zwischen 2011 und 2013 mit drei Milliarden Dollar versorgt wurden. Die Vereinigten Staaten, ein Verbündeter Saudi-Arabiens, haben sich ebenfalls dafür ausgesprochen, die syrischen Rebellen zu unterstützen. Andererseits ist Russland ein starker Unterstützer Assads und hat seine Armee in dem Land stationiert, um seine Präsidentschaft zu verteidigen und sicherzustellen, dass er kein weiteres Territorium verliert und die zukünftigen Interessen Russlands in der Region schützt.

So stellt sich uns heute der Konflikt dar, der ironischerweise als syrischer Bürgerkrieg bezeichnet wird, dabei wird er im Wesentlichen von zahlreichen außenstehenden Ländern finanziert - Iran, Russland, Saudi-Arabien und den Vereinigten Staaten. In Wahrheit handelt es somit um nichts anderes als einen Stellvertreterkrieg, der sich nur durch die Tatsache von der Situation im Yemen unterscheidet, dass er sich um den Fluss von Erdgasquellen nach Europa dreht.

Russland/Iran stehen weiterhin hinter Assad und den syrischen Nationalisten, während die Vereinigten Staaten/Saudi-Arabien weiterhin die Rebellen unterstützen. Die siegreiche Seite wird die zweitgrößte Energiequelle für Hunderte von Millionen Menschen in ganz Europa kontrollieren - mit jahrzehntelang anhaltenden Gewinnen im Wert von mehreren hundert Milliarden oder Billionen Dollar.

Es ist ein Konflikt mit viel weitreichenderen Konsequenzen, als viele Leute wahrhaben wollen, indem auch Polen und Rumänien davon betroffen sind, die als NATO-Mitgliedsstaaten durch die Vereinigten Staaten finanziert, als Bedrohung Russlands aufgebaut werden. Mit der sich im Niedergang befindlichen amerikanischen Wirtschaft und mit Schulden belastet, haben Russlands Partner Iran und China die Sanktionen aufgehoben und diese Länder haben zu ihrem eigenen Vorteil neue Handelsbeziehungen miteinander geknüpft.

Man kann dies auch feststellen in Yemen, wo sich Saudi-Arabien und Iran indirekt miteinander in einen Stellvertreterkrieg verwickeln, indem sie die Yemeniten als Schachfiguren benutzen. Man sieht es auch im Südchinesischen Meer, wo China weiterhin vorrückt und, sehr zum Ärgernis von US-Truppen, Inseln militarisiert. Man sieht es in der Ostsee, wo die Vereinigten Staaten andauernd mit Spionageflugzeugen Richtung russische Grenze fliegen, was Russland mit simulierten Bombenangriffsflügen von US-Flugzeugträgern kontert. Jeder internationale Zwischenfall auf der Welt steht in direktem Zusammenhang mit den internationalen Konflikten zwischen all den hier erwähnten Ländern; es ist ein globaler Kalter Krieg.

Obwohl die einzigen richtigen "Kampfhandlungen" in Syrien und Yemen stattfinden, verkompliziert der Verteidigungspakt zwischen Nationalstaaten und ihren Verbündeten die gepopolitische Lage rund um die ganze Welt - was unmittelbar zu all den Ereignissen führt, die wir nun überall auf der Welt beobachten.

Ein Angriff auf Iran ist ein Angriff auf Russland und China - und umgekehrt. Ein Angriff auf Saudi-Arabien ist ein Angriff gegen die Vereinigten Staaten, was wiederum ein Angriff gegen die NATO ist - und umgekehrt. Darum benutzen diese globalen Eliten Schachfiguren wie Syrien und Yemen und ökonomische Übereinküfte, um sich gegenseitig zu "bekämpfen", anstatt sich einander direkt anzugreifen. Es ist ein gefährliches Pokerspiel, das die Führer der Welt nun miteinander spielen, während als Ergebnis davon jedes Jahr andauernd Hunderttausende unschuldiger Leute auf der ganzen Welt sterben - nur deswegen, weil die Staaten von fossilen Brennstoffen abhängig sind und von den Einnahmen profitieren wollen.

Es ist wirklich die Schande unserer Zeit…


08.02.2017 - Zitat Friedrich Nietzsche (1844-1900):
"Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn verleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten als den Andersdenkenden."


21.02.2017 - Moderne Seelenzerstörung: Psychische Erkrankung auf dem Vormarsch - Beitrag von Esmiralda Sturm gefunden im Internet

Die Medien, sei es TV, Radio oder Printmedien, überhäufen uns im Durchschnitt bis zu 80 % mit Negativnachrichten. Wir erfahren über die erschreckende Zunahme zwischenmenschlicher Gewalt, sei es im tagtäglichen Leben, an den Schulen oder die Zunahme terroristischer Anschläge, auch in unserem Land.

Hinzu kommt noch unsere ganz persönliche Situation, auch im finanziellen Bereich, Angst um den Arbeitsplatz oder gar keinen zu haben und Sozialleistungsbezieher zu werden. Oftmals hat dann der Monat mehr Tage als wir Geld auf dem Konto haben.

Die sich fortsetzende Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge, die hohe Inflationsrate, die Verteuerung der Lebensmittel, der stetige Anstieg der Mietpreise, die schlechte Stimmung am Arbeitsplatz und auch der entwürdigende Gang zum Jobcenter oder Sozialamt tun ihr übriges, um die Menschen in eine psychische Schieflage zu bringen.

Unsicherheit, Stress und Frustration nagen an uns wie eine kleine Maus und das Angstloch, in welches wir fallen, wird immer größer und immer dunkler. Bei manchen von uns entlädt es sich in unsozialem Verhalten, bei manchen in extremer Gewalt - alles Formen hochgradiger Hilflosigkeit, Unzufriedenheit und Überforderung.

Die weltweite Zunahme psychischer Krankheiten hat sich schon lange auch in Deutschland manifestiert. Belegt wird dies durch einen rasanten, fast explosionsartigen nachweislichen Anstieg dieser Erkrankungen.

Die größte deutsche Krankenkasse, die Barmer GEK, hatte schon in ihrem Krankenkassenreport »Krankenhaus 2011« darauf hingewiesen, dass die psychischen Erkrankungen deutschlandweit im Ansteigen sind und im Jahr 2010 mehr als doppelt so viele Patienten mit psychischen Störungen im Krankenhaus behandelt werden mussten als noch im Jahr 2000.

Für die Auswertung analysierte damals die BARMER GEK die Daten mehrerer Millionen Versicherter aus dem Jahr 2010. Die aktuellen Auswertungen des Krankenkassenreports der Barmer GEK 2011 zeigten auf, dass sich die Zahl der psychisch Erkrankten in den letzten 20 Jahren um 129 Prozent erhöht hat. 1990 mussten nur ca. 3,7 von 1.000 Patienten wegen seelischer Störungen, zum Beispiel wegen eines Burnout-Syndroms in einer Klinik behandelt werden. Im Jahr 2010 waren es bereits 8,5 von 1.000 Patienten. Von 2000 bis 2010 stieg die Zahl der Erkrankten um 117 Prozent. Der stellvertretende Vorstandvorsitzende der Barmer GEK Rolf-Ulrich Schlenker sagte, dass psychische Störungen eine neue, aber verdeckte Volkskrankheit sind.

Und wie sieht es heute aus? Nicht viel besser, im Gegenteil!

Das wissenschaftliche Institut der AOK WIdO schreibt in seinem Fehlzeiten-Report 2016:

"Auch die Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen haben weiter zugenommen. Zwischenzeitlich geht jeder zehnte Fehltag (10,5 Prozent) auf diese Erkrankungsart zurück. Im Durchschnitt fehlte ein AOK-Mitglied im Betrieb 2,8 Tage aufgrund einer psychischen Erkrankung und damit 0,1 Tage mehr als noch im Jahr 2014. Seit 2004 nahmen die Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen damit um knapp 72 Prozent zu. Auffällig sind insbesondere die Ausfallzeiten bei psychischen Erkrankungen, die 2015 mit im Schnitt 25,6 Tagen je Fall mehr als doppelt so lange dauerten wie der Durchschnitt mit 11,6 Tagen."

Die Barmer GEK veröffentlichte im Sommer 2015 eine Studie zur Zunahme von psychischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Die Auswertung der Daten für den Zeitraum 2011 bis 2014 ergab ein drastisch tragisches Bild.

2011 wurden bei 2098 Kindern Angststörungen diagnostiziert und 2013 waren es immerhin schon 3009 Kinder, die daran erkrankt waren. Bei Depressionen und Ess- und Schlafstörungen ist ein ähnlicher prozentualer Anstieg zu verzeichnen. Am meisten auffällig waren Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren. Die Barmer GEK wertet diese Zahlen als ein Alarmsignal. Der Anstieg psychischer Erkrankungen unserer Kinder und Jugendlichen ist ein Ausdruck ihrer inneren Not, ihrer Hilflosigkeit gegenüber dem Elterhaus, der Schule und der Gesellschaft insgesamt.

Es sind stumme Hilfeschreie, ein SOS-Ruf an ihre Eltern, Lehrer und ja auch an die Mitglieder der Bundesregierung und an jeden einzelnen von uns. Diese Kinder leiden und das stumm!

Und nun ein Beispiel einer außergewöhnlicher psychischer Belastung Betroffener aus meinen Sozialsprechstunden aus 2011:

Eine junge hochschwangere Frau, 25 Jahre hat 3 Wochen vor Geburtstermin ihres Kindes noch keine Zusage vom Jobcenter für die Erstausstattung des Babys und den Umzug in eine eigene Wohnung verbunden mit der Erstausstattung für die Wohnung. Das Telefon im Büro läuft heiß. Sie kann zum Jobcenter fahren, sich die Umzugsbestätigung abholen. Nach einer Stunde ist sie wieder bei mir im Büro. Erstausstattung für Kind und Wohnung darf sie nur gebraucht kaufen und muss jeweils immer ein Kostenangebot beim Jobcenter abgeben. Die Frau ist völlig aufgelöst, fast am Ende ihrer Kraft. Einen Kinderwagen aus einer Spende habe ich noch im Hinterzimmer. Die werdende Mutti fällt mir um den Hals, weint, ist fassungslos, erleichtert.

Das Telefon im Büro läuft wieder heiß nach einer Woche, die Genehmigungen der Kostenangebote sind noch nicht erfolgt. Wir bekommen es hin, es geht auch so. Drei Tage vor Geburtsbeginn ist die Wohnung fertig eingerichtet, Babyerstausstattung vorhanden und die werdende Mutti körperlich und psychisch am Ende ihrer Kraft. Das waren sicher nicht die letzten Probleme in ihrer finanziell angespannten Lebenslage. Und wie wird ein ungeborenes Kind die psychischen Schläge, die es doch schon spürt, verarbeiten, wenn es geboren wurde?

Die Brutalität der Gesellschaft nimmt zu, die seelische Verkümmerung und Verwahrlosung einer breiten Masse wird von der Gesellschaft, von Politikern, Ämtern und Institutionen geduldet und in Kauf genommen.

Die Menschen schreien oft stumm, sie ziehen sich lieber in sich, ins Private zurück. Vielen Menschen geht es psychisch schlechter als je zu vor und dennoch gibt nur Protestverhalten und kaum Interesse eines gesellschaftlichen Diskurses für eine bessere Gesellschaft. Es ist schon im großen Maß Lethargie, bei großem Leidensdruck vieler Menschen.

Wir brauchen eine neue, menschliche und ökologische Art des Lebens und Wirtschaftens. Wir brauchen eine Gesellschaft, in welcher die Menschen im Mittelpunkt stehen!



21.02.2017 - Schwere Ausschreitungen in Frankreich und Schweden

Frankreich: In Frankreichs Banlieues, den hässlichen Beton-Vororten, eskaliert derzeit die Gewalt. Seit Mittwochabend nähern sich die Krawallzüge aber auch dem Pariser Zentrum.

Insgesamt 20 Pariser Bezirke wurden in den letzten Tagen attackiert, der Schaden geht in Millionenhöhe. Autos brennen, Geschäfte und Banken werden geplündert. Aber inzwischen ziehen auch Randalierer in Nantes (Bretagne), Lilles und Rouen nach. Unter den Jugendlichen befinden sich zahlreiche Migranten. Allahu-Akbar-Rufe tönen durch die Straßen. Die Einwohner der Vororte wurden aufgefordert, das Haus nicht zu verlassen.

Jüngst lieferten sich ca. 400 Demonstranten eine Straßenschlacht mit der Polizei im Pariser Montmartre-Viertel. Die Demonstranten griffen mit Molotow-Cocktails und Eisenstangen an. Die Polizei setzte Tränengas und scharfe Munition ein.

Schweden: In dem vorrangig von Migranten bewohnten Stadtviertel Rinkeby im Norden Stockholms ist es am Montagabend zu schweren Ausschreitungen gekommen, wie die Zeitung "Aftonbladet" am Dienstag meldet. Dutzende Männer sollen Geschäfte geplündert und Autos in Brand gesetzt haben.

Als Polizisten am Ort des Geschehens eintrafen, wurden diese mit Steinen beworfen. Sie gaben daraufhin Warnschüsse ab.

Polizeiberichten zufolge brannten insgesamt acht Autos völlig aus.  Zwei Menschen, darunter auch ein Geschäftsbesitzer, sollen zu Schaden gekommen sein.

Auslöser für die Unruhen war laut der schwedischen Tageszeitung "Dagens Nyheter" die Festnahme eines jungen Mannes in Stockholm, der zuvor mit mehreren Komplizen - weiteren Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren - in einem anderen Stadtteil der schwedischen Hauptstadt Steine auf Sicherheitsbeamte geworfen haben soll.



29.03.2017 - Nur Abschottung und Antidemokratie in deutschen Moscheen gepredigt - Recherche

Die Inhalte der Predigten in deutschen Moscheen zielen nicht auf Förderung der Integrationsprozesse, sondern auf Abgrenzung und Volksverhetzung ab. Dies geht aus einer acht Monate langen Recherche des deutschen Journalisten Constantin Schreiber hervor, die er in einem Buch und in einer TV-Reihe geschildert hat.

Aufgrund der in deutschen Moscheen angehörten Freitagspredigten und der Gespräche mit Imamen und Gläubigen verfasste ARD-Moderator Constantin Schreiber sein Buch "Inside Islam — Was in Deutschlands Moscheen gepredigt wird" und die crossmediale TV-Reihe "der moscheereport".

Sein Fazit sei eher unerfreulich, sagte Schreiber in seinen Interviews mit dem "Tagesspiegel" und dem "Deutschlandradio Kultur": Der rote Faden der meisten Predigten war die Abgrenzung der Muslime von den Deutschen. Es werde zwar nicht offen zu Gewalt aufgerufen, denn die Imame hätten gewusst, dass sie beobachtet werden könnten, aber des Öfteren sei deutlich gegen Jesiden, Armenier und Juden gehetzt worden.

"In einer schiitischen Moschee hat der Imam gepredigt, man könne als gläubiger Muslim nicht gleichzeitig demokratisch und liberal und Anhänger des Propheten sein", sagte Schreiber gegenüber dem "Tagesspiegel".

Selbst wenn eine Situation die Betonung von Gemeinsamkeiten von Muslimen und Nicht-Muslimen voraussetzte, wie es bei der Zuspitzung der Flüchtlingskrise oder beim Terroranschlag auf dem Breitscheidplatz der Fall war, würden diese Gemeinsamkeiten von den Imamen nicht betont, so Schreiber:

"Nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt sagte ein Imam, dass Menschen getötet wurden und es jetzt wieder Menschen geben werde, die das gegen den Islam nutzen wollen — und predigte dann, dass die größte aller Gefahren die Weihnachtsgefahr sei. Das wirkte auf mich nach einem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt besonders unangebracht."

Die Aufrufe der Prediger seien "ganz klar gegen unsere Werteordnung gerichtet", ist sich der Journalist sicher. Sogar die syrischen Flüchtlinge, mit denen er gesprochen habe, seien "total überrascht" gewesen, was für aggressive, rückwärtsgewandte Predigten in Deutschland gehalten werden. "Das kannten sie aus Syrien nicht", betonte Schreiber.

Dabei seien alle Freitagsgebete, bei denen er anwesend war, sehr gut besucht gewesen, die meisten Teilnehmer seien jung gewesen.

Bemerkenswerterweise war die Reaktion des Verfassungsschutzes, dem Schreiber einige der aufgezeichneten Predigten vorgelegt hatte, ziemlich zurückhaltend. Das Gesagte reiche nicht aus, um die Moscheen zu beobachten, hieß es.



11.07.2017 - Hamburg Hell
(Auszug aus einen veröffentlichten Artikel von Willy Wimmer)

Hamburg zahlt als Stadt einen hohen Preis für das Treffen der Staats-und Regierungschefs aus der Riege der G20. Dennoch war dieser Preis es wert. Alleine deshalb, weil sich zwei Präsidenten getroffen haben. Wenn dieses Treffen nicht zustande gekommen wäre, dürfte an diesem Wochenende der weitere Weg der Welt weniger klar sein.

Präsident Trump und Präsident Putin haben beide all diejenigen nicht enttäuscht, die beide — aus den unterschiedlichsten Gründen — nicht abgeschrieben hatten. Die freundliche und überlange Begegnung in kleinem Kreis hat der Welt das dringend erforderliche Signal gegeben.  Statt eine Krise nach der anderen anzuhäufen, konnte ein Waffenstillstand in einem syrischen Kriegsgebiet nach der Begegnung verkündet werden. Die Welt erfuhr auch, worüber insgesamt gesprochen wurde. Alle Themen waren für den weiteren Fortgang einer auf Frieden angewiesenen Welt existentiell.

Natürlich kommt es darauf an, was jetzt folgt und war auch authentisch aus den Gesprächen das Licht der Öffentlichkeit erreicht. Beide haben zum Ausdruck gebracht, den Hamburger Gesprächsfaden bald wieder aufzunehmen.

Die dunklen Rauschschwaden, die durch die Bürgerkriegsformationen verursacht wurden, waren in gewisser Weise die Fortsetzung der Washingtoner Versuche, alles zu hintertreiben, was auf ein Treffen zwischen Präsident Putin und Präsident Trump hinauslaufen würde. Das wird Präsident Trump besonders hart treffen, wenn er wieder in Washington angekommen sein sollte. Es geht um die amerikanische Globaldominanz im Modell von McCain bis Clinton. Warum sollen diese Kräfte aufstecken, nur weil der gewählte Präsident Trump es nicht zum globalen "high noon" kommen
lassen will?

Bei denen, die für die Krawalle die ausschließliche und alleinige Verantwortung für die zahlreichen Verletzten und den gewaltigen Sachschaden tragen, fiel etwas auf und das mit großem Gewicht.

Der Kampfruf schien sich an das anzulehnen, was die Welt über die Migrationskrise seit Jahren hört: "no borders, no nation…." und diese Kampfrufe stammen ausnahmslos aus dem Werkzeugkasten bestimmter amerikanischer Kreise. Kreise wohlgemerkt, die unmittelbar nach der Wahl von Präsident Trump sich in Washington zusammengefunden hatten. Dabei wurde der Schlachtplan der Vernichtung von Präsident Trump beschlossen. Inklusive der Ankündigung über den Auftritt des Bürgermeister von New York wurde diese inneramerikanische Auseinandersetzung auf Hamburgs Straßen ausgetragen....

 


21.07.2017 - Fakten zum Klimawandel
An alle Klimajünger, Hofastrologen, Wahrsager, gewissenlosen Lobbyisten und Klimaschutzgelderpresser:

... Die CDU-Ratsfraktion begrüßte in ihrer gestrigen Fraktionssitzung ca. 60 Gäste aus der Fraktion, der Region und den Bezirksräten zu einer Expertenrunde mit dem Thema "Klimawandel". Als Referenten konnten Herr Dipl.-Met. Klaus-Eckart Puls und Herr Prof. Dr. Horst Malberg, ehem. Direktor des Instituts für Meteorologie der FU-Berlin, gewonnen werden. Die Vortragenden debattierten die Frage, ob es einen Klimawandel überhaupt gibt, wenn ja, welchen Einfluss der Mensch, die Sonne bzw. CO2-Werte darauf haben.

Herr Puls führte anhand von Messdaten des deutschen Wetterdienstes aus, dass von einem Erwärmungstrend in Deutschland keine Rede sein kann, von einem globalen Trend schon gar nicht. Es lässt sich im Gegenteil aus den erhobenen Daten vielmehr ableiten, dass die Temperaturen im Durchschnitt seit 1998 sinken. Die Untersuchungen zum CO2 haben ergeben, dass dessen Werte kontinuierlich ansteigen. Ein Zusammenhang mit einem Temperaturanstieg sei dagegen nicht herzustellen, da auch in Zeiten eines Temperaturabfalls die CO2 - Kurve weiter ansteigt. Die Behauptung die Naturkatastrophen nehmen ständig zu, widerlegte Herr Puls anhand wissenschaftlicher Daten. Weder bei Tornados noch Hurrikans, noch bei Stürmen oder Sturmfluten gäbe es einen zunehmenden Trend. Amerikanische Wissenschaftler beobachten sogar einen abnehmenden Trend bei schweren Tornados.

Herr Prof. Dr. Malberg referierte weiter, dass es einen permanenten Klimawandel gibt und ein stabiles Klima eine ebensolche Illusion sei wie eine Festlegung der Erderwärmung auf max. + 2 °C. Er erläuterte die Auswirkungen der Sonnenaktivitäten auf die Temperatur.

Demnach hängen die Temperaturschwankungen auf der Erde mit der Schrägstellung der Erdachse und der solaren Aktivität zusammen. Aufgrund von Untersuchungen steht fest, dass die solare Aktivität sich zurzeit in einer abnehmenden Phase befindet. Aus diesem Grund ist mit einer langsamen und kontinuierlichen Temperaturreduzierung in den nächsten Jahren zu rechnen. Abschließend hielt Prof. Dr. Malberg fest, dass alle Maßnahmen, die der Mensch unternimmt, um das Klima zu verändern nutzlos sind, da die Sonne unser Klima dominiert und nicht das CO2. Auf das  Klima könne der Mensch keinen Einfluss nehmen, auf den Umweltschutz sehr wohl ...

Unsere Lese-Empfehlung für alle ehrlichen Bauherren und aufrichtigen Bürger: Konrad Fischer


31.07.2017 - Eisfläche der Antarktis wächst zu

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat ein Zeitraffer-Video vom Ausdehnen des antarktischen Eisschildes veröffentlicht. Die Fläche des Meereseises hat 2015 deutlich zugenommen. Siehe Film auf Youtube


10.08.2017 - "Diesmal meine Herren könnt’s Euch sicher sein daß ihr mit uns verreckt’s"

Koreanische Halbinsel: 64 Jahre Waffenstillstand ohne Friedensvertrag - und die Folgen:

"Die feige amerikanisch-artige Prahlerei, bloß militärisch schwache Länder und Nationen zu tyrannisieren, die keine Nuklearwaffen haben, kann bei der DVR Korea niemals funktionieren und ist hochgradig lächerlich." Kim Jong Un - 15.5.2017

"Korea ist sich sehr bewusst, was passiert, wenn ein Land sich von den USA entwaffnen lässt. Vor etwas mehr als 10 Jahren haben die USA Korea gesagt, sie sollten sich genau anschauen, wie gut es Muammar Gaddafi und Libyen gehe nachdem Libyen seine strategischen Waffenprogramme gegen Nichtangriffsverträge und Freundschaftsversprechen der USA eingetauscht hat. Nach dem Beginn des US-geführten Angriffskrieges gegen Libyen 2011 hat Korea darauf geantwortet, dass Korea genau hingeschaut hat. Es wurde feststellt, dass die Entscheidung der koreanischen Führung, US-Versprechen welcher Art auch immer nicht zu trauen, sehr weise war, und einzig und allein eine gründliche Bewaffnung unabhängigen Staaten davor Schutz bietet, von den USA überfallen und zerstört zu werden. Anlässlich seines Tests einer miniaturisierten Nuklearwaffe im Januar 2016 bestätigte Korea nochmal explizit, das Schicksal von Saddam Hussein im Irak und Muammar Gaddafi zeige, dass nur Atomwaffen wirksamen Schutz dagegen bieten, von den USA und ihren Lakaien mit zerstörerischen Angriffskriegen überzogen zu werden."

So lieben die US-Amerikaner ihre Führer: klar und stets Stärke demonstrierend. US-Botschafterin Madeleine Albright fasste die Linie der USA zu ihrer Zeit als UN-Botschafterin dahingehend zusammen, dass 500.000 tote Kinder ein Preis wären, der es wert sei, um einen missliebigen Staatsführer unter Druck zu setzen, woraufhin sie anschließend auch zur US-Außenministerin befördert wurde.

Dass 500.000 tote Kinder in den Augen der USA ein Preis sind, der es wert ist, einen missliebigen Staatsführer unter Druck zu setzen, ist zwar bekannt, aber bislang wurde dabei immer davon ausgegangen, dass es sich bei den toten Kindern bloß um Araber, Muselmanen oder Schlitzaugen handelt. Jetzt können die USA Prinzipientreue demonstrieren, in dem sie zeigen, dass für sie auch 500.000 tote US-amerkanische Kinder ein Preis sind, der es wert ist, einen ihnen missliebigen Staatsführer unter Druck zu setzen.

Und noch etwas ist natürlich im Fall eines amerikanisch-koreanischen Atomkrieges zu berücksichtigen: Die US-Politiker im Kongress und in der Exekutive, die unbedingt die harte Linie gegen Korea wollen, dürfen ebenso wie ihre Geldgeber und Propagandisten damit rechnen, dass im Falle der logischen Fortsetzung der harten Linie nicht nur andere, sondern auch sie selbst auf der Strecke bleiben. Oder um es mit den Worten von Georg Danzer zu sagen:

"Diesmal meine Herren könnt’s Euch sicher sein daß ihr mit uns verreckt’s."


16.08.2017 - Wie wertvoll ist uns eigentlich unsere deutsche Muttersprache?

Oft denkt man im Alltag - hat der Wert unserer Sprache und somit der Wert eines gewichtigen Teiles unserer deutschen Kultur abgenommen? Ist nicht die Pflege der Muttersprache Ausdruck der eigenen nationalen Identität? Hier lesen Sie einen Beitrag eines anonymen Autors - gefunden im Internet.

Die neue 27. Auflage des Duden erscheint vielen Bürgern als "blöddeutsch" - obwohl man gerade vom Duden etwas ganz anderes erwartet: Taggen, tindern, tracken -  Undercut, Lowcarb, Adblocker - chilling, cracken, facebooken -  Selfie, fancy, Jumpsuit -  Hoodie, liken und Work-Life-Balance - das sind nur ein paar Beispiele der rund 5.000 Neuzugänge in den aktualisierten Duden, der vergangene Woche erschienen ist. 145.000 Wörter stehen in der neuen Ausgabe, fünf Mal so viele wie im ersten Duden von 1880. Wir wissen schon aus Noteninflation und immer voller werdenden Hörsälen: Je höher die Zahlen, desto schlechter der Befund…

Polkorismus, Kanak-Sprak, Denglisch, Genderisierung: Einflüsse, die das Deutsche verändern. Die einheitliche Kommunikation zerfällt in die Idiome von Bürokraten, diversen Stämmen und Idioten.

"Passen Sie zu unserer In-Group? Practical Experience im Total Quality-Management oder Business Re-Engineering haben unsere Senior-Berater/Innen als externe Consultants oder in einem In-House-Team erworben."

Oh! Uh! Wie bitte? Was sagen Sie da? Ist das noch Deutsch? Jedenfalls ist es eine Stellenausschreibung, wie man sie in ähnlicher Form immer öfter in der Presse findet. Die deutsche Sprache ist seit Jahren mehreren Angriffen ausgesetzt, die alle eine Verarmung des Ausdrucks zur Folge haben:

1) Das Eindringen unzähliger Wörter aus dem Englischen oder Amerikanischen, die im Zuge der Globalisierung und Computerisierung ins Deutsche übernommen worden sind.
2) Herausbildung der «Kanak Sprak» als eines Soziolektes der vorwiegend muslimischen Migranten in Deutschland.
3) Immer häufigere Verwendung des «Polkoresisch» als Sprache der politischen Korrektheit.
4) Infantile Wortverkürzungen.

Das Deutsche mag wegen der vielen Zischlaute und der relativ geringen Zahl von Vokalen nicht so schön klingen wie das Französische oder Portugiesische. Dennoch bleibt diese Sprache, vor allem wegen der Verbindungsfreudigkeit ihrer Substantive, ihrer Präpositionen und der Verben, das ausdrucksstärkste Idiom der Welt. Nur ein Beispiel: Es gibt kaum eine Präposition, die sich nicht mit dem Verb «gehen» verbinden und dann etwas völlig anderes bedeuten würde. Der Franzose kann mit dem Wort «aller», der Engländer mit «go» längst nicht so viele komposite Verben bilden.

Dass es in der deutschen Sprache wegen der vielen «sch» und «pf» und «ch» so dampft und rauscht und zischt, hat der spanische Philosoph Salvador de Madariaga (Porträt Europas) auf Klima und Umwelt zurückgeführt. Deutschland war bis tief ins Mittelalter von Wäldern bedeckt. Mächtig rauschten damals die Zweige der Eichen. Da Sprache im Beginn meist Nachahmung von Naturlauten war, findet sich das Schwanken und Schwingen der Zweige, das Ächzen der Bäume, das Krächzen der Vögel wie auch das Zischen und Pfeifen des Windes in der Sprache wieder. Der deutsche
Wald steht nicht fest gegossen wie in Blei. Er wandelt sich und er wird. De Madariaga sieht im «Werden» das Wesen der Deutschen. Ununterbrochen werden sie und sind nie fertig damit.

Du yu spiek Denglisch?

"In coolen Diskonächten strippen Sekretärinnen im Hiphop-Sound. Die Szene dreht komplett durch. Nun wird viel Stoff abgetanzt… Die Generation X will wieder fummeln, reden und sich den Urschrei um die Ohren blasen. In der Bar abseits des Infernos schüttelt Mixer Pablo interessante Drinks. Artbrut-Künstler Kofri winkt mit einer orientalischen Nacht samt Onenightstands. Die Teeniefraktion und die Cottage-Partie finden ihresgleichen, während die gelassenen Vertreter des neuen Kapitalismus in coolen Fashion-Outfits erschienen sind. Männer trugen dekonstruierte Anzüge, während den Frauen ein neuer Business-Look verordnet wird… Es gilt auratisierte Künstlichkeit. Ein kräftiger Hauch von Sex-Appeal brachte das Lebensgefühl des Jetsets zum Ausdruck…"

Das darf man in einem Szeneblatt über eine Party lesen. Für diese Hervorbringungen wird ein Wörterbuch notwendig. Sie sind modisch «aptudait», künden aber von lustigen Sklaven in einem bewachten Narrenhaus. Die Buntität der Worte widersetzt sich dem Sinn. Die Syntax wird verkürzt und produziert exotische Bilder. Hier herrscht Einschüchterung durch Glorifizierung. Die falsche Vertraulichkeit wirkt hypnotisch. Kommt und sammelt euch in dieser schönen, neuen Welt!

Isch mach disch Messa!

Jedes Alter, jede soziale Schicht, jede Region und jede Profession schaffen sich spezifische Vokabeln und Ausdrucksweisen. Alle Variationen aber sind in einer Hoch- und Schriftsprache verbunden. Daher mag der Friesländer einen Wiener im direkten Austausch nicht gleich verstehen. Rekurrieren der Sachse und der Schweizer jedoch auf die gemeinsame Hochsprache, ist die Verständigung kein Problem.

Die sogenannte Kanak-Sprak als Soziolekt moslemischer, vowiegend türkischer Jugendlicher in Deutschland ist schon an und für sich eine falsche Bezeichnung, da sich die polynesisch-melanesischen Ureinwohner von Französisch-Kaledonien hochoffiziell und stolz als «Kanaken» (kanaka: Mensch) bezeichnen und durchaus eine differenzierte Kultur entwickelt haben. Da nahm man also einen Unschuldigen in Geiselhaft eines Wortes, denn echte Kanaken dürfte es in Deutschland nur wenige geben.

Die bundesdeutschen Pseudokanaken haben aus der deutschen Grammatik ihren Soziolekt entwickelt, in dem vor allem der Tod des Genitivs zu beklagen ist. Das «s» am Wortende ist ja sowas von lästig! Auch viele Deutsche stehen in der Umgangssprache mit diesem Buchstaben des Genitivs auf Kriegsfuß. Selbst von Sprachmächtigen wird der Genitiv oft durch ein «von» plus Artikel ersetzt. Und der Kanakianer ruft aus: «Hab isch genusch Kohle von die deutsche Oma!» Ein «ch» am Ende des Wortes wird regelmässig zu «sch». «Isch mach disch Messa!» Das ist im Kanakendeutsch eine Drohung zur Minderung der Lebenszeit mit einem scharf geschliffenen Gegenstand. Der korrekte Satz: «Ich ersteche Dich mit einem Messer!» wird verkürzt und umgebaut, bleibt aber ansatzweise klar. Verkürzungen sind der Dialekt der Herrschaft, hatte schon Herbert Marcuse festgestellt. «Ich geh‘ Schule». Dabei darf man kaum hoffen, dass der Sprecher dort neben Umgangsformen auch die korrekte Formulierung lernt: «Ich gehe in die Schule!» Auch das einen Nebensatz einleitende Relativpronomen fällt schwer und wird meist durch «wo» ersetzt. «Mit meiner Gang abhängen ist das Schönste, wo gibt.» Ebenso schwierig erscheint der Komparativ. Das angehängte «er» wird durch ein vorangestelltes «mehr» ersetzt. «Isch bin mehr geil wie Du.» Der Unterschied zwischen «als» und «wie» wird ignoriert.

Keine Neger, nirgends

Hinzu kommen neue Formen der politisch korrekten Sprache - des Polkoresisch. Dabei haben zunächst alle ethnischen Bezeichnungen zu verschwinden, um großteils durch Euphemismen ersetzt zu werden. Man darf nicht mehr Neger, Mohr oder Zigeuner sagen. Neue Tabus ragen über das Polkoresische. Damit müssten viele Süßigkeiten wie Negerküsse, Mohr im Hemd oder Negerbrot umgetauft werden. Schwedenbomben beunruhigen im Polkoresischen viel weniger als das Bier von Mohrenbräu. Sogar das Eskimo-Eis ist unter Verdacht geraten, zumal sich die Arktis-Bewohner selbst als «Inuit» (Menschen) bezeichnen. Das Zigeunerschnitzel will auf der Wiener Speisekarte nicht zu einem Romaschnitzel werden. Arbeitsgruppen für eine korrekte Speisekarte haben derzeit viel zu tun. Man will am Tisch der One World ethnische Hinweise löschen, daher dampft auch die «Serbische Bohnensuppe» so verdächtig vor sich hin. Und die Königsberger Klopse, welches Schicksal droht ihnen? Wird es bald ein Roma-Schnitzel mit Sinti-Pommes geben?

Ein «I» muss rein ins Genderama. KämpferInnen sind für das Binnen-I angetreten! ParlamentarierInnen sind hier ebenso am Werk wie BürgermeisterInnen und viele andere Innen. Wenn man das Wort laut liest, bleibt als Triumph des Genderismus nur die weibliche Form. Evangelische Theologinnen haben bereits die männlich dominierte Bibel kastriert. Nun ist sie die «Bibel in gerechter Sprache». In Wien gab es ein Büro, dessen MitarbeiterInnen auf Bestellung Werke der deutschen Literatur gegendert haben. Das unschuldige Wörtlein «man» erinnerte hierbei zu sehr an Mann und wurde daher oft durch das Passiv ersetzt.

Kiddies und Grufties

Vom Binnen-I spannt sich der Bogen zum Endungs-I. Die allgemeine Ifizierung scheint aus der Infantilisierung zu kommen, zumal kleine Kinder gern allen Worten ein «i» anhängen. Es scheint, als will man die Gesellschaft in einen lärmenden Sonderkindergarten verwandeln. Das geht hauptsächlich über das Tivi, das Mutti und Vati viel zu oft einschalten. Dort wird in kessen Texten ein verurteilter Verbrecher oft zu einem «Knacki», der so böse nicht sein kann, da ihn das infantile Endungs-I im Nachhinein begnadigen will. Ein «Oldie» versucht mit einiger Mühe, die Sprache der «Kiddies» zu verstehen, da er sich noch nicht als «Gruftie» in die Warteschlange am Friedhof einreihen will, um dann im schlimmsten Fall ein «Komposti» zu werden.

Ob nun «Schlappie» oder «Schüchti», ob «Dummie» oder «Hirni», «Junkie» oder «Hippie»: Das Endungs-I regiert. Der «Commie» wird oft von einem «Softie» oder einem  «Indie» eskortiert. Dieser «Softie» ist einer, der gern im Mainstream baden geht. Er ist auf PC bedacht, auf «Pissi», auf die politische Korrektheit als eine neue Ideologie. Darf ich Dich küssen und vielleicht auch woanders berühren? So fragt der «Softie» heute sein «Girlie».

Der «Softie» verbringt seine Tage mit Überlegungen, was denn nun richtig sei. Von Weitem ist er an seiner sorgenvollen Miene erkennbar. Das Schicksal der Asylwerber oder der Galapagos-Schildkröten lässt ihm keine Ruhe. Er ist der «Viktimisierung» auf der Spur. Er hält nach Opfern Ausschau, denen er, freilich nicht im eigenen Haus, Plätze freikämpfen will. Er hält eine Apologiemaschine in Gang. Er entschuldigt sich unentwegt: ob nun für die Schlacht im Teutoburger Wald, für die Sklaverei oder den Kolonialismus. Hauptsächlich und fast 24 Stunden am Tag zeigt sich der «Softie» von Andersdenkenden betroffen und bedroht.


03.11.2017 - Der Terror erhält Gesetzeskraft

In Frankreich ist mit Beginn des Novembers ein neues Anti-Terror-Gesetz des Präsidenten Emmanuel Macron in Kraft getreten. Zudem wurde der Ausnahmezustand aufgehoben, der nach den Pariser Terroranschlägen im November 2015 verhängt worden war, schreibt die Zeitung "Kommersant" am Freitag.

Wie Innenminister Gérard Collomb sagte, wurden in dieser Zeit 32 Terroranschläge verhindert. Es wurden 19 Moscheen geschlossen, deren Imame der Terrorpropaganda und Unterstützung von Islamistengruppierungen verdächtigt werden. Bei Durchsuchungen wurden 625 Waffen beschlagnahmt, darunter 78 automatische Gewehre und ein Handgranatenwerfer.

In diesem Zeitraum wurden Massenterroranschläge verhindert. Doch trotz des Ausnahmezustands kam es zu Anschlägen. Der blutigste davon war der Terroranschlag in Nizza am 14. Juli 2016, der 86 Menschenleben forderte.

Diese Tragödie sorgte für großes Aufsehen in der Gesellschaft, in politischen Kreisen, in den Medien. Letztere berichteten, dass Notstandsmaßnahmen keine Sicherheitsgarantie für die französischen Staatsbürger sind. Darüber hinaus wurde die Regierung des Landes kritisiert. Die Linken warfen ihr Anziehen der Daumenschrauben und Einschränkungen der Freiheit vor, die Rechten Mangel an Härte. Parallel arbeiteten Experten an einem Gesetz, das das Leben in Frankreich nach der Aufhebung des Ausnahmezustandes regeln soll.

Jedes Mal, wenn die Behörden bereit waren, den Ausnahmezustand aufzuheben, ereignete sich in Frankreich ein weiterer Terroranschlag. Er wurde insgesamt sechsmal verlängert. So hat Macron, der am Montag das neue Gesetz zur Bekämpfung des Terrorismus unterzeichnete und den Ausnahmezustand aufhob, einen gewissen Mut gezeigt.

Der größte Kritiker des neuen Gesetzes ist die Chefin der Front National, Marine Le Pen. Zuvor hatte sie bereits mehrmals die Vorbereitung des Dokuments in der Nationalversammlung kritisiert. Jetzt sagte sie:

"Während Donald Trump unverzüglich die Verschärfung der Kontrollen von Ausländern, die in die USA kommen wollen, ankündigte, schwächt Macron unsere Möglichkeit des Entgegenwirkens und die Vorbeugung neuer Terroranschläge ab."

Die rechtszentrische oppositionelle Partei "Les Républicains " fordert ebenfalls striktere Maßnahmen wie die Schaffung von zeitweiligen Aufenthaltslagern zur Isolierung potentieller Terroristen. Verschärfte Maßnahmen zur Abschiebung von Ausländern, die wegen Sympathien für den Terrorismus verdächtigt werden, bezeichnete die Opposition als unzureichend - zusammen mit Front National fordert sie, dieses Verfahren zu automatisieren.

Experten äußern derweil die Meinung, dass man zunächst sehen sollte, wie das Gesetz funktioniert. "Im Falle von Terroranschlägen können wir immer zum Ausnahmezustand zurückkehren", sagte Innenminister Collomb.


06.12.2017 - Berlin - Rudolf Breitscheidplatz

Am 19.12.2016 wurden von einen islamischen Attentäter ermordert: Sebastian Berlin, 32 Jahre, Lukasz Urban, 37 Jahre, Peter Volker, 72 Jahre, Nada Cizmarovka, 34 Jahre, Fabrizia Di Lorenzo, 31 Jahre, Dalia Elyakim, 60 Jahre, Gregoriy und Anna Bagratuni aus der Ukraine, Klaus Jacob, 66 Jahre, Dorit Krebs, 53 Jahre, Angelika Klösters aus Neuss, 65 Jahre und Dr. Christoph Herrlich, 40 Jahre.

Nun bleiben die zwölf ermordeten Menschen, sechs Frauen und sechs Männer, für immer tot. Sieben Deutsche und Opfer aus Israel, der Ukraine, Polen, Italien und Tschechien. Die Angehörigen werden ihren Schmerz ein Leben lang mit sich herumtragen müssen. Übrigens auch bei den Angehörigen der siebzig Verletzten und Schwerverletzten, die ihre traumatisierten Verwandten in so etwas wie ein normales Leben zurückhelfen müssen.

Der ehemalige französische Präsident Hollande enthüllte wenige Wochen vor dem Attentat am Berliner Breitscheidplatz am Stade de France eine Gedenktafel mit allen 130 Namen der Opfer islamistischer Attentate in Frankreich. Überall in Frankreich wurden Schweigeminuten abgehalten und die Namen der Opfer verlesen.

Kein Opfer wird vergessen - Niemals werden wir uns der Gewalt beugen und an das Leid der Opfer gewöhnen!


07.12.2017 - Deutschland - der Osten leuchtet
(von Jürgen Elsässer)

Sachsens Glanz und Preußens Gloria: Wo die deutsche Vergangenheit noch in den Herzen der Gegenwärtigen schlägt, lässt es sich am besten leben. Hier gedeihen Schaffensfreude und Lebenslust - und spotten der üblen Nachrede interessierter Kreise.

Wo sind die Wurzeln von uns Deutschen? Die meisten im Westen werden darauf mit einem Achselzucken antworten, die politisch Verbildeten werden irgendetwas von Auschwitz murmeln. Im Osten weiß man es besser: Der erste König unseres Volkes, Heinrich I., wurde in Quedlinburg im Harz gekrönt; im thüringischen Kyffhäuser schlummert der Sage nach Kaiser Barbarossa, um dereinst mit dem untergegangenen Reich wieder zu erwachen; auf der Wartburg bei Eisenach übersetzte Luther die Bibel und schuf damit die Grundlage für unsere geistliche und geistige Emanzipation; das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig erinnert an die Befreiungskriege gegen Napoleon Bonaparte; in Sanssouci residierte Friedrich der Große, der Preußen als Weltmacht etablierte - und als Garanten der deutschen Wiedergeburt; Weimar, also Goethe und Schiller, gebar die im Deutschen erdachte, aber die ganze Menschheit umarmende Klassik; von Dresden, Elbflorenz genannt, strahlte die Potenz von August dem Starken bis nach Polen aus - und geht die Botschaft in die Welt, wie sehr auch wir unter dem Inferno des Weltkrieges leiden mussten.

Natürlich findet man auch in den alten Bundesländern Zeugnisse unserer Vergangenheit - das Holstentor in Lübeck, der Kölner Dom, die Nürnberger Burg, Rothenburg ob der Tauber oder Neuschwanstein sind Attraktionen, die mehr Besucher anziehen als vergleichbare Ziele zwischen Elbe und Oder. Aber es gibt einen großen Unterschied: Im Westen geht es vor allem um Business, Tourismus eben - in den neuen Bundesländern dagegen sind die Stadt-, Denkmals- und Brauchtumspflege großen Teilen der Bürgerschaft ein Herzensanliegen.

Dabei hat auch der kapitalistische Teilstaat eine positive Rolle gespielt: Erst durch die Wiedervereinigung bekamen die unter der SED Bevormundeten die wirtschaftlichen Möglichkeiten und - zunächst - die politischen Freiheiten, ihre innige aber platonische Liebe auch praktisch werden zu lassen. Mit Geld aus Bundesmitteln und von reichen Finanziers, viele davon einst aus der DDR geflohen, konnten die Brüder und Schwestern sich an die Sanierung ihrer Heimat machen.

Vielerorts wurden die unter der SED verlotterten Altstädte wieder instand gesetzt - und erblühten wie in alten Tagen. Wo Westdeutsche sich beherzt am Aufbau beteiligten, wurden sie mit offenen Armen empfangen: Den CDU-Ministerpräsidenten Biedenkopf verehrten die Sachsen als ihren «König Kurt», und in Jena rechnete man dem schwäbischen Cleverle Lothar Späth seine behutsame Modernisierung der Zeiss-Werke hoch an.

In Leipzig hat der schlitzohrige Baulöwe Jürgen Schneider bis heute seine Anhänger: Dass er mit betrügerischen Tricks bei den Banken Geld für die Sanierung der Mädlerpassage locker machte, war eine wichtige Anschubfinanzierung für die Vergoldung des ganzen Stadtkerns. Flaneure aus nah und fern kommen heute dorthin, schnuppern nach dem Einkaufsbummel in Auerbachs Keller die gleiche Luft wie der deutsche Schicksalsgenius Faust und polieren seinem metallenem Ebenbild den Stiefel: Das bringt nämlich Glück!

Die Liebe zum Eigenen, zur Heimat und ihren Traditionen hat im Osten besser überlebt als im Westen - ein weiteres gutes Beispiel ist die Frauenkirche in Dresden. Es waren die Bürger selbst, die nach dem Mauerfall einen Großteil des Kapitals aufbrachten, um das prachtvolle Gotteshaus wiederauferstehen zu lassen - weil sie nicht länger ertragen konnten, dass im Herzen ihrer Stadt die von angloamerikanischen Bombern geschlagene Wunde klafft.

Im Westen dagegen wurden ähnliche Vorhaben entweder vom Staat gestemmt - oder gar nicht erst in Angriff genommen.


11.12.2017 - Wen meinte Obama, als er in Chicago vor einem neuen Hitler in den USA warnte?
(Abdruck einer Artikels von Willy Wimmer)

In den Veröffentlichungen über die Obama-Rede am 5. Dezember 2017 in Chicago vor den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Veranstaltung eines Wirtschaftsclubs bleiben da eigentlich keine Zweifel. Nach diesen Presseberichten wurde zumindest ein semantischer Bezug zum heutigen Präsidenten Trump hergestellt.

Die Vereinigten Staaten sind groß genug, dass man eine Kontroverse über derart ungeheuerliche Bezüge unter sich ausmachen kann. Gerade wir Deutschen wissen um die Dimension einer derartigen Aussage. War es doch gerade Chicago, wo der langjährige Chef des Stratfor-thinktanks mit seiner eingestandenermaßen übergroßen Nähe zu offiziellen Strukturen der Vereinigten Staaten vor wenigen Jahren die historischen Dimensionen zurecht gerückt hatte.

Danach soll seit der Gründung des Deutschen Reiches 1871 eines der zentralen Ziele der amerikanischen Politik darin bestanden haben, auf dem auch damals schon gut 6000 Kilometer entfernten Kontinent eine gedeihliche und aus der Geographie gebotene Zusammenarbeit zwischen Russland und Deutschland mit allen Mitteln zu hintertreiben. Man traf sich dabei mit seinen britischen Anverwandten, deren Einflussgremien fleißig an der diplomatischen Front die Mächtekoalition gegen Österreich-Ungarn und das Deutsche Reich schmiedeten. Die Präsidenten Trump und Macron haben noch am 14.Juli 2017 in Paris dem französischen Eckpfeiler dieser Strategie, Marschall Foch, spektakulär die Referenz erwiesen.

Es war aber nicht nur Herr George Friedman als Stratfor-Urgestein, der uns darüber Aufschluss verschaffte, wie in den Vereinigten Staaten die Hände gegenüber Deutschland in Unschuld gewaschen worden sind, aber alles unternommen worden ist, uns gegen Nachbarn so in Stellung zu bringen, dass allen Beteiligten der Garaus gemacht werden konnte. Chicago hat es an sich, wie man im Rheinland umgangssprachlich sagt. In Chicago wurden die Konzepte entwickelt, wie am besten das Vielvölkerreich Österreich-Ungarn in seine Bestandteile zerlegt werden könnte. Wenn man die heutige Entwicklung Deutschlands zum Vielvölkerstaat betrachtet, sollte man die Konzepte der Chicagoer Schule aus der damaligen Zeit heute in Deutschland bis zum Ende denken.

Die Anmerkungen des ehemaligen amerikanischen Präsidenten Obama sind nicht nur wegen "Herrn Hitler", wie man in der angelsächsischen Welt zu sagen pflegte, sehr aufschlussreich. Auch das, was am Tag darauf durch den jetzigen amerikanischen Präsidenten Trump zu Jerusalem gesagt wurde, muss in diese historischen Bezüge einbezogen werden. Es ist historisch unvergessen, dass bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges, nach allen Erkenntnissen über die damalige Zeit, weite Teile der jüdischen Gemeinschaft in den Vereinigten Staaten und darüber hinaus auf der Seite Deutschlands standen. Wohl auch, um den Unterschied zu anderen Staaten, in denen Menschen jüdischen Glaubens lebten, deutlich zu machen.

Für die damaligen Kriegsgegner Frankreich und Großbritannien war das von höchstem Verdruss. Wohl auch deshalb, weil diese Haltung einen frühen Kriegseintritt der Vereinigten Staaten mit verhindert hatte. Das sollte sich, wie nach der Oktober-Revolution in Russland über dortige Archive offenkundig geworden ist, mit dem Sykes-Picot Abkommen des Jahres 1916 und der dortigen Vereinbarung zwischen Frankreich und Großbritannien über eine jüdische Heimstatt In Palästina grundlegend ändern. Amerika zog in den Krieg, um einen Sieg der Mittelmächte zu verhindern.

Es wurde ein Sieg der Entente, wie er von Anfang an geplant worden war. In wenigen Wochen jährt sich die Erinnerung an die 14 Punkte Wilsons, auf Grund derer und in der Hoffnung auf einen fairen Frieden, das kaiserliche Deutschland die Waffen streckte. Die englische Hungerblockade, die über Deutschland nach dem Waffenstillstand für fast zwei weitere Jahre verhängt blieb, raffte die Menschen in Deutschland nur so dahin. Vesailles besorgte den Rest und machte aus einem einstmals im Vergleich zu anderen Staaten blühenden Staat ein Pulverfass. Der Rivale Deutschland sollte an sich selbst ersticken, nachdem im Jahr 1916 durch den Vertrauten des damaligen US-Präsidenten Wilson, Colonel House, dem deutschen Kaiser das Angebot unterbreitet wurde, gefälligst das Zarenreich zu vernichten und den Krieg nach Westen einzustellen.

Herr Obama, Ex-Präsident seines Landes, muss sich doch gefragt haben, warum in Deutschland kaum Neigung festzustellen war, vor gut vier Jahren dabei mitzumachen, die amerikanische und britische Propaganda-Walze gegen ein Land anzuwerfen, das in Europa seit Ende des Kalten Krieges nichts anderes gemacht hatte, als uns und den anderen die offene Hand entgegenzustrecken. Mit Bill Clinton kann man da nur sagen: it´ s history, stupid. Russland platt machen, um sich über den Rest herzumachen? So wie man das gegenüber Deutschland und Österreich-Ungarn gemacht hatte. Mit den gleichen Propaganda-Methoden? Um in unserem russischen Nachbarland nach einer Niederlage solche Kreaturen hervorzubringen, wie Herr Obama unter Hinweis auf "Herrn Hitler" es darzustellen in Chicago versucht hat? Das beste Archiv der Welt soll angeblich in Washington stehen.

Man braucht dort nur vorbeizuschauen, um die Förderung des unbekannten "Herrn Hitler" auch durch den amerikanischen Militärattaché in Berlin oder einflussreiche amerikanische Wirtschaftskreise — neben deutschen Spezies — nachzulesen. Weil man das in Deutschland in Restbeständen noch weiß, lässt man sich hier so schwer in Stellung gegen andere bringen, auch nicht gegen Russland. Auch nicht durch "Herrn Matthis-Märchenstunden in Sachen der angeblichen Verletzung des Mittelstreckenwaffen-Vertrages durch Russland".

Da reicht es auch nicht, wenn litauische Kreise als Kronzeugen herangezogen werden. Was haben wir von Nachbarn, bei denen "Paranoia zur Staatsraison" alleine deshalb gehört, weil man in Washington oder London die dortigen Interessen bedienen will? Und was hat das alles mit Präsident Trump und den höchst schäbigen Versuch zu tun, auch nur eine Insinuierung in Zusammenhang mit "Herrn Hitler" zuzulassen? Unter Präsident Obama sind die Vereinigten Staaten wegen der Fortsetzung endloser Kriege seit Bill Clinton und George W. Bush infrastrukturell und ökonomisch weitestgehend verkommen. Das berichten diejenigen, die eine Autofahrt quer durch die Vereinigten Staaten auf sich nehmen. Der Militärapparat hat Dimensionen angenommen, die es unmöglich machen, die "boys home" zu holen, ohne an eine folgende Militärdiktuatur und eine Neuauflage einer "Dolchstoß-Legende" denken zu müssen.

Die endlosen Kriege haben mit der Flut der zurückkehrenden Särge die Fragen aufgeworfen, in wessen Interessen das eigentlich gewesen ist? Damit wurde unter Präsident Obama die Systemfrage gestellt, denn Washington wurde als der Sumpf empfunden, in dem die Lobbyorganisationen, aber nicht das amerikanische Volk das Sagen hat.

Auch, wenn es in den deutschen Zentralmedien keinen Platz fand, so wurde selbst in den wichtigsten amerikanischen Medien von einem explosionsartigen Anstieg antisemitischer Vorfälle berichtet. Das war unter dem Präsidenten, der nicht ausschließt, seinen Nachfolger in den Regen gestellt zu sehen. Das hat niemand verdient, auch der jetzige Präsident nicht. Aber eines ist sicher: ohne die Rückkehr der Vereinigten Staaten zum Völkerrecht und der Aufgabe der Politik, wie sie auch gegenüber Deutschland seit 1871 praktiziert worden ist, wird uns die Welt um die Ohren fliegen. Da helfen auch die 5. Kolonnen in den transatlantischen Netzwerken nicht weiter.



02.10.2018 - Nach dem 3. Oktober kommt das Gedenken am den 11. November 1918, den Waffenstillstand am Ende des Ersten Weltkrieges: denk ich an Deutschland.
(Abdruck einer Artikels von Willy Wimmer)

Wenn man über das eigene Land nachdenkt, schwingt etwas mit. Das Gefühl ist höchstpersönlich und nur im seltensten Fall übertragbar. Zuviel spielt dabei eine Rolle und es umfasst einen unglaublichen Zeitraum. Vielleicht muss man Rheinländer sein, um es so ausdrücken zu können, dass andere bereit sind, sich mit den Gedanken und Überlegungen zu beschäftigen. Auch deshalb, weil es immer darauf ankommt, andere Menschen von nah und fern in die eigenen Überlegungen einzubeziehen.

Düsseldorf am Rhein hat uns in den Herren Leutze und Heine zwei historische Gestalten als Nation gegeben, die als Maler und Dichter zum Ausdruck gebracht haben, um was es uns geht, wenn wir an Deutschland denken. Die Zeilen, die sich mit der Frage beschäftigen, um was es gehen kann, wenn man an Deutschland denkt, sind inzwischen weltberühmt. Die Ikone der amerikanischen Revolution, die den amerikanischen Gründungsvater George Washington angeblich bei der Überquerung des Delaware, tatsächlich aber auf dem Rhein bei Büderich zeigt, macht deutlich, wie das Wertefundament für das eigene Leben und das Leben der Nation dann aussieht, wenn man sich den Herausforderungen der Zeit glaubt stellen zu müssen.

Die zivilisatorischen Errungenschaften, die Napoleon uns hinterlassen hat, werden im Rheinland bis heute hoch geschätzt und haben das Fundament unserer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung in der früheren "Sozialen Marktwirtschaft" so nachdrücklich gelegt, dass es uns nach den Verheerungen des Zweiten Weltkrieges auch aus diesen Gründen gelang, nicht im Elend versinken zu müssen. In einer Waffenbrüderschaft mit unseren russischen Nachbarn gelang es deutschen Truppen, uns vom fremdbestimmten Joch, das Napoleon auch darstellte, zu befreien. Der gemeinsame Übergang der verbündeten Armeen, auch unter Führung des Marschalls Blücher dort, wo der Rhein am schönsten ist, macht das bis heute deutlich. Die Konvention von Tauroggen gegen Ende der napoleonischen Herrschaft über Europa zeigte deutlich, welchen Mut deutsche Soldaten nicht nur damals aufgebracht haben, wenn es um das ging, was wir heute als "Deutschland" bezeichnen.

Es wird so oft darüber gesprochen, dass ganze Abschnitte in der Geschichte unserer Nation geradezu in sich geschlossen und nur in einer umfassenden Betrachtung verständlich sind.

Das bis 1806 bestehende "Heilige Römische Reich Deutscher Nation" war nicht die nationalstaatliche Formation, die andere Nachbarn aufgewiesen haben. Viele Menschen in Deutschland hätten sich gerne Entwicklungen, die bei anderen abliefen, für die deutschen Gebiete ebenfalls gewünscht. Die Ausprägung, die die Mitte Europas mittels dieses Reiches fand, machte deutlich, wie flexibel diese Mitte sein musste und gewesen ist, um nicht die zerstörerischen Interventionen von Nachbarstaaten nach dem Vorbild des "Dreißigjährigen Krieges" zur Vernichtung der Deutschen führen zu lassen. Weite Teile des deutschen Kriegsgebietes im "Dreißigjährigen Krieg" führten fast zur Auslöschung der Menschen im "Heiligen Römischen Reich".

Bis zu der erneuten Heimsuchung durch die französischen Eroberer unter Napoleon hatten sich die Verluste, die der deutschen Bevölkerung während der Zeit von 1618 bis 1648 zugefügt worden waren, nicht wieder ausgeglichen. Diese Entwicklungen mussten zwangsläufig deutsche Überlegungen, auch im militärstrategischen Bereich, bestimmen. Heute mag das anders sein, weil deutsches, eigenständiges, strategisches Denken deshalb nicht mehr vorkommt und gar unerwünscht ist, weil ansonsten die Gründungsidee der NATO, in der Deutschland Mitglied sein muss, nicht mehr gehalten werden könnte. Mit eigenständigem deutschem Denken in strategischen Fragen wäre es unmöglich, von "Deutsche unten, Amerikaner rein nach Europa und Russen raus aus Europa" im angelsächsischen Sieger-Jargon zu schwadronieren.

Alles nur Vergangenheit? Mitnichten, denn wir nähern uns einer turbulent anmutenden Zone von bis heute wirksamen Geschichtsdaten, die unser heutiges und künftiges Leben bestimmen. Und die Zeiten haben sich geändert. Es geht heute nicht mehr, Geschichte gleichsam zu einer Siegerdoktrin zur Kujonierung von Besiegten verkommen zu lassen. Sicher, es war in vielen Fällen nach eigenen Verstrickungen in verbrecherische Dinge für Historiker geradezu zwangsläufig, sich den Siegern an die ordensbehängte Brust zu werfen und sich als Lohnschreiber für deren Ziele dem eigenen Volk gegenüber zu verdingen. Aber die Zeiten haben sich verändert. Das neue Ringen um die Zukunft trägt dazu bei, die Archive bei denen zu öffnen, die an den Niederlagen Deutschlands ihr eigenes Interesse hatten. So in Washington, so in Moskau und nicht so in London, wo bis in eine Zeit, die Angehörige der älteren Generation nicht erleben werden, ganze Jahrzehnte der Geschichte für weitere Jahrzehnte noch und noch verschlossen bleiben. Aber es geht nicht nur um die Archive, die zwangsläufig dazu beitragen, die Geschichte geradezu aufzubrechen. Es wird geredet und das von höchster Stelle.

So machte der Präsident der "Französischen Republik", Herr Emmanuelle Macron, beim Besuch des amerikanischen Präsidenten Donald Trump zum französischen Nationalfeiertag am 14. Juli 2017 in Paris deutlich, warum er diese Einladung an den französischen Dauerpartner über Jahrhunderte ausgesprochen hatte. Es ging ihm darum, dass der Kriegseintritt 1917 durch die Vereinigten Staaten, an der Seite von England und Frankreich und gegen Österreich-Ungarn und das deutsche Kaiserreich, unsere Kriegsgegner im Ersten Weltkrieg schnöde vor der Niederlage in diesem Krieg bewahrt hatte.

Das spielt natürlich eine bedeutende Rolle, wenn in wenigen Wochen des 11. November 1918 deshalb gedacht wird, weil an diesem Tage im berüchtigten Compiegne der Waffenstillstand der deutschen/österreichisch-ungarischen Truppen unterzeichnet wurde. Beide Reiche streckten die Waffen und nachdem die Soldaten auf den Schlachtfeldern verblutet waren, raffte es infolge einer noch viele Monate andauernden englischen Hungerblockade Millionen Deutsche hin oder ließ ganze Generationen geistig und körperlich verkümmern. Dahinter steckte System, das Christopher Clark in seinem berühmten Buch über die angeblichen Schlafwandler in Bezug auf den Ersten Weltkrieg schamhaft verschwiegen hatte. Die englische Hungerblockade war ebenso viele Jahre vor dem Ersten Weltkrieg ausbaldowert worden, wie die Bündnissysteme rund um die Mittelmächte Deutschland und Österreich-Ungarn. Diese hatten einzig und alleine den Zweck, eine in jeder Hinsicht aufstrebende Macht in der Mitte Europas oder einen Vielvölkerstaat mit der Fähigkeit zur zukunftsweisenden Reform im Sinne des späteren Churchill "zu vernichten". Man muss noch nicht einmal den US-Amerikaner George Friedman heranziehen, um die angelsächsische Strategie unter Einschluss der Vereinigten Staaten zu verdeutlichen: in jeder Hinsicht störendes Potential musste in einem ersten Schritt mit Deutschland und Österreich-Ungarn vernichtet werden, damit man sich danach des großen Russischen Reiches als Doppel-Ziel annehmen konnte.

Bis heute wirken diese Abläufe nach, nur nicht mehr in der gewohnten Weise. Zu nachdrücklich ist von den damaligen Kriegsgegnern unter Beweis gestellt worden, und das bis in die heutigen Tage, wer ohne Krieg nicht sein kann.Deutschland war bis zum Ausbruch des angelsächsisch orchestrierten Ersten Weltkrieges im Vergleich zu seinen Nachbarn geradezu eine "Friedensmacht", nach außen und nach innen. Nicht zuletzt diese Umstände trugen dazu bei, weite Teile der jüdischen Weltgemeinschaft an der Seite beider Kaiser in Berlin und Wien zu sehen. Vermutlich dürfte so auch der letzte sogenannte "Traditions-Erlass" für die deutsche Bundeswehr, ebenso unleserlich wie diffamierend, das letzte Werk dieser Art in der heraufziehenden Geschichte sein.

Die Dinge ändern sich.

Versailles 1919 brachte nicht den gerechten Frieden, sondern es war mit voller Absicht der Sieger die Dauerhölle für Österreich-Ungarn und Deutschland, auch und gerade über die sogenannten "Pariser Vorortverträge", die heute noch als immanente Geschichtsmahnung in allen ungarischen Amtsstuben hängen. Mit Wilsons 14 Punkten, einer puren Kriegslist gegen die Mittelmächte, zog die Lüge in die Zeit vor und nach dem Waffenstillstand ein und bestimmt Mitteleuropa bis heute. Jede Sitzung von einiger Bedeutung bei der "Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa", die sich rund über den nördlichen Teil des Globus erstreckt, ist von den Spätfolgen bestimmt.

Wir überblicken heute diese Zeitspanne zwischen 1918 und 2018. Die Geschichte gibt uns die Chance, uns nicht von ihr gefangen nehmen zu lassen. Gute Nachbarschaft und Freiheit des Wortes und der Gedanken gehören ebenso zu unserem Leben, wie die Verpflichtung, den Angehörigen seines eigenen Volkes oder Menschen anderer Nationalität beizustehen. Gewiss ist, dass die gnadenlose Vernichtung anderer Zivilisationen durch die Beteiligung Deutschlands an verbrecherischen NATO- oder Kolonial-Kriegen nicht dazu zählt.



27.02.2019 - "Freunde gestern, Freunde heute, Freunde für immer……"
Abdruck einer Veröffentlichung von Willy Wimmer

Diesen Funkspruch der Royal Navy sollte man sich in Erinnerung rufen, wenn sich an diesem Wochenende in München wieder diejenigen treffen, die den nächsten Krieg auf der sogenannten "Münchner Sicherheitskonferenz" ausloten.

Das britische Geschwader ließ es sich kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges nicht nehmen, sich mit dem berüchtigt gewordenen Funkspruch von den kaiserlich deutschen Gastgebern anlässlich der Kieler Woche im Vorkrieg 1914 zu verabschieden. Wenige Wochen später schnappte die Hungerblockade gegen Österreich-Ungarn und das kaiserliche Deutschland, die Großbritannien neben der Kriegserklärung an Deutschland und seine Verbündeten verhängt hatte, gegen die sogenannten "Mittelmächte" zu.

Bis weit nach Kriegsende verursachte diese völker- und kriegsrechtswidrige Hungerblockade, die bereits Mitte des ersten Jahrzehntes in London ausgetüftelt worden war, Millionen Opfer auf deutscher und verbündeter Seite. Christopher Clark hat anlässlich des Gedenkens an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 davon geschrieben, dass alle europäischen Mächte geradezu in den Ersten Weltkrieg getaumelt seien.

Im Erstaunen über diese Feststellung, die absolut dem widersprach, was in Deutschland durch das sehr spezielle Gedankengut eines Herrn Fritz Fischer zum historischen Mantra gehörte, blieb fast unentdeckt, was Christopher Clark seinerzeit mit dem Mantel des historischen Vergessens verdeckte: die britisch-französische Verantwortung für den Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Es blieb dem amerikanischen Präsidenten Trump überlassen, bei seinem ersten Besuch in Paris im Juli 2017 daran zu erinnern, als er zusammen mit dem französischen Präsidenten Macron das Grab des französischen Weltkriegs-Architekten, Marschall Foch, demonstrativ aufsuchte. Aber alleine schon die Feststellung von Christopher Clark müsste Anlass genug sein, den Festlegungen von Versailles 1919 über die deutsche Alleinschuld am Ausbruch des Ersten Weltkrieges jeden Boden zu entziehen.

München im Frühjahr 2019 tut jedenfalls gut daran, sich nicht nur mit der französisch-britischen Verantwortung für den Ausbruch des Ersten Weltkrieges zu beschäftigen und historisch gebotene Konsequenzen zu ziehen. Not tut es in München auch, die Rolle der Vereinigten Staaten nicht nur seit dem Kriegseintritt gegen Österreich-Ungarn und dem kaiserlichen Deutschland im Jahre 1917 zu betrachten.

Heute hat man den Eindruck, dass es die gewaltige Kriegslist der sogenannten "14 Punkte" des amerikanischen Präsidenten Wilson gewesen ist, die die Mittelmächte zu einem Waffenstillstand im November 1918 veranlassten. Um die historischen Konsequenzen einordnen zu können, hat man als Betrachter fast ein "déja vue"-Erlebnis in Zusammenhang mit dem Ende des ersten Kalten Krieges 1990.

Wie die Mittelmächte 1918 auf einen gerechten Frieden nach den 14 Punkten Wilsons vertrauten und die Waffen streckten, glaubte die sowjetische Führung 1990, auf die Festlegungen in den 2 plus 4 Verträgen zur Wiedervereinigung Deutschlands vertrauen zu können, nach denen die NATO keinesfalls über die Oder als polnisch-deutsche Grenze nach Osten hinaus ausgedehnt werden solle. Die Zusagen im Rahmen der deutschen Wiedervereinigung wurden noch zusätzlich untermauert. Im November 1990 versprachen sich die Staats- und Regierungschefs fast der gesamten nördlichen Hemisphäre anlässlich der "Charta von Paris" geradezu in die Hand und feierlich, Krieg aus Europa auf ewig zu verbannen. Das geschah nur, um im März 1999 gegen jede Konsequenz aus den Regeln des Völkerrechts durch die NATO mitten im Frieden im "Gleiwitz-Stil" Jugoslawien zu überfallen.

Dabei waren es gerade die Vereinigten Staaten, die im Sommer 1988 geradezu eine neue und verbindliche Richtlinie zum Umgang mit der Sowjetunion in Europa dekretierten. Man sagte den Deutschen im Westen, dass sie alles vergessen sollten, was man ihnen gegen jede eigene historische Erkenntnis über Jahrzehnte in der NATO mit auf den Weg gegeben hatte, um die notwendige Haltung des Bündnisses gegenüber der Sowjetunion aufbauen zu können.

Das neue Motto lautet sehr einsichtig, dass die Sowjetunion in Mitteleuropa rein defensiv unterwegs sei, keinesfalls aggressiv. Alles, was sie mache, sei der Konsequenz aus Napoleon und Hitler geschuldet: dem Schutz von Mütterchen Russland. Dabei hat man es tunlichst in Washington unterschlagen, an den Befehlshaber und britischen General Ironside für die alliierte Invasion Russlands in Zusammenhang mit der russischen Revolution zu erinnern. Diese Erkenntnis wurde mit der Stationierung von NATO-Truppen an der heutigen russischen Westgrenze geradezu in den Wind geschrieben. Wenn die Festlegung aus dem Sommer 1988 zwingend gewesen ist, dann ist die vom Westen gegenüber Russland heute geschaffene Lage in Europa eine "Zerstörung des europäischen Friedens".

Da hilft es auch nicht, wenn geradezu in der Dimension einer "Horde von Hunnen" eine kriegsstarke Gruppe amerikanischer Abgeordneter zur Konferenz an diesem Wochenende in München einfällt. Sie werfen bestenfalls die Frage danach auf, wer in München für die Vereinigten Staaten spricht? Die Antwort auf diese Frage ist für uns alle wichtig. Alleine schon deshalb, weil die Vereinigten Staaten ausweislich ihrer Geschichte nicht ohne Krieg sein können.

Dazu erlebt die gesamte Welt derzeit den Machtkampf zwischen dem amerikanischen Präsidenten Trump und der von beiden Parteien in Washington gestellten Kriegskoalition. Trump ist schon mit dem Willen zum Frieden zur Wahl angetreten und seine Wähler machen deutlich und klar, dass sie die Zinksärge mit ihren Kindern satt haben. Dafür wird der gewählte Präsident mit Unrat jeder Art drangsaliert, weil er den Weg der Welt zum nächsten Krieg nicht will. Die Kampfgruppe amerikanischer Abgeordneter wird mit deutschen Steuermitteln in München den Gegenkurs einschlagen. Warum lässt Deutschland das zu?





(In eigener Sache: Da die Redaktion lediglich als Beobachter und nicht als Agitator agiert, bitten wir bei Beschwerden zu Artikeln darum, sich an die Deutsche Presseagentur (DPA) zu wenden.)
28.06.2019 (DPA) - "Kardinalfehler": Putin kritisiert Merkels Flüchtlingspolitik

Russlands Präsident Putin hat die Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Merkel als Kardinalfehler bezeichnet. Die liberale Idee des Westens sei wie die westlichen Eliten in Konflikt mit der Mehrheit der Bevölkerung gekommen. Für US-Präsident Trump fand Putin lobende Worte.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat kurz vor Beginn des G20-Gipfels im japanischen Osaka die Flüchtlingspolitik der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel scharf kritisiert. In einem Interview mit der Financial Times sagte Putin, Merkel habe einen Kardinalfehler begangen, als sie im Jahr 2015 entschied, Hunderttausende Flüchtlinge vor allem aus dem Nahen Osten nach Deutschland zu lassen.

Gleichzeitig lobte der russische Präsident die Migrationspolitik von US-Präsident Donald Trump. Er könne zwar schlecht beurteilen, ob es richtig sei, eine Mauer zu Mexiko zu bauen. Es sei aber schlecht, angesichts von Massenmigration nichts zu unternehmen:

"Diese liberale Idee setzt voraus, dass nichts getan werden muss. Dass Migranten ungestraft töten, plündern und vergewaltigen können, weil ihre Rechte als Migranten geschützt werden müssen … Jedes Verbrechen muss seine Strafe haben. Die liberale Idee ist obsolet geworden. Sie ist in Konflikt mit den Interessen der überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung gekommen."

Putin nannte Trump einen "talentierten Menschen". "Er weiß sehr gut, was seine Wähler von ihm erwarten." Der US-Präsident sei kein Berufspolitiker. "Er hat seine eigene Vision der Welt", sagte der russische Staatschef und betonte zugleich, er akzeptiere viele von Trumps Methoden nicht, mit denen dieser Probleme angehe.

Die angebliche Einflussnahme Russlands auf den vergangenen US-Wahlkampf bezeichnete Putin als einen Mythos. Trump habe anders als seine Gegner die Veränderungen in der amerikanischen Gesellschaft gespürt und zu seinem Vorteil genutzt. Die westlichen Eliten hätten sich dagegen von der Mehrheit ihrer Bevölkerung entkoppelt, so Putin weiter. Die "liberale Idee" habe sich selbst überlebt.

Im Verhältnis zu den USA sieht der russische Präsident die wachsende Gefahr eines nuklearen Wettrüstens. Aus Washington komme bislang keine relevante Initiative, um den 2021 auslaufenden "New Start"-Vertrag zur Verringerung strategischer Waffen zu verlängern. "Ich hoffe, dass ich mit Donald darüber sprechen kann, falls wir uns in Osaka treffen sollten", sagte Putin. "Sollte der Vertrag auslaufen, gäbe es kein Instrument mehr, um ein Wettrüsten einzudämmen".

Hinsichtlich Nordkorea forderte Putin Verständnis für die Sicherheitsinteressen der Regierung in Pjöngjang. "Die Tragödien von Libyen und dem Irak haben viele Länder dazu angeregt, ihre Sicherheit um jeden Preis abzusichern", sagte der Präsident mit Hinweis auf die verheerenden westlichen Interventionen der vergangenen Jahre. Es gehe daher weniger um die nukleare Entwaffnung Nordkoreas als darum, wie dem Land Sicherheitsgarantien gegeben werden könnten. Gleichzeitig müsse die Gefahr, die von den Atomwaffen des Landes ausgehe, berücksichtigt werden.

Das eigene militärische Eingreifen in Syrien sieht Putin als Erfolg auf der ganzen Linie an. Mehrere Tausend Militante seien von einer Rückkehr nach Russland und seine Nachbarländer abgehalten worden, indem sie eliminiert worden seien. Zudem sei die Region stabilisiert worden, was zur Sicherheit Russlands beigetragen habe. Moskau pflege mit allen Staaten dort gute Arbeitsbeziehungen, einschließlich des Irans und der Türkei. Auch von der Mobilisierung des russischen Militärs habe das Land profitiert:

"Unsere Streitkräfte haben Erfahrungen gesammelt, die sie bei Übungen in Friedenszeiten nicht hätten erlangen können."

Putin trifft sich am Rande des G20-Gipfels im japanischen Osaka, der an diesem Freitag beginnt, mit US-Präsident Trump. Auch ein Treffen mit Merkel ist vorgesehen.

Am Rande des G20-Gipfels in Osaka hat der russische Präsident Wladimir Putin der Financial Times ein Interview gegeben und darin Ausartungen der liberalen Idee kritisiert. Dafür wurde er teilweise von Medien und Kollegen, besonders jenen im Westen, die diese Werte vertreten, kritisiert. Bei einer anschließenden Pressekonferenz wurde er auf seine umstrittenen Aussagen angesprochen, die er dann verteidigte, da diese liberale Idee zu weit ginge und beginne, sich selbst zu zerstören.

Er erklärte:

"Es gibt noch andere Fragen im Zusammenhang mit dieser liberalen Idee. Diese Idee ist vielfältig, und ich stelle ihre Attraktivität im Großen und Ganzen nicht in Frage, sondern schaue mir die Migration an, die ich gerade erwähnt habe. Wie könnte man sich vorstellen, dass in einigen europäischen Ländern den Eltern gesagt wird: "Mädchen sollten aus Sicherheitsgründen keine Röcke in der Schule tragen." Was ist das für ein Zustand? Hören Sie, die Menschen leben in ihrem eigenen Land in ihrer eigenen Kultur. Was soll das werden? Wie ist es so weit gekommen? Das ist es, wovon ich gesprochen habe. Meiner Meinung nach ist es viel zu weit gegangen, und diese liberale Idee beginnt, sich selbst zu zerstören. Millionen von Menschen leben ihr eigenes Leben, während diejenigen, die diese Ideen fördern, in ihrem eigenen Paradigma zu leben scheinen."

Damit erklärte sich Putin auch den zunehmenden Erfolg populistischer Politiker im Westen:

"Ja, die Menschen haben es satt, und das kann tatsächlich das Trump-Phänomen erklären, als er die Wahl gewonnen hat. Es herrscht in vielen Ländern Westeuropas, wenn sie auf die Straße gehen, große Unzufriedenheit unter den Menschen."

Diesbezüglich kritisierte er auch den Umgang in westeuropäischen Staaten in Bezug auf Geschlechtervielfalt und in der Sexualaufklärung bei Kindern.

"Wir [haben in Russland] wirklich eine sehr ruhige Haltung gegenüber der LGBT-Gemeinschaft. Sie ist wirklich ruhig und absolut unvoreingenommen. Wir haben ein Gesetz, für das uns alle getreten haben - ein Gesetz, das homosexuelle Propaganda unter Minderjährigen verbietet. Hören Sie: Lassen Sie einen Menschen erwachsen werden, reifen und dann entscheiden, was er oder sie ist! Lassen Sie die Kinder in Ruhe! Es gibt heutzutage so viele Erfindungen. Ich sagte auch in diesem Interview, dass sie fünf oder sechs Geschlechter erfunden haben, Transformers, Trans...
Sehen Sie, ich verstehe nicht einmal, was das bedeutet. Das ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass dieser Teil der Gesellschaft der Mehrheit aggressiv ihre Meinung aufzwingt. Wir müssen loyaler zueinander sein, offener und transparenter. Ich habe nichts Ungewöhnliches gesagt. Wir müssen jeden respektieren, das ist wahr, aber wir dürfen anderen nicht unsere Standpunkte aufzwingen. Unterdessen zwingen Vertreter der so genannten liberalen Idee ihre Ideen einfach anderen auf. Sie diktieren die Notwendigkeit der so genannten Sexualaufklärung. Die Eltern sind dagegen, und dafür werden sie fast schon ins Gefängnis geworfen. Das ist es, wovon ich gesprochen habe."



28.08.2019 - Versailles 1919 und Warschau 1939 - Neue Sprengladungen auf dem europäischen Kontinent
von Willy Wimmer

Die Tage der Erinnerung und des Gedenkens folgen in sehr kurzem Abstand aufeinander. Einmal war es der 28. Juni 2019.

Da hätte man an die für Europa so verhängnisvolle Weichenstellung durch die Abfolge von gezielt gesetzten Sprengladungen in Versailles gegen Deutschland, aber -vor allem in den Folgeveranstaltungen zu Versailles - gegen das ehemalige Österreich-Ungarn bis hin zur Türkei als Nachfolgerin des Osmanischen Reiches erinnern können.

Es ist geradezu feige und verantwortungslos, diesen Gedenktag bewusst so ignoriert zu haben, wie das jene Staats-und Regierungschefs hinter sich gebracht haben, die nichts auslassen, wenn es um Folgen von "Versailles" geht.

Christopher Clark wurde mit seinem Werk über die angeblichen Schlafwandler, die in den Ersten Weltkrieg geradezu getaumelt waren, in Deutschland herumgereicht. Mit seinen Thesen wurde er derart populär, dass die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ihm prominente Sendeplätze einräumten, um den Deutschen ihre Geschichte zu erklären. Anders als Wolfgang Effenberger vermied Christopher Clark es, auf britisch-französische Zentralverantwortung für den Ausbruch des Ersten Weltkrieges einzugehen. Selbst wenn man das alles beiseite lässt, rechtfertigt eine deutsche oder österreichisch-ungarische Beteiligung an "schlafwandlerischem Vorgehen" keinesfalls die Behandlung von Deutschland und den anderen Staaten in Versailles.

Versailles war der zentrale Kulturbruch in und für Europa, wie der Vergleich zu den Friedensschlüssen von Münster und Osnabrück 1648 oder gar Wien 1819 mehr als deutlich macht. In Westfalen und Wien suchte man den Krieg zu beenden und eine dauerhafte Friedensordnung dadurch zu bewerkstelligen, dass man alle gleichberechtigt an den Tisch holte. Versailles war das genaue Gegenteil. Hier wurde ein Verfahren gewählt, dass den Folgekrieg dadurch geradezu unausweichlich machte, indem genügend Lunten und Sprengfallen ausgelegt wurden. In Wien 1819 wollte man den Frieden und in Versailles 1919 wollte man den nächsten Krieg, in der Hoffnung, Deutschland und Österreich darüber endgültig das Rückgrat brechen zu können.

Alle Umstände im Umfeld des Kriegsbeginns am 1. September 1939 zwischen dem Deutschen Reich und Polen, aber vor allem Großbritannien und Frankreich über ihre jeweiligen Kriegserklärungen an das Deutsche Reich lassen erkennen, wie der in Versailles in Gang gesetzte Mechanismus wirkte. Großbritannien und Frankreich ging es mit ihren angeblichen Beistandszusagen für Polen, welches sie zuvor noch als "Schurkenstaat" bezeichnet hatten, nicht um die Verhinderung eines Angriffs auf Polen, sondern die Möglichkeit der Ausdehnung auf die Ebene eines Weltkrieges.

Es ist Polen, das heute wieder an seine verhängnisvolle Politik des "inter marium" zwischen der Ostsee und dem Schwarzen Meer mit dem Ziel, Russland aus Europa rauszuschmeißen, anknüpft. Diesmal sind es weder London noch Paris sondern es ist Washington, das fleißig dabei ist, seit fast zwanzig Jahren einen neuen "Eisernen Vorhang zwischen der Ostsee und dem Schwarzen Meer" herunterzulassen. Nächtliche Dauertransporte vom Massen an Militärgütern an Dresden vorbei stellen das unter Beweis.

Ja, es ist Russland, um das es geht. Man lädt Russland nicht zum 1. September 2019 nach Warschau ein. Andere sind eingeladen, obwohl der amerikanische Botschafter in Warschau 1939 der polnischen Regierung nicht sein Wissen über den Stalin-Hitler Pakt weitergegeben hatte. Kriegsentscheidende Informationen, die die amerikanische Seite aus der Ribbentrop-Delegation erhalten hatte. Man wollte unter allen Umständen den Krieg und wird dennoch prominent eingeladen. Auch deshalb, weil man alles unterlässt, an den europäischen Weg zu einem Frieden anzuknüpfen, wie er erfolgreich in Münster und Wien beschritten worden ist.

Warschau zeigt, dass man selbst nach der Charta von Paris aus dem November 1990 die Verständigung mit Russland nicht will, weil man Russland den ihm zustehenden Platz am gemeinsamen "Tisch Europas" verwehrt. Gleichzeitig straft man einen amerikanischen Präsidenten über die Einladung nach Warschau mit demonstrativer Missachtung, weil er auf Russland zuzugehen bereit ist. Die Veranstaltung in Warschau ist nicht eindimensional zu sehen. Aber so, wie sie angelegt ist, verrät sie den Frieden für Europa, wie Professor Alexander Sosnowski und ich in dem Buch: "Und immer wieder Versailles" unter Beweis gestellt haben.

Dabei ist alleine der Besuch des amerikanischen Präsidenten Trump von dramatischer Bedeutung. Er muß sich zwei zentralen Fragen stellen:

1. Gelingt es ihm, den durch amerikanische Dauerkriege verursachten Niedergang der Vereinigten Staaten dauerhaft aufzuhalten oder ist er nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zu einer Depression à la 1929, die die Welt verändern dürfte?
   
2. Wird er der amerikanische Präsident sein, der gegen den Widerstand der Merkels und Macrons Europas aus den amerikanischen Globalkriegen aussteigt, die die Welt seit 1914 und 1919 ins Elend gestürzt haben?



20.09.2019 - Saudi-Arabien und eine Welt, die wieder einmal am Abgrund steht (DPA)
(von Willy Wimmer - ehemaliger parlamentarischer Staatssekrekär beim Bundesminister für Verteidigung - CDU)

Ob der Angriff wie behauptet stattgefunden haben kann, vermag man vor dem Hintergrund von Erklärungen nicht zu übersehen. Auch die möglichen Folgen sind umfassend.

Ein Umstand ist allerdings völlig neu und man kann das nur begreifen, wenn man die Umstände kennt, auf die ich in meinem Buch: "Deutschland im Umbruch" hingewiesen und als die Beweggründe aufgeführt habe, die zur Aufstellung des Kandidaten Trump geführt haben sollen. Das waren drei Elemente, über die in den Vereinigten Staaten bis heute heftig debattiert wird: der mögliche Zusammenbruch der Infrastruktur, der Aufschrei in den amerikanischen Klein- und Mittelstädten über die endlose Reihe von Zinksärgen sowie die explosionsartig ansteigende Zahl von antisemitischen Vorfällen. Diese drei Elemente bestehen unverändert fort und der Präsident Trump ist sich vor dem Hintergrund seiner Erklärungen und seines Handelns dieser Umstände sehr bewusst.

Man kann davon ausgehen, dass sein ständiges Betonen seiner Bindungen an alle seine Wahlversprechen den vorgenannten Umständen geschuldet ist. So sieht in Anbetracht einer geradezu verzweifelten Lage eine Art von "Selbstschutz" aus.

Wer immer das in Saudi-Arabien herbeigeführt haben sollte, wird diese Dimension vor seinen Augen gehabt haben. Das bedeutet nicht mehr und nicht weniger als das Schicksal der Vereinigten Staaten auf des Messers Schneide zu sehen, wenn die durchaus umsichtige Vorgehensweise des Präsidenten Trump von ihm oder anderen amerikanischen Kräften nicht beibehalten werden sollte.

Selbst in einer Zeit, in der die Regierungen weltweit dazu übergegangen sind, ihren Bürgern keine Erklärungen mehr zu liefern und sich dieser Verpflichtung durch "mentale Kampfgruppen" entziehen, die mit dem Begriff "Verschwörungstheorien" die Bürger niederzuhalten haben, wird das eine oder andere berichtet. Dazu zählt die intensive Reisetätigkeit des noch im Amt befindlichen israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu. Nicht nur die Dauerbesuche beim russischen Präsidenten fallen auf. So flog Ministerpräsident Netanjahu vor wenigen Tagen und mitten im Endspurt des alles entscheidenden Wahlkampfes zum britischen Premier Boris Johnson und das für ein Treffen von 45 Minuten Dauer. Das ist nicht nur das Eingeständnis darüber, dass keine Kommunikationsverbindung mehr sicher genannt werden kann. Es ist wie in alten Zeiten, in den Nachrichten: "Durch Offizier, von Hand zu Hand" übergeben wurden. Man fliegt nicht für 45 Minuten nach London, um Tee zu trinken.

In Berlin wird sofort von einem bevorstehenden Krieg gefaselt. Man sollte sich in letzter Sekunde Gedanken darüber machen, was es für den Frieden in der Welt bedeutet, wenn sich die Bundeskanzlerin - für alle Welt sichtbar - auf die Seite der Washingtoner Kriegskoalitionäre von Schlage Clinton, Obama und Graham, gegen den Präsidenten Trump, schlägt. Und was dieses Verhalten für die Riege Putin, Netanjahu, Trump bedeutet, die bislang den Nachweis zu liefern in der Lage gewesen sind, es Miteinander zu können. Wer hindert diese Herren eigentlich, ihren erklärten Willen umzusetzen? Das sollten sich Frau Dr. Merkel und Herr Macron schnellstens fragen.



23.09.2019 - Viral im Internet: Wir verordnen unserer Tochter ein Öko-Leben nach der Klimademo

Danke Greta. Du hast uns inspiriert, wie es in Erziehungsfragen sonst wohl niemand geschafft hätte ..." Im Internet geht dieser Text viral, er bekommt viel Beifall. Wir bitten den Autor, sich bei uns zu melden - damit wir ihn als Gastautor eintragen können.

Unsere Tochter kam gerade von der bescheuerten FFF Schulschwänzerei zurück.

Sie war stocksauer, weil wir sie (klimaschonend) nicht abgeholt haben und sie geschlagene 3 Stunden in Bus und Bahn abhängen musste.
Beim trockenen aber immerhin veganen Sojakuchen (nur für sie, wir hatten Käsekuchen) gab´s dann noch ne Überraschung.

Sie darf jetzt morgens mit dem Bus zur Schule. Das ist zwar etwas blöde, weil der hier nur jede Stunde fährt und sie dann entweder ne Stunde zu früh in der Schule ankommt (der wir heute vorgeschlagen haben, sie nicht mehr zu heizen, weil das immer noch mit Öl passiert) oder eben zu spät erscheint.

Mit dem Fahrrad will sie auch nicht, wegen der vielen Berge und Steigungen und außerdem ist ja bald Winter…, es sei denn, sie bekommt zu Weihnachten ein E-Bike.
Auf mein väterliches Erstaunen "Weihnachten" ?, das ist doch voll anti-öko, all die bunten Lichter und erst der Co2-Ausstoß der Kerzen!" kam dann schon der erste prä-pubertäre Protest, der ihrer Trotzphase zwischen dem 2. und 3. Lebensjahr erstaunlich ähnelte.
Und wie jetzt…. "E-Bike" ?

Hat unser Töchterchen die verwüsteten Gegenden noch gar nicht gesehen, die bei der Gewinnung seltener Erden für die Akkus entstehen?

Jetzt sitzt sie oben in ihrem Zimmer, bei 8 Grad. Wir haben die Heizung schon wegen des ökologischen Gewissens abgeschaltet.
Wahrscheinlich tippt sie sich wenigstens ihre Finger warm, indem sie auf dem iPhone wütende Mails über ihre "Scheiß Eltern" an ihre Freund+innen tippt.
Wir haben ihr angekündigt, dass sie dieses iPhone um 19 Uhr los ist.

Denn schließlich ist es unverantwortlich, weiter Strom zu verschwenden um mehr oder weniger nützliche Konversation zu betreiben und zweitens… siehe Lithium-Gewinnung und ökologische Folgen…

Ihren Protesten gegen diese Enteignung versicherten wir mit ruhiger Stimme, dass wir das iPhone entweder direkt an hungernde Kinder in Afrika schicken oder es verkaufen und den finanziellen Gegenwert zur Rettung des südamerikanischen Regenwaldes spenden würden.

Richtig lustig wird´s ab Montag:
Da tauschen wir ihre hübsche Kleidung gegen Jute, Wolle und Hanffaser gewebte Sachen aus. Ihre Nikies mit Plastesohle werden konsequent gegen holländische Holztreter ersetzt.
(Und wenn jetzt jemand meint das wär Satire: Nein, wir ZIEHEN DAS DURCH !)

Wenn sie dann immer noch rumkreischt hat sie 2 Möglichkeiten:
1) zu erkennen, welchen hirnlosen Öko-Faschisten sie da gerade aufliegt
2) zu erkennen, welchen hirnlosen Öko-Faschisten sie da gerade aufliegt!

Danke Greta.
Du hast uns inspiriert, wie es in Erziehungsfragen sonst wohl niemand geschafft hätte.
Mutti und ich haben gerade zu Töchterchen hochgerufen: "Wir FAHREN jetzt zu McDonalds, willste mit ?"
Wir hoffen, das hysterische Geschrei hat aufgehört, wenn wir zurück sind."



23.09.2019 - Leserbrief zu Fridays for Future: "Ihr seid die verwöhntesten Kids auf der Erde"
Von Wendelin Schmücker

Ihr, die privilegiertesten der privilegiertesten, die noch keinen Tag gearbeitet haben, ihr wollt der Gesellschaft sagen, was falsch läuft?

Wieso rollen gestandene Politiker einer 16-jährigen Greta Thunberg den roten Teppich aus und bemühen sich so eifrig, von diesem Kind ja nicht getadelt zu werden? Sie sagt unseren Führern, was wir ändern müssen. Wie ein kleiner Gott. Sind wir wirklich so freie Denker?

Sehr geehrte Klima-Kinder,

ihr sagt, Ihr demonstriert für ein besseres Klima - der Mensch hat sich seit seiner Existenz, auf der Erde immer wieder an ein sich änderndes Klima anpassen müssen, denn Klimaveränderungen hat es auf der Erde schon immer gegeben, seit sie Landmassen, Meere und eine Atmosphäre hat. Kritik an der Klimaforschung kommt aber auch von Experten, denen man keine populistische Intention unterstellen kann.

Man glaubt es kaum, die Erde wird nicht wüster und dürrer infolge der CO2-Zunahme in der Atmosphäre und den "voranschreitenden" Klimawandel, sondern grüner und fruchtbarer. Das ist eine Erkenntnis, die Wissenschaftler durch die Auswertung von Satellitendaten der letzten vier Jahrzehnte gewonnen haben. Auch wenn die Medien und Klimafolgenforscher anderes behaupten.

Eine in Nature Climate Change veröffentliche Studie von 2016 belegt, das die Erde in den letzten Jahrzehnten grüner geworden ist, und zwar erheblich. Um herauszufinden, was genau für diesen Zuwachs an Pflanzenmaterial verantwortlich ist, fütterten die Wissenschaftler zehn globale Ökosystem-Modelle mit Daten zum Treibhausgas-Ausstoß, zur Landnutzung und zur Entwicklung von Klimafaktoren wie der Temperatur oder den Niederschlägen.

Das Ergebnis: 70 Prozent des Ergrünens der Erde ist auf den Düngeeffekt der steigenden CO2-Werte zurückzuführen und 30 Prozent auf klimatische Effekte und andere Effekte, wie den Klimawandel, Stickstoffablagerung und Veränderung der Landbedeckung. So ist in den hohen Breiten und in Tibet und anderen Hochlagen der Gebirge der Anstieg der Temperaturen dafür verantwortlich, dass die Vegetation dort üppiger wurde.

"Die Erwärmung fördert die Fotosynthese und verlängert die Wachstumssaison", erklären die Forscher. In der Sahelzone und in Südafrika machen sich dagegen zunehmende Niederschläge bemerkbar. Die Region wird dadurch fruchtbarer und grüner.

CO2-Anstieg und Klimawandel begünstigen also das Ergrünen der Erde und das Pflanzenwachstum. Wer hätte das gedacht?

Vor allen, da Medien und Klimafolgenforscher genau das Gegenteil davon behaupten und aufzunehmende Dürren und Missernten, z.B. in Syrien und auch hier in Deutschland hinweisen und Kriege und Flüchtlingsströme damit in Verbindung bringen. Hier nun die Realität.

Ihr gehört sowohl nach historischen als auch nach aktuell geopolitischen Maßstäben zu der schätzungsweise 1 Prozent der privilegiertesten Menschen, die je diesen Planeten bevölkert haben. Ihr habt mehr Komfort, Bequemlichkeit, Rechtssicherheit, Freizeitangebote, Sport, Hobbys, gesunde Ernährung, Bildung, Reisemöglichkeiten, Konsummöglichkeiten, medizinische Versorgung, etc. als jede Generation vor euch. Und noch nie in der Geschichte der Menschheit gab es irgendwo so viele kostspielige effiziente und flächendeckende Umweltschutzmaßnahmen wie heute.

Wenn man euch beim Demonstrieren und Herumschreien zusieht, könnte man meinen, ihr müsstet auf verbrannten Feldern spielen, ihr müsstet frieren, oder aus verseuchten Gewässern trinken.

Doch das Gegenteil ist der Fall. Zudem werden all eure Gadgets in China und Co. hergestellt, die Akkus teilweise ohne Umweltschutz ohne Arbeitssicherheit, ohne faire Löhne. Kinder produzieren zum Teil die Bestandteile eurer Geräte, die sind leider nicht so privilegiert wie ihr und wenn sie stattdessen in die Schule könnten, würden sie nicht auf der Straße herumschreien und reklamieren wie ihr. Und die Gewinnung von Lithium für die Herstellung von Akkus richtet in Südamerika, Afrika etc. gewaltige Umweltschäden an, damit ihr immer schön genug Akku habt, um Selfies zu posten.

Habt ihr das schon mal gegoogelt ihr Superschlauen? Ihr seid die iPhone-Generation, die 24×7 h Internetzugang braucht. Damit ihr auch jederzeit posten könnt. Sogar Eure Kopfhörer haben Akkus drin. Auch diese natürlich auf dem Frachtschiff um die halbe Welt gereist.

Eure coolen Kleider stammen aus Bangladesch, Vietnam, China. Oberteile von h+m. Kann jemand von euch noch mit einer Nähmaschine umgehen? Kleider flicken? Kennt ihr so was? Vermutlich findet ihr das altmodisch. Ihr werft lieber alles weg und kauft Neues. Also ihr, die privilegiertesten der privilegiertesten, die noch keinen Tag gearbeitet haben, ihr wollt der Gesellschaft sagen, was falsch läuft? Ihr seid unzufrieden? Kein Wunder! Ihr seid die verwöhntesten Kids, die die Erde je hervorgebracht hat. Viele haben null Ahnung von Arbeit, Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft.

Schützt den Regenwald! Die Lunge der Erde! Investiert in Forschung! Elektro wird nicht der Weltretter werden! Verbessert bestehende Konzepte, statt sie zu verteufeln und schlussendlich zu verbieten.

Wie kann man nur gleichzeitig aus der Kernenergie und der Kohle aussteigen wollen und glauben, der ganze Strom für die Smartphones der FFF-Kids kommt von erneuerbaren Energien? Wir haben die sichersten Kernkraftwerke in Europa, wenn nicht sogar in der Welt.

Das ist total anmaßend und auch überheblich so etwas durchzuführen. Wo soll denn auch der Strom für die vielen E-Autos herkommen, die es bald in Deutschland geben soll. Wenn die alle gleichzeitig geladen werden, na dann gute Nacht. Also mein nächstes Auto ist auf jeden Fall ein Diesel, damit das klar ist ihr Flitzpiepen von FFF.

Umweltschonender als einen Diesel mit der neuesten Abgasnorm 6D-Temp geht’s im Moment nicht. E-Autos, da muss ich lachen. Wenn die mal eine Reichweite wie ein Diesel haben und bezahlbar   werden, dann denke ich vielleicht mal darüber nach und wenn in den Ländern, wo die Rohstoffe für die Batterien dieser E-Autos gefördert werden, es auch umweltfreundlich und fair zugeht, dann wäre es   machbar.

Ja liebe Grüne! Wasser predigen und Wein saufen, das konnten vor euch schon ganz andere! Dann fahrt mal mit dem Rad’l zur nächsten Bundestagssitzung (wenn ihr in Rangsdorf, Köpenick, Potsdam oder sonst wo außerhalb von Berlin wohnt)!

Aber ihr habt etwas entdeckt. Das muss man euch lassen.

Ihr habt geschnallt, dass die Generation eurer Eltern erpressbar ist. Wir die Generation, die am Ruder ist, wir sind selber schwach und dekadent geworden. Wir haben ein schlechtes Gewissen, leben im "Klima der Angst". Wir sind so eingeschüchtert von der ganzen Klima-Geschichte, dass wir panische Angst davor haben, als Klima-Sünder  angeprangert zu werden.

Wir glauben, wir seien aufgeklärte gut informierte und eigenständig denkende Menschen. Das sind wir aber nicht.

Wo früher die Kirche von der Hölle erzählte, und alle Gläubigen glaubten per se schuldig zu sein, so glauben wir heute an den Klimawandel, also die Erwärmung der Erde, die wir angeblich verursacht haben oder es gerade tun. Dadurch sind wir alle schuldig, egal was wir tun und lassen. Schuldig für immer und damit dazu verdammt, den neuen Klima-Päpsten zu gehorchen.

Nur so ist es zu erklären, dass gestandene Politiker einer 16-jährigen Greta Thunberg den roten Teppich ausrollen, und sich so eifrig bemühen, von diesem Kind ja nicht getadelt zu werden. Sie sagt unseren Führern, was wir ändern müssen. Wie ein kleiner Gott. Sind wir wirklich so freie Denker?

Und sogar einen modernen Ablass-Handel gibts in der neuen Klima-Religion, in der Greta quasi die Rolle der Muttergottes übernommen hat. Wer genug Geld hat, kann CO2 Zertifikate kaufen, womit ihm seine  Umwelt-Sünden vergeben sind. Wow! Geld gegen Vergebung der Sünden. Dem Klima-Gott sei Dank. Also ihr lieben Klima Kids, hier habt ihr was zum Nachdenken.

Eine Demokratie lebt davon, sich mit dem Standpunkt der Gegenseite auseinanderzusetzen.

Ich bin dazu bereit, lade mich ein und wir reden darüber.

Mit freundlichen Grüßen

Wendelin Schmücker


 

26.09.2019 - Trump: "Die Zukunft gehört nicht den Globalisten der offenen Grenzen, sondern den Patrioten!"
(DPA, RT)

US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York erklärt, dass die Zukunft nicht den Globalisten, sondern den Patrioten gehöre.

"Wenn du Freiheit willst, sei stolz auf dein Land. Wenn du Demokratie willst, halte an deiner Souveränität fest. Wenn du Frieden willst, liebe deine Nation. Weise Staatschefs stellen immer das Wohl ihres eigenen Volkes und ihres eigenen Landes in den Vordergrund. Die Zukunft gehört nicht den Globalisten, die Zukunft gehört den Patrioten", sagte er.

Außerdem nannte er die illegale Massenmigration eine der größten Herausforderungen unserer Zeit und verurteilte jene Politiker, Organisationen, Vereine und Aktivisten, die diese fördern. Trump erklärte:

"Heute hier in den Vereinigten Staaten und auf der ganzen Welt gibt es eine wachsende Industrie von radikalen Aktivisten und Nichtregierungsorganisationen, die den Menschenschmuggel fördern. Diese Gruppen ermutigen zur illegalen Migration und fordern eine Überwindung der nationalen Grenzen. Ich habe eine Botschaft für jene Aktivisten der offenen Grenzen, die sich hinter der Rhetorik der sozialen Gerechtigkeit verstecken: Eure Politik ist grausam und böse! Ihr ermächtigt kriminelle Organisationen, die unschuldige Männer, Frauen und Kinder ausnutzen. Ihr stellt eure eigenen falschen Vorstellungen des Tugendhaften über das Leben und das Wohlergehen unzähliger unschuldiger Menschen."

Er forderte alle betroffenen Länder auf, die Schlepper- und Menschenschmuggel-Kartelle zu bekämpfen, unter denen Fluchtländer, Aufnahmeländer und Migranten gleichermaßen leiden würden.

"Viele der Länder hier und heute meistern die Herausforderungen der unkontrollierten Migration. Jeder von Ihnen hat das uneingeschränkte Recht, seine Grenzen zu schützen, und so natürlich auch unser Land. Heute müssen wir gemeinsam gegen Menschenschmuggel und Menschenhandel vorgehen und diese kriminellen Netzwerke für immer ausschalten."



11.10.2019 - Präsident Trump will Nahostkrieg "endlich beenden". Das Eingreifen in Syrien sei die schlimmste Entscheidung der US-Geschichte gewesen

US-Präsident Donald Trump erklärt die Beileidsbekundungen an Hinterbliebene von verstorbenen Soldaten zur schwersten Aufgabe seines Amtes. Er wolle den Nahostkrieg endlich beenden, der einer der größten Fehler der US-Geschichte gewesen sei.

Wenn man Donald Trump fragt, was das Schwerste in seinem Präsidentenamt sei, erwartet man Antworten wie: sich gegen Hate Speech und Fake News der Demokraten und Mainstream-Medien zu erwehren. Aber gestern, am Mittwoch, lautete die Antwort: Den Familien gefallener Soldaten zu schreiben und ihr Grauen zu erleben, wenn sie die Särge mit den Überresten ihrer Kinder in Empfang nehmen. Das sei wesentlich schwerer als die "Hexenjagd" seiner Gegner.

Die Briefe an Hinterbliebene, die er unterschreibe, seien keineswegs standardisiert, sondern individuell. In manchen Fällen würde er, Trump, dort auch anrufen oder den Luftwaffenstützpunkt aufsuchen, um gemeinsam mit den Eltern die sterblichen Überreste der Gefallenen entgegenzunehmen. Bei seiner Beileidsbekundung seien Angehörige recht gefasst, erst beim Anblick des - mit der US-Flagge bedeckten -Sarges, würden sie von ihren Emotionen überwältigt. Manche würfen sich in ihrer Verzweiflung auf den Sarg. Diese Momente seien herzerschütternd.

Trump berichtet laut Epoch Times dieses Erleben auf einer Rede im Weißen Haus, nachdem die US-Regierung den Truppenabzug aus Nordsyrien angekündigt hatte, um dem "endlosen Krieg" im Nahen Osten ein Ende zu bereiten. Die USA habe acht Billionen Dollar für Krieg und politische Intervention im Nahen Osten ausgegeben, bei denen Tausende von US-Soldaten ihr Leben verloren hätten. Die Entsendung von Truppen in den Nahen Osten sei die schlimmste Entscheidung in der US-Geschichte gewesen.



07.11.2019 - >>Ein aufgeregter Bayer beschwert sich bei einem Polizisten am Kotti: Man habe ihn im Görli beschimpft, als er keine Drogen kaufen wollte. Der Polizist achselzuckend: "Hättense halt welche jekooft." (Q: @tikerscherk bei Twitter)<< Tagesspiegel-Newsletter "CheckPoint vom 7.10.19

Offensichtlich Berliner Galgenhumor.


09.01.2020 - Sensation: Putin gibt Polen Mitschuld am 2. Weltkrieg

Das kann ein turbulentes Gedenkjahr werden: 2020 jährt sich das Kriegsende 1945 zum 75. Mal. Doch die Einheit der Anti-Hitler-Koalitionäre hat Risse bekommen: Vor allem Polen und Russland haben gegenseitig die Botschafter einbestellt. Warschau droht mit Besuchsabsagen bei den Feierlichkeiten zum 9. Mai in Moskau und zum Auschwitz-Gedenktag Ende Januar.

Was ist geschehen? Am 19. Dezember hat Putin in einer Pressekonferenz Thesen zum Beginn des Zweiten Weltkrieges entwickelt, die seine frühere Andeutungen weiter zugespitzt haben. In Kritik einer EU-Resolution, die NS-Deutschland und Stalins Sowjetunion auf eine Stufe stellte, führte er aus:

Putin im Original am 19.12.2019

"Manche Leute können anscheinend nicht lesen und schreiben. Sie sollten mal die Dokumente dieser Zeit lesen. Sie sollten sich anschauen, wie im Jahre 1938 das sogenannte Münchner Abkommen unterzeichnet wurde. Als die Leader der führenden Länder Frankreich und Großbritannien einen Vertrag mit Hitler unterzeichneten, in welchem es um die Aufteilung der Tschechoslowakei ging. Wie hatte sich Polen in dieser Situation verhalten? Wie ein damaliger Diplomat schrieb: Es hat alles dafür getan, um an der Aufteilung der Tschechoslowakei beteiligt zu sein. Wie hatte sich damals die Sowjetunion verhalten, die allen Beteiligten des internationalen Lebens angeboten hatte, eine gemeinsame antifaschistische Front zu bilden? Indem dies nicht geschah, haben sie tatsächlich versucht, Hitler zur Aggression gegen den Osten zu bewegen. Unwissend damals darüber, dass nicht das polnisch-deutsche Verhältnis im Interesse des faschistischen Deutschland lag, sondern die Ausweitung des Lebensraums in den Osten, also ein Krieg gegen die Sowjetunion. Wissen Sie zu diesem Ereignis möchte ich einen Artikel verfassen, den ich unbedingt veröffentlichen werde. Ich hatte nämlich meine Kollegen darum gebeten, mir einiges an Material aus den Archiven vorzubereiten.  Wenn ich mir so einige Sachen durchlese, wird einem alles klar. Es wird einem absolut klar. Alles ist nach Jahren, Monaten, fast schon nach Tagen geordnet, wie der Prozess der Befriedung mit Hitler stattfand. Stalin hat sich nicht mit direktem Kontakt zu Hitler beschmutzt. Die Regierenden Frankreichs und Großbritanniens hingegen haben sich mit ihm getroffen und Papiere unterzeichnet.

Ja, es wurde der Molotow-Ribbentrop-Pakt [auch Hitler-Stalin-Pakt genannt]unterzeichnet und die geheime Anlage [über die Aufteilung Polens und der Interessensphären in Osteuropa zwischen Moskau und Berlin] dazu. Das ist wahr. Ob das gut oder schlecht ist… ich will Ihre Aufmerksamkeit darauf richten - und das ist sehr wichtig — , dass die Sowjetunion als letztes Land in Europa einen Nichtangriffspakt mit Deutschland unterzeichnet hat. alle anderen hatten schon davor einen unterschrieben. Was blieb der Sowjetunion damals übrig? Eins gegen eins zurückzubleiben? Ja, man sagt es gab geheime Protokolle über Aufteilung Polens. Polen selbst hatte sich an der Aufteilung der Tschechoslowakei beteiligt. Es marschierte in zwei Gebiete ein, Tesin (Tschechenland) und noch eines und beanspruchte sie einfach für sich. Es hatten ein Ultimatum gesetzt und eine ganze Gruppierung für diese Aggression aufgebaut. Das war allerdings unnötig, da sich die Tschechoslowakei unter diesem Druck von alleine ergeben hatte und diese Gebiete  freiwillig abgegeben hatte. Aber Polen tat das gleiche."


Zudem griff Putin Jozef Lipski, den Berliner Botschafter Polens in den 30er Jahren an: Er sei ein "Drecksack" und ein "antisemitisches Schwein" gewesen. Die Wortwahl mag drastisch sein, aber sie wird durch Fakten gestützt: Lipski hatte 1938 tatsächlich mit Hitler eine Deportation der Juden nach Afrika diskutiert und diesem bei Gelingen ein Denkmal in Warschau versprochen. In Warschau war man über den russischen Präsidenten empört, musste aber den Sachverhalt einräumen. Lipski habe allerdings damals nur seine persönliche Meinung geäußert…

In diesem Zusammenhang sollte man folgende Dinge betrachten und bewerten:

* wie Polen die Minderheitenrechte von Deutschen, Juden und Russen in seinem Herrschaftsgebiet entgegen internationaler Verträge massiv verletzte und einem rabiaten Antisemitismus frönte;

* wie Polen Mitte der 1930er Jahre zunächst mit Hitler-Deutschland verhandelte, um gemeinsam gegen die Sowjetunion loszuschlagen;

* wie Polen, getrieben von Frankreich und Großbritannien, verschiedene Kompromissvorschläge zur Beilegung der Krise im Sommer 1939 ablehnte;

* die Krise um die deutschen Transportwege nach Danzig und die Situation in der Stadt gezielt verschärfte und Pogrome gegen die deutsche Minderheit tolerierte, wenn nicht inszenierte, und damit Hitler einen Vorwand zum Losschlagen gab.



09.01.2020 - Frau Dr. Merkel hat "Versailles'' und das "Unternehmen Barbarossa'' im Gepäck, wenn sie Präsident Putin am 11. Januar 2020 in Moskau trifft.
von Willy Wimmer

Der Blitzbesuch der Bundeskanzlerin in Moskau hat Symbolkraft und ist vielleicht die letzte Gelegenheit, das europäische und globale Schicksal zu wenden. Der Grund ist ebenso simpel wie dramatisch. Nach Jahren der berechtigten Annahme, Präsident Trump wurde in den amerikanischen Beziehungen zur Welt von der ewigen amerikanischen Kriegführerei Abstand nehmen, hat er mit seinem Auftrag zur Ermordung des iranischen Friedensemissärs, General Soleimani, die Welt direkt an den Abgrund eines Krieges geführt.

Manch einer erinnert sich noch daran, wie sich der Kandidat Donald Trump von seiner Widersacherin, Hillary Clinton, mit seinen Versprechen an das amerikanische Volk von Frau Clinton absetzen konnte. Fast die ganze Welt war der Ansicht, bei einem Wahlsieg von Frau Clinton unmittelbar vor einem globalen Kriegsbeginn zu stehen. Herr Trump hob sich fast wohltuend von diesem Bild für Jahre ab. Wenn man heute nach Washington blickt, sieht man geradezu die Kriegsgeilheit, die die Vereinigten Staaten regierungsseitig geradezu auszeichnet. Präsident Trump ist in die Rolle von Hillary Clinton geschlüpft. Die Welt steht jetzt da, wo sie glaubte, bei einer Wahlsiegerin Clinton sich wiederzufinden.

Die Ermordung von General Soleimani stellt eine Zäsur im Zusammenleben der Staaten und damit der Regeln des Völkerrechtes dar. Daraus leiten sich Konsequenzen für Iran gegenüber dem Land ab, das den Mordbefehl gegeben hat und vor dieser Situation steht die Welt um den Preis eines Krieges, der die Region zerfetzen und die Welt in den Abgrund reissen wird. Da ist jede Bemühung zu begrüßen, das Schlimmste anzuwenden, auch der Besuch der Bundeskanzlerin in Moskau. Frau Dr. Merkel sollte sich allerdings fragen, ob sie durch die seit Jahren laufende Kollaboration mit den innenpolitischen Hassern von Präsident Trump nicht wesentlich zu heutigen Situation, in der sich offenkundig Präsident Trump befindet, beigetragen hatte und hat?

Jahrelang legte Präsident Trump Wert darauf, sich nicht auf den "deep state" (Tiefer Staat) abzustützen und den Nachrichtendiensten nicht das Monopol für sein eigenes Handeln zu überlassen. Er hat geradezu einen Kampf gegen den "deep state" geführt, um jetzt als dessen oberster Vollstrecker dazustehen. Es geht und ging darum, die Bereitschaft von Präsident Trump, in Anbetracht der globalen Probleme, die das "Aus" für die gesamte Menschheit bedeuten können, Verständigung mit anderen Staaten, vornehmlich Russland zu finden, in die Tat umsetzen zu können.

Man kann jeden Tag bestaunen, was zur Verhinderung eines Treffen mit Präsident Putin und Präsident Trump unternommen wird. Da geht ein Präsident hin und will Frieden und muss erleben, dass gegen ihn geradezu "blank" gezogen wird. An der Spitze der europäischen Bündnis-Fronde gegen Präsident Trump befindet sich ausgerechnet die deutsche Bundeskanzlerin. Nicht dass die alleinige Antwort von Präsident Trump darauf besteht in seinen Versuchen, Nord Stream 2 zu torpedieren. Der Besuch von Frau Dr. Merkel in Moskau macht eigentlich nur Sinn, wenn sie einen Termin für das Treffen zwischen Präsident Putin und Präsident Trump im Gepäck hat oder sich das aus ihrem Besuch entwickeln kann.

Fast hat man den Eindruck, dass sie sich damit beeilen sollte. Unmittelbar vor der Ermordung von General Soleimani beeilte sich in einer Dankbotschaft an Präsident Trump der russische Präsident Putin, auf die glückliche Verhinderung eines Anschlages in St. Petersburg über die Festtage hinzuweisen. Dies war den russischen Behörden möglich, weil die zielführenden Hinweise von amerikanischen Behörden gekommen waren. Kurz zuvor hatte es in der Schweiz ein Treffen zwischen zwei Kollegen gegeben. Der amerikanische und der russische Generalstabschef waren zu einer beruflichen Abstimmung in Bern zusammengetroffen. Man kann also miteinander.

Fraglich ist nur, wie weit das gehen kann und diese Frage kann nur mit Hilfe der europäischen Anführerin, der deutschen Bundeskanzlerin beantwortet werde, gerade in Zusammenhang mit dem russischen Präsidenten Putin. Die transatlantischen Speichellecker werden aufjaulen, aber es war Präsident Putin, der sich bei dem russischen Vorhaben, seit Beginn seiner Präsidentschaft, an die gültigen Regeln des Völkerrechtes gehalten hat. Der Westen ist in dieser Zeit angetreten, das Völkerrecht durch Kriege in besonderer Weise "weiter zu entwickeln". Auf der Grundlage des Völkerrechtes ist in den deutschen und westlichen Beziehungen zu Moskau "Frontbegradigung" angebracht. So kann es nicht weiterhin, wie es seit dem westlichen Putsch in Kiew betrieben worden ist.

Die Beziehungen zu Moskau sollten von dem Geist der guten Nachbarschaft bestimmt sein. Diese muss neu entwickelt werden, solange der Westen und auch Berlin dazu noch in der Lage ist. Die Ermordung von General Soleimani und die dadurch für den ganzen Globus heraufbeschworene Kriegsgefahr sollte im westlichen Einflussbereich für zwei Dinge genutzt werden: Israel sollte in Zusammenhang mit beabsichtigten neuen Siedlungen und der Annexion des Westjordanlandes Zurückhaltung üben. In Europa gibt es jeden Grund, das Aufmarschmanöver der Nato gegenüber Russland in diesem Frühjahr auf Dauer auf Eis zu legen. Man sollte dem russischen Beispiel folgen und Nato-Manöver in einer Größenordnung, wie sie zuletzt auch russische Truppen jenseits des Ural durchgeführt haben, nicht im grenznahen Bereich gegenüber Russland und unter Einbeziehungen aller europäischen Staaten durchzuführen.

Es sind die Bilder aus der Vergangenheit, die drohen, uns alle im Elend versinken zu lassen. Bei dem Nato-Manöver ist es die Erinnerung an "Unternehmen Barbarossa" und der amerikanische Präsident Trump sollte sich bei seinem Vorgehen nach seinen sicherheitspolitischen Richtlinien fragen, wo eigentlich der Unterschied zu früheren Zeiten liegt, wenn er selbst (iranische) Stätten des Weltkulturerbes oder der Einhegung von Konflikten in sein Vorgehen einbeziehen will? Damit kann man vielleicht den einen oder anderen nicht beeindrucken. Aber um die Frage der Selbstachtung willen kann das niemand in Europa mitmachen. Der frühere Sinn der Nato bestand darin, Werte zu erhalten. Ein Bündnis, in dem man mit den Vereinigten Staaten nur um den Preis der politisch-moralischen Selbstaufgabe zusammenarbeiten muss, hat jegliche Eigenberechtigung verloren. Es ist obsolet geworden, auch wenn die Dimension schreckt.

Für die Bundeskanzlerin, die im vergangenen Jahr alles unternommen hat, das Ereignis "Versailles" vor einhundert Jahren vergessen zu machen, ist eines bei diesem Moskau-Besuch unausweichlich. In Moskau kennt man die Geschichte, wie Präsident Putin unter Bezug auf "Versailles" und das sich daraus ergebende "deutsche Verhängnis" am 20. Dezember 2019 in St. Petersburg deutlich gemacht hatte. Der Grundfehler des Westens geht in der Beziehung zu Russland auf die arrogante Haltung in Washington Anfang der neunziger Jahre zurück, als man trunken war vom "Sieg im Kalten Krieg über die Sowjetunion". Helmut Kohl hat das wieder und wieder beklagt.

Damit machte man in Washington deutlich, den Gedanken von "Versailles" weiter verhaftet zu sein: Diktat der eigenen Regeln für ein anderes Land, das Brechen dessen nationalen Willens und damit des Selbstbestimmungsrechtes der Bürger und die Zerstörung eines anderen Landes in Friedens-und Kriegszeiten durch Infiltration und Beseitigung als Nation. In Moskau sollte die deutsche Bundeskanzlerin deutlich machen, dass Deutschland sich in Zukunft und in seinen Beziehungen zu Russland von dem Geist bestimmen lassen wird, wie er in Münster und Osnabrück 1648 und 1815 im Wiener Kongress zum Ausdruck gekommen ist: Eine Politik der guten Nachbarschaft, des gegenseitigen Vorteils und der effektiven Konfliktvermeidung nach den geltenden Regeln des Völkerrechtes und seiner einvernehmlichen Weiterentwicklung.



15.01.2020 - "Licht am Ende des Tunnels"? - Russlands Präsident mit Appell an Nuklearmächte
Abdruck eines Beitrages von Willy Wimmer

In den letzten zwei Wochen wurde die Welt durch die Ermordung des iranischen Generals Soleimani an den Rand eines globalen Krieges geführt. Schnell war klar, dass ein sich daraus ergebender Krieg nicht nur die Region am Persischen Golf in Stücke reißen würde.

Ein Blick auf die erkennbaren Krisenherde auf dem Globus und die dahinter stehenden Mächte machte eines deutlich. Nichts würde sich eindämmen lassen. Vom Dritten Weltkrieg zu sprechen, das war sehr angebracht und traf die Lage genau. Müssen wir uns auf etwas einstellen, das durch den Abschuss der ukrainischen Maschine bei Teheran durch iranische Verantwortliche eine merkwürdig erscheinende Atempause gewonnen zu haben schien?

In dieser extrem bedrohlichen globalen Lage gibt es so etwas wie "Licht am Ende des Tunnels". Da ist zunächst die heutige Rede des russischen Präsidenten Putin zur "Lage der Nation" zu nennen. Er traf den berühmten Nagel auf den Kopf, wenn er die besondere Verantwortung der ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates für den Weltfrieden ansprach. Seit dem völkerrechtswidrigen Krieg 1999 gegen Jugoslawien ist alles unternommen worden, die Charta der Vereinten Nationen und die Ächtung des Krieges zu beseitigen. Der Durchmarsch der eigenen Nation, die glaubte, den "Kalten Krieg" gewonnen zu haben, zwecks Erlangung der Weltherrschaft war das Ziel.

Diese Politik hat uns an den Abgrund geführt, wie die Ermordung von General Soleimani und der Abschuss der ukrainischen Maschine bei Teheran zeigte. Die ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates haben Verantwortung, wie Präsident Putin es heute gesagt hat. Diese Verantwortung besteht darin, die Charta der Vereinten Nationen zu erhalten und sich nicht über die internationale Rechtsordnung zu stellen. Das wird am aktuellsten Konflikt überdeutlich. Nach dem Nuklearwaffen-Sperrvertrag garantieren die Nuklearstaaten, den anderen Staaten nicht mit Gewalt zu drohen. Das ist das "quit pro quo" des genannten Vertrages. In einer Welt, die von tödlich wirkenden Sanktionen bestimmt zu sein scheint, muss vieles in Ordnung gebracht werden. Präsident Putin hat den Weg dazu aufgezeigt.

Ein zweiter Schwerpunkt sticht geradezu ins Auge: die Bereitschaft, alle Archive zu öffnen und dazu eine Stiftung zu etablieren. Schon mit seiner Petersburger Rede am 20. Dezember 2019 hat er auf die verheerende Wirkung von "Versailles" für die internationale Ordnung und vor allem Deutschland hingewiesen. Die Archive weisen der Welt den Weg, die katastrophalen Konsequenzen von "Versailles" nicht erneut aufzulegen, wenn es um die gleichberechtigten Beziehungen zwischen Staaten geht. Großbritannien sollte sich schnellstmöglich ein Beispiel an Präsident Putin nehmen.

Die heutige Rede des russischen Präsidenten schafft geradezu "Vorfreude" auf dieses Wochenende. Die Welt ist offenbar völlig unbeteiligt, wenn es um ein in der heutigen Lage geradezu sensationelles Treffen in Berlin geht.

Dabei wirkte es schon ziemlich atemlos, als die deutsche Bundeskanzlerin, Frau Dr. Merkel, am letzten Wochenende im Kreml auftauchte. Jetzt das Treffen in Berlin mit den Präsidenten Trump, Putin und anderen, das Libyen gelten soll.

Es treffen sich unter der Ägide einer Dame die "großen Jungs". Dem Treffen kann man nicht vorgreifen. Dennoch kann man davon ausgehen, dass diese Herrschaften sich nicht treffen, ohne vorher ausgehandelte Vereinbarungen der staunenden Welt zu verkünden. Alles andere wäre nach dem Mord von Bagdad krisenverschärfend. Warum bei Libyen stehenbleiben? Der November-Termin in den USA wurde heute durch die Rede des russischen Präsidenten Putin in bemerkenswerter Weise unterfüttert.



21.01.2020 - USA hilft eine Billion Bäume zu pflanzen
(dpa und afp)

US-Präsident Donald Trump sprach beim Weltwirtschaftsforum in Davos von Hoffnung, Optimismus und Handeln, und bezog sich dabei auf den Klimaschutz. Er sehe auch dort eine positive Entwicklung, denn Luft und Wasser seien in den USA so "sauber wie seit 40 Jahren nicht". Trump kündigte dabei an der Initiative "eine Billion Bäume" beizutreten.

"Wir haben uns verpflichtet, die Majestät von Gottes Schöpfung und die natürliche Schönheit unserer Welt zu bewahren. Ich freue mich, Ihnen heute ankündigen zu können, dass sich die Vereinigten Staaten der Initiative "Eine Billion Bäume" anschließen werden, die hier auf dem Weltwirtschaftsforum ins Leben gerufen wurde. Eine Billion Bäume".

Generell sprach er sich für die Bewahrung der Natur aus, das Wort Klimawandel benutze er in der ganzen Rede nicht. Er wandte sich gegen Pessimismus, Angst und Schwarzseher. "Wir müssen die törichten Propheten des Untergangs und ihre Vorhersagen der Apokalypse zurückweisen", sagte Trump. Die USA würden jeder Herausforderung mit Bereitschaft begegnen.

Trotz "radikaler Sozialisten", die versuchen würden "unsere Freiheit auszulöschen" würde Amerika "immer die starke, eiserne Bastion der Freiheit sein".



24.01.2020 - Es wird keine Gewinner, sondern nur Verlierer geben
Auszug von Scott Ritter - ehemaliger Aufklärungsoffizier der US-Marineinfanterie. Er diente in der Sowjetunion als Inspektor für die Umsetzung des INF-Vertrags, im Stab von General Schwarzkopf während des Golfkriegs und von 1991-1998 als UN-Waffeninspekteur.

Im kommenden Frühjahr werden die Vereinigten Staaten ein nach eigener Angabe "schlagkräftiges" Truppenaufgebot in der Größenordnung von einer Division von Standorten auf dem US-amerikanischen Festland zu vorgeschobenen Einsatzstützpunkten in Europa entsenden. Dort werden die Truppen an Übungen teilnehmen, die dazu dienen sollen, einer hypothetischen russischen Militäraggression entgegenzuwirken.

Russlands Reaktion auf den Ausbau der NATO

Auch Russland war seinerseits nicht untätig. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde die russische Armee grundlegend umstrukturiert, indem sie die massiven Panzerverbände, die auf einen Krieg mit der NATO ausgelegt waren, aufgab und sich stattdessen auf kleinere, beweglichere Formationen konzentrierte, die der regionalen Sicherheit förderlich waren.

Ein großer Bodenkrieg in Europa wurde im russischen Militärdenken nicht mehr berücksichtigt. Dies änderte sich jedoch, als die NATO mit dem Ausbau ihrer Streitkräfte in Polen und im Baltikum begann. Russland reaktivierte die 1. Gardepanzerarmee und die 20. Gardearmee und schuf damit einen mächtigen Offensivmechanismus, der darauf ausgerichtet war, alle möglichen aggressiven Vorstöße der NATO in den Westen Russlands zu vereiteln. Die russischen Streitkräfte in der Exklave Kaliningrad wurden ebenfalls verstärkt.

Nach dem Ausstieg der USA aus dem INF-Vertrag im August letzten Jahres wurde der möglichen Wiederaufnahme eines neuen nuklearen Wettrüstens in Europa große Aufmerksamkeit geschenkt. Infolgedessen blieben die Entwicklungen im Bereich der konventionellen Kriegsführung in den Mainstream-Medien eher unbeachtet. Tatsache ist jedoch, dass die Verstärkung der konventionellen Streitkräfte der NATO als Reaktion auf eine - tatsächliche oder vermeintliche - russische Aggression in Osteuropa und im Baltikum durch Großübungen wie US DEFENDER Europe 2020 unweigerlich zu einer größeren russischen Gegenreaktion und so zu einer noch größeren konventionellen Aufrüstung führen wird.

In Europa hat es seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945 keinen größeren Bodenkrieg mehr gegeben, und als der Kalte Krieg 1991 endete, glaubten viele Experten, dass ein solcher Konflikt in der heutigen Zeit unvorstellbar sei. Dieses Denken setzt sich bis heute fort, weil sich der Schatten des nuklearen Wettrüstens nach wie vor über den ganzen Globus legt. Die größte Bedrohung für Europa geht jedoch nicht von Atomwaffen aus - die Folgen eines jeden Atomkonflikts machen ihren Einsatz unvorstellbar.

Für konventionelle militärische Auseinandersetzungen gilt das hingegen nicht. Die Leichtigkeit, mit der die USA und die NATO konventionelle Waffen an Russlands Grenzen verlegen und mit der Russland konventionelle militärische Gegenreaktionen vorbereitet, unterstreicht die Tatsache, dass konventionelle Truppen im Gegensatz zu Atomwaffen relativ leicht einzusetzen sind. Die hässliche Wahrheit besteht darin, dass die Wahrscheinlichkeit einer konventionellen militärischen Auseinandersetzung infolge einer Krise in Osteuropa oder im Baltikum sehr hoch ist.

Die Schnelligkeit und Zerstörungskraft moderner Waffen bedeuten, dass jeder konventionelle Konflikt zwischen der NATO und Russland mit einem Ausmaß an anhaltender Gewalt geführt würde, wie es die Welt seit über 75 Jahren nicht mehr erlebt hat. Die Opfer, die beiden Seiten zugefügt würden, übersteigen die Vorstellungskraft der Bevölkerungen, die mit der Realität des modernen Krieges nicht vertraut sind. Dasselbe gilt für die Kollateralschäden an Zivilisten, die sich inmitten der potentiellen Schlachtfelder befinden. Kurz gesagt, die Folgen eines konventionellen Bodenkrieges in Europa - nämlich Tod und Zerstörung in enormer Größenordnung - würden in sehr kurzer Zeit über weite Landstriche hereinbrechen



30.01.2020 - Coronavirus: Hygiene-Experte warnt vor Fehlinformation in deutschen Medien und "Händewaschen"
Abdruck eines Artikels der Epoch Times - 28. Januar 2020 - Aktualisiert: 29. Januar 2020 9:42

Die Spielwarenmesse ist "äußerst kritisch", sagt Hygiene-Experte Klaus-Dieter Zastrow. "Einen besseren Multiplikator könnte es gar nicht geben. Entweder sagt man diese Messe ab oder man hält die Chinesen von der Messe fern." Er rät ausdrücklich zu Mund-Nasen-Schutz-Masken und gründlichem Desinfizieren der Hände.

Ab den Morgenstunden des 29. Januar werden Tausende und Abertausende nach Nürnberg strömen. Denn dort findet die beliebte Spielwarenmesse 2020 statt, 2.886 Aussteller aus 68 Ländern und  67.000 Besucher aus 132 Ländern werden erwartet, darunter auch 360 Aussteller aus China.

In Anbetracht des bereits in Bayern ausgebrochenen Infekts mit dem aus China stammenden Coronavirus "2019-nCoV" hält Hygiene-Experte Klaus-Dieter Zastrow, früherer Leiter des Fachgebiets "Übertragbare Krankheiten, Impfwesen und Krankenhaushygiene" am Robert-Koch-Institut, es für "unverantwortlich", dass die bis 2. Februar andauernde Messe nicht abgesagt wird.

Diese Situation ist "äußerst kritisch", sagte Zastrow gegenüber Epoch Times. So viele Besucher und so viele Händler.

Einen besseren Multiplikator könnte es gar nicht geben. Entweder sagt man diese Messe ab oder man hält die Chinesen von der Messe fern."

Zu diesem Zeitpunkt dürfte man die chinesischen Händler nicht einreisen lassen und auch alle anderen sollten lieber die Spielwarenmesse meiden, wenn ihnen ihre Gesundheit lieb ist.

Veranstalter kann die Einreise nicht kontrollieren

Auf aktuelle Anfrage der Epoch Times, unter Hinweis auf den Experten, verwies der Veranstalter auf das offizielle Statement von Ernst Kick, Vorstandsvorsitzender der Spielwarenmesse eG. Darin heißt es:

"Wir können als Messe-Organisation nicht die Einreise in unser Land kontrollieren und verlassen uns in diesem Fall auf die seit Jahren bewährten Kontrollsysteme an den großen Aus- und Einreiseflughäfen - dies gilt auch für die Besucher. Oberste Priorität haben für uns als Veranstalter die Hygienemaßnahmen vor Ort. Dazu haben wir die Desinfektionsspender auf dem Messegelände aufgestockt. Alle Hygieneregeln und Vorsichtsmaßnahmen, die sowieso während der Grippezeit gelten, greifen auch in diesem Fall. Wir stehen in Kontakt mit dem Gesundheitsamt, beobachten die ständige Entwicklung und werden die Entscheidung der WHO in unserer Organisation berücksichtigen."

Mehr konnte das Unternehmen zur Anfrage der Epoch Times am Dienstnachmittag, in der wir eindringlich auf die Empfehlung des Experten hingewiesen haben, nicht sagen, "weil die Messe ja morgen erst öffnet und wir uns auf die Veranstaltung konzentrieren."

Vorsichtsmaßnahmen der Stadt Nürnberg "ausgebaut"

Die Stadt Nürnberg verweist auf "ausgebaute Vorsichtsmaßnahmen". Da China bereits sehr umfassende Quarantänemaßnahmen zur Vermeidung einer weiteren Ausbreitung der Krankheit ergriffen habe, sei damit zu rechnen, dass Personen aus den Gebieten mit zahlreichen Erkrankungsfällen, vor allem aus der Provinz Hubei mit der Metropole Wuhan, gar nicht mehr ausreisen könnten. Zudem bestehe zwischen China und Nürnberg keine Direktflugverbindung. Mögliche Verdachtsfälle würden bereits vor der Ausreise oder bei der Ankunft an einem anderen deutschen Flughafen festgestellt, so die Aussage der Stadt.

Auch der Flughafen Nürnberg sei für Risikofälle gerüstet. Und auf der Spielwarenmesse stünden durchgehend Ärzte vor Ort zur Verfügung. In den Messehallen seien zusätzliche Händedesinfektionsständer aufgestellt.

Die Stadt Nürnberg nimmt zudem Bezug auf die Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI), wonach auch nach dem ersten in Deutschland (im Landkreis Starnberg) bestätigten Coronavirus-Fall die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland durch die neue Atemwegserkrankung aus China derzeit "weiterhin als gering eingestuft" werde.

Hygiene-Experte warnt vor Fehlinformation in deutschen Medien

In Deutschland bereiten sich inzwischen viele Bürger auf den Notfall vor. Eine Chinesin berichtete gegenüber der Epoch Times, dass sie sich mit etlichen Atemschutzmasken eingedeckt habe, einerseits für ihre Familie in Deutschland und andererseits für die Angehörigen in China. "Dort gibt es nämlich keine Schutzmasken mehr."

Und auch in Deutschland gehen diese langsam aus. Beispielsweise waren die Atemschutzmasken in der Apotheke des Mainzer pharmazeutisch-technischen Assistenten Boris Bindman laut einer ZDF-Reportage bereits vergriffen. Vor allem asiatische, chinesische Kunden seien in größerem Umfang an den Schutzmasken interessiert, aber auch Flughafenpersonal, sagte der Apotheker.

"Die Leute werden sauer, weil sie keine Atemschutzmasken mehr bekommen", erklärt Prof. Zastrow. Laut einem Bericht, auf den uns Zastrow hinwies, wären die "bei uns im regulären Handel verkauften Schutzmasken in der Regel sehr dünn, teilweise nur aus Papier".

Der Arzt und Medizinjournalist Dr. Christoph Specht soll laut "RTL" gesagt haben: "Diese Viren sind so klein, die lachen über solche Papiermasken. Die können sogar durch das Papier durch."

Solche Aussage weist der Hygiene-Experte vehement zurück: "Diese Aussage ist eine wissenschaftliche Zumutung." Die Coronaviren seien schließlich nicht allein unterwegs, sondern in einem Tröpfchen enthalten. Und dieses Tröpfchen würde bei Husten oder Niesen abgesondert und durch die Maske aufgefangen.

Der Experte rät ausdrücklich zu den Mund-Nasen-Schutz-Masken, die einen guten Schutz vor Viren in den Rachenraum bieten. Mit diesen Masken würde auch operiert und transplantiert - also dort getragen, wo höchste Asepsis und Antisepsis erforderlich ist. Und jetzt solle das nicht mehr wirken? Die Leute würden schließlich in der Apotheke umfassend beraten werden. Dass dort nur "einlagige Lappen" empfohlen werden, sei unwahrscheinlich, so Zastrow.
Die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und der WHO

In der Sendung "Volle Kanne" erklärte der Medizinjournalist Specht:

"Im Internet gibt es tolle Quellen […] Es gibt aber eine, ganz einfach: Robert-Koch-Institut. Das ist die Stelle in Deutschland, die dafür zuständig ist. Das sind zuverlässige Wissenschaftler, die immer neue Bulletins rausgeben. Da würde ich auf die Website gehen und mich informieren."

Wir sind dem Rat gefolgt. Auf der akuellen Seite des Robert-Koch-Instituts (Stand 27.07.2010) heißt es:

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt in ihrem Rahmen-Pandemieplan keine Masken für die allgemeine Bevölkerung. Auch in den WHO-Antworten auf häufig gestellten Fragen werden Menschen, die nicht erkrankt sind, keine Masken empfohlen.

Dass sogar das Robert-Kost-Institut und Gesundheitsexperten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) "bei einer Pandemie explizit keine Masken für die allgemeine Bevölkerung" empfehlen, macht den Hygiene-Professor Zastrow "fassungslos". Warum der Medizinjournalist Bezug auf diese Empfehlung nimmt, ist Zastrow schleierhaft. Zastrow rät den Bürgern ausdrücklich dazu, eine mindestens zweilagige Mund-Nasen-Schutz-Maske anzuschaffen, noch besser sei eine FFP3 -Maske mit Ausatemventil. Es sei gut, sich einen Vorrat davon anzuschaffen.

Experte warnt: Auf keinen Fall Hände waschen! Gründlich desinfizieren!

"Ob die Epidemie eingedämmt werden kann, hängt davon ab, ob es gelingt die Infizierten rechtzeitig zu identifizieren und zu isolieren. Aber auch das Verhalten der Bevölkerung spielt eine Rolle. Wenn Menschen den Kontakt zu Erkrankten meiden oder sich häufiger die Hände waschen, kann dies die Ausbreitung der Epidemie abschwächen", rät das "Ärzteblatt". Auch im RTL-Bericht wird ausdrücklich "ausgiebiges Händewaschen empfohlen". Auf der Seite der WHO heißt es: "Zu den Standardempfehlungen zur Verhinderung der Ausbreitung von Infektionen gehört das regelmäßige Händewaschen."

"Ganz falsch", warnt Zastrow. Schon zu Zeiten der Schweinegrippe sei Zastrow "Sturm gelaufen" gegen die Empfehlungen der WHO. "Auch damals hieß es: Hände waschen, Hände waschen." Mit Händewaschen erreiche man bestenfalls eine Verringerung von Viren auf den Händen und man "verteilt die Viren kreuz und quer um das Waschbecken herum."

"Hände desinfizieren ist das A & O der Hygiene", betont Zastrow. Das wisse man seit 1847 als der "Retter der Mütter", Ignaz Semmelweiß, riet, sich die Hände mit einer Chlorkalklösung zu waschen, bevor man eine Gebärende untersucht. Das sei aber kein Händewaschen mit Wasser, sondern Hände desinfizieren.

Schon der gesunde Menschenverstand müsse das begreifen: "Wie soll Wasser denn ein Virus abtöten?" Dann würde es ja nur tote Viren im Fisch geben, sagte Zastrow. Nein: Da helfen nur Desinfektionsmittel. Wo solle man sich auch unterwegs die Hände waschen? Desinfektionsmittel hingegen könne man immer dabeihaben. Und das sollte man sich auch besorgen, rät der Fachmann.

Das, was derzeit in Deutschland "erzählt" wird, passiert, ist "entsetzlich falsch". Zastrow sieht den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in der Pflicht, diese Irrlehren zu korrigieren.

Ob die Worte des Mediziners von RTL korrekt zitiert und freigegeben worden sind, konnten wir nicht in Erfahrung bringen. Erst am nächsten Vormittag sind die Mitarbeiter dort wieder erreichbar.




08.05.2020 - katholiche Kirche warnt: "Corona wird für den Griff nach der Weltherrschaft missbraucht!"
In einem dramatischen Aufruf warnen namhafte Kirchenobere wie Robert Kardinal Sarah, Janis Kardinal Pujats, Gerhard Kardinal Müller und Joseph Kardinal Zen sowie Dutzende von Bischöfen, Priestern und Intellektuellen, die Etablierung totalitärer Praktiken zu stoppen, die unter dem Vorwand der Covid-19-Eindämmung in den meisten Ländern eingeführt wurden.

Einzig katholisches.info berichtet darüber:
"AUFRUF FÜR DIE KIRCHE UND FÜR DIE WELT an die Katholiken und alle Menschen guten Willens
Veritas liberabit vos (Joh 8, 32)":   

→ Lassen wir nicht zu, dass Jahrhunderte christlicher Zivilisation mit der Ausrede eines Virus ausgelöscht werden, um eine hasserfüllte technologische Tyrannei zu errichten, in der namenlose und gesichtslose Menschen über das Schicksal der Welt entscheiden, indem sie sich auf eine virtuelle Realität beschränken.
→ Die Kriminalisierung persönlicher und sozialer Beziehungen muss als inakzeptabler Teil des Projekts jener angesehen werden, die die Isolation von Menschen fördern, um sie besser manipulieren und dominieren zu können.
→ Wir fordern, dass die Beschränkungen für die Zelebration des öffentlichen Gottesdienstes aufgehoben werden.


Der Appell

In einer Zeit schwerster Krise erachten wir Hirten der katholischen Kirche aufgrund unseres Auftrags es als unsere heilige Pflicht, einen Appell an unsere Mitbrüder im Bischofsamt, an den Klerus, die Ordensleute, das heilige Volk Gottes und alle Männer und Frauen guten Willens zu richten. Dieser Aufruf wurde auch von Intellektuellen, Medizinern, Anwälten, Journalisten und anderen Fachleuten unterzeichnet, die dem Inhalt zustimmen; er kann von denjenigen unterzeichnet werden, die sich ihn zu eigen machen möchten.

Es sind Tatsachen, dass unter dem Vorwand der Covid-19-Epidemie in vielen Fällen unveräußerliche Rechte der Bürger verletzt und ihre Grundfreiheiten unverhältnismäßig und ungerechtfertigt eingeschränkt wurden, einschließlich des Rechts auf Religionsfreiheit, freie Meinungsäußerung und Freizügigkeit. Die öffentliche Gesundheit darf und kann kein Alibi werden, um die Rechte von Millionen von Menschen auf der ganzen Welt zu verletzen, geschweige denn, um die Zivilbehörden von ihrer Pflicht zu befreien, klug für das Gemeinwohl zu handeln.

Dies gilt umso dringlicher, je mehr Zweifel von verschiedenen Seiten an der tatsächlichen Ansteckungsgefahr, der Gefahr sowie der Resistenz des Virus laut werden: Viele maßgebliche Stimmen in der Welt der Wissenschaft und Medizin bestätigen, dass dieser Alarmismus seitens der Medien gegenüber Covid-19 in keinster Weise gerechtfertigt zu sein scheint.

Wir haben Grund zu der Annahme - und das auf Grundlage offizieller Daten der Epidemie in Bezug auf die Anzahl der Todesfälle - dass es Kräfte gibt, die daran interessiert sind, in der Bevölkerung Panik zu erzeugen. Auf diese Weise wollen sie dauerhaft Formen inakzeptabler Freiheitsbegrenzung und der damit verbundenen Kontrolle über Personen und der Verfolgung all ihrer Bewegungen durchsetzen. Diese illiberalen Steuerungsversuche sind der beunruhigende Auftakt zur Schaffung einer Weltregierung, die sich jeder Kontrolle entzieht.

Wir glauben auch, dass in einigen Situationen die ergriffenen Eindämmungsmaßnahmen, einschließlich der Einstellung kommerzieller Aktivitäten, zu einer Krise geführt haben, die ganze Wirtschaftssektoren niedergeschlagen haben. Dies wiederum fördert eine Einmischung von fremden Mächten und hat schwerwiegende soziale und politische Auswirkungen. Diese Formen des "Social Engineering" müssen von denen, die Regierungsverantwortung tragen, verhindert werden, indem Maßnahmen zum Schutz der Bürger ergriffen werden, deren Vertreter sie sind und in deren Interessen sie zu handeln haben, wie es ihre ernste Pflicht ist. Sie müssen der Familie, der Zelle der Gesellschaft, helfen und vermeiden, schwache und ältere Menschen unangemessen zu bestrafen und sie zu schmerzhaften Trennungen von Angehörigen zu zwingen.

Die Kriminalisierung persönlicher und sozialer Beziehungen muss als inakzeptabler Bestandteil eines Projekts beurteilt werden, mit dem die Isolation von Personen gefördert wird, um diese besser manipulieren und kontrollieren zu können.

Wir fordern die wissenschaftliche Gemeinschaft auf, dafür zu sorgen, dass die medizinische Behandlung von Covid-19 in aufrichtiger Sorge um das Gemeinwohl gefördert und daher sorgfältigst vermieden wird, dass zweifelhafte Wirtschaftsinteressen die Entscheidungen der Regierungen und internationalen Behörden beeinflussen. Es ist nicht sinnvoll, einerseits Arzneimittel, die sich als wirksam erwiesen haben und oftmals kostengünstig sind, zu ächten, und andererseits Behandlungen oder Impfstoffen Vorrang einzuräumen, die Pharmaunternehmen höhere Gewinne garantieren, aber nicht gleichermaßen wirksam sind. Damit erhöhen sich die Kosten für die öffentliche Gesundheit. Wir erinnern als Hirten daran, dass es für Katholiken moralisch inakzeptabel ist, sich mit Impfstoffen behandeln zu lassen, zu deren Herstellung Material von abgetriebenen Föten verwendet wird.

Wir fordern die Regierenden außerdem auf, dafür zu sorgen, dass Formen der Kontrolle von Menschen auf Strengste vermieden werden, sei es durch Tracingsysteme, sei es durch irgendwelche anderen Arten der Lokalisierung. Der Kampf gegen Covid-19, so ernst er auch sein mag, darf nicht als Vorwand zur Unterstützung unklarer Absichten supranationaler Einheiten dienen, die sehr starke politische und wirtschaftliche Interessen verfolgen. Insbesondere muss den Bürgern die Möglichkeit gegeben werden: Einschränkungen der persönlichen Freiheiten abzulehnen, sich straffrei einer drohenden Impfpflicht zu entziehen, sowie Tracingsysteme oder ähnliche Instrumentarien nicht zu benutzen.

Diejenigen, die eine Politik der drastischen Bevölkerungsreduzierung verfolgen, und sich gleichzeitig als Retter der Menschheit präsentieren - noch dazu ohne irgendeine politische oder soziale Legitimierung - befinden sich im offensichtlichen Widerspruch zu sich selbst. Letztendlich kann die politische Verantwortung derjenigen, die das Volk vertreten, auf keinen Fall "Experten" übertragen werden, die - und das ist fürwahr beunruhigend - für sich selbst Formen der strafrechtlichen Immunität fordern.

Wir wenden uns eindringlich an die Medien, auf dass sie sich sich aktiv um eine korrekte Informationsweitergabe bemühen, in der Dissens möglich ist und nicht, wie mittlerweile in den sozialen Medien, in der Presse und im Fernsehen weit verbreitet, mit einer Art von Zensur bestraft wird. Korrekte Informationsweitergabe bedeutet, dass auch anderen, von der allgemein vorherrschenden Meinung abweichenden Stimmen Raum gegeben wird. So gesteht man den Bürgern zu, die Fakten selbstbewusst bewerten zu können und nicht von starken Wortmeldungen derer, die Partei sind, beeinflusst zu werden. Eine demokratische und ehrliche Konfrontation ist das beste Gegenmittel gegen das Risiko subtiler Formen der Diktatur, vermutlich noch schlimmere als jene, die unsere Gesellschaft in der jüngeren Vergangenheit hat entstehen und vergehen gesehen.

Lassen Sie uns abschließend als Hirten, die für die Herde Christi verantwortlich sind, daran denken, dass die Kirche mit Nachdruck Autonomie in der Leitung, im Gottesdienst und in der Verkündigung beansprucht. Diese Autonomie und Freiheit der Kirche ist ein Grundrecht, das der Herr Jesus Christus ihr gegeben hat, damit sie die Ziele verfolgen kann, die ihr eigen sind. Aus diesem Grund beanspruchen wir als Hirten nachdrücklich das Recht, über die Feier der Heiligen Messe und der Sakramente unabhängig entscheiden zu können. Wir fordern ebenso die Anerkennung unserer uneingeschränkten Autonomie in allen Angelegenheiten, die in unmittelbare Zuständigkeit der kirchlichen Autorität fallen, wie z. B. die liturgischen Normen und die rechtlichen Vorgaben zur Spendung der hl. Kommunion und der Verwaltung der Sakramente.

Der Staat hat keinerlei Recht, sich aus irgendeinem Grund in die Souveränität der Kirche einzumischen. Kirchliche Autoritäten haben sich nie verweigert, mit dem Staat zusammenzuarbeiten, aber eine solche Zusammenarbeit darf nicht bedeuten, dass seitens der Zivilbehörden, ganz gleich in welcher Form, Verbote oder Einschränkungen des öffentlichen Gottesdienstes und der Seelsorge aufgestellt werden. Gottes Rechte und die seiner Gläubigen sind das oberste Gesetz der Kirche. Davon kann und will sie nicht abweichen. Wir fordern, dass die Beschränkungen für die Feier öffentlicher Gottesdienste aufgehoben werden.

Menschen guten Willens laden wir ein, sich der Pflicht zur Solidarität und dem Gemeinwohl aller - gemäß ihres Standes und ihrer Möglichkeiten - im Geist der brüderlichen Nächstenliebe nicht zu entziehen. Diese von der Kirche gewünschte Zusammenarbeit kann jedoch weder von der Beachtung des Naturrechts, noch von der Gewährleistung der Freiheiten des Einzelnen getrennt werden. Die zivilrechtlichen Pflichten der Bürger implizieren die Anerkennung ihrer Rechte durch den Staat.

Wir sind alle zu einer Bewertung der gegenwärtigen Tatsachen im Einklang mit der Lehre des Evangeliums aufgerufen. Diese beinhaltet eine Kampfentscheidung: entweder mit Christus oder gegen Christus! Lassen wir uns nicht von denen einschüchtern oder gar erschrecken, die uns glauben machen wollen, wir seien nur eine Minderheit: Das Gute ist viel weiter verbreitet und mächtiger als das, was die Welt uns weis machen will. Wir kämpfen gegen einen unsichtbaren Feind, der die Bürger untereinander, die Kinder von ihren Eltern, Enkelkinder von Großeltern, Gläubige von ihren Seelsorgern, Schüler von Lehrern und Kunden von Verkäufern trennt. Wir lassen nicht zu, dass Jahrhunderte christlicher Zivilisation unter dem Vorwand eines Virus ausgelöscht werden, um eine hasserfüllte technokratische Tyrannei zu begründen, in der Menschen, deren Namen und Gesichter man nicht kennt, über das Schicksal der Welt entscheiden können, um uns in einer nur virtuellen Wirklichkeit einzuschließen. Wenn dies der Plan ist, mit Hilfe dessen uns die Mächtigen der Erde beugen wollen, dann mögen sie wissen, dass Jesus Christus, König und Herr der Geschichte, versprochen hat, dass "die Tore der Unterwelt nicht siegen werden" (Mt 16,18).

Wir vertrauen die Regierenden und all diejenigen, die das Schicksal der Nationen lenken, dem allmächtigen Gott an, damit Er sie in diesem schweren Moment der Krise erleuchte und führen möge. Sie sollen daran denken, dass, so wie der Herr uns Hirten, denen Seine Herde anvertraut ist, richten wird, so werden auch die von Ihm gerichtet werden, deren Pflicht es war, die Bevölkerung ihres Landes zu regieren und zu behüten. Wir wollen mit festem Glauben zum Herrn beten, damit Er die Kirche und die Welt schütze. Möge die allerseligste Jungfrau, Hilfe der Christen, den Kopf der alten Schlange zertreten und die Pläne all derer zunichte machen, die Söhne der Finsternis sind.

8. Mai 2020, Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz in Pompeji




26.06.2020 - Zweiter Weltkrieg: Die These der Alleinschuld Deutschlands wird erstmals von einem bedeutenden Staatsmann unserer Zeit infrage gestellt.

In einem aktuellen Artikel für die US-Zeitschrift The National Interest stellt Russlands Präsident Wladimir Putin die Rolle der Westmächte beim Ausbruch des Zweiten Weltkrieges heraus - und gibt auch der damaligen polnischen Führung eine Mitverantwortung an der Eskalation. Die These der Alleinschuld Deutschlands wird damit erstmals von einem bedeutenden Staatsmann unserer Zeit infrage gestellt.

Es ist ein Paukenschlag, der weltpolitisch nicht ohne Folgen bleiben dürfte: Putin sieht nicht nur Deutschland. sondern alle seinerzeit führenden Länder in der Verantwortung für den Kriegsausbruch. Für ihn begann der Zweite Weltkrieg "nicht plötzlich und unerwartet" . Vielmehr sei er "das Ergebnis einer Reihe von Tendenzen und Faktoren in der Weltpolitik" gewesen. Die Hauptgründe, die schließlich zum großen Völkerringen führten, sieht er im "Egoismus der Länder", aber auch in der Appeasement-Politik gegenüber dem "Aggressor" bei gleichzeitiger Verweigerung der Westmächte, eine gemeinsame Abwehrfront mit der Sowjetunion gegen den Antikominternpakt aus Deutschland, Italien und Japan zu bilden.


75 Jahre des Großen Sieges: Unsere Verantwortung für die Geschichte und für die Zukunft
_von Wladimir Putin

Es sind 75 Jahre vergangen, seit der Große Vaterländische Krieg beendet wurde. In diesen Jahren sind mehrere Generationen aufgewachsen. Die politische Karte des Planeten hat sich geändert. Es gibt die Sowjetunion nicht mehr, die einen grandiosen, vernichtenden Sieg über den Nazismus errungen und die ganze Welt gerettet hatte. Und die Ereignisse des Krieges selbst sind sogar für seine Teilnehmer eine ferne Vergangenheit geworden. Warum wird der 9. Mai in Russland als der wichtigste Feiertag begangen, und scheint das Leben am 22. Juni für einen Moment still zu stehen und man hält den Atem an, als hätte man einen Kloß im Hals?

Man pflegt zu sagen: Der Krieg hat eine tiefe Spur in der Geschichte jeder Familie hinterlassen. Hinter diesen Worten stehen das Schicksal von Millionen Menschen, ihr Leiden und der Schmerz des Verlustes. Stolz, Wahrheit und Erinnerung.

Für meine Eltern ist der Krieg die schrecklichen Qualen des belagerten Leningrads, wo mein zweijähriger Bruder Witja starb, wo meine Mutter durch ein Wunder am Leben blieb. Mein Vater, der unabkömmlich gestellt war, ging freiwillig an die Front, um die Heimatstadt zu verteidigen - handelte ebenso wie Millionen sowjetische Bürger. Er kämpfte am Brückenkopf "Newski Pjatatschok" und wurde schwer verletzt. Und je weiter diese Jahre vergangen sind, desto größer ist das Bedürfnis, mit den Eltern zu sprechen, um mehr von ihrem Leben während des Krieges zu erfahren. Es ist aber unmöglich, etwas zu fragen; deswegen bewahre ich die Gespräche mit meinem Vater und meiner Mutter zu diesem Thema, ihre kargen Emotionen heilig im Herzen.

Für mich und meine Altersgenossen ist es wichtig, dass unsere Kinder, Enkel und Urenkel begreifen, welchen Prüfungen und Qualen ihre Vorväter standgehalten haben. Wie, warum konnten sie standhalten und siegen? Woher kam ihre wahrlich eiserne Geisteskraft, die die ganze Welt erstaunte und verwunderte? Ja, sie haben ihr Haus, ihre Kinder, ihre Angehörigen, ihre Familie verteidigt. Die Liebe zur Heimat, zum Vaterland hat aber alle vereint. Dieses tiefe, persönliche Gefühl spiegelt sich in seiner ganzen Fülle im Wesen unseres Volkes wider und wurde zu einem der entscheidenden in seinem heldenhaften, opferreichen Kampf gegen die Nazis.

Oft fragt man: Wie würde sich die jetzige Generation in einer kritischen Situation benehmen und handeln? Vor meinen Augen sind junge Ärzte, Krankenschwestern, manchmal gestrige Studenten, die heute in die "rote Zone" gehen, um Menschen zu retten. Unsere Militärangehörigen, die während des Kampfes gegen den internationalen Terrorismus im Nordkaukasus, in Syrien um Leben und Tod kämpfen - ganz junge Menschen! Viele Soldaten der legendären, unsterblichen sechsten Fallschirmjägerkompanie waren 19 bis 20 Jahre alt. Sie haben aber gezeigt, dass sie der Heldentat der Soldaten unserer Heimat, die sie im Großen Vaterländischen Krieg verteidigten, würdig sind.

Daher bin ich mir sicher, dass es im Charakter der Völker Russlands liegt - ihre Pflicht zu erfüllen, sich selbst nicht zu schonen, wenn die Umstände dies erfordern. Selbstlosigkeit, Patriotismus, Liebe zur Heimat, zur Familie, zum Vaterland - diese Werte sind auch heute für die russische Gesellschaft fundamental. Grundsätzlich darauf beruht unsere Souveränität.

Mittlerweile hat unser Volk neue Traditionen, in etwa das "Untersterbliche Regiment", ins Leben gerufen. Es ist ein Marsch unseres dankbaren Andenkens, unserer leiblichen, lebendigen Verbindung zwischen den Generationen. Millionen Menschen gehen mit Fotos ihrer Verwandten, die das Vaterland verteidigt und den Nazismus besiegt haben, zur Teilnahme an Umzügen auf die Straßen. Das bedeutet, dass ihr Leben, ihre Prüfungen und Opfer, ihr Sieg, den sie uns übergeben haben, niemals vergessen werden.

Unsere Verantwortung gegenüber der Vergangenheit und Zukunft ist es, alles zu tun, um eine Wiederholung der schrecklichen Tragödien zu verhindern. Deshalb habe ich es für meine Pflicht gehalten, mit dem Artikel über den Zweiten Weltkrieg und den Großen Vaterländischen Krieg aufzutreten. Ich habe diese Idee mehrmals bei Gesprächen mit Staats-und Regierungschefs diskutiert und bei ihnen Verständnis gefunden. Ende vorigen Jahres, beim Gipfel der Spitzenpolitiker der GUS- Staaten waren wir alle darin einig, dass es wichtig ist, das Andenken daran, dass der Sieg über den Nazismus vor allem vom sowjetischen Volk erreicht wurde, dass in diesem heldenhaften Kampf - an der Front und im Hinterland, Schulter an Schulter - Vertreter aller Republiken der Sowjetunion gestanden haben, den Nachkommen zu überliefern. Damals habe ich mit meinen Kollegen auch über die schwierige Vorkriegszeit gesprochen.

Dieses Gespräch löste eine große Resonanz in Europa und in der Welt aus. Dies bedeutet, dass der Zugriff auf die Lehren der Vergangenheit wirklich notwendig und aktuell ist. Zugleich gab es auch viele Emotionen, schlecht versteckte Komplexe, laute Anklagen. Eine Reihe von Politikern beeilte sich aus Gewohnheit zu erklären, dass Russland versucht, die Geschichte neu zu schreiben. Jedoch konnten sie dabei keinen einzigen Fakt, kein angeführtes Argument widerlegen. Natürlich ist es schwierig und unmöglich, mit Originaldokumenten zu streiten, die übrigens nicht nur in russischen, sondern auch in ausländischen Archiven aufbewahrt werden.

Daher besteht die Notwendigkeit, die Analyse der Ursachen, die zum Weltkrieg geführt hatten, Überlegungen über seine komplizierten Ereignisse, Tragödien und Siege, über seine Lehren - für unser Land und die ganze Welt - fortzusetzen. Und hier, ich wiederhole, ist es grundsätzlich wichtig, sich nur auf Archivakten, Zeugnisse von Zeitgenossen zu verlassen, jegliche ideologischen und politisierten Spekulationen auszuschließen.

Ich erinnere noch einmal an offensichtliche Dinge: Die eigentlichen Ursachen des Zweiten Weltkriegs ergeben sich in vieler Hinsicht aus den Entscheidungen, die zu den Ergebnissen des Ersten Weltkrieges getroffen wurden. Der Vertrag von Versailles wurde für Deutschland zu einem Symbol tiefer Ungerechtigkeit. Tatsächlich ging es um die Beraubung des Landes, das den westlichen Verbündeten riesige Reparationen zahlen musste, die seine Wirtschaft erschöpften. Der Oberbefehlshaber der alliierten Armeen, Marschall von Frankreich, Ferdinand Foch, gab dem Versailler Vertrag eine prophetische Bezeichnung: "Das ist kein Frieden. Das ist ein Waffenstillstand auf 20 Jahre".

Gerade die nationale Demütigung bildete den Nährboden für radikale und revanchistische Stimmungen in Deutschland. Die Nazis spielten geschickt mit diesen Gefühlen, bauten ihre Propaganda darauf auf und versprachen, Deutschland vom "Erbe von Versailles" zu befreien, seine ehemalige Stärke wiederherzustellen und drängten das deutsche Volk eigentlich zu einem neuen Krieg. Paradoxerweise trugen westliche Staaten, vor allem Großbritannien und die USA, direkt oder indirekt dazu bei. Ihre Finanz- und Industriekreise investierten durchaus aktiv in deutsche Fabriken und Werke, die Rüstungserzeugnisse produzierten. Und unter der Aristokratie und dem politischen Establishment gab es viele Anhänger radikaler, rechtsextremer, nationalistischer Bewegungen, die sowohl in Deutschland als auch in Europa an Stärke gewannen.

Die Versailler "Weltordnung" brachte zahlreiche latente Widersprüche und offensichtliche Konflikte hervor. Ihnen liegen die von den Siegern im Ersten Weltkrieg willkürlich gestalteten Grenzen der neuen europäischen Staaten zugrunde. Fast sofort nach ihrem Erscheinen auf der Karte begannen Gebietsstreite und gegenseitige Ansprüche, die sich in Zeitminen verwandelten.

Eines der wichtigsten Ergebnisse des Ersten Weltkrieges war die Gründung des Völkerbundes. Auf diese internationale Organisation wurden große Hoffnungen zur Gewährleistung eines dauerhaften Friedens, der kollektiven Sicherheit gesetzt. Es war eine progressive Idee, deren konsequente Umsetzung ohne Übertreibung eine Wiederholung der Schrecken des globalen Krieges hätte verhindern können.

Der Völkerbund, in dem die Siegermächte - Großbritannien und Frankreich - dominierten, zeigte jedoch ihre Ineffizienz und ertrank einfach in leeren Gesprächen. Im Völkerbund, ja auf dem europäischen Kontinent wurden die mehrmaligen Aufforderungen der Sowjetunion, ein gleichberechtigtes System der kollektiven Sicherheit zu gestalten, nicht gehört. Unter anderem ging es darum, einen osteuropäischen und pazifischen Pakt zu schließen, die der Aggression im Wege hätten stehen können. Diese Vorschläge wurden ignoriert.

Der Völkerbund konnte auch Konflikte in verschiedenen Teilen der Welt nicht verhindern, wie den Angriff Italiens auf Äthiopien, den Bürgerkrieg in Spanien, die Aggression Japans gegen China oder den Anschluss Österreichs. Und im Fall des Münchner Abkommens, an dem neben Hitler und Mussolini die Staats- und Regierungschefs Großbritanniens und Frankreichs teilnahmen, kam es mit voller Zustimmung des Völkerbundrates zu einer Zergliederung der Tschechoslowakei. Ich möchte in diesem Zusammenhang betonen, dass sich Stalin im Unterschied zu vielen damaligen europäischen Führern nicht mit einem persönlichen Treffen mit Hitler befleckte, der damals in westlichen Kreisen als ein durchaus respektabler Politiker galt, und ein willkommener Gast in den europäischen Hauptstädten war.

Bei der Zergliederung der Tschechoslowakei agierte neben Deutschland auch Polen. Sie entschieden im Voraus und gemeinsam, wer und welche tschechoslowakische Ländereien bekommen wird. Am 20. September 1938 teilte der polnische Botschafter in Deutschland, Jozef Lipski, dem Außenminister Polens, Jozef Beck, die Versicherungen Hitlers mit, dass, wenn es zwischen Polen und der Tschechoslowakei zu einem Konflikt bezüglich der polnischen Interessen in Tschechien komme, das Reich sich auf die polnische Seite stellen werde. Der Nazi-Führer gab sogar Hinweise und Ratschläge, dass der Beginn der polnischen Aktionen erst nach der Besetzung des Sudetenlands durch die Deutschen erfolgen solle.

Polen war sich bewusst, dass seine Eroberungspläne ohne Unterstützung durch Hitler zum Scheitern verurteilt gewesen wären. An dieser Stelle möchte ich die Aufzeichnung des Gespräches des deutschen Botschafters in Warschau, Hans-Adolf von Moltke, mit Jozef Beck vom 1. Oktober 1938 über die polnisch-tschechischen Beziehungen und die Position der UdSSR zu dieser Frage zitieren. Dort steht geschrieben, Herr Beck… habe sich für die loyale Interpretation der polnischen Interessen auf der Münchner Konferenz sowie für die Aufrichtigkeit der Beziehungen während des tschechischen Konflikts sehr bedankt. Die Regierung und die Öffentlichkeit von Polen würden die Position des Führers und Reichskanzlers voll und ganz würdigen.

Die Teilung der Tschechoslowakei war grausam und zynisch. München zerstörte sogar jene formellen und zerbrechlichen Garantien, die auf dem Kontinent geblieben waren, und zeigte, dass gegenseitige Vereinbarungen nichts wert sind. Gerade das Münchner Abkommen diente als Auslöser, nach dem ein großer Krieg in Europa unvermeidlich wurde.

Heute möchten europäische Politiker, vor allem polnische Spitzenpolitiker, München "verschweigen". Warum? Nicht nur deswegen, weil ihre Länder damals ihre Verpflichtungen verraten haben und das Münchner Komplott unterstützten, wobei einige sogar an der Teilung der Beute teilnahmen, sondern auch weil es unangenehm ist, sich daran zu erinnern, dass sich nur die UdSSR an jenen dramatischen Tagen für die Tschechoslowakei eingesetzt hat. 

Die Sowjetunion versuchte auf der Basis ihrer internationalen Verpflichtungen, darunter auch der Abkommen mit Frankreich und der Tschechoslowakei, die Tragödie zu verhindern. Polen hat hingegen, seine Interessen verfolgend, mit allen Kräften die Schaffung eines kollektiven Sicherheitssystems in Europa verhindert. Am 19. September 1938 hat der polnische Außenminister Jozef Beck dem bereits erwähnten Botschafter Jozef Lipski vor seinem Treffen mit Hitler unmittelbar darüber geschrieben: "…Im Laufe des vergangenen Jahres hat die polnische Regierung viermal das Angebot abgelehnt, sich der internationalen Einmischung zum Schutz der Tschechoslowakei anzuschließen."

Großbritannien und Frankreich, das damals der wichtigste Verbündete der Tschechen und Slowaken war, entschieden sich dafür, auf ihre Garantien zu verzichten und dieses osteuropäische Land zum Zerreißen vorzuwerfen. Nicht nur vorzuwerfen, sondern die Bestrebungen der Nazis in den Osten zu lenken, mit dem Ziel, dass Deutschland und die Sowjetunion unvermeidlich aufeinanderstoßen und einander ausbluten könnten.

Gerade darin bestand die westliche Politik der "Befriedung". Und nicht nur in Bezug auf das Dritte Reich, sondern auch auf andere Teilnehmer des sogenannten Antikomintern-Pakts - das faschistische Italien und das militaristische Japan. Ihr Höhepunkt im Fernen Osten war das anglo-japanische Abkommen vom Sommer 1939, das Tokio Handlungsfreiheit in China gewährte. Die führenden europäischen Mächte wollten nicht zugeben, welche tödliche Gefahr für die Welt von Deutschland und seinen Verbündeten ausging, und rechneten damit, dass der Krieg an ihnen vorbeigehen würde.

Das Münchner Komplott zeigte der Sowjetunion, dass die westlichen Länder Sicherheitsfragen lösen werden, ohne Rücksicht auf die sowjetischen Interessen zu nehmen und bei passender Gelegenheit eine antisowjetische Front bilden könnten.

Gleichzeitig versuchte die Sowjetunion bis zur letzten Möglichkeit, jede Chance zu nutzen, um eine Anti-Hitler-Koalition zu bilden, ich wiederhole, trotz der doppelzüngigen Position der westlichen Länder. So erhielt die sowjetische Führung über Geheimdienste im Sommer 1939 eingehende Informationen über die englisch-deutschen Kontakte hinter den Kulissen. Ich mache darauf aufmerksam, dass sie durchaus intensiv erfolgten, wobei praktisch gleichzeitig die westlichen Partner im Gegenteil die trilateralen Verhandlungen von Vertretern Frankreichs, Großbritanniens und der UdSSR bewusst verzögerten. Ich werde in diesem Zusammenhang ein Dokument aus den britischen Archiven zitieren - das ist eine Anweisung der britischen Militärmission, die im August 1939 nach Moskau kam. Darin wird direkt gesagt, dass die Delegation "die Verhandlungen sehr langsam führen muss"; dass "die Regierung des Vereinigten Königreichs nicht bereit ist, die im Detail vorgeschriebenen Verpflichtungen zu übernehmen, die unsere Handlungsfreiheit unter irgendwelchen Umständen einschränken könnten". Ich möchte auch betonen, dass die sowjetische Delegation im Unterschied zu den Briten und Franzosen die obersten Führer der Roten Armee geleitet hatten, die über alle notwendigen Befugnisse verfügten, um "eine Militärkonvention zu Fragen der Organisation der militärischen Verteidigung Englands, Frankreichs und der UdSSR gegen die Aggression in Europa zu unterzeichnen".    

Seine Rolle beim Scheitern der Verhandlungen spielte Polen, das keine Verpflichtungen gegenüber der sowjetischen Seite übernehmen wollte. Selbst unter dem Druck der westlichen Verbündeten lehnte die polnische Führung ein gemeinsames Vorgehen mit der Roten Armee beim Widerstand gegen die Wehrmacht ab. Und erst als bekannt wurde, dass Ribbentrop nach  Moskau gekommen war, benachrichtigte Beck widerwillig, nicht direkt, sondern durch französische Diplomaten die sowjetische Seite: Im Falle gemeinsamer Aktionen gegen die deutsche Aggression sei eine Zusammenarbeit zwischen Polen und der UdSSR, unter den technischen Bedingungen, die festgelegt werden müssten, nicht ausgeschlossen. Zugleich erläuterte er seinen Kollegen: "Ich bin nicht gegen diese Formulierung nur, wenn sie dem Zweck dient, die Taktik zu erleichtern. Unsere grundsätzliche Haltung gegenüber der UdSSR ist aber endgültig und bleibt unverändert".

In der entstandenen Situation unterzeichnete die Sowjetunion den Nichtangriffspakt mit Deutschland und tat dies faktisch als Letztes der europäischen Länder, und das vor dem Hintergrund der realen Gefahr, mit einem Zweifrontenkrieg konfrontiert zu werden - mit Deutschland im Westen und mit Japan im Osten, wo bereits intensive Kämpfe am Fluss Chalcha stattfanden.

Stalin und sein Umfeld verdienen viele gerechte Vorwürfe. Wir erinnern uns an die Verbrechen des Regimes gegen das eigene Volk und an die Entsetzlichkeit der Massenrepressionen. Ich wiederhole, man kann den sowjetischen Führern vieles vorwerfen, aber nicht das, dass es ihnen an Verständnis für den Charakter der äußeren Bedrohungen mangelte. Sie sahen, dass man versuchte, die Sowjetunion allein mit Deutschland und seinen Verbündeten zu lassen. Sie handelten, diese reale Gefahr erkennend, um wertvolle Zeit für die Festigung der Verteidigung des Landes zu gewinnen.

In Bezug auf den damals geschlossenen Nichtangriffspakt gibt es jetzt viel Gerede und Beanstandungen gegenüber dem jetzigen Russland. Ja, Russland ist der Nachfolgestaat der UdSSR, und die sowjetische Periode mit all ihren Triumphen und Tragödien ist ein untrennbarer Bestandteil unserer tausendjährigen Geschichte. Ich erinnere aber auch daran, dass die Sowjetunion dem sogenannten Molotow-Ribbentrop-Pakt eine rechtliche und moralische Bewertung gegeben hat. In der Verordnung des Obersten Sowjets vom 24. Dezember 1989 wurden die Geheimprotokolle als "Akt der persönlichen Macht" offiziell verurteilt, der in keiner Weise "den Willen des sowjetischen Volkes, das nicht für diese Absprache verantwortlich ist, widerspiegelt".

Dennoch bevorzugen andere Staaten, sich nicht an die Abkommen zu erinnern, unter denen die Unterschriften von Nazis und westlichen Politikern stehen. Nicht vergessen ist dabei auch die rechtliche oder politische Bewertung dieser Zusammenarbeit, darunter auch der stillschweigenden Kompromissbereitschaft einiger europäischer Politiker mit den barbarischen Plänen der Nazis bis zu ihrer direkten Förderung. Der zynische Satz des polnischen Botschafters in Deutschland, Jozef Lipski, den er beim Gespräch mit Hitler am 20. September 1938 sagte, spricht Bände: "…Für die Lösung der jüdischen Frage werden wir [Polen] ihm… ein schönes Denkmal in Warschau aufstellen".

Wir wissen auch nicht, ob es irgendwelche "geheime Protokolle" und Anhänge zu den Vereinbarungen einiger Länder mit den Nazis gab. Es bleibt nur, aufs Wort zu glauben. Unter anderem sind Materialien über geheime anglo-deutsche Gespräche bis heute nicht freigegeben worden. Daher rufen wir alle Staaten dazu auf, den Prozess der Öffnung ihrer Archive, die Veröffentlichung bisher unbekannter Dokumente aus der Vorkriegs- und Kriegszeit zu intensivieren - so, wie es Russland in den vergangenen Jahren getan hat. Wir sind hier zu einer breiten Zusammenarbeit, zu gemeinsamen Forschungsprojekten von Historikern bereit.

Aber kehren wir zu den Ereignissen zurück, die dem Zweiten Weltkrieg unmittelbar vorausgingen. Es war naiv zu glauben, dass Hitler keine weiteren territorialen Ansprüche erheben würde, nachdem er mit der Tschechoslowakei fertig war. Diesmal gegenüber seinem jüngsten Komplizen bei der Teilung der Tschechoslowakei - Polen. Als Anlass diente hier übrigens auch das Erbe von Versailles - das Schicksal des so genannten Danziger Korridors. Die darauffolgende Tragödie Polens liegt voll und ganz auf dem Gewissen der damaligen polnischen Führung, die die Bildung des Militärbündnisses zwischen England, Frankreich und der Sowjetunion verhinderte, sich auf die Hilfe der westlichen Partner verließ und sein Volk unter die Walze der Hitler-Zerstörungsmaschine stellte.

Die deutsche Offensive entwickelte sich in voller Übereinstimmung mit der Blitzkrieg-Doktrin. Trotz des erbitterten, heroischen Widerstandes der polnischen Armee standen die deutschen Truppen bereits eine Woche nach Kriegsbeginn, am 8. September 1939, kurz vor Warschau. Und die militärpolitische Spitze Polens flüchtete bis zum 17. September auf das Territorium Rumäniens und verriet ihr Volk, das den Kampf gegen die Eindringlinge fortsetzte.

Die westlichen Verbündeten haben die polnischen Erwartungen nicht erfüllt. Nachdem Deutschland den Krieg erklärt hatte, rückten die französischen Truppen nur einige Dutzend Kilometer tief in deutsches Territorium vor. All dies sah nur wie eine Demonstration aktiver Handlungen aus. Außerdem beschloss der britisch-französische Oberste Militärrat, der erstmals am 12. September 1939 im französischen Abville zusammentraf, die Offensive wegen der schnellen Entwicklung der Ereignisse in Polen völlig einzustellen. Es begann der so genannte "Sitzkrieg". Ein direkter Verrat Frankreichs und Englands an ihren Verpflichtungen gegenüber Polen ist nicht zu übersehen.

Später haben die deutschen Generäle im Laufe der Nürnberger Prozesse ihre schnellen Erfolge im Osten folgendermaßen erklärt. Der ehemalige Chef des Wehrmachtführungsstabes im Oberkommando der Wehrmacht, Alfred Jodl, gab zu, dass die Nazis eine Niederlage bereits 1939 nur deshalb nicht erlitten hätten, weil rund 110 französische und englische Divisionen, denen während des deutschen Krieges gegen Polen 23 Wehrmachtdivisionen gegenüberstanden hätten, völlig untätig gewesen seien.

Ich habe darum gebeten, die ganze Reihe von Materialien, die mit den Kontakten der UdSSR und Deutschlands in den dramatischen Tagen im August und September 1939 verbunden sind, in den Archiven zugänglich zu machen. Wie aus den Dokumenten hervorgeht, legte Punkt 2 des Geheimprotokolls zum Nichtangriffspakt zwischen Deutschland und der UdSSR vom 23. August 1939 fest, dass die Grenze der Interessenbereiche der beiden Länder im Falle der territorialpolitischen Neuordnung der Gebiete, die Teil des Polnischen Staates sind, "ungefähr über die Linien der Flüsse Narew, Weichsel und Sana verlaufen sollte". Mit anderen Worten, umfasste die sowjetische Einflusszone demnach nicht nur Gebiete, wo mehrheitlich die ukrainische und weißrussische Bevölkerung ansässig war, aber auch historische polnische Ländereien zwischen dem Bug und der Weichsel.

Von dieser Tatsache wissen jetzt bei Weitem nicht alle. Wie auch davon, dass Berlin unmittelbar nach dem Angriff auf Polen in den ersten Septembertagen 1939 Moskau beharrlich und mehrmals dazu aufgefordert hatte, sich den Kriegshandlungen anzuschließen. Die sowjetische Führung ignorierte aber diese Aufforderungen und wollte bis zur letzten Möglichkeit nicht in die sich dramatisch entwickelnden Ereignisse hineingezogen werden.

Erst als endgültig klar wurde, dass Großbritannien und Frankreich nicht anstrebten, ihren Verbündeten zu helfen, und die Wehrmacht dazu fähig war, schnell ganz Polen zu besetzen und sich tatsächlich Minsk zu nähern, wurde beschlossen, am Morgen des 17. September Truppen der Roten Armee in die sogenannten östlichen Kresy zu verlegen - jetzt sind es Teile des Territoriums von Weißrussland, der Ukraine und Litauen.

Offensichtlich gab es keine anderen Optionen. Andernfalls hätten die Risiken für die UdSSR mehrfach zugenommen, da, ich wiederhole, die alte sowjetische Grenze nur ein paar Dutzend Kilometer von Minsk entfernt verlief, und der unvermeidliche Krieg gegen die Nazis für das Land von äußerst ungünstigen strategischen Stellungen begonnen hätte. Und Millionen Menschen verschiedener Nationalitäten, darunter Juden, die bei Brest und Grodno, Przemysl, Lwiw und Wilna lebten, würden den Nazis und ihren örtlichen Schergen - den Antisemiten und den radikalen Nationalisten - zur Vernichtung vorgeworfen.

Gerade die Tatsache, dass die Sowjetunion bis zur letzten Gelegenheit versuchte, die Teilnahme an dem sich entflammenden Konflikt zu vermeiden und nicht auf der Seite Deutschlands spielen wollte, führte dazu, dass die reale Berührung der sowjetischen und deutschen Truppen viel östlicher der im Geheimprotokoll festgelegten Grenzen erfolgte. Nicht über die Weichsel, sondern über die sogenannte Curzon-Linie, die noch 1919 von der Entente als östliche Grenze Polens empfohlen worden war.

Wie bekannt ist der Konjunktiv gegenüber den bereits geschehenen Ereignissen schwierig anzuwenden. Ich werde nur sagen, dass die sowjetische Führung im September 1939 die Möglichkeit hatte, die Westgrenze der UdSSR noch weiter nach Westen, bis nach Warschau zu verschieben, beschloss aber, dies nicht zu tun.

Die Deutschen schlugen vor, einen neuen Status-quo zu fixieren. Am 28. September 1939 unterzeichneten in Moskau Ribbentrop und Molotow den Vertrag über Freundschaft und die Grenze zwischen der UdSSR und Deutschland, sowie das Geheimprotokoll über die Änderung der Staatsgrenze. Als solche galt die Demarkationslinie, wo de-facto die beiden Armeen standen.

Ihre militärisch-strategischen und defensiven Aufgaben lösend, begann die Sowjetunion im Herbst 1939 mit der Inkorporation Lettlands, Litauens und Estlands. Ihr Beitritt zur UdSSR erfolgte auf vertraglicher Basis, mit Zustimmung der gewählten Behörden. Dies entsprach den Normen des Völker - und Staatsrechts der damaligen Zeit. Darüber hinaus wurden die Stadt Wilna und das angrenzende Gebiet, die früher Teil Polens waren, im Oktober 1939 an Litauen zurückgegeben. Die baltischen Republiken behielten im Bestand der UdSSR ihre Behörden sowie Sprache bei und waren in den obersten sowjetischen Staatsstrukturen vertreten.

In all diesen Monaten hörte der für ein fremdes Auge unsichtbare diplomatische und militärisch-politische Kampf, die Arbeit der Geheimdienste nicht auf. Für Moskau war es klar, dass sich vor ihm ein unversöhnlicher und grausamer Feind befand und dass der verborgene Krieg gegen den Nazismus bereits im Gang war. Es gibt keinen Grund, offizielle Erklärungen, die damaligen formellen Noten als einen Beweis der "Freundschaft" zwischen der UdSSR und Deutschland zu betrachten. Die UdSSR pflegte aktive Handels- und technische Kontakte nicht nur mit Deutschland, sondern auch mit anderen Ländern. Dabei versuchte Hitler immer wieder, die UdSSR in die Konfrontation mit Großbritannien hineinzuziehen. Die sowjetische Führung ließ sich aber nicht dafür gewinnen.

Den letzten Versuch, die Sowjetunion zum gemeinsamen Vorgehen zu bewegen, unternahm Hitler während des Besuchs von Molotow im November 1940 in Berlin. Molotow befolgte aber exakt die Anweisungen von Stalin und beschränkte sich auf allgemeine Gespräche über die Idee der Deutschen in Bezug auf den Beitritt der UdSSR zum Dreimächteparkt - dem Bündnis von Deutschland, Italien und Japan, das im September 1940 unterzeichnet wurde und gegen Großbritannien und die USA gerichtet war. Es ist nicht zufällig, dass Molotow bereits am 17. November den bevollmächtigten Vertreter der Sowjetunion in London, Iwan Majskij, wie folgt anleitete: "Für Ihre Orientierung … wurde in Berlin kein Vertrag unterzeichnet und man hat nicht beabsichtigt, dies zu tun. Die Sache in Berlin hat sich auf den Meinungsaustausch beschränkt… Die Deutschen und die Japaner wollen uns offenbar sehr in Richtung Golf und Indien drängen. Wir haben die Diskussion über diese Frage abgelehnt, weil wir solche Ratschläge seitens Deutschlands für unangemessen halten". Am 25. November zog die sowjetische Führung sogar einen Strich darunter: Sie stellte Berlin offiziell für die Nazis unannehmbare Bedingungen, einschließlich des Abzugs der deutschen Truppen aus Finnland, des Vertrages über gegenseitige Hilfe zwischen der UdSSR und Bulgarien, und eine Reihe anderer. Damit schloss sie bewusst jede Möglichkeit für sich aus, dem Pakt beizutreten. Diese Position stärkte den Führer endgültig in seiner Absicht, einen Krieg gegen die UdSSR zu entfesseln. Und bereits im Dezember schob Hitler alle Warnungen seiner Strategen vor der katastrophalen Gefahr eines Zweifrontenkrieges beiseite und genehmigte den Plan "Barbarossa". Er tat dies mit dem Wissen, dass gerade die Sowjetunion die Hauptstärke war, die ihm in Europa gegenüberstand, und dass der bevorstehende Kampf im Osten den Ausgang des Weltkriegs bestimmen würde. Er war sich darin sicher, dass der Feldzug nach Moskau kurz und erfolgreich sein würde.

Ich möchte besonders betonen, dass die westlichen Länder damals den sowjetischen Handlungen faktisch zustimmten und das Streben der Sowjetunion, ihre Sicherheit zu gewährleisten, anerkannten. Bereits am 1. Oktober 1939 sagte Winston Churchill, damals noch der Erste Lord der britischen Admiralität, im Rundfunk Folgendes: "Russland betreibt eine kalte Politik der eigenen Interessen… Für den Schutz Russlands vor nazistischer Gefahr brauchte es offensichtlich, dass die russischen Armeen an dieser Linie [der neuen westlichen Grenze] stehen". Am 4. Oktober 1939 sagte der britische Außenminister Earl Halifax im House of Lords, man müsse daran erinnern,  dass das Vorgehen der sowjetischen Regierung darin bestanden habe, die  Grenze im Grunde genommen bis zu der Linie zu verschieben, die während der Versailler Konferenz von Lord Curzon empfohlen worden sei… "Ich führe nur historische Fakten an und glaube, dass diese unbestreitbar sind", so Halifax. Der bekannte britische Politiker und Staatsmann David Lloyd George betonte: "Die russischen Armeen besetzten Territorien, die nicht zu Polen gehören und die Polen nach dem Ersten Weltkrieg gewaltsam besetzt hatte… Es wäre ein Akt von verbrecherischem Wahnsinn, das russische Vorrücken auf ein Brett mit dem Vorrücken der Deutschen zu setzen".

Bei informellen Gesprächen mit dem bevollmächtigten Vertreter der Sowjetunion Majskij redeten hochrangige englische Politiker und Diplomaten offener. Im Oktober 1939 teilte der damalige britische Vize-Außenminister, R. Butler, mit, dass in englischen Regierungskreisen die Meinung vertreten werde, dass von der Rückgabe der West-Ukraine und Weißrusslands an Polen keine Rede sein könne. Wenn es gelungen wäre, ein ethnographisches Polen von bescheidener Größe, mit einer Garantie nicht nur der UdSSR und Deutschlands, sondern auch Englands und Frankreichs zu gründen, würde die britische Regierung sich als sehr zufriedengestellt betrachten, so der Diplomat. Am 27. Oktober 1939 sagte einer der wichtigsten Berater Chamberlains, H. Wilson: "Polen ist … als eigenständiger Staat auf seiner ethnographischen Basis wiederherzustellen, jedoch ohne die West-Ukraine und Weißrussland.

Erwähnenswert ist, dass während dieses Gesprächs ein Versuchsballon für die Verbesserung der sowjetisch-britischen Beziehungen lanciert wurde. Diese Kontakte legten in vieler Hinsicht den Grundstein für die künftige Anti-Hitler-Koalition. Unter den verantwortlichen weitsichtigen Politikern zeichnete sich W. Churchill ab, der trotz der bekannten Antipathie gegenüber der UdSSR auch früher für eine Zusammenarbeit mit ihr plädierte. Noch im Mai 1939 sagte er im Haus der Gemeinen: "Wir werden in eine tödliche Gefahr geraten, wenn wir kein großes Bündnis gegen die Aggression werden aufbauen können. Es wäre die größte Dummheit, wenn wir die natürliche Zusammenarbeit mit Sowjetrussland ablehnen würden". Und schon nach Beginn der Kampfhandlungen in Europa - bei dem Treffen mit I. Majskij am 6. Oktober 1939 - sagte er vertraulich: "…Zwischen Großbritannien und der UdSSR gibt es keine großen Widersprüche, und daher gibt es keinen Grund für angespannte und unbefriedigende Beziehungen. Die britische Regierung… möchte die Handelsbeziehungen ausbauen… Sie würde auch bereit sein, alle anderen Maßnahmen zu diskutieren, die zur Verbesserung der Beziehungen beitragen könnten".

Der Zweite Weltkrieg brach nicht von heute auf morgen aus, er begann nicht unerwartet, nicht plötzlich. Und die deutsche Aggression gegen Polen war auch nicht unerwartet. Es ist das Ergebnis vieler Tendenzen und Faktoren in der Weltpolitik jener Zeit. Alle Vorkriegsereignisse reihten sich in eine schicksalhafte Kette ein. Aber das Wichtigste, was die größte Tragödie in der Geschichte der Menschheit vorbestimmte, war natürlich der staatliche Egoismus, die Feigheit, die Nachsicht gegenüber einem Aggressor, der an Stärke gewann, und die Nichtbereitschaft der politischen Eliten, einen Kompromiss zu suchen.

Daher ist es ungerecht zu behaupten, dass der zweitägige Besuch des Nazi-Außenministers Ribbentrop in Moskau der zentrale Grund ist, der zum Zweiten Weltkrieg geführt hat. Alle führenden Länder haben seinen Ausbruch in dem einen oder anderem Maße zu verantworten. Jedes von denen hat nicht wieder gut zu machende Fehler in der selbstgefälligen Zuversicht begangen, dass man andere überlisten, einseitige Vorteile für sich gewinnen und dem heranrückenden globalen Unheil ausweichen kann. Für diese Kurzsichtigkeit, für den Verzicht auf die Schaffung eines Systems der kollektiven Sicherheit mussten Millionen Menschen mit ihrem Leben und riesigen Verlusten zahlen.

Ich schreibe das ohne die geringste Absicht, die Rolle eines Richters zu übernehmen, jemanden zu beschuldigen oder zu rechtfertigen oder gar eine neue Runde der internationalen Informationskonfrontation im historischen Bereich loszutreten, die Staaten und Völker gegeneinander aufbringen kann. Ich bin der Meinung, dass die Suche nach ausgewogenen Bewertungen vergangener Ereignisse der akademischen Wissenschaft mit einer breiten Vertretung namhafter Forscher überlassen werden sollte. Wir alle brauchen Wahrheit und Objektivität. Ich persönlich habe meine Kollegen immer zu einem ruhigen, offenen und vertrauensvollen Dialog aufgefordert, zu einem selbstkritischen und unvoreingenommenen Blick auf die gemeinsame Vergangenheit. Ein solcher Ansatz wird es uns ermöglichen, die damals begangenen Fehler nicht mehr zu wiederholen und eine friedliche und erfolgreiche Entwicklung für die kommenden vielen Jahre sicherzustellen.

Viele unserer Partner sind jedoch noch nicht bereit, zusammenzuarbeiten. Im Gegenteil, um ihre Ziele zu erreichen, erhöhen sie die Anzahl und das Ausmaß der Informationsangriffe gegen unser Land, wollen es dazu bringen, dass es sich rechtfertigt und schuldig fühlt; sie verabschieden durch und durch scheinheilige politisierte Resolutionen. So wurde in der am 19. September 2019 vom Europäischen Parlament gebilligten Entschließung zur "Erhaltung des historischen Gedächtnisses für die Zukunft Europas" die UdSSR zusammen mit Nazideutschland direkt beschuldigt, den Zweiten Weltkrieg entfesselt zu haben. Es fehlte natürlich jegliche Erwähnung von München.

Ich glaube, dass derartige "Papiere" - ich kann diese Resolution nicht als Dokument bezeichnen - offenbar Skandale bezwecken und reale Gefahren in sich bergen. Immerhin wurde sie von einem sehr angesehenen Organ verabschiedet. Und was hat dieses damit demonstriert? So traurig es auch klingen mag: eine bewusste Politik der Zerstörung der Nachkriegsweltordnung, deren Schaffung eine Frage der Ehre und Verantwortung für die Länder war, von denen einige Vertreter heute für diese verlogene Resolution gestimmt haben. Und damit erheben sie die Hand gegen die Schlüsse des Nürnberger Tribunals und die Bemühungen der Weltgemeinschaft, welche nach dem Sieg von 1945 universelle internationale Institutionen schuf. Ich erinnere in diesem Zusammenhang daran, dass selbst der Prozess der europäischen Integration, bei dem die entsprechenden Strukturen einschließlich des Europäischen Parlaments geschaffen wurden, nur dank den Lehren aus der Vergangenheit, ihrer klaren rechtlichen und politischen Einschätzung möglich wurde. Und diejenigen, die diesen Konsens bewusst in Frage stellen, zerstören die Grundlagen des Nachkriegseuropas.

Neben der Bedrohung für die Grundprinzipien der Weltordnung gibt es auch eine moralische Seite. Spott und Hohn gegenüber dem Gedenken - das ist eine Gemeinheit. Eine Gemeinheit kann absichtlich, scheinheilig und völlig bewusst sein, wenn in den Erklärungen zum 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs alle Mitglieder der Anti-Hitler-Koalition aufgelistet werden - außer der UdSSR. Eine Gemeinheit kann feige sein, wenn Denkmäler abgerissen werden, die zu Ehren der Kämpfer gegen den Nationalsozialismus errichtet wurden, während dieses beschämende Verhalten mit verlogenen Kampfparolen gegen eine unliebsame Ideologie und eine angebliche Besetzung gerechtfertigt wird. Eine Gemeinheit kann auch blutig sein, wenn diejenigen, die sich gegen Neonazis und die Nachfahren von Bandera einsetzen, getötet und verbrannt werden. Ich wiederhole: Eine Gemeinheit manifestiert sich auf verschiedene Weise, deswegen hört sie aber nicht auf, ekelhaft zu sein.

Das Vergessen der Lehren aus der Geschichte wird unweigerlich hart bestraft. Wir werden die Wahrheit auf der Grundlage dokumentierter historischer Fakten entschlossen verteidigen und auch weiterhin ehrlich und unparteiisch über die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs sprechen. Diesem Ziel soll auch ein russisches Großprojekt zur Schaffung der größten Sammlung von Archivdokumenten, Film- und Fotomaterialien über die Geschichte des Zweiten Weltkriegs und der Vorkriegszeit dienen.

Diese Arbeit ist bereits im Gange. Bei der Vorbereitung dieses Artikels habe ich auch viele neue, kürzlich gefundene und freigegebene Materialien verwendet. Und aus diesem Grund kann ich mit voller Verantwortung sagen, dass es keine Archivdokumente gibt, welche die Version über die Absicht der UdSSR bestätigen würden, einen Präventivkrieg gegen Deutschland zu entfesseln. Ja, die sowjetische Militärführung hielt sich an die Doktrin, dass die Rote Armee im Falle einer Aggression den Feind schnell abwehren, in die Offensive gehen und den Krieg auf feindlichem Gebiet weiterführen soll. Solche strategischen Pläne bedeuteten jedoch keineswegs die Absicht, Deutschland zuerst anzugreifen.

Natürlich verfügen die Historiker heute über Dokumente der Militärplanung, die Richtlinien sowjetischer und deutscher Militärstäbe. Schließlich wissen wir, wie sich die Ereignisse in der Tat entwickelt haben. Von der Höhe dieses Wissens aus sprechen viele über das Vorgehen, die Fehler und Fehleinschätzungen der militärpolitischen Führung des Landes. In diesem Zusammenhang möchte ich eines sagen: Neben einer Riesenflut an Desinformationen verschiedener Art erhielten die sowjetischen Spitzenpolitiker auch wahrhaftige Informationen über die bevorstehende Aggression der Nazis. In den Vorkriegsmonaten unternahmen sie also Schritte, um die Kampfbereitschaft des Landes zu erhöhen, darunter auch die heimliche Einberufung eines Teils der Wehrpflichtigen zu Übungen und die Verlegung von Formationen und Reserven näher an die Westgrenze.

Der Krieg kam nicht plötzlich: Man erwartete ihn und bereitete sich darauf vor. Aber der Schlag der Nazis hatte in der Tat eine noch nie gesehene zerstörerische Kraft. Am 22. Juni 1941 war die Sowjetunion mit der mächtigsten, am stärksten mobilisierten und ausgebildeten Armee der Welt konfrontiert, der das industrielle, wirtschaftliche und militärische Potenzial von ganz Europa zur Verfügung stand. An dieser tödlichen Invasion nahmen nicht nur die Wehrmacht, sondern auch die Satellitenstaaten Deutschlands, die Militärkontingente vieler anderer Länder des europäischen Kontinents teil.

Die schwersten militärischen Niederlagen von 1941 brachten das Land an den Rand einer Katastrophe. Die Kampfbereitschaft und die Kontrolle mussten durch außergewöhnliche Methoden wiederhergestellt werden, durch die allgemeine Mobilisierung und durch die Anstrengung aller Kräfte des Staates und des Volkes. Bereits im Sommer 1941 begann unter dem Beschuss des Feindes die Evakuierung von Millionen von Bürgern, Hunderten von Fabriken und Industrien in den Osten des Landes. In kürzester Zeit wurde im Hinterland die Produktion von Waffen und Munition in die Wege geleitet; diese trafen bereits im ersten Kriegswinter an der Front ein, und bis zum Jahr 1943 wurde die Kriegsproduktion Deutschlands und seiner Verbündeten überholt. Innerhalb von eineinhalb Jahren vollbrachten die sowjetischen Menschen etwas, was als unmöglich erschien, sowohl an der Front wie auch in der Etappe. Und es ist immer noch schwer zu erkennen, zu verstehen und sich vorzustellen, welche unglaublichen Anstrengungen, Mut und Hingabe diese großen Erfolge erforderten.

Gegen die mächtige, bis an die Zähne bewaffnete, kaltblütige und aggressive Nazi-Maschinerie erhob sich die gigantische Kraft der sowjetischen Gesellschaft, vereint durch den Wunsch, ihr Heimatland zu schützen, sich am Feind zu rächen, der das friedliche Leben, Pläne und Hoffnungen zerbrach und zerschmetterte.

Natürlich überkamen manche Menschen während dieses schrecklichen, blutigen Krieges Angst, Verwirrung und Verzweiflung. Es gab Verrat und Fahnenflucht. Die brutalen Risse, die durch die Revoluion und den Bürgerkrieg entstanden waren, sowie der Nihilismus, die spöttische Haltung gegenüber der nationalen Geschichte, den Traditionen und dem Glauben - all dies, was die Bolschewiki durchzusetzen versuchten - machte sich besonders in den ersten Jahren nach ihrer Machtübernahme bemerkbar. Aber die allgemeine Haltung der sowjetischen Bürger und unserer Landsleute, die sich im Ausland befanden, war anders - es ging ihnen um die Rettung und Bewahrung ihrer Heimat. Es war ein echter, unaufhaltsamer Impuls. Die Menschen versuchten, in wahren patriotischen Werten ihre Stütze zu finden.

Die "Strategen" der Nazis waren überzeugt, dass ein riesiger multinationaler Staat leicht zerschlagen werden könnte. Man rechnete damit, dass der unerwartete Krieg, seine Unbarmherzigkeit und die dadurch entstandene unerträgliche Last die interethnischen Beziehungen zwangsläufig zuspitzen würden, und dass man auf diese Weise das Land werde leicht zerstückeln können. Hitler erklärte auch unverblümt, dass die deutsche Politik gegenüber den Völkern, die in den Weiten Russlands lebten, darin bestehen sollte, dort jede Form von Zwietracht und Spaltung zu säen.

Aber vom ersten Tag an wurde klar, dass der Plan der Nazis gescheitert war. Die Festung Brest wurde von Soldaten von mehr als dreißig Ethnien bis zum letzten Blutstropfen verteidigt. Im Laufe des gesamten Krieges - sowohl in großen entscheidenden Schlachten als auch bei der Verteidigung jedes Brückenkopfes, jedes Meters des Heimatlandes - sehen wir Beispiele für diese Einheit.

Für Millionen von Evakuierten wurden die Wolga-Region und der Ural, Sibirien und Fernost, die Republiken Zentralasiens und des Kaukasus zu ihrer Heimat. Ihre Bewohner teilten sich alles, was sie noch hatten, und unterstützten sich gegenseitig wie sie nur konnten. Die Freundschaft der Völker und deren gegenseitige Unterstützung wurde für den Feind zu einer echten unzerstörbaren Festung.

Den grundlegenden und entscheidenden Beitrag zur Zerschlagung des Nationalsozialismus leisteten die Sowjetunion und die Rote Armee - egal was man zu beweisen versucht. Die Helden, die bis zum Ende kämpften, eingekesselt bei Bialystok und Mogilev, Uman und Kiew, Wjasma und Charkow. Sie gingen in die Offensive in der Nähe von Moskau und Stalingrad, Sewastopol und Odessa, Kursk und Smolensk. Sie befreiten Warschau, Belgrad, Wien und Prag. Sie stürmten Königsberg und Berlin.

Wir setzen uns für die wirkliche, nicht geglättete oder lackierte Wahrheit über den Krieg ein. Diese volkstümliche, menschliche Wahrheit - hart, bitter und gnadenlos - wurde uns größtenteils von Schriftstellern und Dichtern vermittelt, die durch das Feuer und die Hölle der Front gingen. Für mich, wie auch für andere Generationen, hinterließen ihre ehrlichen und tiefen Geschichten, ihre Romane, ihre durchdringende "Leutnant-Prosa" und die Gedichte für immer eine Spur in der Seele, sie wurden zu einem Testament, das uns sagte, die Veteranen zu ehren, die für den Sieg alles in ihrer Macht stehende getan haben, und uns an die diejenigen erinnern, die auf den Schlachtfeldern gefallen sind.

Und heute sind die einfachen und großartigen Zeilen von Alexander Twardowskis Gedicht "Ich wurde bei Rschew getötet …" - einem Gedicht, das den Teilnehmern der blutigen und brutalen Schlacht des Großen Vaterländischen Krieges im zentralen Teil der sowjetisch-deutschen Front gewidmet ist - einfach erschütternd. Allein bei den Kämpfen um die Stadt Rschew und den Frontvorsprung von Rschew vom Oktober 1941 bis März 1943 verlor die Rote Armee einschließlich der Verwundeten und Vermissten 1.342.888 Menschen. Ich nenne diese beängstigenden, tragischen, noch unvollständigen und aus Archivquellen stammenden Zahlen zum ersten Mal, als Hommage an die Leistung der bekannten sowie der namenlosen Helden, von denen in den Nachkriegsjahren aus verschiedenen Gründen ungerecht, wenig oder gar nicht gesprochen wurde.

Ich möchte ein weiteres Dokument vorbringen. Es ist der Bericht der Internationalen Kommission für deutsche Reparationen unter der Leitung von I. Maysky, der im Februar 1945 erstellt wurde. Aufgabe der Kommission war es, die Formel festzulegen, gemäß der das besiegte Deutschland die erlittenen Schäden der Siegermächte kompensieren sollte. Die Kommission kam zu folgendem Schluss: "Die Zahl der Soldatentage, die Deutschland an der sowjetischen Kriegsfront verbracht hat, übersteigt die Zahl der Soldatentage an allen anderen alliierten Fronten um mindestens das Zehnfache. Die sowjetische Front vernichtete auch vier Fünftel der deutschen Panzer und etwa zwei Drittel der deutschen Flugzeuge." Insgesamt entfielen auf die UdSSR rund 75 Prozent aller militärischen Bemühungen der Anti-Hitler-Koalition. Zur Kriegszeit hatte die Rote Armee 626 Divisionen der Achsenmächte ‚aufgerieben‘, davon waren 508 deutsche.

Am 28. April 1942 erklärte Roosevelt in seiner Ansprache an die amerikanische Nation, dass die russischen Truppen mehr Soldaten, Flugzeuge, Panzer und Kanonen des gemeinsamen Feinds vernichtet hätten und weiter vernichten würden, als alle übrigen alliierten Nationen zusammengenommen. In seinem Schreiben vom 27. September 1944 an Stalin  schrieb Churchill, dass es die russische Armee gewesen sei, die das Eingeweide der deutschen Militärmaschinerie herausgeschnitten habe.

Diese Einschätzung hatte weltweit Anklang gefunden. Denn diese Worte enthalten ebenjene große Wahrheit, die damals niemand in Frage stellte. Fast 27 Millionen Sowjetbürger starben an den Fronten, in deutscher Gefangenschaft, an Hunger oder unter Bombenangriffen, in den Ghettos und Öfen der Todeslager der Nazis. Die UdSSR verlor jeden siebten Bürger, Großbritannien jeden 127. und die USA jeden 320. Leider ist diese Zahl der schwersten, nicht wiedergutzumachenden Verluste der Sowjetunion nicht schlüssig. Es ist notwendig, die sorgfältige Arbeit fortzusetzen, um die Namen und das Schicksal aller Toten wiederherzustellen: Soldaten der Roten Armee, Partisanen, Untergrundarbeiter, Kriegsgefangene und Gefangene in Konzentrationslagern, von Strafbrigaden getötete Zivilisten. Es ist unsere Pflicht. Und hier kommt den Teilnehmern von Suchbewegungen, militärpatriotischen und freiwilligen Vereinigungen eine besondere Rolle zu. Und natürlich ist eine enge internationale Zusammenarbeit erforderlich, um dieses allgemeinhumanitäre Problem zu lösen.

Den Sieg brachten die Bemühungen aller Länder und Völker, die mit einem gemeinsamen Feind kämpften. Die britische Armee verteidigte ihre Heimat vor einer Invasion, kämpfte gegen die Nazis und deren Satellitenstaaten im Mittelmeer und in Nordafrika. Amerikanische und britische Truppen befreiten Italien und eröffneten die Zweite Front. Die Vereinigten Staaten versetzten dem Angreifer im Pazifik vernichtende Schläge. Wir erinnern uns an die kolossalen Opfer des chinesischen Volkes und ihre enorme Rolle bei der Zerschlagung der japanischen Militaristen. Vergessen wir nicht die Kämpfer von "La France libre", die die beschämende Kapitulation nicht anerkannten und den Kampf gegen die Nazis fortsetzten.

Wir werden auch für die Hilfe stets dankbar sein, die die Alliierten der Roten Armee mit Munition, Rohstoffen, Verpflegung, Technik leisteten. Und das war eine beträchtliche Unterstützung, die ca. sieben Prozent der gesamten Kriegsproduktion der Sowjetunion ausmachte.

Der Kern der Anti-Hitler-Koalition nahm unmittelbar nach dem Angriff auf die Sowjetunion Gestalt an, als die Vereinigten Staaten und Großbritannien das Land im Kampf gegen Nazideutschland bedingungslos unterstützten. Während der Teheraner Konferenz von 1943 bildeten Stalin, Roosevelt und Churchill ein Bündnis von Großmächten, einigten sich auf die Entwicklung der Koalitionsdiplomatie und einer gemeinsamen Strategie im Kampf gegen die gemeinsame tödliche Bedrohung. Die Führer der Großen Troika hatten ein klares Verständnis davon, dass die Kombination der industriellen, ressourcenbezogenen und militärischen Potenziale der UdSSR, der USA und Großbritanniens ihnen eine unbestreitbare Überlegenheit gegenüber dem Feind verschaffen würde.

Die Sowjetunion kam ihren Verpflichtungen gegenüber den Alliierten vollumfänglich nach und half stets mit. So unterstützte die Rote Armee mit ihrer Großoperation "Bagration" in Weißrussland die Landung angloamerikanischer Truppen in der Normandie. Im Januar 1945, als unsere Soldaten bis zur Oder durchbrachen, setzten sie der letzten mächtigen Offensive der Wehrmacht an der Westfront in den Ardennen ein Ende. Und drei Monate nach dem Sieg über Deutschland erklärte die UdSSR Japan den Krieg in voller Übereinstimmung mit den Abkommen von Jalta und besiegte die millionenstarke Kwantung-Armee.

Bereits im Juli 1941 erklärte die sowjetische Führung: "Der Zweck des Krieges gegen die faschistischen Unterdrücker ist nicht nur die Beseitigung der Bedrohung unseres Landes, sondern auch die Unterstützung aller Völker Europas, die unter dem Joch des deutschen Faschismus stöhnen." Mitte 1944 wurde der Feind von nahezu dem gesamten sowjetischen Territorium vertrieben. Aber er musste in seiner eigenen Höhle erledigt werden. Und die Rote Armee begann eine Befreiungsmission in Europa, rettete ganze Nationen vor Zerstörung und Versklavung, vor dem Schrecken des Holocaust. Gerettet mit dem Preis von Hunderttausenden von Leben sowjetischer Soldaten.

Es ist auch wichtig, die enorme materielle Unterstützung nicht zu vergessen, die die UdSSR den befreiten Ländern bei der Beseitigung der Hungergefahr, bei der Wiederherstellung der Wirtschaft und der Infrastruktur geleistet hat. Sie tat dies zu einer Zeit, als tausende Kilometer von Brest nach Moskau und bis zur Wolga mit Asche bedeckt waren. So bat beispielsweise die österreichische Regierung im Mai 1945 die UdSSR um Unterstützung bei der Nahrungsmittelversorgung, da sie "nicht wusste, wie sie ihre Bevölkerung in den nächsten sieben Wochen bis zur neuen Ernte ernähren sollte". Die Zustimmung der sowjetischen Führung, Lebensmittel an Österreich zu schicken, bezeichnete der Staatskanzler der Provisorischen Staatsregierung der Österreichischen Republik, K. Renner, als "ein Rettungsakt …", den "die Österreicher niemals vergessen werden".

Die Alliierten gründeten gemeinsam das Internationale Militärgericht, das Kriegs- und politische Verbrecher Nazideutschlands bestrafen sollte. Seine Entscheidungen geben eine klare rechtliche Einschätzung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit wie Völkermord, ethnische und religiöse Säuberungen, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit. Das Nürnberger Tribunal verurteilte direkt und eindeutig Nazi-Komplizen, Kollaborateure verschiedener Schattierungen.

Dieses beschämende Phänomen gab es in allen europäischen Ländern. Solche Figuren wie Pétain, Quisling, Wlasow, Bandera sowie ihre Handlanger und Anhänger sind Verräter und Henker, obwohl sie sich als Kämpfer für nationale Unabhängigkeit oder Freiheit vom Kommunismus verkleideten. In der Unmenschlichkeit übertrafen sie oft ihre Meister. In dem Versuch, sich die Gunst ihrer Anführer zu sichern, führten sie als Teil spezieller Strafgruppen die unmenschlichsten Aufgaben bereitwillig aus. Sie haben die Hinrichtung in Babi Yar, das Massaker von Wolhynien, das verbrannte Chatyn und die Vernichtung von Juden in Litauen und Lettland auf dem Gewissen.

Und heute bleibt unsere Position unverändert: Es kann für die kriminellen Taten von Nazi-Komplizen keine Rechtfertigung geben, diese haben keine Verjährungsfrist. Daher ist es verblüffend, wenn in einer Reihe von Ländern diejenigen, die sich durch die Zusammenarbeit mit den Nazis befleckt haben, plötzlich mit den Veteranen des Zweiten Weltkriegs gleichgesetzt werden. Ich halte es für unzulässig, Befreier und Besatzer gleichzusetzen. Und die Heroisierung der Nazi-Komplizen kann nur als Verrat am Gedenken an unsere Väter und Großväter angesehen werden. Der Verrat an jenen Idealen, die die Völker im Kampf gegen den Nationalsozialismus vereinten.

Damals standen die Führer der UdSSR, der USA und Großbritanniens vor einer historischen Aufgabe. Stalin, Roosevelt und Churchill vertraten Länder mit unterschiedlichen Ideologien, Bestrebungen, Interessen und Kulturen, zeigten jedoch großen politischen Willen, erhoben sich über die Widersprüche und Vorurteile und stellten die wahren Interessen der Welt in den Vordergrund. Infolgedessen konnten sie eine Einigung erzielen und eine Lösung finden, von der die gesamte Menschheit profitierte.

Die Siegermächte haben uns ein System hinterlassen, das zum Inbegriff der intellektuellen und politischen Suche mehrerer Jahrhunderte geworden ist. Eine Reihe von Konferenzen - die Konferenzen von Teheran, Jalta, San Francisco, Potsdam - legte den Grundstein dafür, dass die Welt trotz der akutesten Widersprüche seit 75 Jahren ohne globalen Krieg lebt.

Der historische Revisionismus, dessen Erscheinungen wir heute im Westen beobachten, und der vor allem das Thema des Zweiten Weltkrieges und dessen Ergebnisse betrifft, ist deshalb gefährlich, weil dadurch das Verständnis von den Grundsätzen einer friedlichen Entwicklung grob und zynisch verzerrt wird, die 1945 mit den Konferenzen von Jalta und San Francisco gestiftet wurden. Die wichtigste historische Errungenschaft von Jalta und weiteren Beschlüssen aus jener Zeit liegt in der Einigung auf einen Mechanismus, der es den führenden Mächten ermöglichen könnte, bei allen zwischen ihnen auftretenden Meinungsverschiedenheiten doch im durch die Diplomatie vorgegebenen Rahmen zu bleiben.

Das 20. Jahrhundert brachte totale und allumfassende globale Konflikte mit sich, und 1945 kamen auch Atomwaffen ins Spiel, die die Erde physisch zerstören können. Mit anderen Worten ist die gewaltsame Beilegung von Streitigkeiten äußerst gefährlich geworden. Und die Sieger des Zweiten Weltkriegs haben das begriffen. Sie verstanden und erkannten ihre eigene Verantwortung gegenüber der Menschheit.

Die traurige Erfahrung des Völkerbundes wurde im Jahr 1945 berücksichtigt. Die Struktur des UN-Sicherheitsrates wurde so gestaltet, um die Friedensgarantien möglichst konkret und effektiv zu machen. So entstand das Institut der ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates und damit das Veto als ihr Privileg und ihre Verantwortung.

Was ist das Vetorecht im UN-Sicherheitsrat? Um es ganz klar auszudrücken, das ist die einzig vernünftige Alternative zu einem direkten Zusammenstoß der größten Länder. Das ist eine Erklärung einer der fünf Großmächte, dass die eine oder die Lösung für sie nicht akzeptabel ist, dass sie ihren Interessen und Vorstellungen über die richtige Vorgehensweise widerspricht. Und andere Länder, auch wenn sie damit nicht einverstanden sind, fassen diese Position als selbstverständlich auf und geben die Versuche auf, ihre einseitigen Bestrebungen zu verwirklichen. Das heißt, auf die eine oder andere Weise, aber es müssen Kompromisse gesucht werden.

Eine neue globale Konfrontation begann fast unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und war zeitweise sehr heftig. Und die Tatsache, dass sich der Kalte Krieg nicht zum Dritten Weltkrieg auswuchs, bestätigte die Wirksamkeit der von der Großen Troika geschlossenen Abkommen. Die bei der Gründung der Vereinten Nationen vereinbarten Verhaltensregeln machten es möglich, die Risiken weiter zu minimieren und die Konfrontation unter Kontrolle zu halten.

Natürlich sehen wir, dass das UN-System mit Spannung arbeitet und nicht mehr so effizient wie es das könnte. Die UNO erfüllt jedoch weiterhin ihre Kernfunktion. Die Prinzipien des UN-Sicherheitsrates sind ein einzigartiger Mechanismus zur Verhinderung eines großen Krieges oder eines globalen Konflikts.

Die Aufrufe, die in den letzten Jahren häufig zu hören sind, das Veto aufzuheben und den ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrates besondere Möglichkeiten zu entziehen, sind in Wirklichkeit unverantwortlich. Wenn dies geschehen würde, würden sich die Vereinten Nationen im Wesentlichen in ebenjenen Völkerbund verwandeln - ein Treffen für leere Gespräche, ohne Einflusshebel für die Weltprozesse. Wie das alles endete, ist ja bekannt. Deshalb machten sich die siegreichen Mächte mit äußerster Ernsthaftigkeit an die Bildung eines neuen Weltordnungssystems, um die Fehler ihrer Vorgänger nicht zu wiederholen.

Die Schaffung eines modernen Systems internationaler Beziehungen ist eines der wichtigsten Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs. Selbst die unvereinbarsten Widersprüche - geopolitische, ideologische, wirtschaftliche - beeinträchtigen nicht die Suche nach Formen von friedlichem Zusammenleben und friedlicher Interaktion, wenn es den Wunsch und den Willen dafür gibt. Heute erlebt die Welt nicht die friedlichsten Zeiten. Alles ändert sich: vom globalen Gleichgewicht zwischen Macht und Einfluss bis zu den sozialen, wirtschaftlichen und technologischen Grundlagen des Lebens von Gesellschaften, Staaten und ganzen Kontinenten. In den vergangenen Epochen gingen Verschiebungen dieser Größenordnung fast nie ohne große militärische Konflikte und ohne Machtkampf um den Aufbau einer neuen globalen Hierarchie vonstatten. Dank der Weisheit und Weitsicht der politischen Führer der alliierten Mächte konnte ein System geschaffen werden, das extreme Manifestationen dieser Rivalität verhindert, welche historisch der globalen Entwicklung innewohnt.

Unsere Pflicht - also die Pflicht derjenigen, die die politische Verantwortung übernehmen, insbesondere der Vertreter der Siegermächte im Zweiten Weltkrieg - ist es, sicherzustellen, dass dieses System erhalten bleibt und verbessert wird. Heute wie im Jahr 1945 ist es wichtig, politischen Willen zu zeigen und gemeinsam über die Zukunft zu diskutieren. Unsere Kollegen - die Herren Xi Jinping, Macron, Trump, Johnson - unterstützten die russische Initiative, ein Treffen der Führer der fünf Atommächte - der ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates - abzuhalten. Wir danken ihnen dafür und erwarten, dass ein solches persönliches Treffen zum frühestmöglichen Zeitpunkt stattfinden kann.

Was könnte aus unserer Sichte auf der Agenda des anstehenden Gipfels stehen? Vor allem ist es nach unserer Meinung sinnvoll, über Maßnahmen zu sprechen, mit denen das Kollektive in den internationalen Angelegenheiten gestärkt werden kann, sich offen über den Friedenserhalt auszutauschen, über die Verbesserung der globalen und regionalen Sicherheit, die strategische Rüstungskontrolle,  das gemeinsamen Vorgehen gegen den Terrorismus, Extremismus, weitere drängende Herausforderungen und Bedrohungen.

Ein weiteres Thema, das auf der Tagesordnung des Treffens steht, ist die Situation in der Weltwirtschaft, vor allem die Überwindung der durch die Coronavirus-Pandemie verursachten Wirtschaftskrise. Unsere Länder ergreifen beispiellose Maßnahmen, um die Gesundheit und das Leben der Menschen zu schützen und die Bürger zu unterstützen, die sich in einer schwierigen Situation wiederfinden. Wie schwerwiegend die Folgen der Pandemie sein werden, wie schnell die Weltwirtschaft aus der Rezession herauskommt, hängt von unserer Fähigkeit ab, als echte Partner zusammenzuarbeiten. Darüber hinaus ist es unzulässig, die Wirtschaft zu einem Instrument des Drucks und der Konfrontation zu machen. Zu den aktuellsten Themen zählen der Umweltschutz und der Kampf gegen den Klimawandel sowie die Gewährleistung der Sicherheit des globalen Informationsraums.

Die von Russland vorgeschlagene Agenda des bevorstehenden "Fünfer-Gipfels" ist sowohl für unsere Länder als auch für die ganze Welt äußerst wichtig und relevant. Und zu jedem Anhaltspunkt haben wir konkrete Ideen und Initiativen.

Es besteht kein Zweifel daran, dass der Gipfel mit der Teilnahme Russlands, Chinas, Frankreichs, der Vereinigten Staaten und Großbritanniens eine wichtige Rolle bei der Suche nach gemeinsamen Antworten auf moderne Herausforderungen und Bedrohungen spielen und ein gemeinsames Engagement für den Geist des Bündnisses, die hohen humanistischen Ideale und Werte demonstrieren wird, für die unsere Väter und Großväter Schulter an Schulter gekämpft haben.

Auf der Grundlage unseres gemeinsamen historischen Gedächtnisses können und müssen wir uns gegenseitig vertrauen. Dies wird als solide Grundlage für erfolgreiche Verhandlungen und konzertierte Maßnahmen zur Stärkung der Stabilität und Sicherheit auf dem Planeten sowie für den Wohlstand und das Wohlergehen aller Staaten dienen. Dies ist - ohne Übertreibung - unsere gemeinsame Pflicht und Verantwortung gegenüber der ganzen Welt, gegenüber den gegenwärtigen und den zukünftigen Generationen.

 

24.07.2020 - Die Europäische Union und der Hitler-Stalin-Pakt
Abdruck eines Beitrages von Willy Wimmer

In Brüssel kam die Führungsspitze der Europäischen Union zu einem unerwartet langatmigen Gipfel zusammen, um den Kollaps des bisherigen Westeuropas infolge Corona zu verhindern. Unter Führung der deutschen Bundeskanzlerin und derzeitigen Ratspräsidentin der Europäischen Union soll eine gewaltige Finanzlast geschultert werden, weil es anders angeblich nicht mehr geht. Wie sehr dieser Finanzlast-Vorschlag gegen die bisherigen Regeln der Europäischen Union zur Verhinderung einer Schuldenunion verstößt, kann man an dem Widerstand von Ländern wie Dänemerk, Schweden, Österreich und vor allem der Niederlande sehen. Der Spaltpilz ist in Brüssel angekommen.

Das zeigte sich dort bei diesem Gipfeltreffen auf einem ungewohnten Feld, mit dem man bei solch einem Ereignis nicht hätte rechnen sollen: dem Stalin-Hitler Pakt. Es war Litauens Staatspräsident, der das Gipfeltreffen über Europas Zukunft mit diesem Thema aus der Vergangenheit einleitete. Verbunden mit Vorwürfen an die Adresse des russischen Präsidenten Putin. Dieser wolle zu diesem Pakt die Geschichte umschreiben. Litauens Präsident lag damit in Brüssel exakt auf der Linie eines Entschließungsantrages des Europäischen Parlamentes vom 19. September 2019. Statt den Historikern die Geschichte zu überlassen und alle Archive, auch von Noch-Mitgliedern der Europäischen Union, zum letzten "Kriegs-Jahrhundert" zu öffnen, wird Geschichte aus Polen und dem Baltikum zur Frage von Abstimmungen gemacht. Bei Präsident Putin begründet?

Der russische Präsident und der französische Präsident Macron haben in Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg und dem Ende dieses Krieges in Europa eine geradezu dramatische Haltung eingenommen. Moskau öffnet die Archive und fordert alle anderen Staaten auf, es ihm gleich zu tun. Präsident Putin und Präsident Macron legen die Verantwortung für den Zweiten Weltkrieg in der Demütigung Deutschlands durch die Sieger des Ersten Weltkrieges bei dem Rachediktat von Versailles fest. Dieser Umstand, so Präsident Macron, habe den Nationalsozialismus in Deutschland hervorgebracht. Präsident Putin verweist darauf, dass Herr Hitler vor allem in seiner antisemitischen und antibolschewistischen Haltung aus Amerika und Großbritannien finanziert worden sei. In einer in Deutschland einmaligen Form hat das Medienhaus Ken Jebsen, zeitgleich zum Gipfel in Brüssel, eine mehr als dreistündige Debatte zu den historischen Fakten des Kriegs-Jahrhunderts veröffentlicht.

Der Fahrplan zum Zweiten Weltkrieg wurde, so der französische Marschall Foch, in Versailles 1919 festgelegt und auf zwanzig Jahre nach Versailles 1919 terminiert. Im Vorfeld des deutschen Angriffs auf Polen, das im Sprachgebrauch Londons zu jener Zeit ein kriegslüsterner Schurkenstaat war, kam es, nach einer polnischen Mobilisierung seiner Truppen, zum Pakt zwischen Stalin und Hitler. Eine gleichzeitig in Moskau verhandelnde französisch-britische Delegation durfte ausdrücklich keinen Pakt abschließen, weil der führende britische General keine Verhandlungsvollmacht hatte. London wollte unbedingt diesen Krieg, und dafür war seine eigene Verweigerung eines Abkommens mit Moskau geradezu zwingend. Natürlich sind alle Entwicklungen auf Versailles 1919 und nicht nur das zurückzuführen. Die deutsche Haltung kann nur "geschichtsvergessen" genannt werden, wenn die deutsche Staatsspitze es am 28. Juni 2019 nicht für nötig hielt, an Versailles und das Tor zur globalen Hölle in der Verantwortung der Siegermächte zu erinnern.

Aber es war nicht nur Versailles 1919, das für das Elend des ganzen Globus zwanzig Jahre später die Verantwortung trägt. In diesen Tagen hat der ehemalige bundesdeutsche Luftwaffenoffizier, Herr Jochen Scholz, auf die Rede des britischen Premierministers Disraeli nach der Gründung des Deutschen Reiches 1871 hingewiesen. Mit dieser Reichsgründung ging für London und Paris die Zeit vorbei, auf dem Kontinent schalten und walten zu können, wie man wollte, und Preußen oder andere als Festlandsdegen zu benutzen. Dieser Haltung in London und Paris stand man in Washington nicht nach. Inzwischen hat man uns oft genug gesagt, dass nach der Reichsgründung eines unter allen Umständen verhindert werden musste: eine Zusammenarbeit zwischen Russland und Deutschland. Es war nie die zahlenmäßig begrenzte deutsche Marine, es war die deutsche Entscheidung, sich in einem Staat zu vereinen und friedlich und wohlhabend werden zu wollen, die den Mechanismus in Gang setzte, der dazu führte, ein eigenständiges Deutschland zu beseitigen. Diese Entscheidung wurde in London, Paris und Washington getroffen.



10.09.2020 - Hans-Georg Maaßen in Erfurt: "Was hätte ich gemacht, wenn ich MfS-Chef gewesen wäre?"

"Vollversammlung der wahren Schwarmintelligenz"?
In Erfurt trafen sich am 5. und 6. September 2020 Interessierte zur "Vollversammlung der wahren Schwarmintelligenz". Der Veranstalter, der Journalist Klaus Kelle, nennt die alljährlich stattfindende Veranstaltung inzwischen das wichtigste Netzwerktreffen des bürgerlich-konservativen, liberalen und christlichen Milieus in Deutschland. Dazu gibt es ein Video. Auch diese fünfte Veranstaltung seit der Gründung 2015 fand regen Zuspruch, allerdings konnten wegen der geltenden Hygienemaßnahmen nur 300 Personen teilnehmen. Prominente Redner waren Dr. Hans-Georg Maaßen und Bestsellerautor Dr. Markus Krall, INSA Chef Hermann Binkert sowie Prof. Dr. Andreas Rödder neben Wissenschaftlern und Engagierten der bürgerlichen Mitte. An die Vorträge schlossen sich Diskussionsforen an.

Dr. Hans-Georg Maaßen, Jurist, war bis November 2018 nahezu sieben Jahre lang Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Es war als früherer Verfassungsschutzpräsident seine Aufgabe, frühzeitig problematische Entwicklungen zu erkennen und Politik und Gesellschaft zu informieren und zu sensibilisieren. Die beiden Grundvoraussetzungen für einen geheimen Nachrichtendienstler sind, "nicht an den politischen Weihnachtsmann zu glauben", erklärt Hans-Georg Maaßen in Erfurt. Und als Zweites müsse man die Grundrechenarten beherrschen: Man muss wissen, dass "zwei und zwei nicht 3,9 ist - auch wenn ein Politiker es sagt".

Dr. Hans-Georg Maaßen sprach am 6. September 2020 im Erfurter Kaisersaal vor den Teilnehmern des Treffens der "Schwarmintelligenz". Er griff das Thema 30 Jahre Deutsche Einheit auf - "aus der Perspektive als geheimer Nachrichtendienstler", wie er es nannte.

Wie blickt der frühere Verfassungsschutzpräsident auf den Mauerfall und die Wiedervereinigung? Maaßen beginnt seine Rede damit, was die beiden Grundvoraussetzungen für einen Nachrichtendienstler sind: Zum einen "dürfen sie nicht naiv sein und an den politischen Weihnachtsmann glauben" und zweitens sollte man mit den Grundrechenarten zurechtkommen. "Und wissen, dass eins und eins, zwei ist und nicht 2,5 und auch nicht, dass zwei und zwei 3,9 ist - auch wenn es ein Politiker sagt."

Die Lage in Westdeutschland
1989 hatte das linke Establishment in Westdeutschland die Wiedervereinigung aufgegeben, erklärt Maaßen. Noch im Juni 1989 habe Gerhard Schröder (damals Ministerpräsident von Niedersachsen) gesagt, man solle die neue Generation nicht über die Chance einer Wiedervereinigung belügen. Für Maaßen war die Aufgabe dieses Zieles nicht verwunderlich. Der Hintergrund ist die Anweisung des MfS (Ministerium für Staatssicherheit der DDR; Stasi), den "Gang durch die Institutionen" durchzuführen.

Die klare Ansage der Stasi war, Westdeutschland zu zersetzen: die Medien, gesellschaftliche Gruppen, Parteien. Viele Leute der K-Gruppen gingen später in die Parteien über - die Grünen, die SPD. "Eine gezielte Unterwanderung" - und "die Gefahren wurden in Westdeutschland komplett unterschätzt". Man übersah, dass das MfS nur der Schwanz des Hundes war, der da wedelte. Der Hund war der KGB, so Maaßen.

Die Lage in Ostdeutschland
"Die DDR war beherrscht von einer hoch ideologisierten, teilweise fanatischen politischen Elite, von einem Establishment. Die glaubten auch tatsächlich noch Sozialismus… in gewisser Hinsicht religiös fanatisch." Und "diesen Leuten abzunehmen, dass die allein wegen des Mauerfalls von ihrer politischen Religion abgehen, hielt ich damals schon für naiv".

Eine richtige Opposition gab es in der DDR nicht, es gab lediglich eine Art "Scheinoppositionelle, stramme Marxisten/Leninisten, die keinen Ulbricht-Sozialismus" wollten, sondern "so eine Art Glasnost-Kommunismus".

"Was hätte ich gemacht, wenn ich MfS-Chef gewesen wäre?"
Dann kam 1989, die Menschen waren auf den Straßen - und Zitat Hans-Georg Maaßen: "Ich fragte mich: Was hätte ich denn eigentlich gemacht, wenn ich MfS-Chef gewesen wäre?" Auf "keinen Fall hätte ich die Hände in den Schoß gelegt und zugeguckt".

Was Hans-Georg Maaßen als MfS-Chef getan hätte - und mit unbeschränkter Macht - ist in diesem Video zu hören. Hier daraus einige Stichpunkte:

- Der Aufbau von Honeypots - darunter einer scheinoppositionellen Partei, "eine sehr beliebte Technik des KGB, um die ‚Andersdenkenden‘ zu identifizieren und zu neutralisieren".
- Hohe Anzahl an aufgeflogenen Inoffiziellen Mitarbeitern aus den Parteien ("de Maizière - ein IM, Wolfgang Schnur - ein IM, ein Ibrahim Böhme - ein IM, Greogor Gysi - mutmaßlich IM, ein Herr Stolpe - mutmaßlich IM").
- Tausende Organisationen, die plötzlich wie Pilze aus dem Boden schossen - und einige davon waren gut finanziert.
- Die Rolle von Mischa [Markus] Wolf ("Gruppe Luch").
- Gorbatschow ordnete schon 1988 die Wiedervereinigung an.
- Fehler des Westens.
- "Im Westen dachte man, Kommunisten sind eigentlich Sozialdemokraten, die vielleicht ein bisschen mehr wollen. Nein, Kommunisten wollen ein anderes System. Sie wollen keine freiheitliche Demokratie, sondern sie wollen einen totalitären Staat."

Die Ost-CDU bestand aus strammen Marxisten - "aus meiner Sicht war es ein kapitaler Fehler 1990 gewesen, die Ost-CDU in die CDU zu integrieren".Das MfS war nicht nur eine Unterdrückungsbehörde, sondern arbeitete auch auf subversive Art mit dem Ziel der Zersetzung des Gegners.






(Empfehlung: Lesen Sie auch die umfangreichen Beiträge Kalter Krieg im Harzer Land und Der Zweite Weltkrieg - recherchiert und aufbereitet von M. Wagner)

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