Hausneindorf

Wappen Hausneindorf

Gemeinde Selke-Aue Ortschaft Hausneindorf

Hausneindorf ist eine Ortschaft der Gemeinde Selke-Aue im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. Er liegt etwa zwölf Kilometer nordöstlich von Quedlinburg.

Am 1. Januar 2010 schlossen sich die bis dahin selbstständigen Gemeinden Hausneindorf und Wedderstedt zur neuen Gemeinde Selke-Aue zusammen. Gleichzeitig wurde die Gemeinde Heteborn nach Selke-Aue eingemeindet.



Geschichte

Hausneindorf wurde um 570 gegründet. Die um 1140 durch Heinrich den Löwen errichtete gewaltige Burg zu Neundorf (Hausneindorf) ist das Wappenbild (Turm mit Mauerwerk) des zukünftigen Wappens der Gemeinde, welche auch gegenwärtig als kulturhistorisches Denkmal den Charakter des Ortes prägt.

Nach 1990 zunächst zum Kreis Aschersleben gehörend, wechselte Hausneindorf im Zuge der Kreisreform 1994 zum Landkreis Quedlinburg und ging in die Verwaltungsgemeinschaft Bode-Selke-Aue. 2005 wurde aus letztem die Verwaltungsgemeinschaft Ballenstedt/Bode-Selke-Aue, welche fast vollständig zum 1. Januar 2010 sich zur Verbandsgemeinde Vorharz zusammenschloss.

Einwohnerentwicklung

31. Dezember 2002 908
31. Dezember 2006 819
31. Dezember 2007 796
31. Dezember 2008 784

Wappen und Flagge

  • Das vom Heraldiker Karl-Heinz Fritze aus Niederorschel gestaltete Wappen wurde am 26. März 2003 durch das Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt. Es zeigt: "In Blau hinter einer silbernen, schwarz gefugten, gezinnten Mauer ein silberner, schwarz gefugter behelmter Turm mit kleiner Fensteröffnung."
  • Die Farben der ehemaligen Gemeinde sind Silber (Weiß) - Blau. Die Flagge ist Blau - Weiß - Blau (1:2,5:1) gestreift und mit dem mittig aufgelegten Wappen belegt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Die evangelische Kirche verfügt über eine zuletzt 1914 veränderte Röver-Orgel mit über 1500 Pfeifen, welche 1995-2009 grundlegend saniert wurde.
  • Der Fußballverein FSV Blau-weiß Hausneindorf 1919 spielte in der Saison 2006/2007 in der Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 5[5], in der Saison 2009/10 in der Landesliga Sachsen-Anhalt Staffel Nord.
  • Am 20. Februar 2006 hat sich der Heimatverein-Hausneindorf gegründet.
  • In fünf Kilometer Entfernung befindet sich das Naherholungsgebiet Concordiasee.

Wirtschaft und Infrastruktur

  • Hausneindorf hat eine KFZ-Werkstatt.
  • Durch den Ort verläuft die Landstraße L73, die nächsten Auffahrten zur Bundesstraße 6n befinden sich 8,6 bzw. 9,8 Fahrkilometer entfernt.
  • Jeweils etwa drei Kilometer entfernt liegen die Haltepunkte Hedersleben-Wedderstedt sowie Gatersleben.
  • Stündliche Verbindungen gibt es nach Magdeburg Hauptbahnhof und Vienenburg, zweistündlich nach Hannover Hauptbahnhof.
  • Vereinzelte Verbindungen gibt es nach Bahnhof Blankenburg. Eine Buslinie der Q-Bus fährt nach Quedlinburg und Gatersleben.

Persönlichkeiten

  • Adolf Reubke begann nach 1837 in Hausneindorf mit dem Bau verschiedener Orgeln. Die Firma Reubke & Sohn übernahm später sein Sohn Emil. Nach dessen Tod übernahm Ernst Röver die Orgelbaufirma. 1921 schloss die Firma, einige der Werke, vor allem in Mitteldeutschland, sind heute noch spielfähig erhalten.
  • Gert von Paczensky, Journalist, in Hausneindorf geboren
  • Julius Reubke, Pianist, Organist und Komponist, in Hausneindorf geboren


Literatur

  • Berent Schwineköper (Hrsg.): "Provinz Sachsen Anhalt" in Handbuch der Historischen Stätten Deutschlands, Band 11. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 1987, ISBN 3-520-31402-9.

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