Chronik des Ortes Deesdorf

Kirche Sankt Valentin

Eine Chronik des Ortes spricht davon, dass um 800 also zur Zeit Karl des Großen, bereits das Dorf von sächsischen Familien besiedelt wurde.

Die erste urkundliche Erwägung stammt aus dem Jahr 1136.

Deesdorf war anhaltinischer Besitz und gehörte dem Grafen von Aschersleben (Albrecht dem Bären).

Der Zustand der Siedlung wurde so beschrieben: Einige armselige Hütten, strohbedeckt, um einen Lehmfachwerkbau , der vom geistlichen Verwalter und Steuereinnehmer bewohnt wurde. Die Umgebung soll sumpfig, voller Riedgras, Baumstümpfen und allerlei Gestein gewesen sein.

Der Ort wird 1267 "Dedestorp", 1303 "Dezstorp", 1325, 1369 "Dizsdorp", später regelmäßig "Destorp" geschrieben, aber noch im 17. Jahrhundert kommt auch die Form "Dedestorp" vor.

Die Dorfkirche "St. Valentin" wurde um 1300 gebaut. Zunächst wurde eine Kapelle errichtet, in der Leichen aufgebahrt wurden, aber auch ein Mönch aus Klein Gröningen Messe gelesen hat. Bald nach 1300 wurde der Turm und ein Teil des Kirchenschiffes bebaut. Der Turm in seiner kastenartigen Gestalt, diente zum Schutz der Bevölkerung in Zeiten der Gefahr als Unterkunft und auch zur Bergung der Schätze der Bauern.

Die erste Straße die gebaut wurde, soll die Mittelstraße gewesen sein. Danach siedelten sich die Leute an der Hinterstraße und Oberstraße sowie am Beckerberg an.

Der Ort dehnte sich später nach Osten aus. Diese Straße trägt den etwas ungewöhnlichen Namen "Leipziger Straße". Es handelt sich um eine ehemalige Heerstraße. Da die Verlängerung der Leipziger Straße in westlicher Richtung durch die Oberstraße, über die Bodebrücke nach Wolfenbüttel und Braunschweig zeigt (für uns: Stadtweg - verkürzter Weg nach Halberstadt) und nach Osten die Straße über den Speckberg auf den Hakel zu verläuft, wo man eine Verbindung nach Leipzig findet. Da es sich bei der Straße um eine Heerstraße handelte, die bedeutende Städte miteinander verband, hat dieser Straßenname seine Berechtigung.

 

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