16. Jahrhundert

Strichzeichnung der Kirche in Harsleben

1601 gilt als das Baujahr der Kirche, sie darf aber als wesentlich älter eingeschätzt werden. Bereits mit Einführung des Christentums soll an gleicher Stelle eine Holzkirche gestanden haben. An die Stelle derselben trat etwa um 1250 eine Steinkirche mit Turm, der Unterbau steht heute noch. Im 14. Jahrhundert erfolgte der Anbau vom gotischen Chor. Durch den Bauherrn Zacharias Dipp wurde 1601 der Turm erhöht, das Kirchenschiff vollkommen neu erbaut. In jetziger Gestalt, den Unterbau des Turmes und den gotischen Chor ausgenommen, stammt die Kirche aus dem Jahre 1601. 1978 bis 1985 wurden umfangreiche Reparaturen am Dach und Turm ausgeführt.

1618 verzichtet Bischof Christian, der "tolle Halberstädter", auf das Bistum zu Halberstadt. Er überträgt es seinem Onkel Christian II von Dänemark. Harsleben gerät unter dänische Obrigkeit.
Keine Aufzeichnungen gibt es über Plünderungen, getötete oder verletzte Personen während des Dreißigjährigen Krieges. Verschont blieb das Dorf sicher nicht.

1623 wird eine Einquartierung "schlechten Fußvolkes" im Urkundenmaterial belegt.

1632 werden von den insgesamt 299 Häusern im Flecken 251 als "bewohnt" und 48 als teils "ruiniert" teils "ledig" angegeben.

1636 bleiben nur noch 196 Häuser als "so bewohnt" über.

1643 bis 1649 halten die Schweden das Hochstift zu Halberstadt besetzt und übernehmen die zum Hochstift gehörenden Landgüter. Das Harslebener Amt wird vom schwedischen Oberst Brunsewitzen bewirtschaftet.

1649 übergeben die Schweden dem Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm das Bistum Halberstadt. Nun werden die Harslebener kurbrandenburgische Untertanen.

1697 wird ein Mitglied der Schützen - Companie beim Freischießen versehentlich erschossen. Rat der Gemeinde und Schützenbrüderschaft werden zur Zahlung von je 150 Taler in Gold verurteilt.

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