15.-18. Jahrhundert

1480 entstand der geschnitzte Marienaltar, der sich bis 1964 an der Nordwand der Kirche befand. Er wurde dem erzbischöflichen Kommissariat in Magdeburg zur Restaurierung übergeben und für 99 Jahre ausgeliehen, bleibt aber im Eigentum der Kirchengemeinde Rodersdorf.
Er befindet sich in der katholischen Pfarrkirche Wittenberg. Bemerkenswert ist das qualitätsvolle Abendmahlsbild in der Predella, der barocke Taufengel und die Tatsache, dass an der Kanzel neben den Reformatoren auch König Gustav Adolf von Schweden abgebildet ist.

1525 kaufte Ludolf von WENDEN das Gut Rodersdorf. Das ehemalige Gutshaus, mit seinen barocken Stilelementen ist noch heute erhalten und in Besitz der Gemeinde Rodersdorf. Es dient heute als Dorfgemeinschaftshaus und wird in vielfältiger Weise genutzt.
Nach der umfassenden Fassadenerneuerung bietet es einen ortsprägenden Anblick. Sehenswert ist auch der wertvolle Renaissancekamin aus dem Jahre 1575 mit seinem Wappen, im Inneren des Hauses.

1564 / 1589 wurden Kirchenvisitationen vorgenommen, die Akten sind im Pfarrarchiv vorhanden.

1618
brach der 30-jährige Krieg aus. Im ganzen Land gab es Zerstörungen, Plünderungen und anderes Leid.

1626 / 1636 starben Hunderte Wegeleber an der Pest.

1648 wurde der Westfälische Frieden zu Münster und Osnabrück abgeschlossen.
Das Bistum Halberstadt kam zum Fürstentum Brandenburg - Preußen und wurde Fürstentum.

07.12.1668 gab es einen furchtbaren Sturm, berichtet ein Schriftstück aus dem Turmknauf der Wegelebener Kirche.

1690 wurde unter Pfarrer Heimbert OPPECHENIUS das Pfarrhaus gebaut. Es ist das älteste, datierte Haus in ursprünglicher Form. Auf seinem Hof befindet sich ein Taubenturm von 1729. Es befindet sich in Besitz der Familie Ihrig, Ringstrasse 7.

1752 wurde der romanische Wachturm zu einem Glockenturm (Kirchturm) umgebaut. Er bekam eine barocke Haube mit Laterne.
1776 riss man die alte Kirche auf dem Kapellenberg ab und baute an die Ostseite des Glockenturmes einen barocken Saalbau aus Bruchsteinen. Das Portal der alten Kirche mit der erhaltenen Tür von 1672 (mit kunstvollem Beschlag) und einem vermauerten Fenster, sowie der Altarstein mit dem Reliquienschrein und der Schnitzaltar von 1480 wurden wiederverwendet. Baumeister war Mathias Hagen, der Orgelbaumeister hieß Geste. Die Kosten für den Bau der Kirche beliefen sich auf 555 Gulden, die Orgel kostete 58 Gulden. Pfarrer Christian Heinrich Grashoff ließ das Portal und den Schnitzaltar auf seine Kosten restaurieren und der Kirche einfügen, weil sowohl das königliche Konsistorium als auch die Gemeinde nicht dazu bereit waren. Die Barockkirche ist SANKT BLASIUS - einem der 14 Nothelfer - geweiht. Sein Kalendertag ist der 3. Februar.

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